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Brandenburg: Wolf hetzt Reh durch Ortschaft

Und wieder: In Trebitz, einem Ortsteil von Brück im Landkreis Potsdam-Mittelmark hat ein Wolf am hellichten Tag ein Rehkitz durch die Ortschaft gehetzt. Zwei Kellnerinnen des Trebitzers Gasthofs „Zur Linde“ beobachteten den Vorfall – sie polierten gerade Besteck mit Blick durch die Fenster der Gaststätte auf die Zufahrt zum Parkplatz. Als das Reh vom Wolf gefolgt über den Hof flitzte des Lokals flitzte, rannten die Frauen vor die Tür. Der Wolf hatte das Kitz bereits an den Hinterläufen gepackt. Auf das Rufen und Pfeifen der Kellnerinnen hin ließ er von seiner Beute ab und flüchtete über den Parkplatz. Das Reh suchte Deckung hinter einem Baum, wo es jedoch verendete. Der Märkischen Allgemeinen Zeitung gegenüber erklärte der Lindenwirt, dass der Wolf dem Reh „geradewegs über die Hauptstraßenkreuzung zum Markt gefolgt sein“ müsse. Auf seiner Jagd habe der Wolf auch einen Spielplatz passiert. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der MAZ. (Screenshot)

AAA in Afrika

Im Neumann-Neudamm-Verlag ist eine deutsche Übersetzung des Afrika-Klassikers „The Last of Old Africa“ von Brian Nicholson unter dem Titel „Großwildjagd im alten Afrika“ erschienen. In dem Buch schildert Nicholson seine Zeit als Berufsjäger und Wildhüter vor allem im Wildreservat Selous in Tansania. Es war, wie Nicholson selbst bekundet, „die große Zeit der Afrikajagd“. Monatelang war Nicholson mit Trägern in dem urwüchsigen, dünn besiedelten und kaum erschlossenen Wildparadies unterwegs. Er schoss Wild und angelte, um sich und seine Leute mit Fleisch zu versorgen, erlegte menschenfressende Löwen und Schadelefanten en masse. Dabei dienten seine Expeditionen auch der Sicherung und dem Erhalt des Selous, er erweiterte die Grenzen des Reservats, bekämpfte Wilderer, schuf eine funktionierende Verwaltung und erschloss mit der Trophäenjagd die wichtigste Geldquelle. „Zu Recht gilt er deshalb als einer der Väter dieses Reservats, das unter seiner Ägide zum größten Naturschutzgebiet in Afrika wurde“, schreibt Herausgeber Rolf Baldus in seinem Vorwort zu dem Werk. Bei allem Idealismus war natürlich auch „die Sucht nach Erleben und Abenteuer“ eine starke Motivation – und es ist ein großes Vergnügen, sich von Schreibtisch und Couch hinwegzuträumen und Nicholson und seine Mannen beim Triple A (Aimlessly Arseing Around) im Busch zu begleiten. Dass man den mit vielen Fotos und Abbildungen opulent ausgestatteten dicken Schmöker gebannt in einem Zug durchliest, dazu trägt entscheidend die hervorragende und sorgfältige Übersetzung bei, die Rolf Baldus (nach einer Arbeitsübersetzung von Gert G. von Harling) erarbeitet hat.

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Vorschriften zum Sonntagsfahrverbot geändert

Bisher galt ein Sonn- und Feiertagsfahrverbot für alle Anhänger hinter LKW. Wer mit einem Pick-Up mit LKW-Zulassung unterwegs war, durfte an Sonn- und Feiertagen keinen Anhänger mitführen, völlig unabhängig von dessen Gewicht oder Verwendungszweck.

§ 30 Abs. 3 der StVO ist nunmehr dahingehend geändert worden, dass sich das Verbot nur noch auf Fahrzeuge bezieht, die „zur geschäftsmäßigen oder entgeltlichen Beförderung von Gütern einschließlich damit verbundener Leerfahrten“ verwendet werden. Das Sonntagsfahrverbot ist damit für reine Privatfahrten (z.B. mit Anhänger zum Kanzelbau oder zur Wildbergung) gegenstandslos. RA Jens Ole Sendke

Beitragsbild: Jetzt erlaubt: Geländewagen mit LKW-Zulassung darf den Anhänger mit Baumaterial für die neue Kanzel auch am Sonntag ziehen. Foto: SE

Brandenburg: Mit Trecking-Stock gegen Wolf

+++ Schweiz: Wolfswilderer vor Gericht +++ Österreich: Goldschakale breiten sich in der Steiermark aus +++ Studie: Jagd beeinflusst Evolution von Braunbären +++

Allmählich kommen auch den Mainstream-Medien ernste Zweifel an der von den Naturschutzverbänden beharrlich aufgetischten Mär von der angeblichen „natürlichen Scheu“ des Wolfs: „Von wegen scheu“ schreibt die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) in einem Artikel über Wolfsvorfälle in Grebs, einem kleinen Dorf im Brandenburger Landkreis Potsdam-Mittelmark. Dort jagen Wölfe ihre Beutetiere, die sich vermutlich wegen der Wölfe in der Nähe der Siedlungen aufhalten, bis in die Ortschaften hinein, der Bauer hat dieses Jahr schon sechs Kälber an die Wölfe verloren, Pony- und Schafhalter machen sich Sorgen um ihre Tiere und verstärken die Sicherheitsvorkehrungen an Ställen, Pferchen und Weiden. Eine Anwohnerin berichtet in der MAZ von einer Wolfsbegegnung der unheimlichen Art: Als sie abends kurz nach acht eine Nachbarsfamilie besuchen wollte, entdeckte sie im Lichtkegel der Taschenlampe auf der anderen Straßenseite einen Wolf. In „Lauerstellung“ habe er da gestanden. „Ich dachte, der springt mich gleich an“, berichtet die Frau der MAZ. Sie fuchtelte mit ihrem Trecking-Stock und schrie – so gelang es ihr, den Wolf zu verscheuchen.

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Stühlerücken beim DJV

Von einer „strategischen Neuausrichtung des DJV“ ist die Rede: Das DJV-Präsidium hat auf Basis der Beschlüsse des diesjährigen Bundesjägertages ein umfangreiches Personal- und Finanzkonzept einstimmig beschlossen. Der bisherige Geschäftsführer Andreas Leppmann scheidet bis 2019 aus.

Das Präsidium des Deutschen Jagdverbandes (DJV) hat in seiner Sitzung Anfang Dezember 2017 unter anderem die personelle Stärkung der Bereiche „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ sowie „Wildtiermonitoring“ beschlossen. Darüber hinaus wird der derzeitige DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann seinen Arbeitsschwerpunkt schrittweise verlagern. Ein Stufenplan sieht vor, dass Leppmann sich verstärkt auf seine Tätigkeit als Geschäftsführer der neu gegründeten Fellwechsel GmbH konzentriert und Olaf Niestroj, derzeitiger Assistent der Geschäftsführung, die Aufgaben von Leppmann im DJV übernimmt. Ab dem Bundesjägertag 2019 soll dann die Geschäftsführung des Verbandes vollständig an Niestroj übergehen. Stellvertretender Geschäftsführer bleibt DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald.

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Wirkung von Wildwarnreflektoren umstritten

Vorgestellte Studien zeigen, dass blaue Reflektoren die Zahl der Wildunfälle senken können, die Wirkweise ist allerdings umstritten. Rund 200 Experten nahmen an der Fachtagung von ADAC und DJV teil.

„Reflektoren wirken / nicht“: Am Rande der Messe Pferd und Jagd trafen sich Anfang Dezember 2017 rund 200 Experten aus Wissenschaft, Behörden und Verbänden, um über die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren zu diskutieren. Wissenschaftler des Instituts für Wildbiologie Göttingen und Dresden stellten das Ergebnis einer Langzeitstudie aus Schleswig-Holstein vor, die ADAC, DJV und weitere Partner unterstützt haben: Auf den mit Reflektoren ausgestatteten Strecken wurden im Schnitt 60 Prozent weniger Wildunfälle registriert. Während vier Jahren trat weder ein Gewöhnungseffekt noch eine Verlagerung des Unfallgeschehens auf. Über ähnlich hohe Rückgänge bei Wildunfällen berichteten die Initiatoren der Aktion Lichtzaun in Baden-Württemberg, die auf 4.000 Straßenkilometern Reflektoren angebracht hatten. Ein Langzeitprojekt der Universität für Bodenkultur Wien kommt zu dem Schluss: Wenn der richtige Reflektor richtig eingesetzt, montiert und gewartet wird, dann wirkt er. Jäger, Verwaltung, Polizei und Tierschützer müssten mehr kooperieren um Unfälle effektiv zu reduzieren.

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Schleswig-Holstein: Neue Software für Meldungen von Gänsen und Gänseschäden

+++ Sachsen-Anhalt: ICE muss nach Wildunfall evakuiert werden +++

Fraßschäden durch Gänse, Schwäne und Pfeifenten, die in großen Zahlen in Schleswig-Holstein rasten und brüten, sorgen immer wieder für Konflikte mit der Landwirtschaft. Das Ausmaß der tatsächlichen Ernteschäden ist dabei bislang nicht bekannt. Das liegt zum einen daran, dass sich die Anzahl der Vögel und deren Verteilung in der Fläche ständig verändert, zum anderen weil nicht jeder Fraß zu einem finanziellen Verlust führt. Abhilfe soll nun eine neue Software für die Meldung von Gänsen und Gänseschäden in Schleswig-Holstein schaffen, die heute (12. Dezember) vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) vorgestellt wurde.

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Bayern: Kelheim gewährt Zuschuss für Trichinenuntersuchung

Der Kreis Kelheim hat einem Antrag des Kreisjagdverbands Kelheim stattgegeben und bezuschusst künftig die Kosten für die Trichinenuntersuchung. Jäger, die ein Stück Schwarzwild auf Trichinen beproben lassen, werden ab 1. Januar mit neun Euro pro Stück gefördert. Der Zuschuss soll der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest präventiv entgegenwirken. Der Zuschuss ist eine freiwillige Leistung des Kreises und bedarf jährlich der Zustimmung durch die zuständigen Gremien, wie der Donaukurier berichtet. Der Zuschuss ist innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Jagdjahres bei der UJB zu beantragen. Dem Antrag sind Kopien der Wildursprungsscheine oder Kopien des amtlichen Untersuchungsbeleges nach dem Fleischhygienerecht beizufügen. red.

Beitragsbild: Nachweis der Trichinenuntersuchung auf Brandenburger Wildursprungsschein. Foto: SE

Schleswig-Holstein: Jagdgegner bedroht Jäger mit Pistole

Ein 46 Jahre alter Jagdgegner hat eine Gruppe von Jägern bei Uetersen (Kreis Pinneberg) mit einer Pistole bedroht. Der Vorfall ereignete sich bereits am 24. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Offensichtlich habe der Mann „etwas gegen die Ausübung der Jagd im Grenzbereich von Uetersen und Groß Nordende“ gehabt, stellt die shz fest. Der Jagdgegner scheint seine Pistole vor den Augen der Jäger durchgeladen zu haben. Die Jäger, die legal Fasanen in dem Gebiet jagten, zogen sich daraufhin zurück und verständigten die Polizei. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) rückte an und überwältigte den Jagdgegner in seiner Wohnung. Der polizeilich bislang unbescholtene Mann wurde vorläufig festgenommen, die Pistole entpuppte sich als Schreckschusswaffe. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber der shz, dass „das Ganze für den Uetersener Pistolenmann auch tragisch hätte ausgehen können:“ Schließlich seien die Jäger bewaffnet gewesen – hätten sie sich in einer vermeintlichen oder tatsächlichen Notwehrsituation mit ihren Jagdflinten verteidigt, wäre dies dem Pistolenmann wohl nicht gut bekommen. red.

Beitragsbild: Schreckschusswaffen (Revolver). Foto: SE

Österreich: Gericht genehmigt Schalldämpfer

Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich hat erstmals in der Rechtsgeschichte des Landes einem Freizeitjäger das Recht auf einen Schalldämpfer für seine Jagdwaffe zugesprochen. Erst Anfang des Jahres war in Österreich die Möglichkeit geschaffen worden, dass Berufsjäger und Förster als Arbeitsschutzmaßnahme Schalldämpfer verwenden dürfen. Der Wiener Rechtsanwalt Dr. Raoul Wagner ist nun der erste Freizeitjäger Österreichs, der mit einem Schalldämpfer auf Jagd gehen darf. Der Jurist hatte zunächst einen entsprechenden Antrag bei der Bezirkshauptmannschaft (BH) gestellt, der jedoch abgewiesen worden war. Gegen die Entscheidung der BH hat Wagner geklagt und nun Recht bekommen. Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit dem Recht auf wirksamen Schutz vor Gehörschäden und der durch den Tierschutz gebotenen Rücksicht auf das Gehör von Jagdhunden. Eine Missbrauchsgefahr durch Kriminelle sahen die Richter nicht. red.

Beitragsbild: Schalldämpfer. Foto: SE

Österreich: Peter Lebersorger verstorben

Der ehemalige Generalsekretär des niederösterreichischen Landesjagdverband (NÖLJV), Dr. Peter Lebersorger, ist in der Nacht auf Montag verstorben. Wie der NÖLJV gegenüber JAWINA bestätigte, erlag Lebersorger seiner schweren Krankheit. Er wurde nur 55 Jahre alt. Im Oktober hatte Lebersorger krankheitsbedingt seine Ämter niedergelegt (JAWINA berichtete). Im Nachruf des NÖLJV auf Lebersorger heißt es: „Im Jahr 1989 begann Dr. Peter Lebersorger seine Karriere beim NÖ Landesjagdverband als Assistent der Geschäftsleitung, im Jahr 1992 übernahm er die Leitung der Geschäfte, im Jahr 2002 wurde ihm der Berufstitel „Generalsekretär“ verliehen. Dr. Lebersorger war mit einem weitspannenden Arbeitsbereich im NÖ Landesjagdverband in unzähligen Funktionen und als Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände österreichweit und auch auf EU-Ebene tätig. Seine zahlreichen Fachvorträge, Artikel in Fachzeitschriften und Fachbuchbeiträge galten über die Jahre nahezu als selbstverständlich, insbesondere seine Kontakte und Leistungen auf internationaler Ebene waren unverzichtbar. Hervorgehoben sei unter anderem das Buch „Wildbret-Hygiene“, mit dem er im Jahr 2008 als einer von vier Autoren den renommierten int. CIC-Literaturpreis erhielt und auf europäischer Ebene Maßstäbe bei der Wildbretgewinnung setzte.“

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USA: Oregon vertagt Entscheidung über Wolfmanagementplan

Der Fish and Wildlife Service (FWS) des US-Bundesstaats Oregon hat die lange erwartete Entscheidung über die Neufassung des Wolfsmanagementsplans für Oregon verschoben. Wäre die Neufassung in der geplanten Form verabschiedet worden, so hätte dies eine Bejagung des Wolfs in Oregon wieder ermöglicht. Im Jahr 2015 sind Wölfe von der Liste gefährdeter Tierarten des Bundesstaats gestrichen worden. Nach einer einstündigen Anhörung am vergangenen Freitag, bei der Naturschützer, Farmer und Jäger gehört und heftige Kontroversen geführt wurden, entschloss der FWS, die Entscheidung vorerst auf Eis zu legen. Während Naturschützer argumentierten, die auf mindestens 112 Individuen geschätzte Wolfspopulation in Oregon vertrage eine Bejagung nicht, warfen Farmer der Behörde vor, nicht genug gegen Nutztierrisse durch Wölfe zu tun. Eine Entscheidung wird oregonlive.com zufolge erst für Februar erwartet.

Zum Vergleich: In Oregon leben auf einer Fläche von 254.805 km² gut 3,8 Millionen Menschen und ca. 112 Wölfe. In Deutschland leben auf 357.385,71 km² 82,5 Millionen Menschen und mindestens 600 Wölfe. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags auf oregonlive.com (Screenshot).

Es stimmt: Harry jagt in Brandenburg!

Nach intensiven investigativen Recherchen können wir nun bestätigen: Es stimmt! Prinz Harry jagt in Brandenburg! „Ich weiß allerdings nicht, was daran jetzt so aufregend sein soll“, meint Baggerfahrer Harry W. aus dem Dorf Klein-S. im brandenburgischen Landkreis Uckermark. „Schließlich gehe ich schon seit meinem 16. Lebensjahr hier auf Jagd.“ Überhaupt sei er noch nie weit aus seinem Heimatdorf herausgekommen, räumt er gegenüber den Reporterteams ein, die seit Tagen sein Häuschen in Klein-S. belagern. Seine weiteste Reise sei eine Fahrt mit dem Trabbi nach Ost-Berlin gewesen. Aber es graue ihm heute noch davor, wenn er nur daran denke. „Mich kriegen da keine zehn Pferde mehr hin“, erklärt Harry. Warum ihn alle „Prinz“ nennen, wollen wir wissen. „Das kann ich mir nur so erklären, dass ich mich schon so lange in der Jungjägerausbildung engagiere“, vermutet Harry, da würden ihn die jungen Leute halt alle als Lehrprinz kennenlernen und dann „Mein Prinz“ und so nennen. Er sei aber auch schon mal Schützenkönig gewesen, was das ganze Dorf mit einem zünftigen Besäufnis gefeiert habe. Ob er als Prinz auch eine Krone habe? „Klar“, sagt Harry, und zückt seinen Flachmann: „Ohne einen ordentlichen Schuss Goldkrone komme ich morgens nicht aus dem Bett.“ Und es gehe schließlich nichts über ein ordentliches Ding in der Krone, prostet er uns fröhlich zu. red.

Beitragsbild: Prinz Harry auf Arbeit mit seinem Radlader, freundlich den Untertanen zuwinkend (der Prinz bestand darauf, dass wir sein Gesicht verpixeln: „Wo ich doch jetzt ein Promi bin.“. Foto: SE

M-V: Jäger während Drückjagd bestohlen

Während einer Drückjagd bei Neu Pudagla auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind die Jadgteilnehmer bestohlen worden. Wie die Polizei mitteilte, nutzten der oder die unbekannten Täter die Abwesenheit der Jagdgesellschaft, um am Freitag Vormittag vier am Bahnübergang geparkte Pkw aufzubrechen. Nach einer ersten Übersicht wurden Portemonnaies und Ferngläser geklaut. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Waffen gestohlen wurden. PM

Beitragsbild: Verblasen der Strecke auf einer Drückjagd (Archivbild). Foto: SE

Niedersachsen: Umwelt- und Landwirtschaftsministerium wollen beim Thema Wolf stärker zusammenarbeiten

+++ Frankfurt: Stadt wertet umstrittene Nilgänsejagd in Freibad als Erfolg +++ Niedersachsen: Rehe in die Flucht geschlagen – Jäger beobachtet vier Wölfe im Landkreis Oldenburg +++ Österreich: Jäger bitten um Rücksicht auf an Gamsblindheit erkrankte Gämsen +++ Niedersachsen: Wolf reißt Schafe in Kindergarten-Nähe +++ Bayern: 100-Kilo-Keiler spaziert durch Kreisstadt +++

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast haben sich in einem Gespräch darauf verständigt, beim Thema Wolf in Zukunft stärker zusammenarbeiten zu wollen. „Wir brauchen unbedingt eine weitere Professionalisierung im Umgang mit dem Wolf“, sagte Minister Olaf Lies nach dem Treffen im Umweltministerium in Hannover. „Im Klartext heißt das: Wir müssen unsere Informationspolitik verbessern, den Herdenschutz massiv ausbauen und eine schnellere Schadensregulierung bei Wolfsrissen erreichen. Darüber hinaus müssen wir aber auch noch mehr erfahren über den Wolf und sein Verhalten. Wir stehen zum Schutz des Wolfs als Art in Niedersachen. Aber wir brauchen dringend klare Leitlinien im Umgang mit dem Wolf. Die Sicherheit der Menschen hat dabei oberste Priorität.

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Sachsen: Polizei nimmt illegalen Jagdhunde-Welpentransport hoch

Beamte der Bundespolizei haben am Donnerstag Abend einen illegalen Welpentransport auf der A4 bei Görlitz gestoppt. In einem in Nordrhein Westfalen zugelassenen VW Sharan stellten die Bundespolizisten insgesamt 13 Welpen sicher. Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Görlitz ordnete umgehend Quarantäne für die Hundewelpen an.

Die zwölf Labradore und ein Beagle befanden sich in zwei Holzkisten im hinteren Teil des Fahrzeuges. Der 30jährige Fahrer erklärte, er transportiere die Hunde im Auftrag einer Bekannten nach Oer-Erkenschwick. Weil insbesondere die Bedingungen des Transportes nicht den Vorschriften entsprachen, wurde der zuständige Amtstierarzt verständigt. Dessen Überprüfung ergab, dass im konkreten Fall von einem gemeinschaftlichen Verbringen von Hundewelpen zu gewerblichen Zwecken auszugehen war.

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CIC und DJV suchen Koordinator für Internationale Jagdangelegenheiten

Jagdscheininhaber, abgeschlossenes Hochschulstudium oder vergleichbarer Abschluss und bereit zu Dienstreisen ins Ausland? Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) suchen ab März Unterstützung in der Berliner Geschäftsstelle.

DJV und CIC suchen ab März 2018 einen Koordinator (m/w) für Internationale Jagdangelegenheiten und Naturschutz. Arbeitsplatz ist die Geschäftsstelle des DJV in Berlin. Die Projektstelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet und umfasst 40 Stunden pro Woche. Angesiedelt ist die Position an der Schnittstelle zwischen der „Federation of Associations for Hunting and Conversation of the EU“ (FACE), dem CIC Budapest, der deutschen Delegation des CIC und dem DJV. Dazu gehört die Kommunikation und Kontaktpflege zu sämtlichen jagd- und naturschutzrelevanten nationalen und internationalen politischen Gremien, Institutionen und Verbänden. Themenfelder sind unter anderem Artenschutz, internationaler Handel mit Wildprodukten sowie die Auslands- und Trophäenjagd. Somit gehören auch Dienstreisen ins In- und Ausland zum Aufgabenfeld.

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Slowakei: Jäger erschießt zwei Menschen nach Kneipen-Rauswurf

In der slowakischen Kleinstadt Hurbanovo hat ein Jäger Freitag Nacht zwei Menschen erschossen, nachdem er wegen fortgeschrittener Trunkenheit aus einer Bar herausgeworfen worden war. Einige Stunde nach dem Lokalverweis kehrte der 61jährige wieder, bewaffnet mit einer Pistole und einem Gewehr. Nachdem er einige Schüsse auf die 21 Jahre alte Kellnerin des Etablissements abgefeuert hatte, schoss er den 29 Jahre alten Freund der Kellnerin, der ihr helfen wollte ins Bein und tötete ihn anschließend mit einem Kopfschuss aus der Kurzwaffe, Danach richtete der Mann sich selbst. Die Kellnerin schwebte einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten zufolge am folgenden Tag noch in Lebensgefahr. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in den Stuttgarter Nachrichten (Screenshot)

Bayern: Polizei schnappt falschen Jäger

Hessen: Jäger ohne Jagschein verurteilt

Bei Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) hat ein Jäger bei einer Kontrolle durch die Polizei einen offensichtlich gefälschten Jagdschein vorgezeigt. Bei der daraufhin erfolgtem Durchsuchung der Wohnung des 54jährigen fand die Polizei neben Waffen und Munition einen Vorrat an Blanko-Jagdscheinen sowie weitere Unterlagen, die den Verdacht erhärteten, dass der Mann seinen Jagdschein gefälscht habe. Da der falsche Jäger auch keinen Führerschein besitzt, wurde Anzeige wegen diverser Delikte wie Jagdwilderei, Fahren ohne Führerschein, Urkundenfälschung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz erstattet. Die Polizei prüft, ob und wo der Mann gewildert hat.

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Niedersachsen: Betriebserlaubnis für Schießstand Ahlhorn erloschen

Die Genehmigung nach dem Immissionsschutzgesetz und damit die Betriebserlaubnis für den Schießstand Ahlhorn (Landkreis Oldenbrug) ist erloschen. Die Jägerschaften Cloppenburg und Vechta haben nach der Genehmigung des Schießstands durch den Kreis die zweijährige Frist für die Aufnahme des Schießbetriebs verstreichen lassen und auch keinen Antrag auf Verlängerung gestellt, wie das Verwaltungsgericht Oldenburg anlässlich der Klage eines Anwohners gegen den Schießstand feststellte. Dies bedeutet einem Bericht von NWZonline zufolge, dass die Jägerschaften die Schießanlage aufgrund der rechtskräftig erteilten Baugenehmigung zwar errichten, aber nicht in Betrieb nehmen dürften. SE

Niedersachsen: Ausführungsbestimmungen zur Intervalljagd aufgehoben

Das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MELV) hat die Ausführungsbestimmungen zur Einführung der Intervalljagd mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Das teilt das MELV in einem Schreiben an die Jagdbehörden mit. Mit der jetzt aufgehobenen Verordnung waren die Jagdbehörden Niedersachsens ermächtigt worden, in dem Monaten Oktober bis November die Intervalljagd in Jagdbezirken anzuordnen, die in Vogelschutzgebieten liegen. Ziel war der Schutz rastender nordischer Enten- und Gänsearten. SE

Beitragsbild: Schreiben des MELV an die Jagdbehörden Niedersachsens.

Die Red. dankt JAWINA-Leser AM für den Hinweis!

228.500 Wildunfälle in Deutschland im Jagdjahr 2016/17

Aktuelle DJV-Statistik: Knapp 228.500 Wildunfälle im Jagdjahr 2016/17 / Experten diskutieren auf einer Fachtagung von ADAC und DJV in Hannover über die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen.

Laut aktueller Statistik des Deutschen Jagdverbands (DJV) gab es im vergangenen Jagdjahr – die Zeit vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 – knapp 228.500 Wildunfälle. Während das im Vergleich zum Vorjahr eine Stagnation bedeutet, ist es gemessen am Schnitt der vorangegangenen fünf Jahre eine Steigerung um fünf Prozent. Hauptverursacher ist das Reh (86 Prozent), gefolgt vom Wildschwein (12 Prozent).

Diese aktuellen Zahlen hat der DJV heute anlässlich der Fachtagung „Reflektoren wirken/nicht“ zur Wildunfallprävention vorgestellt, die der Verband gemeinsam mit dem ADAC in Hannover veranstaltet. Gut 200 Experten aus Wissenschaft, Straßenbau, Politik und Polizei diskutieren kontrovers über die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren, die häufig an Straßenleitpfosten angebracht werden. Vorgestellt werden unter anderem die Forschungsergebnisse eines Langzeitprojektes, das ADAC, DJV und regionale Partner in Schleswig-Holstein durchgeführt haben.

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Digital Detox im Pamir

Auf dem Beitragsbild, aufgenommen von der Treppe unserer Hütte im Camp aus, ist ein Ausschnitt der Aussicht zu sehen, die ich in den letzten Tagen genießen durfte. Auf der linken Seite vom Grenzfluss Panj ist Tadschikistan, auf der rechten Seite Afghanistan. Der Pamir Highway M41 führt auf tadschikischer Seite direkt am Fluss entlang. Über Anlass und Ertrag dieser kleinen abenteuerlichen Unternehmung werde ich natürlich demnächst auf dieser Seite ausführlich berichten. Vom Camp aus war es leider nicht möglich, Kommentare freizuschalten, Mails zu beantworten, weil das in Aussicht gestellte WLAN mit 3G-Geschwindigkeit meist gar nicht vorhanden war, und wenn es überhaupt Telefonnetz oder mobiles Internet gab, dann so langsam, dass damit wenig bis nichts anzufangen war – unfreiwilliges Digital Detox war angesagt.

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Bayern: Rothirsch angeblich von zwei Hunden gehetzt – Tierschutzverein erstattet Anzeige

Bei einer Drückjagd der Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Schliersee (Landkreis Miesbach) sollen zwei Hunde eine Rothirsch über die Reviergrenze hinaus bis in besiedeltes Gebiet gejagt haben. Der Hirsch kam bei dem Vorfall jedoch weder zur Strecke, noch zu Schaden, wie der Merkur berichtet. Dennoch nahm die Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal den Vorfall zum Anlass, Anzeige gegen die Verantwortlichen der Jagd zu erstatten. Der Polizei lag die Anzeige dem Merkur zufolge noch nicht vor. Forstbetriebsleiter Jörg Meyer erklärte gegenüber der Zeitung, dass es sich nicht um eine „böswillige Hetzjagd“ gehandelt habe. Es sei nicht im Interesse des Forsts, dass Hunde überjagten und Wild in besiedelte Gebiete trieben. Ein Berufsjäger habe den Bereich abgesucht, um sicherzustellen, dass der gehetzte Hirsch sich nicht im Wald niedergetan habe. red.

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch. Foto: SE

M-V: Keiler im Schlaf von Baum erschlagen

Beim Aufräumen der Schäden, die das Sturmtief Xavier in den Wäldern um Rogeez (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hinterlassen hat, brachten Waldarbeiter einen Keiler auf ungewöhnliche Weise zur Strecke: Als sie eine Baum fällten, bemerkten die Männer, dass sich die Krone beim Aufprall auf den Waldboden „seltsam bewegte“, wie der Nordkurier berichtet. Als sie nachschauten, entdeckten sie im Brombeergestrüpp, in das der gefällte Baum gefallen war, ein totes Wildschwein. Offenbar hatte der Keiler den Lärm der Motorsägen – im Prinzip durchaus zutreffend – als ungefährlich eingeordnet und in seinem vermeintlich sicheren Versteck friedlich weitergeschlummert. Ein echtes Pechschwein. red.

Beitragsbild: Sturmschäden im Wald. Foto: SE

EU-Kommission lehnt Senkung des Schutzstatus für Wölfe ab

Die EU-Kommission lehnt die Senkung des Schutzstatus für Wölfe ab. Dies teilte EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf Anfrage Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) mit. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte sich ebenso wie der Umwelt- und Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) für eine Absenkung des Schutzstatus eingesetzt. Dies hätte es zukünftig ermöglicht, die immer weiter anwachsende Wolfspopulation mit jagdlichen Mitteln zu regulieren. Auch die Entnahme von Problemwölfen wäre mit geringerem bürokratischen Aufwand möglich. Hogan begründete seine Ablehnung des Vorstoßes der NOZ zufolge damit, dass in weiten Teilen der EU nach wie vor eine gefährdete Art sei. Eine Erhebung der NOZ ergab, dass Wölfe seit ihrer Rückkehr nach Deutschland mehr als 3500 Nutztiere gerissen haben. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der NOZ. (Screenshot)

M-V.: Ab morgen Aufwandsentschädigung für jedes erlegte Wildschwein

Jäger in Mecklenburg-Vorpommern erhalten für jedes im Zeitraum vom 1. Dezember 2017 bis zum 31. März 2019 erlegte Wildschwein auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Die Zahlung ist Bestandteil des Sofortprogramms zur Reduzierung der Schwarzwildbestände im Land, das Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus Mitte Oktober 2017 auf den Weg gebracht hatte.

Darüber hinaus sieht die neue Vorschrift vor, beim Zusammenschluss benachbarter Jagdbezirksinhaber für eine revierübergreifende Drückjagd den beteiligten Jagdhundeführern ebenfalls eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jeweils 25 Euro für jeden eingesetzten Jagdhund zu gewähren. „Schließlich ist der Einsatz ausgebildeter Jagdhunde nicht selbstverständlich, aber die revierübergreifende Zusammenarbeit in dieser Situation unverzichtbar“, sagte Minister Dr. Backhaus.

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Wolfsindustrie: 100 Mitarbeiter für 60 Wölfe

Der Bürgermeister von Eichstedt in Sachsen-Anhalt (Landkreis Stendal), Karlheinz Schwerin, hat in einer Ausschussitzung den Aufwand für den Wolf mit dem Betreuungsschlüssel in den staatlichen Kindertagesstätten des Landes verglichen: Während in den Kitas Sachsen-Anhalts eine Erzieherin für zwölf Kinder zuständig sei, seien für die ungefähr 60 Wölfe in Sachsen-Anhalt in Behörden, Ministerien und Institutionen zirka 100 Leute angestellt.Eine „verwunderliche Diskrepanz“, befand der Bürgermeister laut az-online. Mit seiner Meinung dürfte der „für seine offene Art bekannte“ Bürgermeister vielen Altmärkern aus dem Herzen sprechen, vermutet die Zeitung. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels auf az-online. (Screenshot)

 

LJV Niederösterreich: Erstmals Frau an der Spitze

Der niederösterreichische Landesjagdverband (NÖLJV) stellt sich personell neu auf: Mit der 36-jährigen Mag. Sylvia Scherhaufer wird ab 1. Jänner 2018 eine erfahrene Juristin aus den Bereichen Jagd- und Umweltrecht neue Generalsekretärin. Gleichzeitig wird der Wildtierökologe und gelernte Berufsjäger Leopold Obermair, MSc, Generalsekretärin-Stellvertreter. Das wurde heute, Mittwoch, in Wien im Rahmen einer außerordentlichen Ausschusssitzung des NÖLJV beschlossen. „Mit dieser Entscheidung ist uns eine perfekte Kombination aus gesellschaftspolitischer, juristischer und wildbiologischer Kompetenz gelungen, die eine hervorragende Grundlage der zeitgemäßen Weiterentwicklung des Landesjagdverbandes sein wird“, so Josef Pröll, Landesjägermeister von Niederösterreich. Eine zentrale Herausforderung der Jägerschaft, so Pröll weiter, sei der fachlich fundierte Dialog mit der Öffentlichkeit. „Wir werden uns offensiv und gewinnend weiter für eine traditionsbewusste, aber auch zeitgemäße und nachhaltige Jagd stark machen und selbstbewusst auch einen kritischen Dialog mit allen Formen des ideologischen Populismus aufnehmen“, so Pröll. Die heutigen Personalentscheidungen waren notwendig geworden, nachdem der bisherige Generalsekretär Peter Lebersorger sich krankheitsbedingt und auf eigenen Wunsch mit Ende Oktober aus seiner Funktion zurückgezogen hatte.

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Brandenburg: Ab morgen darf Schwarzwild mit Taschenlampe gejagt werden

Die Allgemeinverfügung des MLUL, die das Verbot künstlicher Lichtquellen bei der Bejagung von Schwarzwild aufhebt (JAWINA berichtete), ist heute im Amtsblatt des Landes veröffentlicht worden. Da die Allgemeinverfügung am Tag nach der Bekanntmachung wirksam wird, kann ab morgen mit der Taschenlampe auf Schwarzkittel geweidwerkt werden. SE

Beitragsbild: Allgemeinverfügung im Amtsblatt (Screenshot)

Brandenburg schreibt Werkvertrag für staatlichen Wolfsjäger aus

Auf dem Vergabeportal des Landes Brandenburg ist ein Werkvertrag ausgeschrieben, die im Rahmen des Vertrags zu erbringenden Leistungen sind mit „Ermittlung und Bewertung verhaltensauffälliger Wölfe und Vergrämung, Fang und Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe im Land Brandenburg“ etwas sperrig beschrieben. Das LfU bestätigte gegenüber JAWINA die Authentizität der Ausschreibung. Unter dem Punkt „Vertragsgegenstand“ heißt es in der (der JAWINA-Redaktion vorliegenden) Ausschreibung: „Der Vertrag beinhaltet die Ermittlung und Bewertung von vermehrten Kontakten des Wolfes zum Menschen sowie die Erarbeitung eines gutachterlichen Vorschlags zum Umgang mit solchen Tieren. Auf dieser Grundlage entscheidet die Fachbehörde für Naturschutz über den weiteren Umgang mit solchen Tieren. Fällt die Entscheidung zur Vergrämung, zum Fang oder zur sonstigen Entnahme aus der Natur, wird der Auftragnehmer in die weiteren Maßnahmen mit eingebunden. Der Vertrag wird als Rahmenvertrag (01.12.2017 bis 30.11.2020) geschlossen und nach tatsächlich erbrachter Leistung abgerechnet.“

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Niedersachsen: Autofahrer stirbt bei Wildunfall mit Reh

+++ Sachsen-Anhalt: Wolf reißt acht hochträchtige Schafe in Photovoltaik-Anlage +++ NRW: Staupe im Rhein-Erft-Kreis +++

Bei einem Wildunfall mit einem Reh wurde gestern gegen 17.30 Uhr ein Pkw-Fahrer tödlich verletzt. Ein Wagen befuhr die B 239 (Diepholzer Straße) in der Gegenrichtung, als in Höhe Bokeler Schweiz plötzlich ein Rehbock auf die Fahrbahn sprang. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Rehbock in den Gegenverkehr geschleudert. Das Tier prallte gegen die Windschutzscheibe des entgegen kommenden Ford Focus, durchschlug die Scheibe und erfasste den Fahrer. Der 62-jährige Fahrer geriet von der Fahrbahn ab, fuhr ca. 200 Meter über eine Grünfläche und prallte dann gegen einen Baum. Der aus Wagenfeld stammende Fahrer wurde so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort verstarb. Die B 239 wurde für die Unfallaufnahme und ersten Ermittlungen der Polizei halbseitig gesperrt. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Forum Natur: Enttäuschung über Brandenburgische Wolfsverordnung

Nach der gestrigen Informationsveranstaltung des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) haben sich die betroffenen Verbände des ländlichen Raumes enttäuscht über den aktuellen Stand der Brandenburgischen Wolfsverordnung (BbgWolfV) gezeigt: Der Entwurf erfülle die in die Wolfsverordnung gesetzten Erwartungen nicht. Mit dem rasanten Anwachsen des Wolfsbestandes wachse auch die Zahl der Situationen, in denen zum Schutz von Menschen oder Weidetieren schnell und effektiv gehandelt werden müsse.

Aus Angst vor Klagen seitens anerkannter Naturschutzverbände, so das Forum Natur Brandenburg (FNB), wurden die Regelungen der Wolfsverordnung sehr zurückhaltend und widersprüchlich formuliert. Zudem soll die Verordnung nur außerhalb der zahlreichen und großflächigen europäischen Naturschutzgebiete gelten, womit mehr als ein Viertel der Landesfläche Brandenburgs vom Geltungsbereich ausgenommen ist. Dies sei insbesondere für betroffene Weidetierhalter innerhalb dieser Schutzgebiete eine nicht akzeptable Lösung.

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Hessen: Nach Wolfsriss im Odenwald sollen Schäfer Zäune verstärken

Nachdem mittels DNA-Untersuchungen der Beweis erbracht wurde, dass Wölfe am 16. November in Hesseneck-Kailbach (Odenwaldkreis) acht Schafe gerissen und fünf weitere verletzt haben, ruft die hessische Umweltministeriin Priska Hinz (Grüne) die hessischen Schäfer dazu auf, die Weidezäune zu verstärken. „Hessen ist schon seit einiger Zeit ein Wolfserwartungsland. Das gilt natürlich auch für den Odenwald als wenig besiedeltes Gebiet mit großen landschaftlichen Freiflächen. Für Schäferinnen und Schäfer und alle anderen Tierhalter bedeutet das, dass sie alle Instrumente nutzen müssen, um ihre Herden auch wirksam zu schützen. Dazu gehören zu allererst Elektrozäune, aber auch Herdenschutztiere“, sagte Umweltministerin Priska Hinz gestern in Wiesbaden.

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Neues Buch von Wolfsexpertin Elli

Die Lektüre der Spiegel-Bestsellerlisten ruft unweigerlich kulturpessimistische Anwandlungen hervor: Ist es nicht zutiefst deprimierend, welchen Schund die lieben Mitbürger durch Kauf und Konsum zu Verkaufserfolgen werden lassen? Bei den Sachbüchern ist Baumversteher Peter Wohlleben gleich zweimal vertreten neben Titeln wie „Für immer zuckerfrei“ oder „Tag für Tag jünger“, bei der Belletristik liegt ein Schmöker von Bastei-Lübbe auf Platz 1, bei den Belletristik-Taschenbüchern das seichte Geschwurbel von Peta-Aktivistin Charlotte Link, deren Gesamtauflage erschütternderweise im zweistelligen Millionenbereich liegt. Irgendjemand sagte einmal, die heutigen Deutschen hätten es ja nicht mehr so mit dem Dichten und Denken, stattdessen mehr mit Bier, Bratwurst und Fußball – die Spiegel-Bestsellerlisten stützen diesen Befund leider sehr nachdrücklich.

Auch auf dem neuen Titel von Elli H. Radinger, „Die Weisheit der Wölfe“, ist das Spiegel-Bestseller-Signet aufgedruckt – möglicherweise ja als Warnhinweis: „Erstaunliches über das Tier, das dem Menschen am ähnlichsten ist“, soll es laut Eigenwerbung auf der Internetseite der Autorin in dem fundierten Werk zu lesen geben, das „inspirierende Buch über die Weisheit der Wölfe und die Kraft der Natur“ gewähre einen „verblüffenden Einblick in die Intelligenz einer oft missverstandenen Tierart.“ Da der Titel „Wolfsexperte bzw. -expertin“ zunehmend inflationär verwendet wird, hat sich Elli H. Radinger ganz ohne falsche Bescheidenheit gleich zur „renommiertesten Wolfsexpertin Deutschlands“ befördert: „Liebe deine Familie, sorge für die, die dir anvertraut sind, gib niemals auf und hör nie auf zu spielen – das sind die Prinzipien der Wölfe“, hat Deutschlands renommierteste Wolfsexpertin erkannt.

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