Nilgans-Abschuss im Freibad – keine Ermittlungen nach Peta-Anzeige

+++ Streit um Lappjagd auch in Sachsen-Anhalt +++ Lesenswert: Der Wolf an der Schulbus-Haltestelle +++

Nach dem von der Unteren Jagdbehörde angeordneten Abschuss von Nilgänsen im Freibad Oberwerth in Koblenz (RLP) hat die Staatsanwaltschaft erklärt, keine Ermittlungen gegen die UJB einzuleiten. Die militante Tierschutzorganisation Peta hatte Anzeige gegen die Behörde erstattet. Nach Ansicht von Peta verstößt der Abschuss der als invasive Art geltenden Nilgänse gegen das Tierschutzgesetz, da der geforderte vernünftige Grund zur Tötung eines Wirbeltiers fehle. Peta schlug stattdessen gewaltfreie Maßnahmen wie das Bepflanzen des Ufers mit Schilf vor. Die Staatsanwaltschaft Koblenz erklärte dazu, dass der Abschuss rechtmäßig angeordnet worden sei, da sämtliche anderen Maßnahmen wie das Vergrämen durch Lichtsignale oder Drohnen erfolglos gewesen seien. Der Abschuss diene der Gefahrenabwehr, da eine Gesundheitsgefährdung durch den Gänsekot bestanden habe. red.

Beitragsbild: Graugänse (Symbolbild). Foto: SE

Bayern: Entlaufener Wolf in Gehegenähe gesichtet – Besucherzentrum gesperrt

Nachdem einer der in Bayern aus einem Gehege befreiten Wölfe in der Nähe des Tier-Freigeländes im Nationalparkzentrum Falkenstein gesichtet wurde, sind das „Haus zur Wildnis“ und das Freigelände für den Besucherverkehr gesperrt worden. In den vergangenen Tagen ist der Wolf mehrfach von Fotofallen auf dem Gelände aufgenommen worden. Suchtrupps der Nationalparks haben daraufhin ihre Anstrengungen verstärkt, den Wolf möglichst lebend einzufangen. So wurden mehrere Lebendfangfallen aufgestellt, außerdem sind mehrere Trupps mit Narkosegewehren unterwegs. Um diese Aktionen möglichst störungsfrei durchführen zu können, wurde die Sperrung angeordnet. red.

Beitragsseite: Internetseite des Tier-Freigeländes im Nationalparkzentrum Falkenstein. (Screenshot)

Mecklenburg-Vorpommern: Hirsch nach Wildunfall enthauptet

Am 08.10.2017 ereignete sich gegen 20:30 Uhr auf der Bundesstraße 198 bei Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) in Fahrtrichtung Plau am See kurz vor der Einmündung nach Kaeselin, ein Verkehrsunfall zwischen einem Opel und einem Hirsch. Der Hirsch verendete an der Unfallstelle. An dem verunfallten Pkw entstand ein Schaden von ca. 10.000EUR. Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde der verendete Hirsch auf die Bankette gezogen, um den fließenden Straßenverkehr nicht weiter zu beeinträchtigten. Als der verständigte Jagdausübungsberechtigte wenig später den Hirsch an sich nehmen wollte, stellt er fest, dass zwischenzeitig unbekannte Täter den Kopf des Hirsches samt Geweihstangen abgeschärft und entwendet hatten. Die Tatzeit kann vom 08.10.2017 zwischen 21:30 Uhr bis 22:30 Uhr eingegrenzt werden. Die Kriminalkommissariatsaußenstelle Röbel hat die Ermittlungen wegen Jagdwilderei aufgenommen. Das Strafgesetzbuch sieht hierfür Freiheitsstraßen von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, richten diese bitte an die Polizei in Röbel unter 039931- 848 224. PM

Beitragsbild: Begehrte Trophäe – Haupt eines Rothirschs. (Archivbild) Foto: SE

Bauernbund: „Nabu erfindet Insektensterben und schuld ist die Landwirtschaft“

Der Bauernbund Brandenburg hat die vom NABU „aufgrund einer dubiosen Studie“ erhobenen Vorwürfe in einer Presseerklärung zurückgewiesen, die Menge der Fluginsekten sei durch eine angebliche Intensivierung der Landwirtschaft in den vergangenen 25 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. „Die einzigen landwirtschaftlichen Kulturen, auf denen aus gutem Grund in nennenswertem Umfang Insektenbekämpfungsmittel ausgebracht werden, sind Raps und Kartoffeln, diese machen nichtmal fünf Prozent der Fläche in Deutschland aus“, argumentiert Bauernbund-Vorstand Thomas Kiesel, Ackerbauer aus Barsikow im Ruppiner Land: „Und in den vergangenen 25 Jahren hat hier weder in der Düngung noch beim Pflanzenschutz eine Steigerung der Intensität stattgefunden. „Selbst wenn es einen dramatischen Rückgang der Insektenpopulation gäbe, was der Bauernbund bezweifelt, könne die Landwirtschaft deshalb kaum dafür verantwortlich sein.

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Schleswig-Holstein: Aggressive Wildschweine verletzten vier Menschen zum Teil schwer

+++ Bayern: Schwer verletzten Hirsch nach Wildunfall einfach liegen gelassen +++ Bayern: Wildschwein nach Wildunfall mitgehen lassen +++

Seit etwa 09.00 Uhr früh haben zwei ausgewachsene, aggressive Wildschweine die Heider Innenstadt (Kreis Dithmarschen) unsicher gemacht. Die aufgebrachten Tiere haben auf ihrem Weg durch die Straßen und in der Filiale der Sparkasse am Markt vier Personen angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Ein Wildschwein konnte durch Polizeikräfte im Vorraum der Sparkasse festgesetzt werden. Dann wurde es vor der Bank von einem Jäger erschossen. Menschen, die sich in anderen Bereich des Gebäudes aufhielten, sollten per Drehleiter evakuiert werden. Das andere Schwein ist Richtung Stadtbrücke geflüchtet und wurde zuletzt in der Waldschlößchenstraße bzw. am Wasserturm gesichtet. Aktuell ist es allerdings verschwunden. Eine Nachsuche durch Jäger findet statt. Die Bevölkerung wird nach wie vor aufgefordert, wachsam zu bleiben. Mehr dazu hier. PM

Beitragsbild: Keiler (Archivbild) Foto: SE

Konferenz Koexistenz mit Grossraubtieren: „Immer größere Herausforderungen“

Am 17. Oktober fand im Europäischen Parlament in Brüssel die Konferenz „Koexistenz mit Großraubtieren: Herausforderungen und Lösungen“ statt. Zentrale Aussage: Es bedarf viel wirksamerer Maßnahmen zur Abschwächung der zunehmenden Konflikte zwischen Menschen und Großraubtieren in Europa. Die Konferenz stand unter der Schirmherrschaft von MdEP Karl-Heinz Florenz von der EVP-Fraktion und Vorsitzender der Intergruppe „Biodiversität, Jagd, Ländliche Aktivitäten“ des Europäischen Parlaments und wurde von FACE, dem Zusammenschluss der Verbände für die Jagd und Wildtiererhaltung in der EU, organisiert. Die aktuellen Managementprogramme und Schadensregelungen müssen geeignete Lösungen für die Koexistenzangesichts der Zunahme vieler Großraubtierpopulationen in Europas dicht besiedelten und multifunktionalen Landschaften bieten.

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Studie soll Insektensterben bestätigen

Die im Online-Wissenschaftsjournal veröffentlichte Studie „More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected Areas“ soll bestätigen, dass das Insektensterben „nicht die Erfindung einzelner Insektenliebhaber oder Entomologen-Vereine“ ist, wie die FAZ schreibt. Im Juli hatte das Bundesumweltministerium (BMUB) den alarmierenden Befund in einer Antwort auf eine Grünen-Anfrage mitgeteilt, dass der Insektenbestand sich in Deutschland seit 1982 um über 80 Prozent verringert habe. Kurz darauf war Kritik an der Aussage des BMUB laut geworden, da die Zahlen angeblich fast ausschließlich auf den Erhebungen Krefelder Hobby-Insektenkundler beruhten. Nun vermeldet der Nabu, dass Wissenschaftler die These vom Insektensterben bestätigt hätten. Die „erschreckenden Ergebnisse“ beruhten auf wissenschaftlichen Daten, die „zahlreiche ehrenamtliche Entomologen […] zwischen 1989 und 2015 an über 60 Standorten gesammelt“ hätten. Kleines Problem dabei: An der Studie sind die selben Krefelder Hobby-Entomologen maßgeblich beteiligt, deren Ergebnisse durch die Studie „bestätigt“ werden sollen.

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NRW: Jäger durch Keiler verletzt

Bei einer Nachsuche in Folge einer Maisjagd in Drohne, einem Ortsteil der Gemeinde Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) ist ein Jäger durch einen annehmenden Keiler schwer verletzt worden. Die Weidmänner hatten bei der Erntejagd sieben Sauen erlegt, ein 20-kg-Frischling wurde nur angeschossen und verschwand in einem Dickicht, wie das Westfalen-Blatt berichtet. Bei der Nachsuche wurde der Jäger dann jedoch von einem 70-Kilo-Keiler angegriffen, der vermutlich ebenfalls krankgeschossen wurde und sich im selben Dickicht ins Wundbett begeben hatte. Der Keiler brachte dem Nachsuchenführer eine klaffende Fleischwunde bei, der Verletzte wurde mit einem Rettunsgwagen ins Krankenhaus gebracht, wo die Wunde versorgt wurde. Dem Begleiter des Nachsuchenführers gelang es, den Keiler zur Strecke zu bringen. Auch der Frischling wurde nach erfolgreicher Nachsuche erlegt. red.

Beitragsbild: Durch Keiler verletzte Jägerbeine (Archivbild). Foto: SE Zur Geschichte zum Bild geht es hier.

SachsenForst wegen Absperrung bei Jagd angezeigt

Der Vorsitzende der Hegegemeinschaft Erzgebirge, Karsten Bergner, hat wegen einer am 11. Oktober im Revier Grumbach (Forstbezirk Neudorf, Revierteil Schindelbach)  veranstalteten Bewegungsjagd eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Verantwortlichen für diese Jagd eingelegt. Zur Begründung führt Bergner an, dass bereits am Vortag „die Reviergrenze des SBS- Reviers zum Bundesforst entlang der kompletten Eisenstraße von Mittelschmiedeberg bis fast an die B 174 auf einer Länge von 6 km durchgehend mit Warnband abgelappt“ worden sei. Das Warnband habe sich z.T. direkt am Straßenrand, z.T. auch ca. 100 Meter im Bestand befunden. Die Absperrung sei bis zum Ende der  Jagd aufrecht erhalten worden. Damit liege, so Bergner, „klar ein Verstoß gegen § 19 Abs.1 Nr.3 BJG […] und gegen die gleichlautende Regelung des Sächsischen Jagdgesetzes vor.“ Sogar Gewässer seien mit Warnband abgelappt worden , während „alle anderen Reviergrenzen,  z.B. zur Feldflur Großrückerswalde nicht mit Warnband gesperrt waren.“ Bergner: Da gerade hier mit Besucherverkehr zu rechnen sei, „werde auch klar, dass die Absperrung mit Warnband nicht dem Schutz der Bevölkerung diente.“

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DJV startet Videoserie über Wildbrethygiene

Vom Schuss bis zum küchenfertigen Lebensmittel – der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht eine Videoserie zur Wildbrethygiene in der Praxis. Fachleute geben Tipps zum korrekten Umgang mit dem Lebensmittel Wild. Das erste Video widmet sich bedenklichen Merkmalen beim Schwarzwild.

In der neuen Videoserie des Deutsche Jagdverbandes „Wildbrethygiene in der Praxis“ erklären Experten wie Amtstierarzt Dr. Thomas Stegmanns oder Wildmeister Christoph Hildebrandt, worauf es ankommt. Den Auftakt macht ein Video zu den bedenklichen Merkmalen beim Wildschwein. Vor dem Hintergrund der nahenden Afrikanischen Schweinepest werden die Symptome ausführlich erläutert. Es folgt in Kürze ein Video zu bedenklichen Merkmalen beim Rehwild. Aus der Deckeschlagen von Rehwild, Abschwarten von Schwarzwild sind ebenso Inhalte weiterer Videos wie das Zerwirken und Portionieren des küchenfertigen Lebensmittels Wildbret.

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Regierungspräsidium Freiburg: Windräder „keine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes“

​Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) hat die ablehnende naturschutzrechtliche Entscheidung des Landratsamtes Ortenaukreis zu den von der EnBW geplanten Windkraftanlagen in den Landschaftsschutzgebieten „Oberes Achertal“ und „Lierbach und Kniebisstraße“ in den Gemeinden Oppenau und Lautenbach aufgehoben. Die Widerspruchsbehörde in Freiburg ist der Auffassung, dass die geplanten Windräder nicht gegen die Landschaftsschutzverordnungen der dortigen Landschaftsschutzgebiete verstoßen. Deshalb könne eine Befreiung vom Verbot baulicher Anlagen im Gebiet erteilt werden. Diese Befreiung gilt nur für diese konkreten Anlagen und nur für die Dauer der beantragten immissionsschutzrechtlichen Genehmigung.

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Tracker empfiehlt: App und Firmware aktualisieren

Nicht nur kosmetische Änderungen beim HundeortungssystemTracker for Android – verbesserte Darstellung und Rettungspunkte in App integriert

Der finnische Hundeortungsspezialist Tracker empfiehlt seinen Kunden, die Tracker-App und die Firmware der Geräte vor der anstehenden Drückjagdsaison zu aktualisieren: „Wir haben im Sommer wichtige Änderungen beim Start der App – also beim Login zum Tracker Live Server – durchgeführt. Die neuen App Versionen (ab 3.12) verbrauchen bei einem wiederholten Login deutlich weniger Daten, sind auch deutlich schneller und bringen die Position des Hundes noch zuverlässiger auf die Karte“, so Tracker in einer Mitteilung. Die aktuelle Version Stand 13.10. ist Tracker for Android 3.13.

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Rheinland-Pfalz: Rind bei Treibjagd angeschossen

Nach Eseln und einem Islandpferd hat es nun ein Rind erwischt: Am Samstag Mittag wurde das Tier von einem Teilnehmer an einer Jagd in Altscheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm) durch einen Schuss verletzt. Das Tier hatte eine Absperrung umgangen, die für die Jagd errichtet worden war. Das Rind wurde zunächst tierärztlich versorgt, wird aber voraussichtlich in den nächsten Tagen geschlachtet werden müssen. SE

Beitragsbild: Rind. Foto: SE

Thüringer Wolfs-Hybriden: Morddrohungen gegen Jäger

Petitionen gegen Entnahme der Hybriden

Nachdem das Thüringer Umweltministerium beschlossen hat, die sechs Wolfshybriden auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf aus Artenschutzgründen zu entnehmen, sind die ersten Morddrohungen gegen Thüringer Jäger eingegangen. Dies bestätigte der Präsident des Landesjagdverbands Thüringen (LJV), Steffen Liebig, gegenüber dem MDR. „Selbsternannte Tierschützer“ wollten so Druck aufbauen, erklärte Liebig. Der LJV befürwortet den Abschuss der Hybriden und fordert die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Angesichts der Drohungen gegen Jäger lehnte Liebig eine aktive Beteiligung der Jägerschaft an der Entnahme der Hybriden jedoch ab. Der LJV-Präsident wies auch auf die ungelösten rechtlichen Probleme hin: Die Wölfin und ihre Welpen unterlägen nicht dem Jagdrecht, auch die Wolfshybriden sind nach geltendem Recht in Deutschland streng geschützt.

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Italien: Vermehrte Wilderei von Wölfen

In den mittelitalienischen Berggebieten häufen sich Fälle von Wilderei auf Wölfe, berichtet SüdtirolNews. Ein „ganz besonders krasser und barbarischer Fall“ der „illegalen Selbsthilfe“ habe sich in Radicofani in der Provinz Siena ereignet: In dem laut SüdtirolNews hauptsächlich von der Weidewirtschaft mit Schafen lebendem Dorf wurden zwei getötete Wölfe an das Ortseingangsschild gehängt. Die Wolfsfreunde von Life Medwolf, die auf ihrer Internet– und Facebook-Seite über den Vorfall berichten, verurteilten die Tat aufs Schärfste. Der Bürgermeister von Radicofani, Francesco Fabbrizzi, kritisierte gegenüber SüdtirolNewsa den „gravierenden und geschmacklosen Gewaltakt“ und erklärte, dass diese „barbarischen Vorfälle keinesfalls eine Antwort auf die zuletzt gehäuft auftretenden Attacken von Wölfen auf Schafe sein könnten.“ red.

Beitragsbild: Die am Ortschild von Radicofani aufgehängten Wölfe: Foto: Life Medwolf / Facebook

Baden-Württemberg: Angeblicher Jäger greift Spaziergängerin an

Eine 53 Jahre alte Spaziergängerin ist am Sonntagnachmittag von einem angeblichen Jäger attackiert worden. Die Frau, die gegen 16.20 Uhr auf einem Feld östlich von Wankheim (Landkreis Tübingen) unterwegs war, wollte bei bestem Wetter ein paar Sprossen eines Jägerstand hinauf steigen, um einen besseren Ausblick zu haben. Dies brachte einen noch unbekannten Täter ganz offensichtlich in Rage. Er schrie der 53-Jährigen etwas zu, worauf diese wieder vom Hochsitz herunterkletterte und ihren Spaziergang fortsetzte. Der Mann setzte ihr jedoch nach, holte sie ein und forderte die Frau lauthals auf, sich auszuweisen. Er selbst gab sich als Jäger aus, was ihm die 53-Jährige aber nicht so ohne weiteres glauben wollte. Als sie den Mann ihrerseits darum bat, einen entsprechenden Nachweis vorzulegen, wurde dieser plötzlich noch aggressiver. Er zückte ein Handy und wollte Bilder von der Spaziergängerin machen, was diese durch verschränkte Arme vor dem Gesicht zu verhindern versuchte.

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Tiger Balm gab ihm den Rest: Psychisch kranker Jäger erschiesst Frau

Ein 63 Jahre alter ehemaliger Sportschütze und Jäger aus Brachstedt (Saalekreis, Sachsen-Anhalt), der im Mai seine Frau mit einer KK-Kurzwaffe erschossen hat, muss sich zur Zeit vor dem Landgericht Halle verantworten. Nach der Tat hatte der Mann versucht, sich selbst zu richten. Den Schuss in den Oberkörper, den er sich selbst beibrachte, überlebte er jedoch. Die Eheleute sollen, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, in dem Haus schon längere Zeit getrennt auf zwei Etagen gelebt haben.  Als Motiv für die Tat führte der Jäger an, dass seine 56 Jahre alte Frau ihn ohne sein Wissen mit Tiger Balm behandelt habe, einem eher harmlosen Präparat aus ätherischen Ölen. Der wahre Grund dürfte in der psychischen Erkrankung des 63jährigen zu sehen sein. Nach Auffassung eins Gutachters leidet der Mann an einer halluzinatorischen paranoiden Psychose, einem Subtypus der Schizophrenie, Diese schwere psychische Erkrankung äußert sich z.B. durch Verfolgungswahn und Halluzinationen. Der Tiger Balm sei unsichtbar, brenne aber wie Feuer, erklärte der Täter vor Gericht. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ist er aufgrund seiner Erkrankung schuldunfähig, ihm droht die Unterbringung in der Psychiatrie. Der Fall dürfte eine willkommene Argumentationshilfe für Gegner des Legalwaffenbesitzes sein, die verbindliche Psychotests für Jäger und Sportschützen fordern. SE

Nach Stalleinbruch: Landgericht Magdeburg spricht Tierrechts-Aktivisten frei

Das Landgericht Magdeburg hat drei Tierrechts-Aktivisten der – stramm jagdfeindlichen – Tierrechts-Organisation Animal Rights Watch (ARIWA) freigesprochen, die in einen Stall der van Gennip Tierzuchtanlagen GmbH eingebrochen waren und die dort vorgefundenen Missstände durch Filmaufnahmen dokumentiert hatten. Den Angeklagten, zwei 39 und 53 Jahre alten Männern und einer 37 Jahre alten Frau, wurde vorgeworfen, am 29. Juni 2013 widerrechtlich in eine Tierzuchtanlage im Ortsteil Sandbeyendorf der Gemeinde Burgstall (Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde) eingedrungen zu sein und dadurch einen Hausfriedensbruch begangen zu haben. In einem Urteil vom 26.09.2016 waren die Angeklagten von einer Strafrichterin des Amtsgerichts Haldensleben von diesem Tatvorwurf bereits freigesprochen worden. Das Gericht war zu der Überzeugung gelangt, dass sich die Tatvorwürfe bestätigt haben. Dies bedeutet, dass aus Sicht des Amtsgerichts die Angeklagten widerrechtlich in die Stallungen eingedrungen und damit an sich einen Hausfriedensbruch begangen haben. Dennoch konnten aus Sicht des Amtsgerichts die Angeklagten nicht bestraft werden, da das Handeln der Angeklagten wegen Notstands nach § 34 StGB gerechtfertigt gewesen sei.

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Bayern: Aktivisten wollen Suche nach Gehegewölfen stören

Erstes Schaf von Gehegewolf gerissen? – Joggerin vertreibt Wolf mit Wanderstöcken

Eine Gruppe von Tierrechts-Aktivisten namens „Der Waldluchs“ hat per Rundmail und in sozialen Medien dazu aufgefordert, die Suche nach den im Nationalpark Bayern aus einem Gehege befreiten Wölfen zu stören. Die Wolfsfreunde riefen dazu auf, in die Wälder zu gehen und, wenn man Jäger sehe, die möglicherweise in der Nähe befindlichen Wölfe durch lautes Rufen oder Singen zu vergrämen. In dem Aufruf waren auch vermeintliche Jagdschwerpunkte angegeben worden. Die befreiten und an Menschen gewöhnten Wölfe sollen nach Möglichkeit eingefangen, narkotisiert oder notfalls auch geschossen werden. Der Leiter der Nationalparkverwaltung, Franz Leibl, kritisierte die Störaktion gegenüber der Passauer Neuen Presse (PNP) als „absolut kontraproduktiv“.

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DIN erarbeitet Spezifikation für Jagdbüchsengeschosse

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat die Entwicklung einer Spezifikation für Jagdbüchsengeschosse angekündigt. Auf der Internetseite des Instituts wurden zwei Geschäftspläne zu diesem Themenbereich veröffentlicht. Darin heißt es: „Das Thema „Mindestanforderungen an Jagdbüchsengeschosse – Teil 1: Letale Wirksamkeit“ liegt derzeit als Anfrage zur Erarbeitung einer DIN SPEC nach dem PAS-Verfahren vor.“ Das PAS-Verfahren steht für Publicly Available Specification, öffentlich verfügbare Spezifikation. Auf Wikipedia heißt es dazu: „Eine PAS ist zwar eine öffentliche Anforderung, aber noch keine Norm. Die Veröffentlichung durch das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) verleiht ihr aber ein besonderes Gewicht.“

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Schleswig-Holstein: Katzenkastrations-Projekt läuft an

Vom 16. Oktober 2017 an können – als Gemeinschaftsprojekt von Tierschutzverbänden, Tierärzteschaft, Kommunaler Familie, Landesjagdverband und Land – wieder freilebende Katzen (herrenlose Tiere, die sich nicht in menschlicher Obhut befinden) in Schleswig-Holstein kastriert und im Rahmen des landesweiten Vorgehens gegen das Katzenelend über den von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein verwalteten Fonds abgerechnet werden. Dieses Angebot richtet sich an Tierschutzvereine und andere Überbringer.

Voraussetzung ist, dass von denjenigen, die eine Katze zur Kastration bringen, ein dafür vorbereiteter Vordruck ausgefüllt und unterschrieben wird, dass es sich um eine freilebende Katze handelt. Die Kosten werden dann in voller Höhe übernommen: 25 Euro durch Spende (Honorarverzicht) des durchführenden Tierarztes und 59,01 Euro bzw. 115 Euro Restkostenübernahme durch den Fonds, je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt. Die Katzen müssen nach Durchführung der Kastration wieder an der Stelle des Fangs ausgesetzt werden. Die Kastration ist bis zum 10. November 2017 geplant. Sofern die finanziellen Mittel im Fonds zu erschöpfen drohen, wird die Aktion vorzeitig durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein beendet.

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Bayern: „Sabotage am Wolfsgehege nicht hinnehmbar“

Bayerisches Umweltministerium setzt 10.000 Euro Belohnung für Hinweise zur Ergreifung des Täters aus

Das Bayerische Umweltministerium setzt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, der das Freigehe der Wölfe im Bayerischen Wald geöffnet haben soll, eine Belohnung von 10.000 Euro aus. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München: „Es steht weiterhin der ungeheuerliche Verdacht im Raum, dass die Tiere gezielt freigelassen wurden. Das ist in keinster Weise hinnehmbar. Damit wurde in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kommen, zum Beispiel bei einem Wildunfall. Letztlich wurde damit der Tod der entkommenen Gehegewölfe verursacht. Ich hoffe auf eine schnelle Aufklärung der konkreten Tatumstände. Die Polizei wird bei der Aufklärung jede nötige Unterstützung von Seiten der Naturschutzverwaltung erhalten. Die Belohnung soll helfen, die Aufklärung der Tat entscheidend voranzubringen.“ Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Zwiesel (09922/84060) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Inzwischen wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Tier-Freigelände weiter verschärft und zusätzliche Sicherungen an den Gehegen installiert.

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Thüringen: Sechs Wolfshybrid-Welpen sollen „entnommen“ werden

Der Verdacht, die standorttreue Wölfin auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf sei nicht mehr allein, hat sich bestätigt. Fotofallen-Aufnahmen der vergangenen Tage zeigen die bekannte Wölfin mit sechs Jungtieren beim Streifzug durch das Revier. Bei den Nachkommen handelt es sich nach Information der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zweifelsfrei um Hybride – also eine Kreuzung aus Wolf und Haushund. Die vier weiblichen und zwei männlichen Jungtiere werden auf ein Alter von rund 5 Monaten geschätzt.

Das Thüringer Umweltministerium (TMUEN) hat das weitere Vorgehen eng mit der DBBW abgestimmt. Die Empfehlung der Experten ist eindeutig. Aus Artenschutzgründen müssen die Jungtiere aus der Natur entnommen werden. Damit wird die Wildtierpopulation Wolf vor dem Eindringen von Haushund-Genen geschützt. Eine Vermischung der Gene würde den Fortbestand der Wolfspopulation gefährden. Da der Aktionsradius der Tiere schnell wächst und sie bereits im Winter geschlechtsreif werden, d.h. eigene Reviere suchen, empfehlen die Experten eine möglichst schnelle Tötung.

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Tierrechtler stehlen Kaninchen von Neunjähriger

In Neumünster haben militante Tierrechtler die Zwergkaninchen einer Neunjährigen entwendet. Das Mädchen entdeckte den Diebstahl, als sie Neo und Moritz am Montag vor der Schule mit Grünzeug und Wasser versorgen wollte. Tieftraurig und fassungslos sei sie gewesen, als sie anstelle der Kaninchen ein Bekennerschreiben der Animal Liberation Front (ALF) entdeckte, die lt. Wikipedia in den USA als Terrororganisation eingestuft wurde. Sie seien Tierquäler, musste sich die Familie von den Terroristen obendrein vorwerfen lassen, Kaninchen seien Rudeltiere und bräuchten viel Platz, ihre Kaninchen lebten jetzt an einem schöneren Ort. Doch damit nicht genug: Wie shz.de berichtet, verstiegen sich die militanten Tierfreunden noch zu einer Drohung: Wenn die Familie sich neue Tiere anschaffte, würde man diese auch holen kommen. „Wir beobachten euch!“ Die Tiere seien Familienmitglieder gewesen, erklärt der Vater der Drittklässlerin gegenüber shz.de. Man habe sich lange überlegt, welche Tiere für das Kind geeignet seien, der Großvater des Mädchens habe einen zweistöckigen Stall mit einem großen Auslauf für die Kaninchen gezimmert. Die Täter sollten darüber nachdenken, was sie seiner Tochter angetan hätten, meint der Vater, und die Tiere zurückgeben.

Beitragsbild: Kaninchen finden auch etwas ältere Mädchen gut. Foto: SE

Entlaufene Wölfe: Massive Kritik an Nationalpark

Die Verantwortlichen des Nationalparks Bayerischer Wald werden für die Entscheidung, die aus einem Gehege entlaufenen Wölfe zum Abschuss freizugeben, massiv kritisiert. Neben dem üblichen Gegeifer von Tiefreunden in den sozialen Medien erregte vor allem die Entscheidung eines ehrenamtlichen „Waldführers“ Aufsehen, der in einem offenen Brief an die Nationalparkleitung seinem Entsetzen, seiner Enttäuschung und Wut über den Abschuss der Wölfe Ausdruck verliehen hat – und von seinem Ehrenamt zurücktrat. Verständnis für die Abschuss-Entscheidung äußerte hingegen gegenüber dem Bayerischen Rundfunk der Vorsitzende des Vereins Pro Nationalpark, Volker Freimuth: Der Nationalpark handele besonnen, erklärte Freimuth, Gehegewölfe seien an Menschen gewöhnt, ihr Verhalten nicht vorhersehbar. Wenn ein Mensch zu Schaden komme, schade das der Wolfsdiskussion mehr als die Abschüsse. Sachlich berechtigt hingegen erscheint die von der Süddeutschen Zeitung an der Nationalparkverwaltung geübte Kritik – auch wenn der Tonfall des Artikels sich doch allzu sehr an den in sozialen Medien üblichen Sprachgestus annähert: Man dürfe es „Idioten nicht so einfach machen„, tadelt die Zeitung. Dies tue man aber, wenn die Sicherung eines Wolfsgeheges „im Wesentlichen aus einem Baumarktschloss“ bestehe. SE

Beitragsbild: Baumarktschloss. Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Wolf bei Wippra fotografiert

Bei der Auswertung der Fotos von Wildkameras, die Luchse im Harz überwachen sollen, haben die Mitarbeiter des Wolfskompetenzzentrums Sachsen-Anhalt einen Wolf in einem Revier bei Wippra (Landkreis Mansfeld-Südharz) entdeckt.

Damit gibt es einen weiteren gesicherten Nachweis dafür, dass die Wölfe auf ihrer Reviersuche auch in den Harz wandern. Ob sich die Tiere dort auch ansiedeln und Rudel bilden, bleibe abzuwarten, so eine Sprecherin des Landesumweltamtes.

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Neues Berufsbild: Wolfsvergrämer und Steineschmeisser

Als Steineschmeißer kann man es weit bringen in unserem Land: Mit einer gründlichen Grundausbildung in diesem Fach qualifizierte sich Joschka Fischer für das Amt des deutschen Außenministers. Ein interessantes neues – und vor allem legales – Betätigungsfeld für qualifizierte Steineschmeißer bietet jetzt das „Kontaktbüro Wölfe in Sachsen“ an: Die Jungwölfe aus dem Milkeler Rudel, die durch die Aneignung des Forsthelms eines nur wenige Meter entfernten Jägers nicht nur berühmt wurden, sondern auch einen schlagenden Beweis für die Validität der Theorie von der „natürlichen Scheu“ lieferten, diese Jungtiere sollen nun mit den zuletzt beim G20-Gipfel in Hamburg verfeinerten Strategien des Schwarzen Blocks Bekanntschaft machen: Wenn die Kombattanten der Wölfe ansichtig werden, „wird laut geschrien, ihnen hinterhergelaufen oder mit Steinen und anderen Gegenständen geworfen“, erklärte eine Sprecherin der Kampftruppen gegenüber TAG24.de. Ganz im Sinn der typischen Guerillataktik also, den Gegner durch nadelstichartige Aktionen zu zermürben: „Sie sollen Angst bekommen“, lautet das erklärte Ziel. Wenn sich die Wölfe davon nicht beeindrucken lassen, kommen Gummigeschosse zum Einsatz, droht Kommandeur André „Che“ Klingenberger unverhohlen. Den entscheidenden Vorteil jeder Guerillataktik wissen die Kämpfer auf ihrer Seite: Denn wie Mao schon sagte, „der Revolutionär schwimmt im Volk wie ein Fisch im Wasser“ – und die Unterstützung der Landbevölkerung ist den Guerilleros gewiss. SE

Beitragsbild: Wolfsvergrämer-Grundausbildung. Foto: Belizian, Quelle: Wikipedia

Bielefeld: Polizei erschießt wildernden Hund

+++ Morddrohung? Fassade der Geschäftsstelle vom Südtiroler Jagdverband beschmiert +++ Hessen: Unbekannte klauen Treibjagd-Warnschilder +++

Die Polizei hat in Bielefeld am Sonntag einen wildernden Hund erschossen. Wie die Neue Westfälische berichtet, war bei der Polizei zunächst ein Hinweis eingegangen, dass ein Hund in der Umgebung der Universität ein Reh gerissen habe. Als die Polizei am Tatort anlangte, griff der dem Bericht zufolge „hüfthohe“ Hund die Polizisten an. Die Polizei beschoss daraufhin den Hund, das verletzte Tier lief zu seiner Besitzerin. Als die Polizei am Haus der Hundehalterin ankam, war diese gerade dabei, mit dem angeschossenen Hund in die Tierklinik zu fahren. Der Hund soll mittlerweile an den Folgen der Schussverletzung gestorben sein. SE

Beitragsbild: Von Hund gerissenes Reh (Archivbild). Foto: SE

Da waren es nur noch drei: Weiterer Gehege-Wolf geschossen

+++ Bayern: Fotofalle erwischt Wolf im Landkreis Ansbach +++

Wer auch immer die Wölfe aus ihrem Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald befreit hat – einen Gefallen hat er ihnen damit nicht getan: Mittlerweile ist die Hälfte der sechs entkommenen Wölfe tot. Einer wurde vom Zug überfahren, zwei erschossen. Den vorläufig letzten ereilte sein Schicksal am Dienstag Morgen in der Nähe von Frauenau (Landkreis Regen), einem Dorf am Rand des Nationalparks. Den verbliebenen drei Wölfen stellt eine Übermacht von dreißig, mit Sondergenehmigungen ausgestatteten Berufsjägern, Wildhütern und Förstern hinterher. Die ungefähren Aufenthaltsorte der Wölfe seien bekannt, wie ein Sprecher der Nationalparkverwaltung gegenüber der Schwäbischen Zeitung erklärte. Dem Bericht zufolge sind auch noch beköderte Lebendfangfallen in dem Gebiet aufgestellt, so dass noch Hoffnung besteht, dass der eine oder andere Wolf sich lebendig fangen lässt. SE

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Toter Wolf im Ammerland wurde erschossen

Der am vergangenen Samstag (7. Oktober) im Landkreis Ammerland bei Vreschen-Bokel in einem Maisfeld tot aufgefundene Wolf wurde erschossen. Es handelt sich um einen jungen Rüden. Diese Feststellung traf das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin, das das bundesweite Totfund-Monitoring durchführt. Die Untersuchung zur Ermittlung des genetischen Fingerabdrucks und der Rudelzugehörigkeit erfolgt im Senckenberg-Institut in Gelnhausen. Über die Zusammenhänge hat jetzt das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz informiert.

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Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest

Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und Deutscher Jagdverband (DJV) veröffentlichen Empfehlungen zum Umgang mit der Tierseuche. Für Früherkennung und möglichen Seuchenfall sollten Behörden, Jäger und Landwirte eng zusammenarbeiten.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) haben gemeinsam Empfehlungen zum Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erarbeitet, die sich in drei Kernthemen gliedern: Früherkennung, Übersicht der möglichen Maßnahmen im Seuchenfall sowie deren örtliche und zeitliche Anwendung anhand von konkreten Fallbeispielen. Der Fokus des Empfehlungspapiers liegt auf jagdlichen Mitteln für Wildschweine. Die Viruserkrankung wurde zuletzt in Tschechien, etwa 350 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze, nachgewiesen. Ein Impfstoff gegen die ASP ist auf absehbare Zeit nicht verfügbar. Daher können ausschließlich hygienische Maßnahmen und die Reduktion der Wildschweinbestände zur Vorbeugung und Bekämpfung der unheilbaren Tierseuche eingesetzt werden. ASP befällt Haus- und Wildschweine gleichermaßen.

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Bayern: Entlaufene Wölfe wurden befreit

Die sechs aus einem Gehege im Nationalpark Bayerischen Wald entlaufenen Wölfe (JAWINA berichtete) sind befreit worden. Dies teilte die Bayerische Polizei mit. Demnach wurde das Vorhängeschloss am Gehege der Wölfe entfernt. Es lag geöffnet, aber unbeschädigt in der Nähe des Gatters. Bei der Aufnahme der Anzeige wurde durch die Beamten eine Spurensicherung am Gatter und im näheren Umfeld durchgeführt. Die weiteren Ermittlungen wegen eines möglichen Vergehens nach dem Tierschutzgesetz werden durch die Polizeiinspektion Zwiesel in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf geführt. Die Auswertung der gesicherten Spuren dauert an.

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Brandenburg: Rekordstrecke beim Rotwild – Tiefstand beim Muffelwild

In Brandenburg hat die Oberste Jagdbehörde im Brandenburger Agrarministerium die Streckenstatistik für das Jagdjahr 2016 / 2017 veröffentlicht. Das Jagdjahr endet jeweils am 30. März und beginnt demzufolge am 1. April. Im Land wurden im zurückliegenden Jagdjahr insgesamt 168.756 Stück Schalenwild (Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild) erlegt. Das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahr und die dritthöchste bislang in Brandenburg erfasste Schalenwildstrecke. Sie liegt mit 6 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jagdjahre. Beim Rotwild konnte ein neuer Höchstwert erreicht werden, nie zuvor wurden 10.667 Stück Rotwild erlegt. Die Streckensteigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 4 Prozent. Hohe Streckenanteile erreichten die Landkreise Oder-Spree (15 Prozent), Ostprignitz-Ruppin (14 Prozent) sowie die Uckermark (10 Prozent).

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Niedersachsen: CDU fordert strikte Begrenzung der Wolfspopulation

Oesterhelweg: „Wolf gehört nicht ins Cuxland“

Nach Gesprächen mit zahlreichen Weidetierhaltern und Deich-Verantwortlichen aus dem Cuxland wirft der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Frank Oesterhelweg, Umweltminister Wenzel vor, die Sorgen der Menschen im Zusammenhang mit den zunehmenden Wolfsrissen noch immer nicht ernst zu nehmen. „Mittlerweile macht der Wolf auch vor tragenden Rindern nicht mehr Halt. Die empfohlenen Schutzmaßnahmen an den Deichen verhallen wirkungslos, und Nutztierrisse werden auch nach mehreren Monaten nicht entschädigt. Das Versprechen der rot-grünen Landesregierung, den Betroffenen schnell und unbürokratisch helfen zu wollen, ist eine politische Mär. Während Minister Wenzel das Problem klein redet, gehen Frauen und Kinder aus Angst vor Wölfen nicht mehr allein in die Gemarkung – das ist die Realität im Cuxland.“

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Österreich: Tödlicher Jagdunfall

In Ritzing im österreichischen Burgenland ist ein 51 Jahre alter Jäger bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen. Wie die OÖnachrichten berichten, ist der aus Oberösterreich stammende Jagdgast von einem Schuss aus seinem eigenen Gewehr getötet worden. Der Jagdunfall ereignete sich auf einem Hochstand in einem Waldgebiet. Der Jäger war sofort tot. Fremdverschulden kann einem Polizeisprecher zufolge ausgeschlossen werden. Die Polizei ist derzeit noch damit befasst, die genauen Umstände des Unglücks zu ermitteln. red.

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild) Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!