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Schweiz: Wolf M68 wurde erlegt

Der von den Behörden im Schweizer Kanton Uri zum Abschuss freigegebene Wolf M68 ist in der Nacht auf Donnerstag erlegt worden. Der Abschuss wurde von Wildhütern in Zusammenarbeit mit Jägern durchgeführt, die vom Kanton zum Wolfsabschuss bestimmt worden waren. Der DNA-Analysen zufolge aus Italien stammende Wolfsrüde M68 war im April erstmals von einer Fotofalle aufgenommen worden. Zuvor war er in der Schweiz nie nachgewiesen worden. In den zwei Monaten, nachdem er das erste Mal in Erscheinung getreten war, Riss er über 50 Schafe. In Gebieten, in denen der Wolf zum ersten Mal auftritt, gilt in der Schweiz eine sogenannte „Schadensschwelle“ von 25 Schafen bzw. anderen Nutztieren. Ist diese Schadensschwelle erreicht, so kann der Wolf zum Abschuss freigegeben werden. Die Sicherheitsdirektion des Kantons Uri hat diese Abschussverfügung am 14. Juli erlassen.

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Gemeinsam stark – Jäger unterstützen Jäger

Unter diesem Motto greift die Arbeitsgemeinschaft Junge Jäger Revierinhabern unter die Arme. Ziel ist es, die Gemeinschaft der Jäger innerhalb des Landesjagdverbandes Brandenburg (LJVB) zu stärken.

Die Idee: Junge Jäger des Verbandes unterstützen bei Bedarf Jagdpächter bei anstehenden Revierarbeiten. Dies können zum Beispiel biotopverbessernde Maßnahmen oder Reparaturen an Ansitzeinrichtungen sein. Im Gegenzug sorgen die Jagdpächter für die Verpflegung und stellen ihr Revier für ein gemeinschaftliches Jagderlebnis zur Verfügung. Während die Vorteile dieses Projekts für die Jagdpächter auf der Hand liegen, ist das Interesse der jungen Jäger und Jägerinnen mittel- und langfristiger Natur. Sie lernen verschiedene Reviere kennen, sammeln jagdliche Erfahrungen und erweitern ihr Netzwerk. Der Probelauf fand nun in einem Jagdrevier in Rheinsberg statt.

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Landkreis Dahme-Spreewald übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchung

Ab 1. August ist im Landkreis Dahme-Spreewald die Trichinenprobenuntersuchung für erlegte Wildschweine aller Altersklassen kostenfrei. Der LJVB begrüßt diese Maßnahme zur Prävention von Seuchen, insbesondere der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Mit der generellen Befreiung geht der Landkreis weit über die Forderung des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) hinaus, der eine Gebührenbefreiung lediglich für Frischlinge angemahnt hatte. Bedingung für den Kostenerlass ist die gleichzeitige Abgabe einer Blutprobe für die Untersuchung auf Schweinepest. Leider ist diese Aktion aber bis zum 31. Oktober befristet.

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Nackte, Kanone 2 1/2: Jäger soll ins Freibad geschossen haben

Der Jäger, der Badegästen in einem Freibad in Engen (Kreis Konstanz) ein unvergessliches Ferienerlebnis bescherte, indem er mit Waffe und in Tarnkleidung das Freibadgelände stürmte, um dort einen Fuchs zu Ende zu schießen (JAWINA berichtete), soll von außerhalb ins Freibadgelände geschossen haben. Das berichtet der Südkurier. Das Blatt zitiert einen Polizeisprecher mit den Worten, das Projektil sei „höchstens einen Meter neben dem Zaun eingeschlagen.“ Der Bademeister schilderte den Vorgang so, dass der Jäger direkt am Zaun stand und „durch diesen hindurch“ auf den Fuchs geschossen habe – und dann auch noch vorbei. Nur 30 bis 40 Meter entfernt hätten sich Badegäste aufgehalten. Nach dem Fehlschuss habe der Jäger dann das Freibadgelände betreten, um seine Jagd fortzusetzen. Der Bademeister habe den Jäger zunächst aufgefordert, das Schwimmbad zu verlassen, dann habe er den Weidmann in einem Kiosk bis zum Eintreffen der Polizei „festgehalten“, so der Bademeister im Südkurier.

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Aufgepäppelte Heuler bald fit für Leben in Freiheit

Ein Selfie mit Seehund? Keine gute Idee, warnen Experten. Die Heuler brauchen vor allem Ruhe. Doch immer wieder stören Menschen die Jungtiere. Ein DJV-Video gibt Einblicke in die Tierschutzarbeit von Jägern an den Küsten und in die Seehundstationen.

Der Seehund-Nachwuchs hatte es dieses Frühjahr an niedersächsischer und schleswig-holsteinischer Küste nicht einfach: Schlechtes Wetter mit Gewittern und Störungen durch Menschen haben viele Jungtiere von den Müttern getrennt. 130 Heuler hat die Seehundstation Norden-Norddeich (Niedersachsen) in dieser Saison bisher aufgenommen und aufgepäppelt, in Friedrichskoog (Schleswig-Holstein) sind es sogar über 200. Die meisten von ihnen sind inzwischen bereit für ein Leben in Freiheit, sodass sie im August im Wattenmeer ausgewildert werden können. Mehr als 4.000 Heuler haben die beiden Stationen in über drei Jahrzehnten aufgezogen und wieder ausgewildert.

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Jagdunfall in der Slowakei: Jäger erschießt anderen Jäger – ohne es zu bemerken

Als der Leichnam eines als vermisst gemeldeten Jägers in der Nähe der slowakischen Stadt Prešov gefunden wurde, lag neben dem Toten seine Jagdwaffe. Der 37-jährige war an einer Schussverletzung gestorben. Während die Umstände auf eine Selbsttötung oder einen Unfall mit der eigenen Waffe hindeuteten, ergab die Obduktion etwas anderes: Der Mann war durch ein Geschoss aus einer anderen Jagdwaffe getötet worden. Der Unglücksschütze soll Medienberichten zufolge gar nicht bemerkt haben, dass er versehentlich einen Mitjäger erschossen hat. Erst durch die nach dem Leichenfund ausgeschriebene Fahndung kam die Polizei auf die Spur des Täters. Diesem droht nun eine mehrjährige Gefängnisstrafe. SE

Beitragsbild: Jagahuat (Symbolbild). Foto: SE

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Nackte Kanone: Mit Jagdwaffe ins Freibad

Ein bemerkenswertes Maß an Sensibilität legte ein Weidmann im Kreis Konstanz (Baden-Württemberg) an den Tag, der in Zeiten grassierender Terrorangst mit seiner „Langwaffe“ und in „militärähnliche Tarnkleidung“ gewandet in ein Freibad marschierte, um dort eine auf dem Nachbargrundstück begonnene Fuchsjagd zu Ende zu führen.

Im Polizeibericht zu dem Vorfall heißt es: Vom Schwimmmeister des Freibads wurde am Sonntagnachmittag, gegen 15.30 Uhr die Polizei informiert, dass sich ein Mann mit einer Langwaffe im Freibadgelände aufhalte und zuvor eine Schussabgabe wahrgenommen worden sei. Im Rahmen der sofortigen Abklärungen durch entsandte Beamte des Kriminaldauerdienstes stellte sich heraus, dass es sich bei dem angetroffenen Mann um einen Jagdpächter handelte. Er war zuvor über die Polizei von einem Nachbar angefordert worden, da auf seinem an das Schwimmbad angrenzenden Grundstück ein verletzter oder kranker Fuchs festgestellt wurde.

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Haeckslersau

Kommentar: Alle Jahre wieder…

Hunderttausende Wildtiere werden vorsichtigen Schätzungen zufolge Jahr für Jahr in Deutschland bei Erntearbeiten getötet, verstümmelt, plattgewalzt, zu blutigem Brei zerhäckselt. Jahr für Jahr produziert der Deutsche Jagdverband (DJV) Broschüren, Flyer, Pressemitteilungen und Videos, in denen für die wildtierfreundliche Mahd – von innen nach außen – geworben wird. Doch dass die Tod und Tierquälerei zwar nicht ausschließende, aber wenigstens auf ein unvermeidliches Maß reduzierende Erntemethode tatsächlich angewendet wird, habe ich noch nie gesehen. Und das, obwohl es, was den Zeit- und Energieaufwand angeht, ziemlich gleichgültig ist, ob nun von innen nach außen oder umgekehrt geerntet wird. Gefordert ist lediglich ein Umdenken, eine Umgewöhnung – aber selbst das ist offenbar schon zu viel verlangt.

Viele Jagdpächter berichten über die frustrierende Verweigerung jeglicher Kooperation von Seiten der Landwirte. Da wird jedes Jahr vor der Erntesaison aufs Neue darum gebeten, doch bitteschön vor der Mahd Bescheid zu sagen, damit die Felder abgesucht, Rehkitze geborgen und das sinnlose und qualvolle Sterben minimiert werden können – um dann bei der Fahrt durchs Revier feststellen zu müssen, dass die Wiesen – über denen Krähen und Bussarde kreisen, um sich an den Kadavern zu mästen –  wieder einmal ohne Ankündigung gemäht wurden. Ein Anruf, eine SMS oder Whatsapp, die dem Landwirt im Wildschadensfall wenig Schwierigkeiten bereiten – leider zu viel verlangt, wenn es um den Schutz von Wildtieren geht.

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Reh absichtlich überfahren: Strafbefehl gegen Motorradfahrer

Der Fall hatte für Abscheu und Entsetzen gesorgt: Ende Februar hatten Motorradfahrer eine trächtige Ricke mehrfach absichtlich überfahren und das schwer verletzte Tier seinem Schicksal überlassen (JAWINA berichtete). Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg einen Strafbefehl wegen Tierquälerei gegen einen 29 Jahre alten Motorradfahrer beantragt, wie die Schweriner Volkszeitung berichtet. Informationen der Zeitung zufolge soll der Mann eine vierstellige Summe bezahlen. Ob dieser den Strafbefehl akzeptiert oder ob es doch noch zu einer Verhandlung kommt, ist offen. SE

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Halbautomat

Bayern: Sonderregelung für Halbautomaten tritt am 30. Juli in Kraft

Die angekündigte bayerische Sonderregelung zum Einsatz von halbautomatischen Langwaffen auf der Jagd (JAWINA berichtete) tritt zum 30. Juli in Kraft. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) auf seiner Internetseite „Wildtierportal Bayern“ mit. Dort heißt es: „Die Übergangsvorschrift in § 33a der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz (AVBayJG) gilt ab 30. Juli 2016 und lautet: „§ 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c BJagdG findet auf halbautomatische Waffen keine Anwendung, die mit insgesamt nicht mehr als drei Patronen geladen sind und für die bereits am 29. Juli 2016 eine Waffenerlaubnis erteilt war.“

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DJV empfiehlt: Grill‘ doch mal Wild

Videos zeigen einfache und leckere Zubereitung von Wildfleisch

Der Höhepunkt der Grillsaison steht bevor: Der Deutsche Jagdverband (DJV) startet heute eine vierteilige Videoserie zur Zubereitung von Wildfleisch im Freien. Die passenden Rezepte zum Nachlesen und Ausdrucken gibt es jeweils auf wild-auf-wild.de.

Die Zubereitung von Wild ist schwierig? Keineswegs: Hotel-Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann zeigen im ersten Video wie aus einem Rehrücken saftige Medaillons für den Grill werden. Diese benötigen nur wenige Minuten in der Vor- und Zubereitung. Angeschnitten und leicht rosa serviert sind sie nicht nur ein Hingucker auf dem Teller, sondern ein kulinarischer Hochgenuss. Wildprodukte sind eine leckere und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Grillwaren, die es beim Jäger, Feinkosthändler oder beim Fleischer des Vertrauens zu kaufen gibt. Über die Postleitzahl-Suche auf der Internetseite wild-auf-wild.de finden Interessierte regionale Wildbretanbieter.

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Endstation Urlaub

Schattenseite des Sommers: Mit der Ferienzeit werden jedes Jahr tausende Haustiere ausgesetzt. Leidtragende sind nicht nur Hund, Katze und Co., sondern auch heimische Wildtiere. Tierliebe ist nicht teilbar, meint der Deutsche Jagdverband und fordert zu verantwortungsbewusstem Handeln auf.

Zum Wochenende beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres. Aber nicht für alle. Besonders in den Sommermonaten landen Haustiere vermehrt im Tierheim oder auf der Straße. Bundesweit werden nach Angaben von Tierschützern jedes Jahr fast 70.000 Hunde, Katzen und vermehrt auch Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen und Ratten ausgesetzt. Allein das Tierheim Berlin hat im vergangenen Jahr über 1.500 Hunde aufgenommen, die gefunden oder sichergestellt wurden. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa zweieinhalb Millionen verwilderte streunende Hunde und Katzen.

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Jagdverpachtung durch Jagdgenossenschaften wird umsatzsteuerpflichtig

Zum 1. Januar 2017 ist die Umsatzbesteuerung juristischer Personen des öffentlichen Rechts im Zuge einer Anpassung an europäisches Recht neu geregelt worden (§ 2b Umsatzsteuergesetz (UStG). Demnach besteht ab dem 01.01.2017 auch bei der Jagdverpachtung durch eine Jagdgenossenschaft Umsatzsteuerpflicht, wie die Bundesarbeitgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) erklärt. „Allerdings,“ so die BAGJE, „kann die Jagdgenossenschaft gegenüber dem Finanzamt einmalig eine Optionserklärung zur Anwendung der bisherigen Umsatzsteuerregelungen abgeben.“ Die BAGJE empfiehlt ihren Mitgliedern, Jagdpachtverträge mit Wirkung zum 01.01.2017 dahingehend anzupassen, „dass zusätzlich zu der vereinbarten Pachtzahlung vom Pächter noch die gesetzliche Umsatzsteuer in Höhe von derzeit 19 Prozent geschuldet wird und dass die Umsatzsteuer offen ausgewiesen wird“, falls die Jagdgenossenschaften entscheiden, von diesem gesetzlichen Optionsrecht bis spätestens zum 31.12.2016 keinen Gebrauch zu machen.

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Überraschung beim Abendansitz

Vorgestern Abend: Ich laufe zwischen Kanal und Pferdeweide zur Paddlerkanzel. Dann höre ich es links im dicht bewachsenen Uferstreifen sehr vernehmlich knacken und brechen. Sollten die Sauen, die uns seit Wochen zum Narren halten, mir tatsächlich den Gefallen tun, bei bestem Büchsenlicht eine Strandparty zu feiern? Also in den Pirschmodus umgeswitcht – ihr wisst schon: leicht vornüber gebeugt, Kanone in der Hand, vorsichtig und so leise wie möglich einen Fuß vor den andern setzend, Ruhepuls und Adrenalinausstoß leicht erhöht – und langsam an den Ort des Geschehens herangeschlichen. Deutlich sind braune Borsten durch das Grün zu erkennen.

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Munsteraner Rudel: Opposition beantragt Ausschuss-Unterrichtung

Reproduktion bei Wolfsrudeln im Raum Eschede (LK Celle) und im Raum Cuxhaven – LJN gibt Erklärung zu Bild- und Videomaterial ab.

Das niedersächsische Umweltministerium hat Vorwürfe der CDU (wir berichteten) zurückgewiesen, wonach Bildbeweise für die Gewöhnung von Wölfen aus dem Munsteraner Rudel an Menschen zurückgehalten worden seien. Gegenüber dem NDR erklärte ein Sprecher des  Umweltministeriums, dass man „immer darauf hingewiesen habe, dass das wenig scheue Verhalten der Wölfe auf eine Gewöhnung an den Menschen zurückzuführen sein könnte.“ Beweise dafür, dass Wölfe von Menschen angelockt oder gefüttert wurden, lägen dem Ministerium nicht vor. Daraufhin hat der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer, eine Unterrichtung im Umweltausschuss beantragt. „Es besteht dringender Aufklärungsbedarf: Speziell mit Blick auf den Fall des Kurti genannten Wolfs könnten diese Fotos wichtige Hinweise auf die Ursachen für das untypische Verhalten dieses und anderer Tiere aus dem Rudel geben.“

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Polen: Keiler am Ostseestrand

Ein Keiler ist polnischen Ostseebad Karwia den Fluten entstiegen und über den Badestrand geflitzt. Er riss Strandmuscheln und Badegäste um, bevor er von einigen beherzten Urlaubern verscheucht werden konnte. Es kam niemand zu Schaden. Das benachbarte Naturschutzgebiet Bielawskie Błoto gilt als Wildschweinparadies. SE

Video (Link führt zum Original-Video ausf YouTube): Arkadiusz Łukowski/YouTube

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Tierheim Passau: Keine Jagdhunde an Jäger

Da Tierheim Passau hat im Internet eine Vermittlungsanzeige für eine Kurzhaar-Hündin platziert mit dem Hinweis, dass Jäger von einer Bewerbung um den Jagdhund Abstand nehmen sollten. Die Begründung lässt selbst ruhigen Zeitgenossen vor Wut den Kamm schwellen: Jäger gelten als nicht tierlieb, führte die Vorsitzende der Tierschutzbewegung Ostbayern und Oberösterreich, Gerda Machowetz, gegenüber der Passauer Neuen Presse aus. Außerdem sei die Ausbildung zum Jagdgefährten für den Hund nicht gerade angenehm und angeblich würden viele Jäger „ihre Tiere die ganze Woche im Zwinger halten und sie erst am Samstag zur Jagd hinaus lassen.“ Ihre völlige Ahnungslosigkeit stellt Machowetz mit der Aussage unter Beweis, dass man zwar nicht pauschal alle Jäger verurteile (was nach dem oben Gesagten glatt gelogen ist), sich aber „gegen die Treibjagd“ wende und gegen solche, „die Jagd zum Hobby“ machten. Anscheinend treibt die Dame sich ausgiebig auf den Seiten militanter Jagdgegner und Tierschützer herum, wo die entsprechenden Vorurteile bekanntlich mit Inbrunst gepflegt werden. Ob man mit solchen Aussagen qualifiziert ist, ein – vermutlich gemeinnütziges – Tierschutzverein zu leiten, erscheint fraglich.

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EU-Liste invasive Arten: Jäger fordern Unterstützung

37 gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten sind laut EU in Europa unerwünscht – darunter auch der Waschbär, dessen Verbreitung und Populationszahl in Deutschland rasant steigt. Doch wer ihn zurück drängen will, muss dafür Geld in die Hand nehmen, fordert der DJV.

Die Europäische Union (EU) hat den Waschbär (Procyon lotor) in die Liste der invasiven, gebietsfremden Arten aufgenommen (wir berichteten), deren primäres Ziel die Eindämmung der Arten ist. Der Deutsche Jagdverband (DJV) befürwortet diese Entscheidung. „Da der Waschbär dem Jagdrecht unterliegt sind Jäger kompetente Ansprechpartner, wenn es um die Reduzierung von Wildtierbeständen in der Fläche geht“, sagt Dr. Jürgen Ellenberger, DJV-Präsidiumsmitglied und zuständig für Neozoen. „Aber öffentliche Aufträge bedürfen öffentlicher Mittel.“ Der DJV fordert eine finanzielle Unterstützung der Jäger. Dies könnte etwa das Bezuschussen von Fallen, elektronischen Fallenmeldern und Fahrtgeld sein, denn Fangjagd ist zwar eine äußerst effektive Jagdart, aber sehr kosten- und zeitaufwändig.

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Richtig Gärtnern für Wildbienen: Was schützt, was schadet

 Neuer Ratgeber der Deutschen Wildtier Stiftung zeigt, was man im Spätsommer für die nächste Wildbienen-Generation tun kann

Nur noch zwei Monate, dann hält der Altweibersommer bei uns Einzug. Die immer schwächer werdenden Wildbienen drehen ihre allerletzten Runden über duftende Stauden und Blumenwiesen. Das Leben der „Wildbienen-Eltern“ geht jetzt zu Ende; aber für den Nachkommen haben sie vorgesorgt. Die Wildbienenbrut schlummert in sorgsam angelegten Nestern. Wer einen Garten hat, übernimmt auch Verantwortung für die jungen Wildbienen. Wie sie sicher durchs Jahr kommen, zeigt der neue Ratgeber der Deutschen Wildtier Stiftung. Jeder der einen grünen Daumen hat, kann sich am Wildbienenschutz beteiligen.

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Österreich: „Schlechtes Licht auf die Jägerschaft“

Eines der großen Probleme der Jägerei ist, dass es einfach zu viele von jener Sorte Weidmänner gibt, die in einem unbedachten Moment mit dem Hintern mehr einreißen, als die beste Öffentlichkeitsarbeit (die wir nicht haben) in Jahren mühseliger Arbeit errichten kann. Einer dieser eher entbehrlichen Weidmännern ist jener, der am vergangenen Wochenende in der Kärntner Gemeinde Liebenfels auf einer starken Sechser-Rehbock schoss. Der Schuss trennte dem Bock beide Vorderläufe fast vollständig ab, wie der ORF berichtete. Das ist schlecht, kann aber vorkommen und ist der Grund dafür, dass Jäger zur Nachsuche bei jedem unklaren Schuss verpflichtet sind. Wäre im vorliegenden Fall nachgesucht worden, hätte jeder halbwegs firme Jagdhund das Leiden des schwer kranken Stücks innerhalb von Minuten beendet. Denn – es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich das vorzustellen – auf zwei blutigen Stümpfen kommt man nicht weit. Und besonders schnell ist man auch nicht. Doch die Nachsuche unterblieb. Warum wissen wir nicht. „Das kann ja nur ein Wilderer gewesen sein“, hieß es so voreilig wie selbstgerecht. Denn es stellte sich heraus: Der vermeintliche Wilderer war ein Jäger, der berechtigt war, in dem Gebiet zu jagen. Ob der Unglücksschütze sich mit dem leidigen „Werde ich wohl vorbeigeschossen haben“ getröstet hat oder sich einredete, „Den kriegen wir ja doch nicht“ – darüber wird er sich vor dem Disziplinarausschuss der Kärntner Jägerschaft ausführlich äußern müssen, der ihm Rahmen der Selbstverwaltung der Jägerschaft auch über einen Entzug des Jagdscheins entscheiden kann.

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Prüfung zum Revierjagdmeister in Springe erfolgreich abgelegt

14 Teilnehmer erhalten nach zweijähriger Vorbereitung den Meisterbrief

Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit stellten sich vom 20. bis 22. Juni 2016 eine Revierjägerin und 16 Revierjäger im Jägerlehrhof Jagdschloss Springe der praktischen und mündlichen Prüfung zum Revierjagdmeister/in. 14 Teilnehmer, die bereits im April ihre schriftliche Prüfung absolviert hatten, haben bestanden. Das beste Gesamtergebnis erzielte Hans Kruhm, aus Melsungen, Hessen. Zulassungsvoraussetzung zur Meisterprüfung ist eine mindestens zweijährige Berufspraxis als Revierjäger und die Vorlage einer schriftlichen Meisterarbeit zu einem berufsbezogenen Thema. Damit sich die Prüflinge auf die vielen Bereiche der Meisterprüfung vorbereiten konnten, hatte der Deutsche Jagdverband in enger Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Bundesverband Deutscher Berufsjäger drei 14-tägige Lehrgänge im Jägerlehrhof Jagdschloss Springe durchgeführt und diese auch finanziell unterstützt.

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Gedanken zum Rotwildsymposium der Deutschen Wildtierstiftung in Baden-Baden

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Vorab zwei Feststellungen, die mir sicher keine dicke Mappe mit Dankschreiben von Seiten der Jägerschaft oder vom Gesetzgeber eintragen werden, deren Wahrheitsgehalt aber in der überwiegenden Mehrheit der Fälle jeder unvoreingenommenen Überprüfung standhält. Es gibt kaum eine andere Wildart, bei der Jagdneid und Revieregoismus in der Jägerschaft so ausgeprägt sind wie beim Rotwild.

1. Der größte Feind des Rotwildes ist der Jäger selbst!

Er

  • pachtet Reviere, deren Größe weit unterhalb der Streifgebietsgröße des Rothirschs liegt und betrachtet das dort vorkommende Rotwild als sein Eigentum.
  • versucht mit allen Mitteln, das Wild im eigenen Revierchen zu halten, damit der dicke Hirsch eben an der eigenen Trophäenwand landet und nicht an der des Nachbarn.
  • scheidet lieber aus einer Rotwild-Hegegemeinschaft oder aus einem Einstandsgebiet aus, damit er dann im „rotwildfreien Gebiet“ jedes Stück Rotwild unter Feuer nehmen kann.
  • sorgt durch die illegale Erlegung sog. „Kofferraumhirsche“ oder durch „Postkartenabschüsse“ weiblichen Wildes für ständig wachsende Populationen, die zudem noch ein extrem in Richtung weiblich verschobenes Geschlechterverhältnis haben.
  • macht die Trophäe männlichen Wildes unter Missachtung wildbiologischer und genetischer Erkenntnisse zum Maß aller Dinge bei der Rotwildbewirtschaftung.
  • lässt Hirsche durch übermäßige Abschüsse junger und mittelalter Stücke nicht in biologisch notwendiger Zahl alt werden.
  • scheucht Rotwild auch noch im Januar durch Bewegungsjagden auf, obwohl es sich bereits im winterlichen Energiesparmodus befindet und wundert sich dann über steigende Schälschäden.

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CWD: EU warnt vor Lockstoffen aus Hirschurin

Anfang April wurde der europaweit erste Fall von CWD (Chronic Wasting Disease, Chronische Auszehrkrankheit) bei einem wild lebenden Rentier in Norwegen nachgewiesen, mittlerweile wurden zwei weitere CWD-Fälle bei Elchen diagnostiziert. Auf welchem Weg sich die Tiere infiziert haben, ist bislang unbekannt. Das Generaldirektorat für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (GD) der EU nimmt diese Fälle zum Anlass, vor dem Import und der Verwendung von Geruchslockstoffen zu warnen, die aus dem Urin von Hirschen gewonnen werden. Oft würden solche Lockstoffe aus Kanada oder den USA importiert, deren (Wapiti- und Weißwedel-)Hirschpopulationen seit Jahrzehnten von CWD befallen sind. Laut Wikipedia kann die Prävalenz von CWD bei in Gefangenschaft gehaltenen Herden bis zu 100 Prozent, bei frei lebenden bis zu 30 Prozent betragen. 20 amerikanische Bundesstaaten und zwei kanadische Provinzen sind von CWD betroffen. Infizierte Tiere scheiden den Erreger mit Urin und Speichel aus. Der Erreger bleibt im Boden über Jahre stabil.

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CDU: Minister Wenzel verschwieg Beweise für Gewöhnung des Wolfs an Menschen

Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann wirft dem niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) vor, Bildbeweise für die Gewöhnung des mittlerweile erschossenen Munsteraner Problemwolfs der Öffentlichkeit vorenthalten zu haben. In einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion heißt es dazu: „Wie der NDR berichtet, existieren zahlreiche Foto- und Filmaufnahmen, die die Gewöhnungen von Wölfen aus dem Munsteraner Rudel an den Menschen belegen. Dazu sagt der Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann: „Es kann nicht sein, dass der zuständige Minister Wenzel die Öffentlichkeit über Monate mit Mutmaßungen abspeist, während der Beweis längst vorliegt. Offenbar hat Wenzel die Menschen über Monate hinweg bewusst getäuscht, wenn Fragen nach den Ursachen für das untypische Verhalten von Wölfen gegenüber dem Menschen gestellt wurden.“

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Wolfsabschuss: WWF setzt Belohnung von 25.000 Euro aus

„Deutschland hat ein Wilderei-Problem“

Die Naturschutzorganisation WWF hat eine Belohnung in Höhe von 25.000 Euro ausgesetzt für “ sachdienliche Hinweise, die im aktuellen Fall zur Ergreifung des Täters führen.“ Der WWF verurteilte die Tat aufs Schärfste und forderte von den Ermittlungsbehörden eine „intensive“ Strafverfolgung. „Deutschland hat ein Wilderei-Problem. Immer wieder werden bedrohte und geschützte Tiere  illegal getötet. Im seltensten Fall wird ein solches Verbrechen jedoch aufgeklärt. Das ist eines modernen Rechtsstaats unwürdig“, erklärte Moritz Klose, Wildtierreferent beim WWF Deutschland in einer Stellungnahme. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass das Nachstellen geschützter Arten ein Kavaliersdelikt sei.

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Schwarzbär im Auto

Ein stattlicher Schwarzbär hat sich im Subaru der 17-jährigen Annie Bruecker in Genessee, einem kleinen Bergdorf in Jefferson County im U.S.-Bundesstaat Colorado eingeschlossen. Kurios: Es ist nicht erkennbar, wie der Bär in das Auto gelangte: Es ist äußerlich vollkommen unbeschädigt. Innen nicht: Der Schwarzbär hat die komplette Innenausstattung inklusive Dachhimmel herausgerissen. „The bear trashed my car“, resümiert die Besitzerin. Annie Bruecker entdeckte den unerwünschten Insassen, als sie morgens zur Arbeit fahren wollte. Trockener Kommentar der 17-jährigen im Interview mit dem Lokalsender Fox31 Denver: „Hmm, ich werde heute wohl nicht zur Arbeit fahren.“ Stattdessen rief sie den Notruf 911. Die Polizisten öffneten die Kofferraumklappe, während ein Kollege den eiligen Abzug des Schwarzbären mit vorgehaltener Waffe sicherte. Möglicherweise hat eine angefangene Dose Limonade den Bären angelockt. Die Polizei rät: Autos in Bärengegend immer abschließen, keine Lebensmittel im Wagen lassen. SE

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DJV: EU-Feuerwaffenrichtlinie weiterhin fehlerhaft

Der Binnenmarktausschuss des EU-Parlaments (IMCO) hat gestern Änderungen an der EU-Feuerwaffenrichtlinie verabschiedet. Trotz deutlicher Verbesserungen ist das Papier nach Ansicht des DJV meilenweit von einem Schlag gegen den Terrorismus entfernt.

Der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments (IMCO) hat gestern seinen Bericht zur Änderung der Europäischen Feuerwaffenrichtlinie verabschiedet. Der Deutschen Jagdverband (DJV) begrüßt zwar wesentliche Verbesserungen gegenüber dem katastrophalen Kommissionsvorschlag. Aber das eigentliche Ziel, nämlich Terrorismusbekämpfung, wird weiterhin nicht erreicht. „Wir als legale Waffenbesitzer sind es leid, die Folgen des Aktionismus auszubaden, mit dem die EU-Kommission von ihren Versäumnissen ablenken will“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. So habe die Kommission es acht Jahre lang versäumt, eine Richtlinie zur Deaktivierung von Feuerwaffen zu verabschieden und durchzusetzen. Die Anschläge von Paris und im Thalys-Zug in Frankreich sind mit mangelhaft zurückgebauten, vollautomatischen Waffen verübt worden, die in Frankreich und Deutschland verboten sind. „Wer weiterhin auf Scheinmaßnahmen setzt, verspielt auch das letzte Vertrauen in die EU-Politik.“

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EU-Waffenrecht: Verschärfung entschärft

Der zuständige Fachausschuss des EU-Parlaments hat am gestrigen Mittwoch mit 27 zu zehn Stimmen bei einer Enthaltung für eine Entschärfung des von der EU-Kommission vorgelegten Entwurfs zur EU-Waffenrechtsverschärfung gestimmt. Der Vorschlag der EU-Kommission hätte, wäre er verwirklicht worden, weitreichende Einschränkungen für Jäger, Waffensammler und Sportschützen bedeutet, darunter ein nahezu völliges Verbot halbautomatischer Waffen, ein Verbot des Online-Handels und einiges mehr. „Wir haben uns bemüht, die von den Bürgern geäußerte Kritik am Kommissionsvorschlag umzusetzen“, sagte die Sprecherin des Fachausschusses, Vicky Ford (GB), “ Um sicherzustellen, dass Schießsport, bestimmte militärische Obliegenheiten und traditionelle Jagd weiterhin möglich sind.“

Ein generelles Verbot halbautomatischer Waffen ist damit vom Tisch. Die geplante Befristung waffenrechtlicher Erlaubnisse auf fünf Jahre kann nun von den Mitgliedsstaaten geregelt werden: EU-Länder, die bereits über eine funktionierende Dokumentation des Waffenbesitzes verfügen, müssen die Befristung nicht einführen.

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Bayern: Sonderregelung für halbautomatische Waffen

Wie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten soeben in seiner Pressemitteilung vom 13. Juli 2016 mitteilt, will der Freistaat mit einer landeseigenen Regelung dafür sorgen, dass die bayerischen Jägerinnen und Jäger schon ab August wieder ihre halbautomatischen Waffen für die Jagd verwenden dürfen. Das hat Forstminister Helmut Brunner entschieden. Wie der bayerische Jagdverband (BJV) mitteilt, soll die bayerische Verordnung eine Regelungslücke im Bundesjagdgesetz überbrücken, die der Bund frühestens im Herbst beseitigen kann – und zwar, weil Brunner ebenfalls bayerischer Kollege Seehofer die Novellierung des Bundesjagdgesetzes „nach Gutsherrenart“ gekippt hat, wie der DJV schreibt (und der BJV zu erwähnen vergaß…).

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Elch in Sachsen-Anhalt gesichtet

Auf einem Feld bei Wachsdorf in der Nähe von Wittenberg in Sachsen-Anhalt ist ein Elch gesichtet worden. Vermutlich ist das Tier aus Polen eingewandert. Ungewöhnlich ist nach Ansicht von Experten, dass es sich um eine junge Elchkuh handelt. Üblicherweise sind es junge Elchbullen, die auf alten Wechseln weite Wege ziehen, um neue Territorien zu erkunden. Die Naturschutzorganisation WWF nahm die Elch-Sichtung zum Anlass, Elch-Managementpläne für Sachsen-Anhalt und Sachsen zu fordern. Es existiere Nachholbedarf beim Wildtiermanagement in diesen Ländern. Nur in Brandenburg, wo inzwischen eine standorttreue Elchpopulation beheimatet sein soll, wurde mittlerweile eine Elch-Managementplan verabschiedet. SE

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EU-Kommission verbietet Waschbären

Nach dem Verbot von Glühbirnen und leistungsstarken Staubsaugern hat die EU-Kommission jetzt ein europaweites Waschbären-Verbot ausgesprochen. Die aus Nordamerika stammenden Neubürger sollen sich nicht weiter ausbreiten. 37 weitere Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Liste unerwünschter Arten, darunter das Säugetiere wie Grau- und Fuchshörnchen, chinesischer Muntjak, Nutria und südamerikanischer Nasenbär, Vögel wie Schwarzkopfruderente und Ibis, Fische und Krebse, unter anderem  Signal- und Kamberkrebs, Amur-Schäfergrundel und Blaubandbärbling sowie Pflanzen, zum Beispiel Amerikanischer Stinktierkohl oder Flutendes Heusenkraut. Haltung, Import, Verkauf und Zucht dieser Art sind damit verboten. Auch Zoos müssen darauf gewährleisten, dass die Listen-Tiere in ihrem Besitz sich weder fortpflanzen, noch ausbrechen können. SE

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Sachsen: Erneut illegaler Wolfsabschuss in der Lausitz

Am Samstag, den 9. Juli 2016, wurde im Landkreis Görlitz, im Waldgebiet Biehain, ein toter Wolf gefunden. Das teilt das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) in einer Presseerklärung mit. Nach ersten Erkenntnissen ist das Tier erschossen worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Ermittlungen wegen der illegalen Tötung des Wolfes übernommen, sie dauern gegenwärtig noch an. Es ist der sechste Fall einer gesetzwidrigen Wolfstötung in Sachsen seit 2011, welcher kriminalpolizeilich untersucht wird. Sollte ein Beschuldigter ermittelt werden, droht diesem eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. PM LKA

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DJV begrüßt neue WWF-Position zur Auslandsjagd

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt die differenzierte Position des Worldwide Fund for Nature (WWF) zur Auslandsjagd, die kürzlich veröffentlicht wurde (JAWINA berichtete): Wissenschaftliche Untersuchungen und praktische Erfahrung zeigen, dass die Trophäenjagd ein wirksames Mittel für den Naturschutz sein kann, wenn sie Teil einer breiten Mischung unterschiedlicher Strategien und Maßnahmen ist.

Der Worldwide Fund for Nature (WWF) hat sich zur Auslandsjagd positioniert: Wissenschaftliche Untersuchungen und praktische Erfahrung zeigten, dass der Naturschutz von der Trophäenjagd profitiert, wenn diese mit weiteren Strategien und Maßnahmen kombiniert wird. Dies gelte auch für gefährdete Wildarten. Voraussetzung sei eine rigide Kontrolle der Jagdausübung, um Missstände zu verhindern. Ungeregelte, nicht nachhaltige Jagd könne Wildbestände hingegen ernsthaft schädigen. Der WWF lehnt deshalb jegliche Jagd strikt ab, die Tierarten oder Naturräume nicht nachhaltig nutzt, sondern gefährdet. Ganz wichtig ist es dem WWF, Trophäenjagd auch nur dann zu unterstützen, wenn im Einzelfall nachgewiesen werden kann, dass diese Bejagung einen konkreten Nutzen sowohl für den Naturschutz als auch für die vor Ort lebenden Menschen erbringt.

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Schweiz: Wolf reisst Nutztiere im Wallis

Grundbesitzer fordert: Wolfsfreunde sollen Kadaver entsorgen

In der Augstbordregion im Schweizer Kanton Wallis haben Wölfe in den vergangenen Tagen elf Schafe und eine Ziege gerissen. Ein weiteres Schaf wurde verletzt aufgefunden, von zwei weiteren fehlt jede Spur, wie die Schweizer Tageszeitung blick.ch auf ihrer Internetseite berichtet. Allein auf einer Weide oberhalb von Törbel wurden acht Schwarznasenschafe gerissen. Der Schäfer zog seine Herde von der Weide ab, die Kadaver blieben auf dem Yakspfad, einem beliebten Wanderweg liegen, wie 1815.ch berichtet. Der Schäfer und der Besitzer der Weide sind sich über das weitere Vorgehen einig: Er sehe nicht ein, warum sich der Schafbesitzer die Mühe machen solle, die toten Tiere zu entsorgen, sagte der Besitzer der Weidefläche gegenüber 1815.ch. Auch er selbst fühle sich nicht verpflichtet, die toten Tiere wegzuräumen. Dies sollten eher die Pro-Wolf-Aktivisten von der „Gruppe Wolf Schweiz“ tun, schlägt der Grundbesitzer vor. Auch für den angerichteten Schaden sollten die Wolfsfreunde seiner Ansicht nach aufkommen.

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WWF_Trophy_Hunting

Umstrittene Trophäenjagd

Umweltorganisation WWF befürwortet Trophäenjagd unter strengen Auflagen

Befürworter der Trophäenjagd auf bedrohte Spezies in Afrika verteidigen diese mit dem Argument, dass die mit der Trophäenjagd generierten Einnahmen dem Schutz der Tierarten, ihrer Habitate und der Bevölkerung vor Ort zugute kämen. Die Autoren einer neuen Studie des Komitees für erneuerbare Ressourcen des U.S.-Kongresses (U.S. House Committee on Natural Resources) hegen Zweifel an dieser These, wie die New York Times berichtet. Demnach verhinderten zügellose Korruption und das schlechte Management der entsprechenden Wildtierprogramme in der Regel, dass die Einnahmen den erhofften Nutzen brächten. Die Studienautoren folgern, dass unter den real existierenden Bedingungen die Trophäenjagd eher zur Ausrottung bedrohter Tierarten beitragen könnte.

Die global agierende Umweltschutzorganisation WWF vertritt auf ihrer Internetseite eine andere Auffassung: „In bestimmten und rigoros kontrollierten Fällen sei es wissenschaftlich erwiesen, dass Trophäenjagd auch für bedrohte Arten eine effiziente Schutzmaßnahme als Teil eines größeren Maßnahmenbündels darstellt“, so die Organisation. (In certain limited and rigorously controlled cases, including for threatened species, scientific evidence has shown that trophy hunting can be an effective conservation tool as part of a broad mix of strategies.)

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