Amerika feiert landesweiten Jagd- und Fischereitag

Noch eine nachahmenswerte Idee aus Amerika: Am Samstag wurde in den USA der 45. landesweite Jagd- und Angeltag (National Hunting and Fishing Day, NHF) begangen. In mehr als 600 Städten verteilt über alle US-amerikanischen Bundesstaaten lebten Familien ihre Begeisterung für Jagd und Fischerei, für Outdoor-Aktivitäten und Naturschutz aus. Es begann im Jahr 1971 mit einer Idee, die der Inhaber eines Waffengeschäfts in Pennsylvania hatte: Es müsste einen speziellen Tag geben, an dem der Beitrag von Jägern und Anglern zum Naturschutz gewürdigt würde. Die Idee wurde zunächst von Jagd- und Angelverbänden Pennsylvanias aufgegriffen, und ein Jahr darauf legte der Gouverneur Pennsylvanias den 26. September als Pennsylvania’s Sportsmen’s Day fest. Schon 1971 schloss sich dann ein Senator aus New Hampshire der Auffassung an, dass ein Tag der Anerkennung für Jäger und Angler „lange überfällig“ wäre, wie Ken White in der Nevada Daily Mail schreibt. Er drängte den Präsidenten, jeweils den vierten Samstag im September zum National Hunting and Fishing Day zu erklären, und am 2. Mai 1972 unterzeichnete Präsident Richard Nixon das Gesetz, das den NHF zum offiziellen Feiertag machte.

Die Gouverneure aller 50 US-Bundesstaaten unterstützten das Projekt, und so wurde der NHF zu einem äußerst vitalen Brauch der amerikanischen Outdoor-Szene. Auf den zahlreichen Veranstaltungen und Festen geht es zum einen darum, Neulingen und Interessierten einen Einblick in Jagd, Angeln, Schießsport und Naturschutz zu geben. Gerade in Amerika haben sich Jagd- und Anglerverbände aber auch um den Erhalt wertvoller Habitate verdient gemacht. So finanzieren die amerikanischen Jäger und Angler über die Gebühren für Jagd- und Angellizenzen (ca. eine Milliarde Dollar jährlich!) zu etwa 75 Prozent die dortigen Naturschutzbehörden, die sich deshalb in weit höherem Maß als hierzulande als Partner und Dienstleister der Naturnutzer verstehen – nicht als deren Vormund. Das Geld der Jäger und Angler wird für Naturschutz- und Biotopverbesserungsmaßnahmen, sowie für Ausbildung und Sicherheitslehrgänge aufgewendet, kommt ihnen also unmittelbar zugute. So gut wie jede Spezies profitiere vom Geld der Jäger, stellt Ken White fest. SE

Beitragsbild: Das Interesse an Jagd, Angeln und Natur ist auch hierzulande da – Besucherin mit Kind auf einem Landesjägertag in Brandenburg. Foto: SE

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