Bayerischer Jagdverband züchtet Rebhühner und Fasane

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Der Bayerische Jagdverband (BJV) will im Rahmen eines Auswilderungsprogramms in die Zucht von Fasanen und Rebhühner einsteigen. Die Intensivierung der Landwirtschaft und der Verlust an Lebensräumen sowie der Rückgang der Insekten macht den Hühnervögeln zu schaffen, die Bestände gehen deutschlandweit zurück. Dieser Entwicklung will der BJV mit einem Zucht- und Auswilderungsprogramm begegnen. Das Zuchtprogramm soll, wie der Bayerische Rundfunk berichtet, an der Landesjagdschule bei Wunsiedel stattfinden. Dort ist eine 300 Quadratmeter große, 250.000 Euro teure Voliere installiert worden. Um die auszuwildernden Vögel sollen sich bayerische Reviere ab Herbst bewerben können. Kriterien für die Vergabe der Fasane und Rebhühner soll neben der Biotopstruktur auch die intensive Raubwildbejagung sein. Die Vögel dürfen drei Jahre lang nicht bejagt werden. Ziel ist, im kommenden Jahr zwischen 50 und 100 Rebhühner und 300 Fasane auszuwildern. SE

Beitragsbild: Fasanenjagd. Foto: SE

5 Gedanken zu „Bayerischer Jagdverband züchtet Rebhühner und Fasane

  1. hauskatze

    welchen sinn macht die auswilderung der gezüchteten fasane, wenn nicht erst das viel grössere problem des insektenrückgangs bearbeitet wird ?

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    1. Jochen

      Das wird wohl mit dem Kriterium Biotopstruktur zusammenhängen. Wir haben auch Orte im Revier, wo man von einem Insektenrückgang nichts bemerkt, aber wir haben so gut wie keine Rebhühner mehr, auch wenn sie schon seit 25 Jahren nicht mehr bejagt werden.
      Also wenn die genannten Kriterien passen, sollte man es auf jeden Fall einmal probieren und dann die Erfahrungen auswerten. Neben dem Insektenrückgang gibt es eben auch eine immer breiter werdende Palette an Prädatoren. Nach dem was man so findet und sieht, fallen die Fasanenkücken bei uns vor allem der Luftwaffe zum Opfer und da kann man eben nichts dagegen tun. ( außer bei den Krähen und Elstern, aber auch da nicht in der Zeit, wo es am wichtigsten wäre)

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  2. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Wenn die Ursachen des Rückgangs einer Tierart nicht bekannt sind, nützt die Aussetzung von Exemplaren zur Stützung und Erhaltung der Art nichts! Das ist so, als ob man in einen Eimer immer wieder Wasser kippt, auch wenn er jeweils am nächsten Tag trocken ist. Das Loch im Eimer muss man finden und stopfen! Beim nächsten Regen bleibt das Wasser dann von alleine im Eimer stehen. In der Lausitz wird immer wieder Auerwild ausgesetzt, ohne dass sich ein stabiler Besatz entwickeln würde. Auch da hat man das Loch im Eimer nicht gefunden, bzw. will es nicht wahrhaben, geschweige denn dass man es gestopft hätte. Solche Beispiele gibt es in großer Zahl. Also Finger weg von Aussetzaktionen!

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  3. Ralf K.

    Es macht schon Sinn, hin und wieder die Bockbüchsflinte statt des Repetierers- zumindest zum Morgen-oder Abendansitz mitzunehmen. Aber notfalls kann man Reinecke auch mit 9,3mm „entnehmen“. Sauen kommen später möglicherweise trotzdem.

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  4. Hauskatze

    „wenn der topf aber nu ein loch hat, lieber heinrich, lieber heinrich ?“ „stopf`s zu, liebe,liebe liese, liebe liese, stopf`s zu ! „womit soll ich`s denn aber … ? leider war liese zu dumm, um das problem zu lösen. inzwischen ist das loch/defizit viel grösser geworden, werden wir auch zu dumm sein, um es zu lösen ?

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