Angebliche Wolfskirrung: Peta zeigt Jäger an

Die militante Tieschutzorganisation Peta hat zwei Brandenburger Jäger aus Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) angezeigt, weil sie angeblich eine Schafweide absichtlich schlecht gesichert hätten. Peta unterstellt, die Jäger hätten Wölfe so zu einem Schafsriss verführen wollen, um sie nach der Brandenburger Wolfsverordnung erlegen zu können. Die Jäger bestreiten die Vorwürfe: Die Koppel sei ordnungsgemäß gesichert, der zuständige Amtstierarzt habe die Schafweide „als vorbildlich gelobt“, berichtet die Bild-Zeitung. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Bild-Zeitung (Screenshot).

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern Nos und HW für die Hinweise!

 

5 Gedanken zu „Angebliche Wolfskirrung: Peta zeigt Jäger an

  1. JÜRGEN

    „Anzeigen“, „anzeigen“, „anzeigen“………. Kostet ja auch kein Geld und übt enormen psychischen Druck über Monate auf die angezeigten Menschen aus! Weiter so mit Psychoterror! Menschen anzeigen war auch schon damals ´mal sehr beliebt in Deutschland! Ekelhaft! Wer zeigt denn ´mal die Anzeiger an?!

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    1. Ralf

      @Jürgen:
      Es gibt die Möglichkeiten
      „Falsche Verdächtigung“ gemäß §164 StGB:
      (1) Wer einen anderen bei einer Behörde oder einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Amtsträger oder militärischen Vorgesetzten oder öffentlich wider besseres Wissen einer rechtswidrigen Tat oder der Verletzung einer Dienstpflicht in der Absicht verdächtigt, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft…“

      und

      „Vortäuschen einer Stratat“ gemäß §145d StGB. Beides ebenso Straftaten:
      „(1) Wer wider besseres Wissen einer Behörde oder einer zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Stelle vortäuscht,
      1. daß eine rechtswidrige Tat begangen worden sei …
      wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 164, § 258 oder § 258a mit Strafe bedroht ist….“

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  2. Edelmann

    Wenn das unterstellte Motiv zutrifft, dann ist es richtig dagegen vor zu gehen. Mit welchen Mitteln ist eine andere Frage.
    Wenn es Peta um Psychoterror ginge, dann würde man landauf/landab schlecht gesicherte Weiden finden. Und das nicht aus Vorsatz, sondern aus reiner Gewohnheit.
    Die meisten zäunen so ein, dass die Weidetiere drinnen bleiben und nicht unter dem Gesichtspunkt, dass andere Tiere abgeschreckt werden. Bachläufe bleiben z.B. offen und dann wundert man sich, wenn die Schafe in der Falle sitzen. Hier fehlt mir auch eine politische Aussage, ob die Schutzzäune wiederholt subventioniert werden. Die mobilen Systeme haben einsatzbedingt nach drei Jahren die ersten Schäden.

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  3. Frank

    PETA-Anwalt Christian Arleth: „Die Jäger wollten die Voraussetzungen schaffen, um Wölfe legal nach der Brandenburger Wolfsverordnung töten zu können.“
    So zitiert BILD den Anwalt, der allem Anschein nach die Peta-Anzeige verfasst hat. Mal abgesehen von dieser schon der Form nach verleumderischen Tatsachenbehauptung, die ich anstelle der Angezeigten mal einer entsprechenden Gegenanzeigewürdigkeit wegen würde prüfen lassen, ist die Behauptung auch tautologisch – entweder haben „die Jäger“ den Zaun absichtlich offen gelassen, dann kann die Tötung aber nicht legal sein. Oder die Jäger haben eben doch ordnungsgemäß rsp. entsprechend der Rechtsverodnung gezäunt – dann kann die im übrigen ja nicht einmal stattgefundene, angeblich aber intendierte Tötung nicht illegal sein.
    Schon die Übertragung einer, wie ebenfalls von BILD kolportierten Tötung durch Unterlassen, also einem mit Bezug auf den Menschen definierten strafrechtlichen Definition auf Tiere zeigt die krude Logik der Petaisten.
    Es wird Zeit, mal mit demselben Verve die angebliche Gemeinnützigkeit und damit die steuerbegünstigte Spendenberechtigung dieser Vereinigung zu prüfen und offen in Zweifel zu ziehen.

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  4. RK

    Absurde Verdrehung der Fakten. Dass Opfer zu Tätern gemacht werden und umgekehrt, erlebt man in Deutschland in letzter Zeit allerdings häufiger. Insofern passt es ins Bild…

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