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Brandenburg: Ehemaliger Bauernfunktionär ist neuer Geschäftsführer des LJVB

Am 15. August hat Matthias Schannwell die Geschäftsführung des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. (LJVB) übernommen. Der 57jährige tritt damit die Nachfolge von Georg Baumann an.

Er ist aktiver Jäger und Mitglied im Kreisjagdverband Teltow-Fläming. Zuvor war er viele Jahre als Referent beim Landesbauernverband Brandenburg sowie als Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Brandenburg (LagJE) beschäftigt. Matthias Schannwell ist verheiratet und hat 2 erwachsene Kinder. Fortan obliegt ihm die Leitung der Geschäftsstelle mit derzeit vier Mitarbeitern. Darüber hinaus zählt es zu seinen Aufgaben, die Beschlüsse der Delegiertenversammlung sowie des Präsidiums vorzubereiten und umzusetzen. Matthias Schannwell wird mit den ehrenamtlichen Gremien des LJVB eng zusammenarbeiten und die Kontakte zu anderen Verbänden, politischen Gremien und Institutionen pflegen. Matthias Schannwell freut sich auf seine neue Aufgabe und den intensiven Kontakt zu den Brandenburger Jägern.

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Sensation: Frau baut Leiter

Eine Pressemitteilung des Deutschen Jagdverbands (DJV) erreicht soeben die JAWINA-Redaktion, die Überschrift lautet: „Ausgerechnet eine Frau baut die beste Leiter“. Da haben wir uns gedacht, für alle Leser, die auch in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts stehen geblieben sind, modifizieren wir die Hammer-Headline noch ein wenig. Jetzt passt es.

Das Interview mit der Revierjagdmeisterin Anja Blank ist aber trotz bescheuerter Headline ganz okay:

Seit Anfang der 1980er Jahre führt der DJV in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Berufsjäger (BDB) und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen alle zwei Jahre die Meisterlehrgänge der Berufsjäger durch. Dieses Jahr hat Anja Blank als eine der wenigen Frauen in diesem Beruf erfolgreich die Meisterprüfung abgelegt. Unter den 1000 Berufsjägern liegt die Frauenquote bei gerade einmal 1,3 Prozent.

DJV: Frau Blank, wir gratulieren noch mal ganz herzlich zur erfolgreich bestandenen Meisterprüfung. Wie kam es, dass Sie sich in die Männerdomäne der Berufsjäger gewagt haben?

Anja Blank: Ganz ehrliche Antwort? Weil Frauen einfach die besseren Jäger sind (lacht). Nein, Quatsch! Für den Beruf muss man geboren sein, muss Spaß an der Arbeit haben und vielseitig interessiert sein. Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Außerdem fühle ich mich in dieser Männerwelt ganz wohl. Vielleicht bin ich da anders als andere Frauen.

Wie schwer hatten Sie es, sich im Meisterlehrgang als einzige Frau durchzusetzen und Ihr Können unter Beweis zu stellen?

Ich hatte nie das Gefühl, dass ich jemandem was beweisen muss. Wenn man abends zusammen sitzt, vergessen die Jungs manchmal, dass auch eine Frau am Tisch sitzt. Da werden die Witze dann etwas derber. Aber das ist verschmerzbar, damit komme ich gut zurecht. Bei der Meisterprüfung haben meine männlichen Kollegen nicht schlecht geguckt, als ich der einzige Prüfling war, der beim Bauen von jagdlichen Einrichtungen mit der Note 1,0 abgeschlossen hat. Das ist ja eigentlich die typische Männerdomäne, so mit Axt und Motorsäge (lacht).

Ihr Lebensgefährte hat gemeinsam mit Ihnen den Lehrgang absolviert und die Meisterprüfung abgelegt. Gab es da auch mal Konkurrenzdenken?

Auf keinen Fall! Wir haben uns abgesprochen, immer die gleichen Lehrbücher gelesen und am Wochenende viel darüber gesprochen. Unter der Woche leben wir nämlich getrennt, da er als Förster und Berufsjäger in Neustadt/Dosse arbeitet. Wir haben uns beim gemeinsamen Lernen gut ergänzt. Er ist zum Beispiel sehr gut in Waffenkunde, mein Schwerpunkt ist die Hundeausbildung.

Wer von ihnen beiden hat besser abgeschnitten?

Was denken Sie denn (lacht)? Im Ernst: Unsere Prüfungsergebnisse liegen ganz eng beieinander. Meine Note ist lediglich hinter dem Komma etwas besser.

Jetzt untertreiben Sie leicht. Immerhin haben Sie die Meisterprüfung mit der Note 2,1 als Zweitbeste absolviert, oder?

Ja, das stimmt. Der zweite Platz ist für mich persönlich ein super Ergebnis. Und ganz ehrlich: Als erste abzuschneiden, wäre blöd gewesen. Da hätten alle gedacht: Die hat bloß einen „Frauenbonus“ bekommen. Ich muss mein Foto nicht unbedingt in der Tageszeitung sehen.

Gab es auch mal einen „Frauenbonus“?

Auf keinen Fall, eher hat man das Gefühl härter geprüft zu werden.

Was war die größte Herausforderung während Ihrer Berufs- und Meisterausbildung?

Am schwierigsten war die Vereinbarkeit von Job und Familie. Meine Tochter war zwei Jahre alt zu Beginn der Ausbildung, jetzt ist sie sieben. Meinen Lebensgefährten sehe ich nur am Wochenende und wir haben begonnen, ein Haus zu bauen. Das alles zu managen, war nicht immer einfach.

Und fachlich?

Ich hatte von zu Hause schon eine recht gute jagdliche Vorbildung und konnte während meiner Ausbildung beim LJV viel Praxiserfahrung sammeln. Bei der Vorbereitung auf die Meisterprüfung habe ich an den Wochenenden auch viel mit meinem Freund zusammen gelernt und mich ausgetauscht. Das hat gut geklappt.

Also war für Sie immer klar, dass Sie die Jagd zu ihrem Beruf machen wollten?

Nein, in meinem ersten Leben habe ich eine Menge Jobs ausprobiert. Ich habe Kauffrau für Bürokommunikation gelernt, als Fleischereifachverkäuferin gearbeitet und war Betriebsleiterin einer Putenmastanlage. Nach der Elternzeit wollte ich beruflich etwas ganz Neues ausprobieren. Also saß ich im März 2010 – am Weltfrauentag – mit meiner kleinen Tochter beim Arbeitsamt. Das Gespräch war ernüchternd. Mit 24 Jahren und alleinerziehend wäre ich chancenlos, sagte man mir. Das musste ich erst einmal verdauen. Kurze Zeit später, als ich bei einer Tasse Kaffee über meine Zukunft grübelte, rief mich zum Glück mein späterer Ausbilder und Chef Henning Voigt an. Er fragte mich, ob ich nicht die Ausbildung zur Revierjägerin beim Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern (LJV) machen möchte. Da habe ich sofort zugesagt. Nach der Ausbildung hat mich der LJV als Berufsjägerin übernommen. Eine Bedingung war, dass ich den Internetauftritt des Verbandes betreue. So kam mir meine Bürozeit doch noch zu Gute.

Sie sagten, ihre jagdliche Vorbildung von zu Hause war hilfreich. Ihr Vater ist auch Jäger, hat er Sie von Anfang an unterstützt?

Ehrlich gesagt, nein. Er wollte anfangs gar nicht, dass ich zur Jagd gehe. Dabei wollte ich ihn schon als Kind immer begleiten. Als ich sieben war, hat er mich zum Beispiel mit auf den Hochsitz genommen und wollte mich mit einem sechsstündigen Ansitz abschrecken (lacht). Hat nicht funktioniert: Mit 13 Jahren habe ich meinen ersten Jagdhund bekommen und meinen Jugendjagdschein habe ich mit 16 gemacht. Den hat übrigens meine Mutter finanziert. Heute fragt mich mein Vater, ob ich nicht mit meinem Hund bei einer Nachsuche aushelfen kann. Wir sind inzwischen ein richtig gutes Team. Interview: DJV

Beitragsbild: Die Hundearbeit ist die große Leidenschaft von Revierjagdmeisterin Anja Blank. (Quelle: Blank/DJV)

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Hessen: FDP klagt gegen Jagdverordnung

Die FDP-Fraktion im hessischen Landtag will gegen die neue Jagdverordnung des Landes Klage vor dem Staatsgerichtshof erheben. Das berichtet die FAZ. Die hessische Jagdverordnung ist von der grünen Umweltministerin Priska Hinz im Dezember 2015 verabschiedet worden und seit Anfang 2016 in Kraft. Jäger und Jagdverband in Hessen protestieren seitdem gegen die durch die Jagdverordnung dekretierten Einschränkungen des Jagdrechts. „Die Verordnung lässt durch die vielen Einschränkungen vom Jagdrecht nicht mehr viel übrig“, sagte dann auch Michael Brenner in der FAZ. Brenner ist Professor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena und hat die Klageschrift vorbereitet. Die FDP will die Jagdverordnung mit einem formaljuristischen Angriff zu Fall bringen: Die Klage wendet sich dagegen, dass die Neuregelung per Verordnung, nicht per Gesetz erlassen wurde. Wahre Entscheidungen sollten im Parlament gefällt werden, nicht im stillen Kämmerlein, erklärte Florian Rentsch, Fraktionschef der hessischen FDP, gegenüber der FAZ.

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LJV Brandenburg fordert Verzicht auf Trichinengebühren

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) fordert alle Landkreise eindringlich auf, die Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) jetzt zu intensivieren und zumindest die Trichinenprobenuntersuchungsgebühr für Frischlinge bis 20 Kilogramm auszusetzen. In einer Pressemitteilung des LJVB heißt es: Allein im August wurden sechs neue ASP-Fälle in Polen bekannt. Ein Fall liegt bereits 50 Kilometer weiter westlich als alle bisherigen. Das berichtet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Mit der weiteren Ausbreitung des Virus steigt das Einschleppungsrisiko der tödlich verlaufenden Krankheit nach Brandenburg.

„Für die verheerend wirkende Tierseuche, die Haus- und Wildschweine befällt, steht kein Impfstoff zur Verfügung. Wirksame Präventionsmaßnahmen sind jetzt das Gebot der Stunde. Wir fordern deshalb alle Landkreise auf, dem Beispiel Potsdam-Mittelmark und Dahme-Spreewald zu folgen, die den Jägern bereits Erleichterungen bei der Trichinenprobengebühr gewähren.“, so Dr. Petra Schneller, Veterinärin und Präsidiumsmitglied des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V.

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Irland: Damhirsch rammt Triathleten

Ein Rudel Damwild hat beim Radrennen eines Triathlons in Dublin das Teilnehmerfeld durchquert. Einige Hirsche versuchten, über die Radfahrer hinüber zu springen. Dabei kollidierte ein Hirsch mit dem Teilnehmer Shane O’Reilly und brachte ihn zu Fall. Der Sportler zog sich bei dem Sturz einen Sprung im Helm, eine lädierte Schulter und Kopfschmerzen zu. Aber Triathleten sind tough: O’Reilly rappelte sich auf, stieg wieder aufs Rad und beendete den Triathlon in einer Zeit von zwei Stunden und 25 Minuten, wie die BBC berichtet, auf deren Internetseite es auch ein Foto des Vorfalls zu sehen gibt. „Der Helm hat mich gerettet“, sagte O’Reilly der BBC.

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Norwegen: Blitze töten über 300 Rentiere

Auf einer Hochebene in der Hardangervidda im Süden Norwegens sind über 300 wilde Rentiere durch Blitzeinschläge getötet worden. Wildhüter fanden die toten Tiere nach einem Unwetter auf einer kleinen Fläche, auf der sie sich während des Gewitters vermutlich zusammen gedrängt hatten. In der Hardangervidda leben ungefähr 10.000 wilde Rentiere.

Beitragsbild: Rentiere in Finnland. Foto: SE

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Weil er nicht gehorchte: Jäger soll seinen Hund erschossen haben

Ein Jäger aus Haseldorf im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) soll seinen jungen Jagdhund erschossen haben, weil dieser nicht gehorchte. Das berichten die Elmshorner Nachrichten. Demnach hatte der Weidmann, der Vorstandsmitglied der Kreisjägerschaft Pinneberg sein soll, sich den Jagdhund erst vor einigen Monaten als Junghund angeschafft. Das Tier soll die Erwartungen seines Besitzers nicht erfüllt haben: Dem Bericht zufolge wilderte der Hund und riss bei seinen ungenehmigten Ausflügen auch Wild. Dies ist nach Ansicht erfahrener Jagdhundeausbilder sicherlich mindestens zum Teil auch Fehlern in der Ausbildung anzulasten. Der Jäger soll den Hund, da er seiner Auffassung für die Jagd nicht taugte, erschossen haben. Der Vorfall kam nur ans Licht, weil der Mann freimütig davon erzählte.

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Ein Schaf, eine Minute

Der Weltrekordhalter im Schafe-Scheren Cartwright Terry aus Neuseeland zeigt sein Können in Brandenburg

Vor einiger Zeit protestierten ein paar Tierschützerinnen vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen das angeblich blutige und tierquälerische Handwerk des Schafe-Scherens. Wieviel an diesen Vorwürfen dran ist, konnten wir bei einem Vor-Ort-Termin in den Weiten der brandenburgischen Pampa überprüfen. Schaf-Scher-Weltrekordler Cartwright Terry aus Neuseeland hat seinen Kollegen hier einen Arbeitsbesuch abgestattet und eine beeindruckende Probe seines Könnens geliefert. Nicht nur, dass er in knapp einer Minute einem Schaf professionell aus dem Mantel hilft – es geht dabei auch ausgesprochen unblutig zu. Und das gilt nicht etwa nur für das einzelne gefilmte Schaf, sondern für die gesamte, vielhundertköpfige Herde. Beachtlich ist auch, wie ruhig das Schaf die Prozedur in den Händen des Könners über sich ergehen lässt. Vermutlich ist es auch für so ein Schaf ausgesprochen angenehm, bei der Rekordhitze dieser Tage den dicken Wollpelz los zu sein.

Was man für so einen Weltrekord im Schafe-Scheren tun muss?

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Schweiz: Rehbock greift Menschen an

In der Schweizer Gemeinde Collonge Bellerive im Kanton Genf hat ein Rehbock innerhalb von zwei Tagen vier Menschen angegriffen. Ein Bauarbeiter erlitt bei der Bock-Attacke einem Bericht des Internetportals 20minuten zufolge so schwere Verletzungen, dass die Wunde im Krankenhaus genäht werden musste. Der aggressive Bock wurde erschossen und ohne Befund auf Wildkrankheiten und Parasiten untersucht. SE

Beitragsbild: Rehbock, erlegt. Foto: SE

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Niedersachsen: Moorenten am Steinhuder Meer ausgewildert

Aktivisten von Nabu, der Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer und der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen haben im Beisein von Umweltminister Christian Meyer (Grüne) 30 Moorenten am Steinhuder Meer ausgewildert. Die Moorente galt seit den Achtziger Jahren in Niedersachsen als ausgestorben. Im Rahmen des seit 2012 laufenden Programms zur Wiederansiedlung sind bislang 400 Enten ausgewildert worden. 2015 schlüpften die ersten wild erbrüteten Moorenten. SE

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EU-Waffenrecht: „Am Problem vorbei“

Obwohl es wie eine Binsenweisheit erscheint, dass die Bekämpfung legalen Waffenbesitzes nicht das Problem von Terrortaten mit illegalen Waffen lösen wird, scheinen viele deutsche und europäische Politiker Probleme mit dieser simplen Einsicht zu haben. Eine wohltuende Ausnahme stellt Roman Váňa dar, Leiter des Sicherheitsausschusses im tschechischen Abgeordnetenhaus. Er hat sich in einem lesenswerten Interview mit Radio Praha (das auch auf deutsch vorliegt) zu dem jüngsten europäischen Vorstoß zur Waffenrechtsverschärfung geäußert: „[…] der Vorschlag der Europäischen Kommission zielt am Problem vorbei. Mit ihm wird versucht, den Terrorismus zu bekämpfen, indem die Möglichkeit legalen Waffenbesitzes stark eingeschränkt wird. Dieses Prinzip ist falsch. Wir machen zum einen darauf aufmerksam, dass die Richtlinie nicht funktionieren wird. Sie wird den europäischen Staaten große Probleme bescheren mit legalen Waffenhaltern, die sich wehren werden.“

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Afrikanische Schweinepest breitet sich weiter aus

DJV: keine Wurst- und Fleischprodukte achtlos an der Straße entsorgen / Wildschweinjagd erleichtern

Das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) breitet sich weiter Richtung Deutschland aus: Vor wenigen Tagen veröffentlichte das nationale Referenzlabor für Tierseuchen, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), aktuelles Kartenmaterial, das für die erste Augusthälfte allein sechs neue Fälle bei Hausschweinen in Polen zeigt. Ein Fall liegt bereits 50 Kilometer weiter westlich als alle bisherigen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) sieht darin weiterhin ein hohes Einschleppungsrisiko der unheilbaren Krankheit, die Haus- und Wildschweine befällt. Leider steht gegen die verheerende Tierseuche kein Impfstoff zur Verfügung. Daher können ausschließlich hygienische Maßnahmen und die Reduktion der Wildschweinbestände zu Vorbeugung und Bekämpfung eingesetzt werden.

Notwendige Hygienemaßnahmen beachten

Das ASP-Virus ist außerordentlich widerstandsfähig, ein unachtsam entsorgtes Wurstbrot kann ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Frisches, sogar gefrorenes, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch sowie Wurstwaren können über lange Zeit infektiös sein. Deshalb sollten Urlauber, Fernfahrer und andere Reisende aus dem Baltikum, Russland, Weißrussland oder der Ukraine Essensreste mit Haus- oder Wildschweinfleisch nur in fest verschlossenen Müllbehältern entsorgen. Auch Jagdtrophäen vom Wildschwein aus den betroffenen Regionen können ein Einschleppungsrisiko darstellen. Besondere Hygiene ist notwendig bei Gegenständen, die Kontakt zu Wildschweinblut hatten. Hierzu gehören unter anderem Stiefel, Lappen, Wildwannen, Messer und Kleidungsstücke. Schweinehalter sollten die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen sowie die Bestimmungen der Schweinehaltungs-Hygieneverordnung beachten. Hierzu gehören laut Bundeslandwirtschaftsministerium der Zukauf von Schweinen aus Beständen mit einem gesicherten Tiergesundheitsstatus, die Abschottung des Bestandes und der Futterlager (Fahrsilos auf dem Feld) gegenüber Wildschweinen sowie die konsequente Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen unmittelbar nach jedem Transport.

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Schweiz will Wölfe „präventiv dezimieren“

„Der Wolf ist in die Schweiz zurückgekehrt,“, schreibt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ), „und zwar derart erfolgreich, dass sich nun wie bei andern Wildtieren die Regulierung der Bestände aufdrängt.“ In dem Beitrag der NZZ geht es um die Neufassung des Schweizer Bundesjagdrechts. Bis 2004 sah das Schweizer Wolfsmanagement neben anderen Maßnahmen wie Förderung des Herdenschutzes und Ausgleichszahlungen für gerissene Nutztiere vor, dass einzelne Wölfe abgeschossen werden durften, wenn sie massive Schäden angerichtet hatten. Vor dem Hintergrund einer anwachsenden Wolfspopulation und zu erwartender steigender Zuwanderung von Wölfen zum Beispiel aus Italien, hat sich der Bund nun entschlossen, eine Regulierung geschützter Tierarten zu genehmigen. „Erlaubt ist mit dieser Änderung des Jagdgesetzes explizit die Dezimierung von Wolfsrudeln und nicht mehr nur der gezielte Abschuss einzelner problematischer Tiere“, so die NZZ. Auch müssten die Kantone nicht mehr den konkreten Schaden durch ein einzelnes Tier nachweisen. Über Wolfsabschüsse soll künftig nicht mehr das Bundesamt für Umwelt entscheiden, sondern die Kantone. Mit der Neuregelung werde grundsätzlich der präventive Abschuss von Wölfen ermöglicht.

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Soest: Polizei greift Wildschwein vor Schnellrestaurant auf

Kurz nach Mitternacht meldete ein Zeuge am Mittwochmorgen ein junges Wildschwein auf dem Grünstreifen vor einem Schnellrestaurant am Overweg, heißt es in einer Polizeimeldung  aus Soest. Die Polizeibeamten trafen dort dann tatsächlich auf ein etwa sechs Monate altes und handzahmes Wildschwein, das sie kurzerhand auf den Namen Ilse tauften. Woher das junge Wildschwein stammte, und ob es unter Umständen aus der Küche des Schnellrestaurants geflüchtet war, konnte noch nicht ermittelt werden. Das Tier genoss sichtlich die Streicheleinheiten der Polizeibeamten und folgte diesen anschließend auf Schritt und Tritt. Allerdings weigerte es sich beharrlich in den Streifenwagen einzusteigen.

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Chronische Auszehrkrankheit in Skandinavien: Was Jäger wissen sollten

In Norwegen ist bei einem Rentier und zwei Elchen die aus Nordamerika stammende chronische Auszehrkrankheit (CWD) nachgewiesen worden. Behörden zufolge könnte der Erreger durch Hirsch-Urin aus den USA importiert worden sein. Wie gefährlich die Wildtierkrankheit ist und was deutsche Jäger wissen müssen, fasst der DJV zusammen.

In Norwegen sind bereits drei Fälle der aus Nordamerika stammenden chronischen Auszehrkrankheit nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um ein Rentier und zwei Elche. Den Norwegischen Behörden zufolge wird aus den USA importierter Hirsch-Urin als mögliche Primärquelle vermutet. Daher wiesen die Europäische Kommission und das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) auf das Importverbot von Hirsch-Urin in die EU hin.

Hirsch-Urin wird meist von Bogenjägern als Lockmittel eingesetzt, um möglichst nah an das Tier heranzukommen. Diese Art zu jagen ist in Deutschland verboten. Dennoch weist der DJV auf das generelle Importverbot tierischer Nebenprodukte in die EU hin.

Der Erreger der Krankheit, ein Prion – fehlgefaltete Proteine (Eiweiße) – ist extrem resistent in der Umwelt. Er wird hauptsächlich über Speichel, Kot und Urin der infizierten Tiere übertragen. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Institutes ist es unwahrscheinlich, dass die Krankheit durch Natururlauber oder Jäger ohne direkten Wildkontakt – etwa an der Schuhsohle – nach Deutschland importiert werden kann, da der Erregergehalt zu gering ist. Dennoch wird Jägern grundsätzlich empfohlen, ihre Kleidung und Ausrüstung nach Auslandsaufenthalten gründlich zu reinigen. (Mehr im FLI-Interview).

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Solothurn

„Griffige Instrumente“ – neues Jagdgesetz für den Kanton Solothurn

Der Schweizer Kanton Solothurn überarbeitet sein Jagdgesetz: Das Revierjagdsystem wird beibehalten. Aufhorchen lässt die Neuregelung des Wildschadens : Die Jäger zahlen weniger, dafür erhält der Kanton weitgehende Eingriffsrechte, wenn die Wildschäden aus dem Ruder laufen – ein Gesetz mit Modellcharakter?

Die  kantonsrätliche  Umwelt-,  Bau-  und Wirtschaftskommission (UMBAWIKO)   hat   dem   totalrevidierten Jagdgesetz  des  Kantons  Solothurn  mit  grossem  Mehr  zugestimmt, heißt es in einer Pressemitteilung des Kantons. Darin heißt es weiter: Das  neue  Gesetz  trägt  den  veränderten  rechtlichen, jagdlichen  und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung.  Das  bisherige  Jagdgesetz  ist  mittlerweile seit  28  Jahren  in  Kraft.  Das  Gesetz wurde  über  die  Jahre  zwar  vereinzelt  angepasst,  aufgrund  von  veränderten rechtlichen,  jagdlichen  und  gesellschaftlichen  Rahmenbedingungen  drängte sich ein neues Gesetz jedoch auf. Gleichzeitig müssen die neuen Vorgaben des Bundes  in  den  Bereichen  Jagd,  Tierschutz  und  Waffenrecht  ins  neue kantonale   Jagdgesetz   übernommen   werden.   Unbestritten   und   daher beibehalten werden soll die Revierjagd als Jagdsystem des Kantons Solothurn.

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Europa-Parlamentarier: Keine Einschränkungen für Jäger und Sportschützen

MdEP Schwab und Pieper: Bestehende Regelungen für legale Waffenbesitzer in Deutschland bleiben erhalten

Die von der Kommission initiierte Verschärfung des EU-Waffenrechts wird in Deutschland nur geringe Auswirkungen haben, urteilen zwei Abgeordnete des Europa-Parlaments in einem Gastbeitrag für den Deutschen Jagdverband (DJV): Der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments hat am 13. Juli 2016 für eine entsprechende Entschärfung des EU-Kommissionsvorschlags gestimmt.
„Uns war von Anfang an wichtig, dass es für Jäger und Sportschützen in Deutschland bei den bestehenden Regelungen bleibt. Wir haben uns deshalb sehr dafür eingesetzt, zusätzliche Belastungen für deutsche Jäger und Sportschützen zu verhindern“, so der Europaabgeordnete Dr. Andreas Schwab, der Binnenmarktpolitischer Sprecher im Europäischen Parlament ist und der Europaabgeordnete Markus Pieper, der Mitglied der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe Biodiversität, Jagd und ländliche Aktivitäten ist.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf A24 überfahren

In der Nacht auf Montag gegen 5.30 Uhr ist auf der A24 in der Nähe der Anschlussstelle Heiligengrabe ein Wolf von einem Tanklastzug überfahren worden. Das Tier war sofort tot und in einem Zustand, der die Feststellung des Geschlechts erst im Rahmen der Untersuchung durch das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) ermöglichte. Demnach handelt es sich um einen jungen Wolfsrüden. Es ist bereits der dritte Wolf, der auf diesem Austobahnabschnitt in den letzten zwei Jahren überfahren wurde. SE

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

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Frankonia startet neue Auktionsplattform

Frankonia hat eine neue Auktionsplattform namens Auctronia für Jäger, Sammler, Sportschützen und Outdoorfreunde an den Start gebracht, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung verkündet. Auctronia ist ein digitaler Marktplatz, auf dem Händler und Privatleute hauptsächlich gebrauchte Waffen, Munition, Jagd- und Schießzubehör anbieten und versteigern können. Dabei verspricht Auctronia höchste digitale Sicherheitsstandards und einen maximalen Schutz der persönlichen Daten, so die Eigenwerbung des Unternehmens.
Die Benutzeroberfläche lässt sich auf allen Endgeräten darstellen und ist intuitiv bedienbar. Händler und Privatpersonen können ihre Produkte kostenfrei und bis zum 30.09.16 provisionsfrei anbieten. Auctronia bietet Hilfe und Support durch qualifizierte Mitarbeiter an. PM

Beitragsbild: Die neue Auktionsplattform Auctronia. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

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Baden-Württemberg: Angeschossener Keiler verletzt Nachsuchenführer schwer

In der Nacht von Sonntag auf Montag zwischen ein und zwei Uhr früh hat ein Jäger in einem Waldgebiet bei Jungingen (Zollernalbkreis) einen Keiler angeschossen. Der Schütze, der aus dem anspielungsreich benamsten Killertal stammt, hatte zuvor bereits eine weitere Wildsau auf den Getreide- und Maisfeldern, in den Wildschweine massiv zu Schaden gehen, erlegt. Im Gespräch mit JAWINA schilderte einer der an der Nachsuche beteiligten Hundeführer, dass zunächst ein Terrier auf den Keiler gehetzt wurde, ihn hochmachte und die Fluchtstrecke erhöhte.

Bei einer ersten Nachsuche am nächsten Morgen (Montag) wurde der Hundeführer nach drei Fehlschüssen im dichten Unterholz des Junginger Waldes von dem Keiler angenommen und schwer geschlagen. Der Mann erlitt mehrere tiefe Fleischwunden und Prellungen und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Polizeibericht hieß es zwar, der Jäger sei nicht lebensgefährlich verletzt, doch Augenzeugen zufolge könnte es sich dabei um eine Fehleinschätzung gehandelt haben: Demnach ist der Schütze an dem attackierenden Keiler „hängen geblieben“. Die Blutgefäße in den Oberschenkeln seien stark in Mitleidenschaft gezogen worden, weshalb der Verletzte beinahe verblutet sei. Glücklicherweise gab es in dem Gebiet Mobilfunkempfang. Als der Verletzte den Schützen, der in einigem Abstand gewartet hatte, telefonisch mitteilte, dass es ihm sehr schlecht gehe, rief dieser den Rettungsdienst.

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Endlich! New York erlaubt Jagd in Pink!

Pink ist das neue Orange, verkündet die New York Times: Als dritter US-Bundesstaat erlaubt New York bei der Jagd Warnkleidung in Pink. Der Stoff darf sowohl flächig als auch gemustert pink sein. Tarnfleck- oder Realtree-Pink steht jetzt nichts mehr im Wege. Die Begründung für die innovative Gesetzesnovelle dürfte den Gender-Bewegten und Gleichstellungsbeauftragten hierzulande allerdings die Zornesröte ins Gesicht treiben: Die Regelung soll die Jagd attraktiver für junge Frauen und Mädchen machen… In Wisconsin, wo eine ähnliche Regelung bereits Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, wurde diese dann auch erwartungsgemäß als sexistisch kritisiert. Eine Sprecherin einer Jägerinnen-Vereinigung bezeichnete die Gesetzesänderung als „erniedrigend für Frauen.“

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Niedersachsen: Land fördert Wolfsschutz für Rinderhalter

+++ Wolf reißt Schafe trotz Herdenschutzhunden +++ Wölfe sollen Hütehund gerissen haben +++

Wurden bislang nur für Schaf- und Ziegenhalter Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsangriffe aus Steuermitteln finanziert, so sollen nun auch Schutzzäune und Herdenschutzhunde für Rinderhalter gefördert werden. Das verkündet der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einer Pressemitteilung: „In einem Umkreis von 30 Kilometern rund um Wietzendorf fördert das Land Niedersachsen künftig auch für Rinderhalter im Haupt- und Nebenerwerb die Anschaffung von wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen gemäß der „Richtlinie Wolf“ des Landes. Bezuschusst werden unter anderem der Erwerb von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden. „Grund hierfür ist, dass in diesem Gebiet seit September 2015 drei Kälberrisse in einem Zeitraum von zwölf Monaten nachweislich von Wölfen verursacht wurden“, erklärte Jana Sprenger vom Wolfsbüro des NLWKN. In diesen Fällen sieht die „Richtlinie Wolf“ des Landes vor, dass neben den Haltern von Schafen, Ziegen und Gatterwild auch Rinderhalter bei der Durchführung von Präventionsmaßnahmen unterstützt werden.

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Slowakei: 1,5 Mio Euro für bärensichere Mülltonne

Der slowakische Umweltminister László Solymos hat einem Bericht der FAZ zufolge 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln für die Entwicklung von braunbärensicheren Müllcontainerns ausgelobt. Dies soll die Tiere davon abhalten, in menschlichen Ansiedlungen auf Nahrungssuche zu gehen. In der Slowakei leben zwischen 600 und 900 Braunbären. Es sei „keine einfache Situation, wenn man morgens aus dem Haus geht und zehn Meter vom Eingang entfernt steht ein Bär“, zitiert das Blatt einen Polizisten. In der Slowakei kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Mensch und Bär, hin und wieder werden sogenannte Problembären geschossen. 2010 warnte das Umweltministerium Wanderer vor Bären, im gleichen Jahr wurde ein Holzfäller von einem Bären schwer verletzt, im April 2016 wurde in einem Dorf in der Hohen Tatra der Ausnahmezustand ausgerufen, weil nach dem Winterschlaf hungrige Bären am hellen Tag durch die Ortschaft marodierten. SE

Beitragsbild: Mülltonne. Foto: SE

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Niedersachsen: Rechtssicherheit für Halbautomaten bei der Erntejagd?

Die Landesregierung Niedersachsen musste sich nochmals mit dem Thema Halbautomaten bei der bevorstehenden Erntejagd befassen: Die Landtags-Abgeordneten Hermann Grupe, Hillgriet Eilers und Dr. Stefan Birkner (FDP) gefragt:

Hat die Landesregierung zur Erntejagd Rechtssicherheit für Jäger geschaffen?

Der Antwort von Landwirtschaftsminister Christian Meyer namens der Landesregierung ist folgende erläuternde Vorbemerkung der Abgeordneten vorangestellt:

„Seit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem März 2016, das die Verwendung halbautomatischer Langwaffen bei der Jagd infrage gestellt hatte, herrscht Unsicherheit bei den Jägerinnen und Jägern. Es ist nicht klar, ob die betroffenen Waffen weiterhin bei der Jagd verwendet werden dürfen. Aus diesem Grund hat der Bundestag im Juli 2016 eine Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen, nach der halbautomatische Waffen mit Wechselmagazin weiterhin bei der Jagd eingesetzt werden dürfen, wenn nicht mehr als drei Patronen geladen sind. Die Jagdgesetzänderung verlangt jedoch die Zustimmung des Bundesrates, der sich frühestens am 23. September mit der Thematik befassen kann.

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Dank Deutsch-Drahthaar: Einbrecher büßt zwei Fingerkuppen ein

Das dürfte er sich anders vorgestellt haben: Ein Einbrecher hat am Dienstag ein Fenster einer Jagdhütte am Diemelsee (Hessen, Landkreis Waldeck-Frankenberg) aufgehebelt und die Scheibe eingeschlagen, wie die HNA berichtet. Der 54 Jahre alte Besitzer der Jagdhütte hatte sein Domizil gegen 21 Uhr verlassen, um bei Mond auf Sauen anzusitzen. Gegen Viertel nach zehn hörte er „lautes Geschrei“ aus Richtung der etwa 200 Meter weit entfernten Jagdhütte. Dort hatte er seinen Deutsch Drahthaar-Rüden zurückgelassen…

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LJVB: Wolf sorgt für steigende Wildschäden

Die Züllsdorfer Jäger (Landkreis Elbe-Elster) sind besorgt über die Zunahme von Wildschäden vor dem Hintergrund einer wachsenden Wolfspopulation. Jagdvorsteher Dorsten Höhne schrieb daraufhin einen Brief an Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger. Die Antwort von Andreas Piela, Leiter des Referats für Arten- und Biotopschutz, hilft nicht weiter, klagt der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) in einer Pressemitteilung: Ausgangspunkt der Besorgnis war die Höhe der Wildschäden in der Züllsdorfer Feldflur. „Trotz erhöhter Aktivität schaffen es unsere Jäger kaum noch, die Schäden in erträglicher Höhe zu halten.“, schrieb Jagdvorsteher Höhne dem Minister. Zur Erklärung fügte er hinzu, dass sich mit der Etablierung eines Wolfsrudels in der Annaburger Heide insbesondere das Rotwild anders verhält. Die weiblichen Tiere – Kahlwild genannt – bilden Großrudel von 70 bis 120 Stück und sind bereits tagsüber auf den Feldern aktiv. Außerdem wechselt das Wild die aufgesuchten Flächen ständig und unvorhersehbar. Sobald die Jäger feststellen, dass das Großrudel da war, sei es in den meisten Fällen schon zu spät. Und niemand könne erwarten, dass die Jäger täglich rund um die Uhr an allen gefährdeten Flächen anwesend sind.

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Schweiz: Abschussverfügung für Wolf abgelaufen

Zunehmend kritische Töne in der Berichterstattung über den Wolf

Die im Schweizer Kanton Wallis verhängte Abschussverfügung für den Wolf M59, der innerhalb weniger Monate mehr als 50 Schafe gerissen hat, ist erfolglos verstrichen. Der Wolfsrüde konnte in der Frist von 60 Tagen nicht erlegt werden. Es ist die dritte erfolglose Abschussverfügung für einen Wolf im Kanton Wallis innerhalb eines Jahres. Sieben Wölfe sind im Wallis in den 21 Jahren seit der Rückkehr des Wolfs legal geschossen worden, wie 1815.ch berichtet, zwei weitere wurden gewildert.

Derweil mehren sich auch in Deutschland die kritischen Stimmen zur ungebremsten Ausbreitung des Wolfs: Ein kritischer Kommentar in der Boulevardzeitung B.Z. fragt: „Warum haben wir mit dem Wolf mehr Mitleid als mit dem Schaf?„, die Welt schreibt über „Die riskante Rückkehr des Wolfs nach Deutschland“ und die Freie Presse berichtet über ein wolfskritisches Maislabyrinth. SE

Beitragsbild: Wolfsfutter. Foto: SE

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UN-Report: Wälder und Holzprodukte schützen das Klima

Nicht die Waldflächenstilllegung, sondern Forstwirtschaft gilt als Schlüssel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft

Ein aktuell von den Vereinten Nationen vorgelegter Bericht betont die Bedeutung von Wäldern und nachhaltig erzeugten Holzprodukten für den Klimaschutz. Darsuf weist ThüringenForst in einer Pressemitteilung hin. So sind Wälder einerseits langfristiger Kohlenstoffspeicher und jährliche Senke von CO2-Emissionen, andererseits bewirkt die vielseitige Verwendung von Holzprodukten eine zusätzliche temporäre Kohlenstoffbindung und damit Klimaentlastung. Weiterer positiver Effekt: Holzprodukte verdrängen energieintensive und damit treibhausgasbelastete Produkte wie etwa Stahl, Aluminium, Kunststoff oder auch Beton. Holz kann außerdem gut recycelt werden und ersetzt klimaschädliche Energieträger wie Kohle, Gas und Öl. Der nachhaltigen Forstwirtschaft wird daher im Bericht eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu einer CO2-armen Wirtschaft zugeordnet, zu der sich die Weltgemeinschaft anlässlich der Pariser Klimakonferenz bekannt hat.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolfsnachwuchs in der Lübtheener Heide

Das Wolfsrudel in der Lübtheener Heide (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat Nachwuchs bekommen. Im Rahmen des Wolfsmonitorings des Bundesforstbetriebes Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Kooperation mit der TU Dresden konnten auf ersten Fotofallenbildern mindestens vier Welpen nachgewiesen werden. Die genaue Anzahl ist noch unklar. Auch im Ueckermünder Rudel werden Welpen vermutet. Zumindest liegen bereits Fotofallenbilder von einer Wölfin mit Gesäuge vor.

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Post für Karl Ernst Thomas

Die „German Rifle Association“ (GRA), eine Lobbygruppe, die sich für den legalen Waffenbesitz einsetzt, hat zu einer Protestaktion gegen die angekündigte weitere Verschärfung des Waffenrechts (JAWINA berichtete) aufgerufen. Jäger, Sportschützen und Waffensammler sollen Bundesinnenminister Karl Ernst Thomas de Maizière schreiben, was sie von neuen Gesetzesverschärfungen halten und ihrem Protest dagegen Ausdruck verleihen. Die E-Mail- und Post-Adressen des Ministers finden sich auf der verlinkten Seite der GRA. SE

Beitragsbild: Internetseite der GRA mit Protestaufruf (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Comic erklärt Jagd – jetzt auch auf englisch

Bereits im Februar hat der Deutsche Jagdverband (DJV) einen Zeichentrickfilm auf YouTube veröffentlicht, der das Kleine Einmaleins der Jagd leicht fasslich – und vor allem: mit Bildern! – erklärt. Überzeugt von dieser ohne Zweifel notwendigen Annäherung an einen zeitgemäßen Aufmerksamkeits- und Verständnishorizont, hat der CIC dieses Video nun ins Englische übertragen.

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Saarland: Mehr Jäger, mehr Jägerinnen

Immer mehr Frauen machen im Saarland einen Jagdschein. In den vergangenen zehn Jahren sei der Anteil der Jägerinnen von fünf auf zehn Prozent gestiegen, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, Johannes Schorr, der dpa in Saarwellingen (Kreis Saarlouis). Ende 2015 gab es im Saarland 4271 Jagdscheininhaber, darunter rund 400 Frauen. Die Zahl der Jäger steige auch insgesamt: Ende 2005 waren an der Saar laut Schorr noch 3677 Jahresjagdscheine „gelöst“ worden.

Gesicherte Aussagen darüber, warum immer mehr Frauen auf die Pirsch gehen, gebe es nicht. Viele Frauen kämen über ihren Jagdhund zur Jagd, sagte Schorr. Zudem spiele die Liebe zur Natur eine Rolle sowie der Wunsch, „vernünftiges Fleisch selbst gewinnen zu wollen“. Altersmäßig seien die Jägerinnen „bunt gemischt mit Tendenz zu jung“. Insgesamt liege der Altersdurchschnitt der saarländischen Jäger bei 55 Jahren, bei Neueinsteigern bei 35 Jahren.

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Österreich: 75-jährige stirbt bei Sturz vom Hochsitz

Im Bezirk Murtal in der Steiermark ist eine 75-jährige Steierin zu Tode gestürzt. Sie hatte zusammen mit ihrem Mann von einem Hochstand auf der Weingruber Alm Gamswild beobachtet, wie diePresse.com berichtet. Beim Absteigen von der zirka sieben Meter hohen Kanzel rutschte die Frau auf einer der oberen Stufen aus. Sie stürzte sechs Meter in die Tiefe. Bei dem Sturz brach sie sich das Genick und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Der Leichnam musste mit einem Hubschrauber abtransportiert werden. SE

Beitragsbild: Hochsitz (Symbolbild). Foto: SE

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Sachsen: Rekord-Streckenergebniss beim Schalenwild

In der vergangenen Jagdsaison haben die Jägerinnen und Jäger im Freistaat Sachsen insgesamt rund 121 000 Stück Wild zur Strecke gebracht. Den größten Anteil daran hat das Schalenwild mit mehr als 75 000 erlegten Stücken. „Das ist bemerkenswert“, stellt Staatsminister Thomas Schmidt fest. „Denn es handelt sich dabei um das bisher höchste Streckenergebnis seit 1991″. Die statistische Auswertung der Streckendaten aus dem Sächsischen Wildmonitoring listet für den Zeitraum vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 unter anderem 4 137 Stück Rotwild (Vorjahr: 3 737), 36 528 Stück Rehwild (Vorjahr: 33 280) und 32 878 Wildschweine (Vorjahr: 27 962) auf.

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Neues Wolfsmanagement für Schleswig-Holstein

Gemeinsam mit Schafhaltern, Jägern und Naturschützern hat das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium das Wolfsmanagement auf neue Füße gestellt, wie das Kieler Umweltministerium stolz verkündet. Neben einer behördlichen Basis gehören mehr Wolfsbetreuer, neue Regeln bei der Entschädigung und Lösungen beim Umgang mit verletzten Wölfen zu den Kernpunkten. Erarbeitet wurden sie gemeinsam beim Runden Tisch. „Mit dem neuen Management schaffen wir eine breit akzeptierte Basis für den weiteren Umgang mit dem Wolf. Die ist angesichts der schwierigen Debatten und der unterschiedlichen Interessen besonders wertvoll. Und es ist der Bereitschaft aller zu konstruktiven Lösungen zu verdanken““, sagte Minister Habeck gestern in Kiel, wo er gemeinsam mit dem Landesverband der Schleswig-Holsteinischen Schafzüchter, dem NABU und dem Koordinator der Wolfsbetreuer, Jens Matzen, die Ergebnisse des Runden Tisches vorstellte.

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