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Neues Hundeortungsgerät von Tracker

„Maximal-möglichen“ Mobilfunkempfang verspricht der finnische Hundeortungsspezialist für die neue Tracker Supra Halsung

Tracker hat es geschafft, die Ortungstechnologie noch einmal entscheidend zu verbessern, behauptet das finnische Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung: Die Ingenieure und Designer von Tracker haben ein neues Ortungsgerät mit einer neuen Super-Antenne entwickelt, die den technisch maximal-möglichen Mobilfunkempfang gewährleistet. Der Mobilfunkempfang ist gegenüber dem bereits extrem empfangsstarken G1000 nochmals erheblich gesteigert worden. Ähnlich wie der Vorgänger Tracker G1000 MAXIMAL nutzt das Tracker SUPRA 2G und 3G Netze, um die Nachhaltigkeit des Geräts zu gewährleisten.

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Bei Marburg überfahrener Wolf stammt aus der Lausitz

Der Anfang Mai an einer Landstraße bei Marburg tot aufgefundene Wolf ist aus der Lausitz nach Hessen eingewandert. Das haben genetische Untersuchungen des Kadavers der hessischen Wolfsbeauftragten Susanne Jokisch zufolge ergeben. Die Elterntiere des überfahrenen Wolfs sollen sich demnach nicht genau bestimmen lassen, es stehe aber fest, dass das Tier aus der Lausitzer Population stamme. SE

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Jäger unterstützen Volksbegehren: Keine Windkraft im Wald!

Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) ruft zur Unterzeichnung des Volksbegehrens „Rettet Brandenburg“ auf. Bis zum 6. Juli werden 80.000 Unterschriften gegen Windkraftanlagen im Wald benötigt.

In Brandenburg entstehen immer neue Windkraftanlagen – zunehmend auch im Wald. Dem Ausbau stehen die Jägerinnen und Jäger Brandenburgs kritisch gegenüber. Mitte Mai beschlossen die Vertreter der rund 9.600 Mitglieder des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) einstimmig die Unterstützung des Volksbegehrens „Rettet Brandenburg“. Kommen bis zum 6. Juli 80.000 Unterschriften zusammen, muss sich das Parlament mit der Forderung, keine weiteren WKA im Wald zu bauen, befassen. Lehnen die Delegierten ab, wäre ein Volksentscheid der nächste Schritt.

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Landrat: „Entnahme“ der Goldenstedter Wölfin denkbar

Der Erste Kreisrat des Landkreises Diepholz, Wolfram van Bellen, hat gegenüber der Kreiszeitung erklärt, dass er die Entnahme der Goldenstedter Wölfin für denkbar hält. Die Wölfin ist für eine Vielzahl von Nutztierrissen im Kreisgebiet verantwortlich und zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, auch sehr gut gesicherte Schutzzäune überwinden zu können. Beim letzten Angriff am 15. Mai wurden acht Schafe getötet. Im Landkreis Diepholz gebe es mehr Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere als in der Lüneburger Heide, erklärte Wolfsberater Dr. Marcel Holy der Kreiszeitung zufolge in einem Vortrag im Kreishaus. In der Lüneburger Heide seien jedoch fünf Rudel nachgewiesen, im Landkreis Diepholz hingegen nur die eine Wölfin.

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Geköpfter Wolf: Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat das wegen einem geköpft aufgefundenen Wolf eingeleitete Ermittlungsverfahren eingestellt. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Der illegal getötete und dekapitierte Wolf war im Sommer 2014 an einer Landstraße bei Lieberose – unter einem Naturschutzschild – im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald entdeckt worden. Auf Anfrage der Deutschen Presseagentur (dpa) erklärte die Staatsanwaltschaft, es hätten sich keine Zeugen gemeldet, die zur Aufklärung der Tat hätten beitragen können. Die Ermittlungen zu einem ähnlichen Fall, bei dem im Elbe-Elster-Kreis ebenfalls ein erschossener und geköpfter Wolf aufgefunden worden war, wurden wegen der schwierigen Spurenlage bereits vor einiger Zeit eingestellt. SE

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Mecklenburg-Vorpommern: Elch bei Anklam gesichtet

In einem Rapsfeld bei Rossin südlich von Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist am Dienstag Abend ein junger Elch gesichtet worden. Die Tiere wandern auf uralten Wechseln immer wieder einmal aus Polen ein. Viele sterben bei Wildunfällen auf Autobahnen oder Landstraßen, andere wandern zurück, nachdem sie sich von der Unwirtlichkeit hiesiger Reviere überzeugt haben. Jagdpächter Stephan Schröder sagte gegenüber dem Nordkurier, der Elchbulle habe sich ihm bis auf etwa hundert Meter genähert. Für ein Beweisfoto sei es jedoch bereits zu dunkel gewesen. Schröder kennt Elche von Jagden in Schweden. Der Landkreis empfiehlt Autofahrern in dem Gebiet, besonders vorsichtig zu fahren. Elchsichtungen sollen an die Untere Jagdbehörde des Kreises  gemeldet werden. Ansprechpartner dort sind Frau Antje Ehlert (Telefon 03834 / 8760-2902) oder Herr Toby Kroll (Telefon 03834 / 8760-2904). SE

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NLWKN

Truppenübungsplatz Munster: Junge Wölfin tot aufgefunden

Todesursache: Ungeklärte Bissverletzung

Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat darüber informiert, dass ein Bundesforstmitarbeiter auf dem Truppenübungsplatz Munster Nord am späten Sonntagabend eine tote Wölfin gefunden hat. Es handelt sich um die im Juni 2015 besenderte Fähe FT10. Das Tier befindet sich bereits im Leibnitz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung. Dies ist das übliche Verfahren im Rahmen des bundesweiten Totfundmonitorings. Nach ersten Untersuchungen des IZW ist die Wölfin vermutlich schon vor mehreren Tagen an den Folgen einer ungeklärten Bissverletzung verendet; es gibt keine Hinweise auf einen Verkehrsunfall. Das IZW hat außerdem mitgeteilt, dass die Wölfin offenbar vor kurzem Welpen geboren hat. Über das Ergebnis der weiteren Untersuchungen wird das Wolfsbüro berichten. PM NLWKN

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Mecklenburg-Vorpommern: Goldschakal im Greifswalder Stadtwald gesichtet

Im Greifswalder Stadtwald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist ein hierzulande noch sehr seltener Goldschakal von einer Wildkamera aufgenommen worden. Der zuständige Stadtförster hielt das Tier zunächst für einen Wolf, Experten vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) kamen nach Begutachtung der Aufnahmen jedoch zu dem Urteil, dass es sich um einen Goldschakal handele. In Europa war der Goldschakal ursprünglich nur auf dem Balkan beheimatet. Im Zuge des Klimawandels breitet er sich jedoch immer weiter nach Norden und Westen aus. SE

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Niedersächsischer Landeswettbewerb im Jagdhornblasen 2016

58 Jagdhornbläsergruppen trafen sich am Jagdschloss Springe

Am Sonntag fand am Jagdschloss Springe der diesjährige niedersächsische Landeswettbewerb im Jagdhornblasen statt. Im Rahmen des Wettbewerbes starteten insgesamt 58 Bläsergruppen, darunter eine Gastgruppe aus Polen, mit insgesamt über 800 Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläsern. Bei bestem Sommerwetter genossen zahlreiche Zuschauer die hochklassigen Wettbewerbsbeiträge und das tolle Ambiente am Jagdschloss Springe. Einen Doppelsieg feierten die Jagdhornbläser aus Hameln Pyrmont: Der musikalische Leiter Friedhelm Blickwedel führte seine Bläsergruppen sowohl in der Wertungsklasse A als auch in Wertungsklasse G zum Landesmeistertitel. In Wertungsklasse A fielen die Entscheidungen hauchdünn aus: Die Hameln-Pyrmonter gewannen hier mit 966 Punkten vor der Visbeker Bläserrotte mit 964 Punkten und dem Jagdhornbläserkorps „Das Große Freie“ mit 959 Punkten.

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NRW: Ökos fordern erleichterte Befriedung und Katzensteuer

Nicht nur der LJV NRW, der Verfassungsbeschwerde gegen das novellierte Landesjagdgesetz eingelegt hat, auch Öko-Verbände sehen noch Korrekturbedarf, wie u.a. die Welt berichtet: So fordert der BUND, die sog. Befriedung, also die Möglichkeit, Jagdverbote aus ethischen Gründen auf Privatbesitz zu erwirken, müsse beschleunigt und erleichtert werden. Zu der Frage, wer für die Wildschäden (Beitragsbild) auf angrenzenden Flächen aufkommen soll, äußerte sich der Verein nicht. Bewährt habe sich nach Ansicht der spendensammelnden Naturfreunde jedoch das Verbot, verwilderte streunende Katzen zu schießen: Die ökologischen Auswirkungen von Katzen auf den Naturhaushalt seien gering, behauptet der BUND, womit gegenläufige Forschungsergebnisse (siehe auch hier) mit befremdlicher Halsstarrigkeit geleugnet werden. Zu einer anderen Einschätzung gelangt denn auch der Ökologische Jagdverein (ÖJV), der die Einführung einer Katzensteuer forderte, um die negativen Auswirkungen einer „ausufernden Population“ zum Beispiel auf Bodenbrüter einzudämmen. Wobei fraglich ist, was eine Katzensteuer in Hinblick auf verwilderte Hauskatzen bringen soll, für die sich niemand zuständig fühlt und gerade deshalb – weil sie nicht gefüttert und nicht üblicherweise im Haus gehalten werden – das größte ökologische Problem darstellen.

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Lecker Roadkill – Motorradfahrer kollidiert mit Reh und isst es auf

„Mehr geht bald nicht“ – überschreit die Polizei Weimar eine Pressemeldung zu einem eigentlich alltäglich Wildunfall, der allerdings wirklich in einer bemerkenswerten Häufung von Delikten kulminierte: Am 18.05.2015 wurde die Polizei Weimar informiert, dass es am 17.05.2016 gegen 23:00 Uhr zu einem Wildunfall zwischen der Ortslage Blankenhain und dem Abzweig Keßlar kam. Der Fahrer (40) eines Krad „Kawasaki“ kollidierte auf der o.g. Ortsverbindungsstraße mit einem Reh stürzte und verletzte sich. Statt aber die  zuständigen Behörden zu informieren, bestellte er telefonisch eine Familienangehörige zum Unfallort. Das Reh wurde verladen nach Hause gebracht und als vermutlich leckere Mahlzeit zerlegt.

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Halbautomat

„Verwirrte Behörden“

In einem Kommentar zum JAWINA-Beitrag „Bundesverwaltungsgericht verbietet Halbautomaten, die mehr als zweischüssige Magazine aufnehmen können“ schrieb Sebastian K. am 12. April folgenden Kommentar:

„Ich habe in der woche vor ostern eine selbstladebüchse auf jagdschein erworben. Ohne über dieses Gerichtsurteil informiert gewesen zu sein.
Antrag plus wbk auch sofort an die zuständige kreispolizeibehörde geschickt. Hab heute mal drei wochen später bei der Behörde nachgefragt wie lange dann der Eintrag noch dauert.
Antwort war das Gerichtsurteil. Und die Behörde weiss auch nicht wie sie jetzt genau handeln soll.
Warscheinlich laut Sachbearbeiterin:
Kein Eintrag in die wbk. Und ich muss die erworbene Waffe wieder abgeben.
klingt für mich nach Zwangsenteignung.
Es kann doch in unserem Rechtsstaat nicht sein das einem ehrlichen, aufrichtigen Bürger sein Eigentum weggenommen werden kann.“

Jetzt hat er auf unsere Bitte einen Zwischenbericht über den weiteren Fortgang der Angelegenheit gepostet:

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NRW: LJV reicht Verfassungsbeschwerde gegen Jagdgesetz ein

LJV NRW: Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe gegen nordrhein-westfälisches Jagdgesetz – Volksinitiative bereits erfolgreich – Auch der Landtag wird sich erneut mit dem Gesetz befassen müssen

Gegen das vor einem Jahr verabschiedete und heftig umstrittene NRW-Landesjagdgesetz sind neben zahlreichen fachgerichtlichen Klagen jetzt auch zwei Verfassungsbeschwerden beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht worden. Prozessbevollmächtigte sind der Rechtsexperte Prof. Dr. Johannes Dietlein vom Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie der Rechtsanwalt Hans-Jürgen Thies aus Hamm. Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen unterstützt die Verfassungsbeschwerden.

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Graugans (anser anser) fliegend, Paar, zwei, Greylag Goose

Niedersachsen: Landesjägerschaft lehnt geplante Reglung zur Intervalljagd ab

LJN: Gesetzesentwurf geht inhaltlich fehl und stößt zudem auf verfassungsrechtliche Bedenken

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) lehnt den heute im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung zu behandelnden Gesetzentwurf zur Änderung des Paragraphen 26 des Niedersächsischen Landesjagdgesetzes entschieden ab. Bei der Gesetzesänderung geht es im Kern um die bereits im Jahr 2014 angekündigte Einführung einer Intervalljagd in Vogelschutzgebieten. Durch diese soll zukünftig in Vogelschutzgebieten die Jagd auf Wasserfederwild, wie Gänse und Enten,  in der Zeit vom 1.Oktober bis zum 30. November nur noch alternierend in zuvor ausgewiesenen Teilräumen durchgeführt werden dürfen. Die Teilräume in denen gejagt werden darf bzw. nicht gejagt werden darf, sollen in einem festgelegten zeitlichen Rhythmus wechseln.

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Mecklenburg-Vorpommern: Was vom Damwild übrig blieb…

Jäger wirken an Forschungsprojekt über „Wechselwirkungen von Wolf und Damwild“ mit.

Mit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ergeben sich für die Jäger eine Reihe von zusätzlichen Aufgaben und Herausforderungen. Die Jagd wird teilweise schwieriger und der Anteil der Wolfsbeute muss bei einigen Wildarten im Jagdbetrieb und Wildtiermanagement berücksichtigt werden. In einem Gemeinschaftsprojekt von Jagd und Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern werden nun die Wechselwirkungen von Wolf und Damwild untersucht, um die Entwicklung der Damwildbestände und deren effiziente Bejagung langfristig einschätzen zu können, wie das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern in einer Pressemitteilung verkündet.

„Ich freue mich sehr, dass Jäger, Forstleute und Naturschützer in unserem Land die Rückkehr des Wolfes und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Tier intensiv erforschen“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Bereits seit 2011 wird eine aus Mitteln der obersten Jagdbehörde des Landes finanzierte Pilotstudie zur Telemetrie von Wölfen mittels GPS-GSM-Halsbandsendern durchgeführt. Das Projekt soll wichtige Daten zu Aktionsraumgrößen, Habitatnutzung, Schlafplätzen und Nahrungsspektrum von freilebenden Wölfen liefern.

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Baden-Württemberg: Erster Wolf seit 150 Jahren gesichtet

Nach 150 Jahren ist der Wolf nach Baden-Württemberg zurückgekehrt. In den vergangenen Tagen wurde der Wolf wiederholt auf der Baar, einer Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alp gesichtet. Experten vom Wolfsmonitoring hätten das Tier auf Fotos von Wildkameras zweifelsfrei identifiziert, wie Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) mitteilte. Hauk begrüßte die Rückkehr des Wolfs: „Ich freue mich darüber, dass der Wolf bei uns wieder heimisch wird. Die Rückkehr eines Großraubtieres stößt bei Nutztierhaltern naturgemäß auch auf Skepsis. Wir haben daher die Anliegen der Tierhalter im Blick und fördern Herdenschutz-Projekte mit dem Ziel, eine Koexistenz von Wolf und Nutztieren zu ermöglichen“, ließ sich Hauk in einer Pressemitteilung zitieren.

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Berlin: Verirrtes Geschoss

Gestern Abend wurde ein Nordberliner von einem Geschoss getroffen, welches offenbar zuvor bereits ein Wildschwein erlegt hatte, wie die Berliner Polizei auf ihrer Facebook-Seite berichtet: Nach ersten Erkenntnissen befand sich der 60-jährige Anwohner gegen 21.30 Uhr an seiner Garage in der Heiligenseestraße in Berlin-Reinickendorf als er einen Schuss hörte. Unmittelbar darauf verspürte er einen Schmerz am linken Arm und fand zu seinen Füßen ein Geschoss.

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Nach vermeintlicher „Rettung“: Bisonkalb musste eingeschläfert werden

Es ist eine traurige Geschichte von Entfremdung und falsch verstandener Tierliebe: Zwei Besucher – Vater und Sohn – des amerikanischen Yellowstone Nationalparks entdeckten ein vermeintlich verlassenes Bisonkalb. In „deplatzierter Besorgnis um das Tierwohl“ – die Besucher dachten, dem armen kleinen sei bestimmt kalt – wie Morgan Warthin von Nationalpark-Service in einem ungehaltenen Statement schreibt, sannen sie auf Rettung: Sie schleppten das Kalb zu ihrem SUV, packten es in den Kofferraum – vermutlich nicht ohne etliche tröstende Streicheleinheiten zu applizieren – und fuhren es zu einer Servicestation des Nationalparks. Doch dort empfing man die Möchtegern-Tierretter nicht als Helden – sondern reagierte ausgesprochen gereizt. Aus gutem Grund: Eine Woche lang versuchten Park-Mitarbeiter, das Kalb wieder in seine Herde zu integrieren. Doch nachdem es menschliche Witterung angenommen hatte, wurde es von der Herde verstoßen.

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Rasante Urwald-Vernichtung in Rumänien

Obwohl alle Urwälder in Rumänien seit 2008 unter strengem gesetzlichen Schutz stehen, geht die Urwald-Vernichtung weiter, wie die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur beklagt: Der aktuell entdeckte Fall im Fagarasch-Gebirge sei besonders gravierend, da die Holzeinschläge in Bereichen stattfinden, die den rumänischen Behörden seit dem Jahr 2005 als Urwaldgebiete bekannt sind: im Sinca-Urwald sowie im benachbarten Strambei-Tal. EuroNatur wurde lt. Wikipedia „im Europäischen Umweltjahr 1987 gegründet, initiiert vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU).“ Diese Verbände setzen sich hierzulande dafür ein, Wirtschaftswälder aus der Nutzung zu nehmen, was den Bewirtschaftungsdruck auf Urwälder nicht nur in Rumänien erhöht.

Ein Teil des Sinca-Urwalds wurde von der rumänischen Regierung im Februar 2016 als Welt-Naturerbe nominiert und ist damit Teil einer europaweiten Nominierung von Buchen-Urwäldern als UNESCO-Welterbe der Menschheit. Der aktuelle Holzeinschlag im Sinca-Urwald verstößt damit nicht nur gegen geltendes Recht in Rumänien, sondern rückt auch die sehr begrüßenswerte Nominierung des Sinca-Urwalds als Weltnaturerbe in ein schlechtes Licht.  Zudem gelten für die Anerkennung als Weltnaturerbe strenge Vorgaben, die auch Eingriffe in den umgebenden Gebieten und Pufferzonen streng reglementieren.

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Taken with iPhone 5C(GSM+CDMA),iOS 9.2.1

Jagd ohne Hund, doch kein Schund?

Erste praktische Erfahrungen mit der Seek Thermal Compact XR im Jagdeinsatz – ein Erfahrungsbericht von Alexander Damaschun

Dass die Jagd mit einem brauchbaren Hund die weidgerechteste und für die Sicherstellung zeitnaher Nachsuchen die gesetzlich vorgeschriebene Form der Jagdausübung ist, muss an dieser Stelle weder besonders betont werden, noch soll sie in irgendeiner Form infrage gestellt werden. Für manchen „Stadtjäger“ scheidet die Anschaffung eines Jagdhundes allerdings allein schon aus tierschutzrechtlichen Gründen aus: Zu viele, als modische Accessoires missbrauchte Vertreter der klassischen Jagdhunderassen, fristen bereits ihr trauriges Dasein am bitteren Ende der kurzen Leine in der Hand ihrer hippen Besitzer auf den „Grünstreifen“ von Großstadtmagistralen.

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Halbautomaten: Bundeslandwirtschaftsminister hält Wort

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) beabsichtigt im Rahmen einer Änderung des Bundesjagdgesetzes (BJadgG) eine gesetzliche Regelung der bisherigen Verwaltungspraxis beim Thema Halbautomaten unverzüglich herbeizuführen. Dies begrüßen der DJV und das Forum Waffenrecht ausdrücklich. In einem Schreiben informiert Dr. Robert Kloos, Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums, seine Länderkollegen, für halbautomatische Jagdwaffen „im Rahmen einer Änderung des Bundesjagdgesetzes eine gesetzliche Regelung der bisherigen Verwaltungspraxis unverzüglich herbeizuführen.“

Das Bundesministerium des Innern habe hierzu seine Unterstützung zugesagt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und das Forum Waffenrecht (FWR) begrüßen die nun geplante gesetzliche Regelung zur Verwendung halbautomatischer Jagdgewehre mit 2-Schuss-Wechselmagazin. Mit diesem Vorschlag will Bundesminister Christian Schmidt Rechtssicherheit für Behörden, Landespolitik und Jäger schnellstmöglich schaffen. Gemeinsam mit dem FWR und den assoziierten Verbänden hat der DJV erst kürzlich vom Bundeslandwirtschaftsministerium die Klarstellung gefordert, dass halbautomatische Jagdgewehre mit 2-Schuss-Wechselmagazinen auch künftig erlaubt sein müssen.

Verunsicherung bei Jägern, Waffenbehörden, Polizei und anderen staatlichen Stellen hat das Bundesverwaltungsgericht Anfang März 2016 verursacht: In einer Einzelfallentscheidung merkten die Richter an, dass Jäger Halbautomaten mit wechselbarem Magazin nicht ohne besonderes Bedürfnis besitzen dürfen. Damit ging das Gericht nach Auffassung von DJV und FWR weit über seine Kompetenzen hinaus und stellte die derzeitige, bislang unumstrittene Gesetzeslage in Frage. Legale Waffenbesitzer wurden von heute auf morgen kriminalisiert und die geltende Gesetzgebung ausgehebelt. Tausenden Jägern drohte völlig unbegründet der Entzug ihrer waffenrechtlichen Erlaubnis und der entschädigungslose Verlust ihres Eigentums. Es kam zu willkürlichen Entscheidungen der Waffenbehörden, die sich teils widersprachen. Sogar für Pistolen und Revolver verweigerten Beamte zwischenzeitlich die Eintragung. Falls Behörden Jäger zur Anhörung für den Widerruf der Erlaubnis auffordern, sollten die Verbände umgehend informiert werden. Bis zur Klarstellung im Bundesjagdgesetz sollten Jäger dringend Widerruf und – wo notwendig – Klage einreichen.

Ungeachtet der Klarstellung zu halbautomatischen Gewehren mit 2-Schuss-Wechselmagazin betonen DJV und FWR die Notwendigkeit weiterer Reformen des Bundesjagdgesetzes. „Die angekündigte und in den Ressorts bereits abgestimmte große Novelle muss wie geplant in dieser Legislaturperiode kommen. Die Blockadehaltung des bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer und Teilen der CSU ist weder sachlich begründet noch nachvollziehbar“, so DJV-Präsident Hartwig Fischer. Der bereits vorliegende Entwurf zielt im Kern darauf ab, für Jagdmunition sowie für den Schießübungsnachweis bundesweit einheitliche Regelungen festzulegen. Zudem beinhaltet das Papier bundesweit einheitliche Vorgaben für die Jägerprüfung.

„Jäger müssen bundesweit einheitliche Voraussetzungen vorfinden. Es ist dringend an der Zeit, die Stilblüten des Föderalismus wissensbasiert auszumerzen“, so DJV-Präsident Fischer. Derzeit müsse in einem Land bleifrei gejagt werden, im nächsten nicht. Das eine Land fordere einen Schießleistungsnachweis, das andere nicht. Die Jägerprüfung ist ein staatliches Examen, das berechtigt, den Jagdschein zu lösen. Dieser hat laut Bundesjagdgesetz bundesweite Gültigkeit. Eine Tatsache, die nicht durch teils absurde Entscheidungen auf Länderebene konterkariert werden dürfe, so Fischer. Der DJV wird den Gesetzgebungsprozess weiter kritisch begleiten und über aktuelle Entwicklungen berichten. PM DJV

Beitragsbild: Bis zur Gesetzesklarstellung sollte die halbautomatische Langwaffe im Schrank bleiben. (Quelle: Elison/DJV)

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Wolfsnachweis im Harz

Im Harz wurde erstmals seit ca. 200 Jahren wieder ein Wolf nachgewiesen. Der Nachweis erfolgte durch ein Foto einer Wildkamera im März 2016, die von einem Jäger bei Ballenstedt betrieben wurde. Vereinbarungsgemäß erfolgte die Veröffentlichung durch die Jägerschaft, die mit dem Land Sachsen-Anhalt im Wolfsmonitoring kooperiert.
Dem gingen eine Prüfung des konkreten Aufnahmeortes sowie urheberrechtliche Abstimmungen voraus, so dass die Veröffentlichung erst jetzt erfolgte.

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Studie: Fördert legale (Wolfs-)Jagd die Wilderei?

Die New York Times (NYT) berichtet über eine Studie der Wildbiologen Guillaume Chapron und Adrian Treves, die zu belegen versucht, dass durch die Lagalisierung der Jagd auf Großkarnivoren wie Wölfe und Grizzly-Bären die Wilderei auf diese Arten zunimmt. Dies steht im Widerspruch zu der von Jägern und der eine Nutzung natürlicher Ressourcen nicht ablehnenden Fraktion von Naturschützern vertretenen Auffassung, derzufolge legale Jagdmöglichkeiten Wilderei vermindern.

Da zu erwarten ist, dass sich jagdfeindliche Kreise auf diese Studie berufen werden, wenn es gilt, etwa die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht zu verhindern, und NICHT zu erwarten ist, dass hiesige Medien auch nur annähernd so ausgewogen und objektiv darüber berichten wie die NYT Umwelt-Redakteurin Erica Goode, stellen wir deren Beitrag im folgenden vor.

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Ministerium: A20-Rehe sollen vertrieben werden.

Noch vor dem langen Pfingstwochenende sollen die Rehe an der Bundesautobahn A20 im wörtlichen Sinne aus dem Verkehr gezogen werden, verkündet das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern. Das Ministerium hat dafür in den vergangenen Tagen in enger Zusammenarbeit mit Wildbiologen, Jägern sowie mit Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern und der zuständigen Autobahnmeisterei alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, heißt es. Mit einer Wärmebildkamera sollen der aktuelle Standort der Tiere aufgespürt, die Wildschutzzäune geöffnet und die Rehe auf das freie Feld hinaus dirigiert werden. Dafür wird der Autobahnabschnitt zwischen Dummerstorf und Sanitz am morgigen Mittwoch ab 9 Uhr für mehrere Stunden gesperrt.

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Urteil: Keine Schalldämpfer für Jagdgewehre in NRW

Berufsjäger haben nach Auffassung der 22. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf (NRW) keinen Anspruch auf Erteilung einer Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Schalldämpfern für eine Jagd-Langwaffe. Dies haben die Richter des Verwaltungsgerichts Düsseldorf mit zwei Urteilen vom heutigen Tag entschieden und damit die Klagen zweier Berufsjäger abgewiesen. Zur Urteilsbegründung hat die Kammer ausgeführt: Bei den beiden Klägern liegt zwar ein besonders anzuerkennendes persönliches und wirtschaftliches Interesse an der Erteilung waffenrechtlicher Erlaubnisse als Jäger vor, da sie im Rahmen ihrer beruflichen Aufgaben als Förster bzw. angestellter Revierjagdmeister die Jagd ausüben. Die Kläger haben aber nicht glaubhaft gemacht, dass der Einsatz eines Schalldämpfers für den beantragten Zweck erforderlich ist.

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Zwei Wölfe überfahren

Tote Tiere bei Marburg und auf dem Berliner Ring entdeckt

Am Freitag, 6. Mai entdeckte ein Fahrradfahrer neben der L 3088 bei Marburg Lahnberge ein totes Tier, das er für einen Wolf hielt (siehe Beitragsbild. Ein herbeigerufener Revierförster stellte den Kadaver sicher, er soll jetzt genauer untersucht werden. Vermutlich ist das Tier überfahren worden. Es soll nun durch genetische Untersuchungen  geklärt werden, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt und aus welcher Population er stammte. Ob es sich bei dem jetzt aufgefunden Tier um den Wolf handelt, der vor wenigen Wochen in Nordhessen in einer Fotofalle gesichtet wurde, lässt sich derzeit noch nicht feststellen.

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Niedersachsen: Maulkorberlass für Wolfsberater?

Das von dem grünen Minister Stefan Wenzel geführte niedersächsische Umweltministerium hat ein „Statement zur „Unterrichtung durch die Landesregierung über den Sachstand zu den geplanten Leitlinien für Wolfsberaterinnen und Wolfsberater„“ abgegeben. Darin heißt es: „Das Umweltministerium (MU) erörtert in einem konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten allgemeine Leitlinien für die Arbeit der Wolfsberaterinnen und Wolfsberater in Niedersachsen. […]

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LJV-Präsidiumswahlen in Niedersachsen und Brandenburg

Helmut Dammann-Tamke wiedergewählt, Dirk Wellershoff neuer LJVB-Präsident

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. standen auch turnusgemäß die Wahlen zum Präsidium statt. Einstimmig wiedergewählt wurden sowohl Präsident Helmut Dammann-Tamke wie auch die Stellvertretenden Präsidenten Ernst-Dieter Meinecke, Josef Schröer und Helmut Blauth sowie Schatzmeister Dietrich Fricke. Der vierte Stellv. Präsident, Wilhelm Bergmann, trat nach zwei Amtsperioden auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wiederwahl an. Sein Bezirk, der Bezirk Hannover, nominierte als Nachfolger den örtlichen Bezirksvorsitzenden Jürgen Ziegler. Auch seine Wahl zum Stellv. Präsidenten erfolgte einstimmig.

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Halbautomat

Politische Justiz

Wie das Bundesverwaltungsgericht mit dem Halbautomaten-Urteil die private politische Agenda eines Richters umsetzt.

Noch immer reiben sich Jäger und Waffenhändler, aber wohl auch die Mitarbeiter von Waffenbehörden und Politiker verwundert die Augen über das Halbautomaten-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG), das mit der jahrzehntelang von Behörden, Waffenhändlern und Gerichten vertretenen Rechtsauffassung bricht, derzufolge Jäger solche Waffen erwerben und besitzen und auf der Jagd mit einem zweischüssigen Magazin nutzen dürfen. Das Erstaunen nimmt noch zu, wenn man das spektakuläre Urteil mit der üblichen angepassten Rechtsprechung des Gerichts vergleicht, das beispielsweise die höchst umstrittene und ungerechte GEZ-Zwangsgebühr vor kurzem so brav wie erwartungsgemäß und politisch gewünscht abgenickt hat. Ein der JAWINA-Redaktion bekannter Jurist mutmaßte, dass die Prädikatsjuristen am BVerwG infolge langjährigen und ausschließlichen Rechtstexte-Büffelns derart weltfremd geworden wären, dass sie gar nicht mehr begriffen, was sie mit diesem Urteil anrichteten. Ein anderer vermutet, dass die BVerwG-Richter äußerst karrierebewusst seien und infolgedessen ein feines Gespür dafür entwickelt hätten, was die Politik von ihnen erwartet. Schließlich kann ein BVerwG-Richter es durchaus noch zum Justizminister oder Staatssekretät bringen. Doch es gibt einen weitaus beunruhigenderen Verdacht. Weiterlesen

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Nieten in Nadelwäldern

Die Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) hat auf seiner Internetseite eine „Klarstellung“ der Obersten Jagdbehörde des Landes zur missglückten Allgemeinverfügung „Kleine Kugel“ veröffentlicht. Diese sei „rechtssicher“ behauptet die Behörde und mahnt den Vollzug durch die Unteren Jagdbehörden an. Deren Aufgabe bestehe „lediglich darin, die Allgemeinverfügung in ihrem Bereich an die Jagdausübungsberechtigten weiterzugeben.“ Den Inhalt würde die Oberste Jagdbehörde verantworten, soll Jens Uwe Schade, Sprecher des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft gegenüber dem LJVB erklärt haben. Immerhin – der Pressesprecher weigerte sich nämlich hartnäckig, gegenüber JAWINA eine Stellungnahme zu dieser neuerlichen peinlichen Fehlleistung der brandenburgischen OJB (man erinnere sich an den berüchtigten grundrechtswidrigen Maulkorberlass, der nach Protesten zurückgenommen werden musste) abzugeben oder unsere Anfragen zu beantworten.

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Mecklenburg-Vorpommern: Sechs Rehe beschäftigen zwei Ministerien

In Mecklenburg-Vorpommern halten sechs Rehe zwei Ministerien auf Trab: Eigentlich sollte am kommendem Samstag die A20 zwischen Dummerstorf und Sanitz (Landkreis Rostock) für etwa drei Stunden voll gesperrt werden, um die Tiere abzuschießen. Seit Anfang 2015 wurde im Verkehrsfunk mehrfach vor Tieren auf der Fahrbahn gewarnt. Die Rehe hatten immer wieder den Wildschutzzaun an einer Anschlussstelle umgangen, direkt am Fahrbahnrand geäst und auch die Autobahn überquert. Auf der wenig befahrenen A20 kam es bislang noch zu keinem Unfall. Doch sicherheitshalber war geplant, die Tiere am Samstag zwischen 11 und 14 Uhr von einem auf einem Räumfahrzeug des Winterdienstes montierten Hochsitz zu erlegen. Nicht nur wegen der Erlegung von einem Kraftfahrzeug aus hätte der Einsatz hätte eine Sondergenehmigung erfordert: Ab 1. Mai hat nur der Rehbock Jagdzeit, die zu diesem Zeitpunkt hochbeschlagenen (Jägersprache für trächtig) Ricken nicht. Doch es regte sich Protest gegen das Vorhaben, auch die Oberste Jagdbehörde erhob Einspruch.

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STL-Cup 2016: Weit hinlangen im „Stolln“

Am Freitag, dem 29. April fand auf der Schießanlage Rosenberg I des Schützenvereins Mittleres Erzgebirge (SV MEK) der STL-Cup 2016 statt. JAWINA war dabei – der ursprünglichen Planung gemäß eigentlich als Berichterstatter: Doch irgendjemand hatte ohne dessen Wunsch und Willen den Namen des Berichterstatters auf die Teilnehmerliste gesetzt. Mitgefangen, mitgehangen lautete demnach die Devise. Es galt, nach drei Probeschüssen fünf Wertungsschüsse mit dem Wettlampfgewehr, einer STL-Präszisionsbüchse in .308 Win. auf die in einer sportlichen Entfernung von 500 Metern angebrachte Zielscheibe zu pflastern. Der beste Streukreis gewinnt.

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Zählen für die Artenvielfalt

DJV stellt Rebhuhn-Monitoring in Rheinland-Pfalz vor

Es ist taubengroß, unauffällig und fliegt nicht gern: unser heimisches Rebhuhn (Perdix perdix), das „Sorgenkind“ der Jäger in der Feldflur. Seit den 1980er Jahre ist der Bestand des Hühnervogels europaweit um 94 Prozent zurückgegangen. Vielerorts verzichten Jäger daher freiwillig auf die Jagd, schützen die Restbestände und zählen diese im Rahmen des WILD-Monitorings.

In Rheinland-Pfalz heben Landesjagdverband und Umweltministerium im Jahr 2016 das Monitoring auf eine neue Ebene: „Ziel ist es, die Rebhuhnbestände mit verlässlichen wissenschaftlichen Methoden in etwa 1.000 Revieren, also flächendeckend, zu erheben und zudem die Lebensgrundlage für das Rebhuhn zu sichern“, erklärt Christoph Hildebrandt, Wildmeister des LJV und akademischer Jagdwirt. Denn nur durch das Zählen lasse sich messen, ob die Bemühungen der Jäger, den Lebensraum zu verbessern und die Fressfeinde zu reduzieren, Früchte tragen. Eine solche Datengrundlage könne zudem die Forderung der Jäger nach angepassten Agrarumweltprogrammen noch stärker stützen. Den Start des Projektes hat der Deutsche Jagdverband (DJV) mit einem Filmteam begleitet.

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Brandenburg: Wolf reißt Kalb in gesichertem Stall

In Cammer im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark hat ein Wolf gestern Nacht ein Kalb in einem gesicherten Stall gerissen. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Dem Bericht der MAZ zufolge wurden in dem Betrieb Saugkälber in Einzelaufstallung gehalten. Eine Giebelseite des Stalls sei verschlossen, die andere mit einem Holztor gesichert gewesen. Über dem verschraubten Holztor sei in 40 cm Höhe ein zusätzliches Gatter angbracht worden, das mit Kunststoffseilen festgezurrt war. Der Landwirt vermutet, dass der Wolf, die Kunststoffseile durchgebissen und so das Gatter gelöst hat. In der durch das Eindringen des Wolfs ausgelösten Panik hätten die Kälber die Boxentüren aus den Angeln getreten, so dass der Wolf sich habe „problemlos bedienen“ können.

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