Baden-Württemberg: „Bild des Grauens“ – mehr als 40 Schafe bei Wolfsangriff getötet

Den Tag des Wolfes am 30. April hat Isegrimm auf würdige Weise begangen: In Bad Wildbad (Landkreis Calw) sind mehr als 40 Schafe einem Wolfsangriff zum Opfer gefallen. Mindestens 15 Tiere wurden gerissen, zehn mussten notgeschlachtet werden, weitere Schafe flohen in die Enz, wie der SWR berichtet. Nach ersten Untersuchungen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) ist es sehr wahrscheinlich, dass die Schafe von Wölfen gerissen wurden, DNA-Untersuchungen sollen letzte Gewissheit bringen. Bereits im November wurden in Bad Wildbad Schafe von einem Wolf gerissen. Die Welt sprach angesichts des Gemetzels von einem „Bild des Grauens.“ Der Bürgermeister von Bad Wildbad, Klaus Mack (CDU) appellierte laut SWR an die Landesregierung, „diesem Treiben Einhalt zu gebieten“, wenn die „Rückkehr des Wolfes dazu führe, dass sich Touristen im Wald nicht mehr sicher fühlen.“ Die Geschäftsführerin des Landesschafzuchtverbandes, Anette Wohlfarth, wertete den Rissvorfall als Beleg dafür, dass „Weidetierhaltung und Wolf in Baden-Württemberg zusammen nicht flächendeckend funktionierten.“ Der Nabu fordert, dem betroffenen Schäfer so schnell wie möglich zu helfen, sprich: für die gerissenen Schafe Entschädigung aus Steuergeldern zu bezahlen.

Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Rülke forderte, den Wolfs ins Jagdrecht aufzunehmen. Die Grünen müssten ihre „romantische Wolfspatenschaft“ beenden. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser AB für den Hinweis!

3 Gedanken zu „Baden-Württemberg: „Bild des Grauens“ – mehr als 40 Schafe bei Wolfsangriff getötet

  1. Ronbi

    Nehmen wir einmal an, es war ein Wolf oder Wölfe.
    Nichts gegen den Wolf so etwas passiert eben.
    Nur: Wölfe die Nutztiere in ihr Beutespektrum aufgenommen haben, sind entsprechend § 45(7) Bundes Naturschutz Gesetz zu entnehmen, wenn sie wiederholt den vorgesehenen Herdenschutz überwinden, um Beute zu machen.
    Ich würde sagen, Wölfe, die Nutztiere angreifen oder sich menschlichen Siedlungen, sind zu entnehmen.
    Ein amerikanischer Farmer weiß so etwas und mcht es.
    Was fehlt, Entscheidungsträger mit Mut.
    Wer sich jetzt hinstellt und von Vergrämen anfängt, hat bereits verloren.
    Vergrämen ja, aber lethal, mit dem Gewehr.
    Wölfe ja, aber wirklich wild und scheu.

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  2. Grimbart

    Wer meint das es im Grün-Schwarz regiertem BaWü nach einigen wenigen Angriffen zu einer Gesetzesänderung kommt, muss schon sehr naiv sein. Wie weit ist den Nds. mit seiner Groko bisher gekommen mit deutlich höheren Risszahlen? Da wird jetzt erst mal wieder gesagt, dass die Schafe ja nicht ausreichend geschützt waren und deswegen der Schäfer selber schuld sei. Oder, oder, oder.

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  3. Joachim

    Es bewahrheitet sich immer wieder. Der von seiner natürlichen Scheu beherrschte Wolf reißt die kranken und schwachen Stücke.
    Die ideale Ergänzung für ein Land wie das unsere mit ausgedehnter Wildnis.

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