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Nabu ist Grossgrundbesitzer

Feudale Verhältnisse: Die Nabu-Stiftung besitzt nach eigener Aussage mehr als 16.800 Hektar Land, darunter Wälder, Gewässer und Moore. Das berichtet topagrar. 5500 Hektar sind landwirtschaftliche Fläche, auf denen sich 430 Landwirte als Pächter betätigen. Laut topagrar will die Nabu-Stiftung in den kommenden Jahren weitere Flächen erwerben. SE

Beitragsbild: Unendliche Weiten. Foto: SE

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FACE: Die Jagd in Europa ist 16 Milliarden Euro wert

Neben  dem  direkten  wirtschaftlichen Beitrag trägt auch die freiwillige  Arbeit  von  Jägern zum Schutz und Management  unserer  Tierarten  und Lebensräume zur   Entwicklung der ländlichen   Räume Europas durch Schaffung alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten, Stärkung des Sozialgefüges ländlicher Gemeinschaften und Vermittlung von kultureller Identität und Traditionen bei.

Auf der von FACE veranstalteten Konferenz “Wirtschaftliche Bedeutung der Jagd in der EU„, die  am Dienstag im Europäischen Parlament stattfand, bezifferte FACE den Wert der Jagd für die europäische Wirtschaft auf 16 Milliarden Euro. Die sieben Millionen europäischen Jäger geben diesen Betrag  jährlich für  Lizenzen,  Pachten,  Feuerwaffen  und  Munition,  aber  auch  Ausrüstung  und Reisen  aus. Ihr Beitrag  erstreckt sich aber  auch  auf  die  Gesellschaft  und  die  Erhaltung  der  Natur  und drückt  sich  in  den  zahllosen  Aktionen  zur  Bewirtschaftung  von  65  %  der  Landflächen  der  EU  und Aktivitäten  zur  Stärkung  unserer  Lebensräume,  der  Eindämmung  von Schäden   sowie   Maßnahmen   zur   Überwachung   aus,   welche   alle   zur Entwicklung des ländlichen Raumes beitragen.

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NRW: Volksinitiative gegen Landesjagdgesetz erfolgreich

Landtag unter Zugzwang – 120.000 Unterschriften werden am 6. Oktober übergeben

Das umstrittene Landesjagdgesetz gerät unter neuen politischen Druck, jubelt der LJV NRW in einer Pressemitteilung: Der LJV hat seine Volksinitiative mit rund 120.000 Unterschriften erfolgreich abgeschlossen und wird die Listen am Donnerstag (6. Oktober) im Düsseldorfer Landtag übergeben, der sich nun erneut mit dem im Frühjahr 2015 verabschiedeten Gesetz der rot-grünen Koalition befassen muss. Es ist nach Ansicht von NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg teilweise verfassungswidrig, eigentumsschädlich, ideologisch geprägt und richtet sich gegen bewährte jagdliche Praxis und gegen den Einsatz der Jagd für Artenvielfalt und ungeteilten Tierschutz.

Der Landesjagdverband hat fast doppelt so viele Unterschriften wie erforderlich zusammenbekommen. Erfasst wurden von den kommunalen Behörden derzeit schon über 117.000 Unterschriften in über 26.000 Listen. Müller-Schallenberg: „Dies ist ein klares Signal und bestätigt unsere Auffassung, dass das Landesjagdgesetz eine Gefälligkeitsgesetzgebung für bestimmte Gruppen gegen die Jäger als Hauptbetroffene und gegen die Mehrheit von Land und Leuten ist.“ Der zuständige Minister Johannes Remmel (Grüne) hatte das Gesetz anlässlich des 50. Jubiläums des Naturschutzbundes als „Geburtstagsgeschenk“ bezeichnet.

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„Der Wolf wird zu einer industriellen Tierhaltung führen“ – Ein YouTube-Interview  Laurent Garde, Dr. der Ökologie und Anthropologie, Direktor im Forschungsinstitut für praktische Weidewirtschaft in den Seealpen zu Problemen des Herdenschutzes mit dem Wolf.

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Sachsen: Fünf neue Wolfsrudel, drei neue Wolfspaare

Aktuell gibt es in Sachsen 19 bestätigte Wolfsterritorien (Abb.1, Tab.1). Davon liegen 17 Territorien ganz im Freistaat Sachsen und zwei Territorien sind grenzübergreifend: eines zu Brandenburg (SP) und ein weiteres zur Tschechischen Republik (HW). Drei Wolfsterritorien (AH, RZ und Z) haben nur zu einem kleinen Teil ihr Gebiet auf sächsischer Seite und werden daher in den Nachbarländern mitgezählt.

Entwicklung in Sachsen:

Im letzten Monitoringjahr* 2015/2016 wurden in im Freistaat Sachsen 15 Rudel, 3 Paare und ein territoriales Einzeltier nachgewiesen. Somit haben sich im Vergleich zu 2014 in Sachsen fünf neue Rudel (Königshainer Berge, Gohrischheide, Biehain, Cunewalde, Knappenrode) und drei neue Paare (Neustadt, Raschütz, Bernsdorf) etabliert.
Über die Nachweise der neuen Territorien in den Königshainer Bergen, der Gohrischheide, Neustadt und Raschütz (Raum Großenhain) berichtete das Kontaktbüro bereits. Die Auswertung von genetischen Untersuchungen ergab nun auch Klarheit in anderen Bereichen. Dies betrifft das Biehainer Rudel, im Bereich nördlich und südlich des Biehainer Forstes, und das Knappenrode Rudel südlich von Hoyerswerda. Auch aus dem Bereich Cunewalde konnten die genetischen Untersuchungen nun den Nachweis erbringen dass dort im letzten Jahr Welpen geboren wurden. Bereits im Herbst 2015 lieferten Fotofallenaufnahmen erste  Hinweise darauf, endgültig geklärt wurde der Status des Vorkommens aber erst jetzt.

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LJV Baden-Württemberg: Änderungen am Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes reichen nicht

Als einen nur kleinen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet der Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. (LJV) die heute ins Parlament eingebrachte Änderung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes (JWMG). Es besteht noch erheblicher Bedarf zur Anpassung für die Praxis. Nachdem die zunächst geheime Nebenabrede zum Koalitionsvertrag bekannt wurde, in der auf eine umfassende Novelle des Jagdgesetzes verzichtet wird, wurde dem Verband bewusst: Mit einer dringend notwendigen, umfassenden Änderung des Gesetzes ist in dieser Legislaturperiode nicht zu rechnen. „An seiner Forderung nach weitgehenden Reformen zahlreicher nicht praxisgerechter Regelungen im JWMG hält der Landesjagdverband unverändert fest“, so Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann heute in Stuttgart. „Dringende Änderungen sind noch bei Wildschadensersatz, jagdbaren Arten und Jagdzeiten notwendig.“

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Niedersachsen: Schwere Vorwürfe gegen Wolfsbüro

Der Wolfsberater und Jagdautor Gert von Harling erhebt im Zusammenhang mit der Auswilderung eines Wolfswelpen schwere Vorwürfe gegen das Wolfsbüro beim niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Dies berichtet die Landeszeitung für die Lüneburger Heide (LZ). Das weibliche Jungtier war im Juni abgemagert aufgefunden und nach einigen Tagen in einer Wildtier-Auffangstation wieder ausgewildert worden. In einer Pressemitteilung des NLWKN hieß es dazu: „Für Deutschland ist dies der erste Fall, in dem ein junger Wolfswelpe wieder freigelassen wurde, in anderen Ländern wurde dies bereits erfolgreich praktiziert“. Auf Nachfrage durch von Harling nach Beispielen für erfolgreiche Auswilderungen von Wolfswelpen wurde lediglich „ein Fall aus Polen“ benannt. Auch die Anfrage der LZ erbrachte keine genaueren oder darüber hinausgehenden Angaben. Jener Fall aus Polen sei jedoch „20 Jahre her und keineswegs ein Erfolg“ gewesen, erklärte von Harling in der LZ.

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Erntejagd: Sicherheit vor Erfolg

Vielerorts hat die Ernte von Mais begonnen, eine der letzten verbleibenden Feldfrüchte im Herbst. Für Jäger ergibt sich eine Möglichkeit, Wildschweine effektiv in der Feldflur zu bejagen. Zwei aktuelle DJV-Videos geben wertvolle Sicherheitstipps für die Erntejagd und erläutern die Notwendigkeit.

Mais wird vom Schwarzwild von der Milchreife Anfang August bis zur Ernte im Oktober gerne als Nahrung und Lebensraum genutzt, es kommt zu Fraß-, Tritt- und Lagerschäden. Die Ernte bietet in vielen Revieren oftmals die einzige Chance, regulierend in die Population einzugreifen. Wenn die Mais-Häcksler anrücken, sind die Wildschweine gezwungen, das schützende Blattwerk zu verlassen, um neue Einstände zu suchen – und können effektiv bejagt werden. „Die Sicherheit hat bei der Erntejagd für alle Beteiligten oberste Priorität”, sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied im Deutschen Jagdverband (DJV). Deshalb ist im Vorfeld eine fundierte Planung notwendig, die beispielsweise auch das Aufstellen von Warnschildern an Straßen oder die Information von angrenzenden Pferde- und Viehhaltern beinhalten sollte.

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Brandenburg: Streckenstatistik 2015/2016 veröffentlicht

Neuer Rekord bei der Waschbärstrecke

Das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde hat die Streckenstatistik für das Jagdjahr 2015/2016 ausgewertet. Die Streckenstatistik umfasst nicht nur  erlegte Tiere, sondern neben Totfunden auch Unfallwild. Jagdjahre beginnen statistisch jeweils am 1. April und enden am 31. März des Folgejahres. In einer von der herrschenden forstlichen Ideologie geprägten Pressemitteilung zum Jagdbericht 2015/16 schreibt das Brandenburger Umweltminsiterium: „Der seit Jahren hohe Wildbestand bei gleichbleibend hohen Strecken ist seit langem Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen und führt fortgesetzt zu Diskussionen in Fragen der Verkehrssicherheit und der Verhütung von Wildschäden sowohl auf land- als auch forstwirtschaftlich genutzten Flächen. Im Lichte der aktuell vorliegenden Streckenstatistik gilt auch für die Zukunft, keinesfalls in dem Bestreben nachzulassen, die Schalenwildbestände nach den Maßgaben des Landesjagdgesetzes flächendeckend dauerhaft zu regulieren. Dazu bedarf es einer engen Zusammenarbeit zwischen der Jägerschaft und den Grundeigentümern. Anhand der vorliegenden Jagdstrecke für das zurückliegende Jagdjahr 2015/2016 erhalten Behörden, Verbände, Jäger und Grundeigentümer eine wichtige Grundlage für ihre Entscheidungen zur Regulierung des heimischen Wildtierbestands.“

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Toter Wolf im Landkreis Cuxhaven

Landesjägerschaft Niedersachsen setzt 3000 Euro Belohnung aus

Am 25. September 2016 ist im Landkreis Cuxhaven nach Informationen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ein toter Wolf aufgefunden worden. Die genaue Todesursache müsse noch geklärt werden. Die Art der Verletzungen lasse die Vermutung zu, dass der Wolf möglicherweise geschossen wurde. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) zeigt sich in einer ersten Reaktion zutiefst erschüttert: „Klar ist, bewahrheiten sich die ersten Informationen, liegt hier ein schwerer Verstoß gegen das Naturschutzgesetz vor. Losgelöst von den noch vielen offenen Fragen, verurteilen wir eine solche Tat auf das Schärfste und erstatten daher Anzeige gegen unbekannt“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen – seit 1979 anerkannter Naturschutzverband.

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Niedersachsen: Kormoranverordnung verlängert

Die Kormoranverordnung des Landes Niedersachsen wird auf Antrag von CDU und FDP in ähnlicher Form weitergeführt. Kormorane dürfen demnach ab 2017 für weitere drei Jahre auf allen Binnengewässern mit Fischereirecht bejagt werden, so die niedersächsische CDU-Fraktion in einer Pressemitteilung:. „Die Entscheidung war längst überfällig“, kritisiert darin der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens. „SPD und Grüne haben sechs Monate fraktionsinterne Gespräche geführt. Offenbar wollten die Regierungsfraktionen aus Rücksicht auf die Grünen-Wähler einer Verlängerung der Kormoranverordnung nicht vor den Kommunalwahlen zustimmen.“

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Copyright Stephan Elison 2009
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Baden-Württemberg: Schnellere Hilfe bei Wildunfällen

Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis hat in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Aalen eine landesweit einmalige Lösung zur Übermittlung und Nutzung der Jagdpächterdaten im Einsatzleitsystem der Polizei realisiert.

In der polizeilichen Praxisarbeit treten seit Jahren vermehrt Probleme bei der Verständigung von Jagdpächtern bei Wildunfällen auf. Nahezu täglich müssen die Beamtinnen und Beamten der Polizeireviere zu jeder Zeit infolge von Wildunfällen oder ähnlichen Ereignissen Kontakt mit den Jagdpächtern aufnehmen. Die Vorgehensweise ist mit den Jagdpächtern abgesprochen, da es insbesondere in deren Interesse liegt, wenn möglichst zeitnah die Unterrichtung durchgeführt wird, um entsprechendes Wild noch verwerten zu können. Die Polizei hatte früher wegen veralteter Listen oder Jagdbereichskarten erhebliche Probleme die zuständigen Jagdpächter zu erreichen. Die Kontaktaufnahme erforderte einen enormen Arbeitsaufwand und polizeiliche Folgeermittlungen, um schließlich den zuständigen Jäger verständigen zu können. Die aufnehmende Polizeistreife muss bis zum Eintreffen des Jagdpächters an der Unfallstelle verbleiben, um erforderliche Absperr- oder Umleitungsmaßnahmen durchzuführen oder die illegale Mitnahme des Wildtiers zu verhindern. Anderweitige Aufträge, die in dieser Zeit anfallen, müssen bei Verfügbarkeit durch Fremdkräfte anderer Reviere abgearbeitet werden oder sind im Rahmen einer Dringlichkeitsanalyse nach hinten zu stellen.

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Wolf auf Truppenübungsplatz Grafenwöhr fotografiert

Anfang September wurde auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ein Wolf fotografiert. Das Bildmaterial wurde bei der routinemäßigen Kontrolle automatischer Kameras zur Wildtierbeobachtung entdeckt und dem Landesamt für Umwelt (LfU) durch den Bundesforstbetrieb Grafenwöhr zur Auswertung übermittelt. Das teilt das LfU in einer Presseerklärung mit. Das Tier weist demnach „wolfstypische Merkmale hinsichtlich Färbung und Proportionen auf, die es eindeutig von einem Hund unterscheiden.“ Es ist der erste Nachweis eines Wolfs auf dem Truppenübungsplatz. Bereits in den vergangenen Monaten gab es Hinweise aus der Region, die nach den Kriterien des standardisierten Monitorings jedoch als nicht bestätigte Hinweise zu werten waren. Ob es sich um dasselbe Tier handelt, das im April im nordöstlichen Landkreis Nürnberger Land nachgewiesen wurde, kann anhand der Fotoaufnahmen nicht geklärt werden.

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Sibirien: Dreijähriger überlebt 72 Stunden allein in der Taiga

Die Taiga rund um das sibirische Dörfchen Khut, 400 Einwohner, 63 Häuser, im Piy-Khemsky-Distrikt der Tuva-Region, ist bevölkert von Wölfen und Bären, die sich jetzt die Fettreserven für den Winterschlaf anfuttern. Tagsüber ist es noch warm, aber nachts herrscht bereits leichter Frost, der Fluss Mynas fließt reißend und eiskalt. Kein so guter Ort für den ungenehmigten, mehrtägigen Ausflug eines Dreiährigen. Doch Tserin Dopchut überlebte sein erstes großes Abenteuer. Der Junge spielte mit Hundewelpen vor der Hütte, während die unglückliche Urgroßmutter, die ihn beaufsichtigen sollte, das Essen zubereitete. Die meisten Leute aus dem Dorf waren draußen auf den Feldern, um das letzte Heu einzubringen. So berichtet es die Siberian Times, die die Fotos zu der Story hat. Doch auf einmal war das Kind verschwunden – und blieb es auch. Man vermutet, dass er einem Welpen in die Wälder folgte. Bekleidet nur mit Hemd und Schuhen.

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Aujeszkysche Krankheit beim Schwarzwild im Landkreis Celle

Schweinepest-Monitoring bringt serologischen Nachweis

Im Rahmen des Monitorings der Schweinepest bei Wildschweinen wurden im Bereich Hermannsburg Anfang August 2016 erneut bei zwei im Übrigen klinisch unauffälligen Überläufern serologisch Antikörper der Aujeszkysche Krankheit (AK) nachgewiesen. Eine vergleichbare Probe war bereits im Dezember 2014 im Gebiet Oberohe bei einer Überläuferbache positiv getestet worden. In allen Fällen handelte es sich um starke Tiere, die vor und nach dem Abschuss unauffällig waren.

Seit dem Frühherbst 2014 wurden in den Gebieten Faßberg, Unterlüß, Hermannsburg und Eschede aufgrund von Hinweisen auf die Wild- und Rinderseuche (Fachbegriff: Pasteurellose) zahlreiche Blutproben vom Schwarzwild genommen und an ihnen auch AK-Untersuchungen durchgeführt. Trotz umfangreicher Beprobung erfolgten im Zeitraum von fast zwei Jahren nur diese drei Nachweise ohne Anzeichen klinischer Symptome in der dortigen Schwarzwildpopulation. Das Amt für Veterinärangelegenheiten und Verbraucherschutz geht daher von Einzelfällen aus. Das Geschehen wird von den Amtsveterinären intensiv beobachtet. Die Jäger werden nach wie vor aufgefordert, auch weiterhin zahlreiche Blutproben von Schwarzwild aller Altersklassen einzusenden.

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Bundesjagdgesetz passiert den Bundesrat

Baldiges Inkrafttreten der Neuregelung zu Selbstladebüchsen

Der Bundesrat hat der Änderung des Bundesjagdgesetzes zugestimmt. Damit ist der Weg für ein baldiges Inkrafttreten der Neuregelung zur Verwendung von Selbstladebüchsen bei der Jagd frei. Die Änderungen treten nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Die Allianz der im Forum Waffenrecht zusammengeschlossenen Verbände von Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) sowie der Deutsche Schützenbund (DSB) begrüßen die Regelung ausdrücklich, bedauern aber, dass mit der Novellierung die ursprünglich beabsichtigten bundeseinheitlichen Regelungen zur Jagdmunition, Jägerausbildung und Schießübungsnachweis nicht mit aufgenommen wurden. „Mit dem gemeinsamen Vorgehen haben wir dafür gesorgt, dass die Rechtssicherheit für Jäger wieder hergestellt wurde“, sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Für uns Jäger werden viele Drückjagden und Erntejagden, die zur Reduzierung der Wildschweine unerlässlich sind, erleichtert“, so Fischer. Er bedauert jedoch, dass die von der Bundesregierung ursprünglich vorgesehenen Regelungen zur Jagdmunition, zur Jungjägerausbildung und zum Schießübungsnachweis keine Berücksichtigung im Bundesjagdgesetz gefunden hätten. „Nach jahrelangen Diskussionen und aufwendigen Studien hatte das Bundeslandwirtschaftsministerium einen wissensbasierten und praxisorientierten Vorschlag vorgelegt, der dann in letzter Minute von einem einzelnen Ministerpräsidenten gestoppt wurde“, bedauerte Fischer.

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CITES-Weltkonferenz: Kein Artenschutz ohne nachhaltige Jagd

Die 17. CITES-Weltkonferenz beginnt am kommenden Samstag. Die Delegierten beraten über den Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen. Der DJV fordert ein Bekenntnis zur nachhaltigen Auslandsjagd und warnt vor unnötiger EU-Bürokratie.

Ab kommenden Samstag findet in Johannesburg (Südafrika) die 17. Weltkonferenz des Abkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen (CITES) statt. Diese Konvention, auch Washingtoner Artenschutzabkommen genannt, regelt den Handel mit bedrohten Pflanzen- und Tierarten. Auch die internationale Verbringung von Jagdtrophäen wird von CITES kontrolliert. „Grundsätzlich hat sich CITES bewährt. Wenn es das Abkommen nicht gäbe, dann müsste es erfunden werden“ sagte Hartwig Fischer, Präsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV). „Allerdings ist wichtig, dass sich in Johannesburg diejenigen durchsetzen, die im Geiste der Konvention für eine sinnvolle Nutzung der Natur stehen. Internationaler Artenschutz geht nicht ohne nachhaltige Jagd.“

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Waffengesetz: Strafe fürs Frühstücksäpfel-Messerchen

Vielleicht ist es ja ganz gut, wenn sich zur Abwechslung mal Normalos in den Absurditäten des deutschen Waffenrechts verheddern. So wie es jetzt einem Personaldisponenten namens Uwe Scholz aus Girbirgsdorf in Sachsen widerfahren ist. Der Mann hatte, wie die Sächsische Zeitung schreibt, einen Trauerfall in der Familie erlitten und wollte sich beim Amtsgericht Görlitz über die Modalitäten der Nachlassregelung informieren. Der Wachmann im Foyer lässt Scholz vor dem Betreten seinen Arbeitsrucksack auspacken, das neben weiteren verdächtigen Gegenständen wie Brotbox, Thermosflasche und Taschentüchern ein Klappmesser mit einer 7,8 Zentimeter langen Klinge enthält. Das Verhängnis nahm seinen Lauf. Scholz‘ Erklärung, er benutze das Messer zum Schneiden seiner Frühstücksäpfel, konnte ihn nicht vor Strafe bewahren.

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Brandenburg: Schadensersatz-Zahlungen für Nutztierrisse von Wölfen verdreifacht

Bundesregierung lehnt Bitte der Landesregierung ab, Bejagung des Wolfs zuzulassen

Innerhalb eines Jahres hat sich der Betrag, den das Land Brandenburg für Entschädigungszahlungen für Nutztierrisse durch Wölfe aufwenden muss, nahezu verdreifacht. Wurden 2015 noch 11.536 Euro ausgezahlt, so waren es nur bis zum 16.08.2016 bereits 31.262 Euro. 2013 waren es 6078 Euro. Die Zahl der Nutztierrisse ist ebenfalls angestiegen: Von 30 in 2015 auf 46 bis zum 16.08. 2016. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Freien Wähler hervor.

Interessant ist die Antwort der Landesregierung auf Frage 8 der Kleinen Anfrage. Demnach hat sich die Brandenburgische Landesregierung bereits 2014 an die Bundesregierung gewandt, um eine Bejagung des Wolfs bzw. die Festlegung von Bestandsgrenzen zu ermöglichen:

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Fuchs krankgeschossen und liegen gelassen: Jäger und Pächter verurteilt

Ein 54 Jahre alter Jäger, der in der Nacht auf Weihnachten 2015 einen Fuchs krankgeschossen und nicht nachgesucht hatte, sowie der zuständige Jagdpächter, der es unterließ, eine Nachsuche zu organisieren, sind vom Amtsgericht Göppingen zu Geldstrafen verurteilt worden. Das berichten die Göppinger Kreisnachrichten. Der Schütze behauptete zunächst, „intensiv nach dem Fuchs gesucht“, jedoch nichts gefunden zu haben, weshalb er nach Hause ging. Das nahm dem Schützen nicht einmal der Jagdpächter ab: Er habe gar nicht gesucht, sondern sei „zu faul zum Aufräumen“ gewesen, so zitieren die Göppinger Kreisnachrichten den Pächter. Früh am darauf folgenden Tag fand eine Zeugin das schwer verletzte Tier. Sie verständigte den Jagdpächter, der bereits um 7.30 Uhr den Jäger informierte. Der Pächter vertrat die Ansicht, das derjenige „das zu Ende bringen müsse“, der geschossen habe.

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Neues vom räudigen Fuchs

Alexander Schwab: Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0 – über die Tierrechtsbewegung und die Jagd

Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0 (WWW 2.0) – Untertitel: Meditationen über den räudigen Fuchs – von Alexander Schwab ist die Fortsetzung des 2011 erschienenen WWW 1.0, das die Auseinandersetzung mit den Ideen der Tierrechtsbewegung aus dem Blickwinkel der Jagd unter folgender Ausgangslage begonnen hatte:

  1. Die Jagd ist in den deutschsprachigen Ländern juristisch gesicherter denn je und dennoch war sie nie so gefährdet wie heute.
  2. Nicht die Jäger allein entscheiden über die Zukunft der Jagd, sondern der gesellschaftliche Konsens über die Rolle des Menschen in der Natur und sein Verhältnis zu den Tieren.
  3. Jagdkritische und jagdfeindliche Kräfte haben in den letzten 50 Jahren in den entscheidenden Bereichen Natur, Umwelt und Ethik die Deutungshoheit erlangt.
  4. Es ist ein schwerwiegender Irrtum, zu glauben, dass von radikalen Gruppen oder Einzelpersonen keine Gefahr ausgeht.
  5. Jäger, Angler und andere Natur- und Tiernutzer sitzen im gleichen Boot. (aus: WWW 2.0, S. 11)

Von dieser grundsätzlichen Einschätzung der Sachlage aus, der viele Jäger zustimmen dürften, unternimmt es Alexander Schwab, sich mit den philosophischen Konzepten der Tierrechtsbewegung auseinanderzusetzen. Den Auftakt liefert ein Gedankenspiel zum Abschuss eines räudigen Fuchses: Ist dieser Tötungsakt statthaft? Hat der Jäger das Recht, sich über das Lebensrecht des Fuchses hinwegzusetzen? Ist er gar dazu verpflichtet, um weiteres Leid durch Ausbreitung der Räude zu verhindern? Oder hat er der Natur unbefugt ins Handwerk gepfuscht? Wie sieht es mit dem Abschuss eines gesunden Fuchses aus? Was zählt die jahrelange Freude des Jägers an der Fuchsdecke gegenüber dem Auslöschen – so schnell und schmerzlos es auch erfolgt sein mag – einer tierischen Existenz?

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Hundeschießer legt Ämter nieder

Der Jäger, der seinen Jagdhund erschossen haben soll, weil er nicht gehorchte, wilderte und Stücke riss, ist von seinen Ämtern in der Kreisjägerschaft Pinneberg zurückgetreten. Das berichtet das Pinneberger Tageblatt. In seltener Einmütigkeit hatten Jäger und Tierschützer das Verhalten des Mannes verurteilt. Ob der Jäger sich wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht verantworten muss, steht dem Bericht zufolge noch nicht fest. SE

Beitragsbild: Jagdhund. Foto: SE

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Mecklenburg-Vorpommern: Kreis Vorpommern-Greifswald senkt Trichinengebühr

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat eine neue Gebührenordnung für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung von Wildschweinen eingeführt. Die neuen Tarife sehen eine Staffelung der Gebühr in Abhängigkeit vom Gewicht – und damit vom Alter des Stücks – vor. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, verstärkt jüngere Sauen zu bejagen. In einer Pressemitteilung des Kreises VG heißt es dazu: „Ab dem 1. Oktober 2016 müssen sich Jäger im Landkreis Vorpommern-Greifswald auf neue Gebühren bei der Trichinellenuntersuchung im Veterinäramt einstellen. Für Wildschweine bis 15 Kilogramm (ausgeweidetes Tierkörpergewicht) werden dann 2 Euro pro Stück erhoben. Für Wildschweine über 15 Kilogramm muss dann 1 Euro mehr als bisher gezahlt werden; damit werden ab Oktober 7 Euro fällig.

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Norwegen will zwei Drittel seiner Wolfspopulation abschießen lassen

47 der 68 in Norwegen wild lebenden Wölfe sollen einem Plan der Regierung zufolge abgeschossen werden. Dies berichtet die englische Zeitung The Guardian. Naturschutzgruppen protestieren vehement gegen den geplanten Abschuss. Die Regierung begründet die Maßnahme mit den ausufernden Schäden, die Schafhalter durch Wolfsangriffe erlitten. Es wäre die größte Abschussquote für Wölfe in Norwegen seit 1911. Im letzten Jahr haben sich mehr als 11.000 Jäger um Lizenzen für die 16 zum Abschuss freigegebenen Wölfe in Norwegen bemüht. Eine Quote von mehr als 700 zu 1, wie der Guardian schreibt. 24 der zur Erlegung vorgesehenen Wölfe leben in Wolfsgebieten, also Wildnisarealen, die als Lebensräume für Wölfe vorgesehen sind. 13 Wölfe leben in Gegenden, die an die Wolfsgebiete angrenzen, zehn weitere in anderen Regionen Norwegens. SE

Beitragsbild: Der zitierte und verlinkte Artikel im Guardian. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

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Geköpfter Wolf: Kein Hinweis auf Schussverletzung

Die Untersuchung des am Mittwoch in einem Maisfeld geköpft aufgefundenen Wolfs (JAWINA berichtete) hat keine Anzeichen auch eine Schussverletzung ergeben.  Dem Landesamt für Umwelt zufolge soll es Hinweise darauf geben, dass der Wolf bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet wurde. Die Untersuchung des Wolfskadavers ist noch nicht abgeschlossen. Ein vollständiger Untersuchungsbericht soll Ende des Monats veröffentlicht werden. SE

Beitragsbild: Mais. Foto: SE

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Brandenburg: Weiterer Wolf überfahren

Tierschutzorganisationen setzen Belohnung im Fall des geköpften Wolfs aus

Gestern ist in den frühen Morgenstunden auf der B87 bei Herzberg (Landkreis Elbe-Elster) ein Wolf von einem Auto überfahren und getötet worden. Erst vor wenigen Wochen war ein Wolf auf der A24 in Mecklenburg-Vorpommern von einem Lastwagen überrollt worden.

Einer Meldung der HNA zufolge hat die Naturschutzorganisation WWF eine Belohnung von 10.000 Euro für die Ergreifung des Täters im Fall des geköpften Wolfs ausgesetzt. Die radikale Tierschützer von Peta packten noch 1000 Euro obendrauf. SE

Beitragsbild: Schlagzeile des verlinkten HNA-Artikels (Bildschirmfoto).

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Weltnaturschutzunion IUCN gegen „Canned shooting“

DJV begrüßt Resolution der Weltnaturschutzunion (IUCN) gegen die kommerzielle Aufzucht von Löwen in Gehegen für den Abschuss. Gleichzeitig bedauert der DJV, dass die IUCN sich immer mehr von der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen als eine Form des Naturschutzes entfernt.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt die Resolution der IUCN gegen den Abschuss von Zuchtlöwen im Kleingatter. Der am 12. September 2016 in Hawaii zu Ende gegangene Weltkongress der „Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“ (IUCN) hatte sie verabschiedet. „Wenn gezüchtete und in Gefangenschaft aufgewachsene Tiere in einem Gatter tot geschossen werden, dann hat das mit Jagd überhaupt nichts zu tun“, sagte DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald in Berlin. „Deswegen war es auch richtig, dass die IUCN in ihrer Resolution den ursprünglichen Begriff ‚canned hunting‘ durch ‚canned shooting‘ ersetzt hat, also nur noch von Abschießen und nicht mehr von Jagen spricht.“ Der DJV bedauert allerdings, dass im IUCN eine emotionale Agenda an Boden gewinnt, die einen einseitigen Naturschutz ohne Berücksichtung der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen anstrebt. Dies steht im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Weltnaturschutzunion.

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Halbautomaten-Neuregelung könnte sich erheblich verzögern

Schießleistungsnachweis, Bleiverbot und einheitliche Jägerprüfungsordnung gefordert

In der 840. Sit­zung des Aus­schus­ses für Agrar­po­li­tik und Ver­brau­cher­schutz wurde unter anderem über die sogenannte kleine Novelle des Bundesjagdgesetzes (BJAgdG) beraten, die vor allem die „heißersehnte Klarstellung zur Halbautomatenregelung“ bringen sollte. Doch es droht eine wochen-, möglicherweise monatelange Verzögerung der Neuregelung, die durch eine fragwürdige Neuinterpretation der bestehenden Gesetze durch das Bundesverwaltungsgericht erforderlich geworden war. Zu dem Gesetzesentwurf brachten jedoch zwei Bundesländer Entschließungsanträge ein. Deshalb geht es in der nächsten Sitzung des Bundesrates am 23.9. nun nicht mehr, wie ursprünglich vorgesehen, um die Genehmigung der schon so gut wie eingetüteten kleinen Novelle. Stattdessen hat der Ausschuss gegen die Stimmen Bayerns und Sachsens beschlossen, die Einberufung des Vermittlungsausschusses zu empfehlen, um daselbst die um die diversen Änderungswünsche der Bundesländer aufgeblähte Gesetzesvorlage zu diskutieren. Es droht also “ eine womöglich wochen- und monatelange Laberrunde zur Nachbesserung des Gesetzentwurfs“, wie ein JAWINA-Leser in einer Mail an die Redaktion schreibt schreibt.

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Jagdliches Schießen: Claus Schäfer zum zweiten Mal Bundesmeister

Claus Schäfer aus Rheinland-Pfalz ist zum zweiten Mal Bundesmeister im jagdlichen Schießen. In der Mannschaftswertung der Länder überraschten Hamburg und das Saarland mit sehr guten Ergebnissen. Bei den Damen wurde eine Rekordteilnahme erreicht.

Claus Schäfer aus Rheinland-Pfalz hat sich mit 343 von 350 möglichen Punkten und somit einem fast perfekten Schießergebnis in der Kombination Büchse und Flinte den Titel Bundesmeister aller Klassen gesichert. Obwohl er punktgleich mit Antonius Wulfers aus Niedersachsen abschloss, lag er durch eine bessere Flintenleistung (30/30) vor Wulfers (29/30). Dritter wurde Junior Florian Elsenheimer mit 341 Punkten aus Nordrhein-Westfalen, der sich mit dieser Leistung auch den Sieg in der Juniorenklasse sicherte. Eine Überraschung war der erste Platz der Hamburger Mannschaft im Gesamtklassement. Diese hatte im vergangenen Jahr nur Platz neun belegt. Der zweite Platz ging an das Saarland, das 2015 noch auf dem elften Rang abschloss. Dritte wurden die Niedersachsen.

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Österreich: Greifvögel vergiftet – Jäger verurteilt

24 geschützte Greifvögel sind vor zwei Jahren in der Kühltruhe zweier Jäger – Vater und Sohn – aus Deutschkreuz (Bezirk Oberpullendorf, Burgenland) entdeckt worden. Darüber hinaus hatte die Polizei Greifvogelpräparate sowie zwei verbotene und fünf nicht registrierte Waffen sichergestellt, wie der ORF berichtet. Die Vögel waren mit dem in der EU seit 2007 verbotenen Insektizid Carbofuran vergiftet worden. Die Staatsanwaltschaft warf den Jägern vor, mit der Tötung der Greifvögel Beutekonkurrenten ausschalten zu wollen. Die Jäger wiesen die Vorwürfe zurück. Das Bezirksgericht Oberpullendorf verurteilte die Jäger zu einer bedingten Freiheitsstrafe von drei Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. SE

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Forstliche Fotosammlung

Stärkste Buchenmast in Thüringens Wäldern seit zehn Jahren

In Thüringens Misch- und Buchenwäldern bietet sich den Besuchern derzeit ein seltenes Bild: Die Buchen, häufigste Laubbaumart im Freistaat, tragen so reichlich Bucheckern, dass diese aus der Ferne -trotz grüner Blätter- braun erscheinen und die Äste schwer beladen hängen lassen. Die Ursache dieses Phänomens: Seit Jahren haben die Buchen im Freistaat nicht mehr so stark geblüht und in Folge so zahlreiche Früchte getragen wie diesen Spätsommer. „Der überdurchschnittlich warme Sommer 2015 beschert uns womöglich eine Rekordernte bei der Buche in diesem Jahr“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Denn schon im Vorjahr entscheidet sich bei der Buche, ob im nächsten Jahr aus einer Knospe ein Zweig oder eine Blüte und damit eine Buchecker werden. So liefert eine vollbehangene Buche in diesem Jahr bis zu 50 kg reife Bucheckern. Rechnet man den Fruchtbecher, die stachelige Hülle, mit ein, so muss der Baum bis zu 300 kg zusätzliche Last schultern. Bis Oktober reifen nun die Samen und fallen dann auf den Waldboden, wo entweder aus den Sämlingen eine neue Buchengeneration entsteht, oder zumindest den Waldtieren wie Maus, Eichhörnchen, Wildschwein oder Hirsch eine gleichermaßen eiweißreiche wie delikate Nahrung geboten wird.

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Baden-Württemberg: Jagdzeit für Schwarzwild ab März

Rasanter Anstieg bei Verwendung von Schalldämpfern im Ländle

Die baden-württembergische Landesregierung will zwecks Vermeidung von Wildschäden und zur Eindämmung der wachsenden Wildschweinpopulation die Bejagung von Schwarzwild schon ab März ermöglichen. Das Landesjagdgesetz solle entsprechend geändert werden. Das geht aus der Antwort des Ministers für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU) auf eine schriftliche Anfrage von SPD-Abgeordneten hervor. Darin heißt es, eine „Gesetzesänderung zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten unbürokratischen Möglichkeit, im März das Schwarzwild auch bei günstigen Schneelagen im Wald zu bejagen, ist in Vorbereitung.“ Durch die Änderung dieser jagdrechtlichen Bestimmung solle die Schwarzwildbejagung in Bereichen ermöglicht werden, „die durch geeignete Schneelagen bedingt günstige Bejagungsmöglichkeit aufweisen.“

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Erneut geköpfter Wolf in Brandenburg gefunden

Spaziergänger haben in der Nähe von Pinnow, einem Ortsteil der Gemeinde Schenkendöbern im Süden Brandenburgs (Landkreis Spree-Neiße) einen geköpften Wolf in einem Maisfeld gefunden. Der Kadaver war bereits stark verwest. Ob Trophäensammler am Werk und/oder ob der Wolf illegal getötet wurde, steht noch nicht fest. Der Wolf ist zur Untersuchung an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin verbracht worden. 2014 ist ein Wolf in einem Brandenburger Naturschutzgebiet illegal geschossen worden, das abgetrennte Haupt wurde unter einem Naturschutzschild abgelegt. SE

Beitragsbild: Fundort Maisfeld (Symbolbild). Foto: SE

Die Redaktion dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Waffenschraenke

Wegen aggressiver Äußerungen im Internet: WBK weg

Ein Sportschütze und Waffenhändler aus Bad Kissingen (Bayern) ist durch aggressive Leserkommentare in Internetmedien sowie entsprechende Postings in sozialen Medien aufgefallen. Er habe Nachrichten mit aggressiver Grundhaltung kommentiert und in mehreren Fällen den Aufruf „Bewaffnet euch!“ hinzugefügt, wie die Mainpost berichtet. In der Folge hat das zuständige Landratsamt die waffenrechtlichen Erlaubnisse – WBKs, Waffenhandelslizenz und sprengstoffrechtliche Erlaubnis – des Waffenhändlers eingezogen und damit quasi ein Berufsverbot verhängt. Gegen den Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnisse hatte der Mann geklagt. Das Verwaltungsgericht Würzburg bestätigte jedoch die Anordnung des Landratsamts. Der Waffenhändler hat angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

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Rabauken-Journalist freigesprochen

Der Journalist, der in seinem Käseblättchen einen Jäger als „Rabauken-Jäger“ bezeichnet hatte, weil dieser ein totes, im Zustand fortgeschrittener Verwesung befindliches Reh an einem Seil hinter seinem Auto hergezogen hatte, ist vom Oberlandesgericht Rostock vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen worden. Dass Rabauken-Redakteur Thomas Krause mit seiner Wortwahl der ebenfalls schon ziemlich fortgeschrittenen Verprollung des deutschen Journalismus Vorschub geleistet hatte, war nicht Gegenstand des Verfahrens. Krause war von einer Vorinstanz wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt worden. Das OLG befand der FAZ zufolge, dass „Rabauke“ eine „eher harmlose Herabsetzung“ bedeute. „Es bezeichne in der Regel einen ungestümen jungen Mann.“ Der Argumentation des OLG folgend stellt demnach auch das Wort „Arschloch“ keine ernsthafte Herabsetzung dar: Es bezeichnet eine Körperöffnung.

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