Bayern: 13 verendete Wildschweine in Gehege

In einem Wildgehege im Veldensteiner Forst (Landkreis Bayreuth) sind 13 verendete Wildschweine aufgefunden worden. Zehn Frischlinge, ein Keiler und zwei Bachen lagen tot in dem Gehege, wie nordbayern.de berichtet. Zunächst wurde die Infektionskrankheit Actinobacillus pleuropneumoniae (APP) als Ursache vermutet, was sich jedoch nicht bestätigte. Befürchtungen, es könne sich um einen ASP-Ausbruch handeln, bestätigten sich glücklicherweise nicht: Wie eine Mitarbeiterin des zuständigen Veterinäramts gegenüber JAWINA bestätigte, kann sowohl die Klassische, als auch die Afrikanische Schweinepest (ASP) als Ursache ausgeschlossen werden – dann wären nämlich alle Sauen in dem Gehege betroffen gewesen. Die Kadaver der verendeten Tiere wurden zur Untersuchung in das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verbracht. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Es gebe aber bereits einen Zwischenbefund, demzufolge es sich um eine bakterielle Infektion durch Pasteurellen handle. Welcher Typ von Pasteurellen solle noch genauer geklärt werden, so die von JAWINA befragte Veterinärin. Die betroffenen Tiere weisen im pathologischen Befunden charakteristische Lungenveränderungen auf.

Mittlerweile soll auch ein Damhirsch von der Erkrankung betroffen sein. Erkrankte, aber überlebende Tiere wurden erfolgreich mit Antibiotika behandelt. Ein Übergreifen der Erkrankung auf wild lebende Wildschweine ist nach Ansicht des Veterinäramts ausgeschlossen. Wegen der Gefahr durch die ASP gelten ohnehin sehr strenge Auflagen und Sicherheitsbestimmungen für Freiland-Schweinehalter, zudem seien zusätzliche Maßnahmen wie die Desinfektion von Gehegen und Kadavern durch Kalk angeordnet worden. Die Betreiber des Geheges hätten sämtliche Maßnahmen umgesetzt. SE

Beitragsbild: Gattersauen (Symbolbild). Foto: SE

 

 

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