Baden-Württemberg: Minister für intensivere Kormoran-Bejagung

Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk (CDU), hat sich dem Schwäbischen Tagblatt gegenüber für eine intensivere Bejagung des Kormorans ausgesprochen. Der für Fischerei zuständige Minister argumentiert, dass die ansteigenden Kormoranbesätze am Bodensee die Vorkommen von gefährdeten Fischarten wie Bachforelle oder Äsche gefährdeten. Der Abschuss von Kormoranen während der bestehenden Jagdzeiten reiche nicht aus. In Naturschutzgebieten und EU-Schutzgebieten sei die Jagd auf den Kormoran stark eingeschränkt, obwohl er dort besonders häufig vorkomme. Der Kormoran, der ursprünglich nur an den Küsten Norddeutschlands beheimatet war, sei heute im Winter mit 10.000 Tieren stark verbreitet. Kritik kam umgehend von Grünen und Nabu: Der Nabu kritisierte Hauks Vorstoß in gewohnt sachlicher Manier als „Haudrauf-Mentalität mit dem Schießprügel.“ Zwar könne eine Vergrämung von Kormoranen an Laichplätzen sinnvoll sein, wenn diese in ein sinnvolle Konzept eingebunden sei, der verstärkte Abschuss jedoch sei kein sinnvolles Konzept, erklärte ein Nabu-Artenschützer gegenüber dem Tagblatt. Die populistischen Auffassungen des Nabu zum Kormoran sind indes in aktuellen Studien aus verschiedenen europäischen Ländern wissenschaftlich widerlegt wordenSE

Beitragsbild: Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf der Internetseite des Ministeriums. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

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