Schweden: Cockerspaniel von Wolf gerissen – nur einen Meter vom Besitzer entfernt

Mutter von Dreijährigem verscheucht Wolf – nur sieben Meter vom Kind entfernt

In Kårsta, einem Dorf in der Gemeinde Vallentuna in der schwedischen Provinz Stockholms län, nur etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Stockholm entfernt, hat ein Wolf einen Cockerspaniel gerissen. Es ist der dritte Rissvorfall von Hunden durch Wölfe in Stockholms län innerhalb kurzer Zeit. Auch in anderen Provinzen Schwedens ist es in den vergangenen Monaten mehrfach zu Attacken auf Hunde durch Wölfe gekommen (JAWINA berichtete, siehe hier und hier). Der Besitzer des Cockerspaniels unternahm mit seinem Hund einen Spaziergang zu einem nahe gelegenen See, als der Wolf aus dem Wald auftauchte und das nur etwa einen Meter vor seinem Herrn herlaufende Tier packte und fortschleppte. Selbst die Polizei äußerte sich schockiert über diesen dreisten Angriff. Die Überreste des Hundes wurden gefunden, der Verwaltungsrat der Gemeinde bestätigte gegenüber der schwedischen Jagdzeitung SvenskJakt, dass Wölfe den Cockerspaniel gerissen haben. Nachdem drei Hunde, eine Katze, eine Henne und sechs Schafe in dem Gebiet von Wölfen gerissen wurden, hat der Verwaltungsrat der Gemeinde Vallentuna nun eine Schutzjagd auf Wölfe angeordnet, so SvenskJakt.

Glimpflicher ging ein Vorfall aus, in den ein Wolf und ein dreijähriges Kind involviert waren:

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82jähriger Jäger entwaffnet – Deutschland wieder sicherer geworden

Und wieder ist Deutschland ein Stückchen sicherer geworden: Ein 82 Jahre alter Jäger aus Hille (NRW, Kreis Minden-Lübbecke) muss nach einer entsprechenden Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden Waffen und Munition abgeben. Bei einer Kontrolle der Waffenaufbewahrung hatten Mitarbeiter des Kreises festgestellt, dass der betagte Weidmann Waffen und Munition zusammen in einem Waffenschrank aufbewahrte. Das sei verboten, belehrte Richterin Bärbel Brinkmann dem Westfalen-Blatt zufolge den Senior: Wenn ein Unbefugter an die Waffen gelange, dann habe er auch gleich die Munition.

Er sei unzuverlässig, hatte der Landkreis dem Jäger beschieden, wogegen dieser geklagt hatte. Vor Gericht verteidigte er sich mit der wenig aussichtsreichen Erklärung, dass er von der gesetzlichen Verpflichtung, Waffen und Munition getrennt aufzubewahren, noch nie gehört habe. Ein gewisses Unbehagen der Richterin, einen 82 Jahre alten Bürger, der sich vermutlich sein ganzes Leben lang nicht hat zuschulden kommen lassen – sonst wäre er schon beizeiten entwaffnet worden – von Amts wegen als unzuverlässig herabzuwürdigen, scheint aus dem seltsamen Angebot zu sprechen, das die Juristin dem Jäger laut Westfalen-Blatt machte: Wenn er seine Waffen „freiwillig“ abgebe, würde der Kreis das Schreiben zurücknehmen, in welchem er als „unzuverlässig“ bezeichnet werde. SE

Beitragsbild: Waffenschrank – ist der Zugewinn an Sicherheit messbar, wenn die Munition, wie vorgeschrieben, in einem einfachen „Stahlschrank mit Schwenkriegelverschluss“ aufbewahrt wird, statt im üblicherweise deutlich massiveren Waffenschrank?. Foto: SE

Munster: Wolfswelpen wurden wahrscheinlich tot gebissen

CDU Niedersachsen: „Grüne stellen Ausweitung des Wolfsbestands in Niedersachen über allgemeinen Tierschutz“ +++ SPD Niedersachsen fordert „wolfsfreie Zonen“, FDP will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen +++

Dem Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landebetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) liegen die Ergebnisse der Analyse der genetischen Proben der beiden am 8. August im Bereich des Truppenübungsplatz Munster Nord tot aufgefundenen Wolfswelpen (JAWINA berichtete) vor. Das Senckenberg-Institut in Gelnhausen kommt zu dem Ergebnis, dass die beiden Welpen Nachkommen der Fähe waren, die Anfang Juli im Landkreis Heidekreis auf der B209 bei Bispingen bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurde. Auch das Vatertier der Welpen ist bekannt. Es handelt sich um einen Rüden, der zuvor sowohl auf dem Gelände des Unternehmens „Rheinmetall“ bei Unterlüß als auch auf dem Truppenübungsplatz Munster nachgewiesen werden konnte.

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Sachsen-Anhalt: Wolfsnachwuchs auf Truppenübungsplatz Klietz

Erneut hat sich das auf dem Truppenübungsplatz Klietz in Sachsen-Anhalt nachgewiesene Wolfspaar erfolgreich reproduziert: Eine Wildkamera des für die Bewirtschaftung zuständigen Bundesforstbetriebs hat drei Wolfswelpen aufgenommen. Ein Jäger soll in einem von dem bekannten Rudel weit entfernten Teil des Truppenübungsplatzes eine weitere Wölfin mit vier Jungtieren beobachtet haben. SE

Beitragsbild: Wolfswelpen in Klietz. Foto: Bundesforst

Frankreich: Schweizer Jäger erschießt vier Esel

Ein Schweizer Jäger hat am Sonntag bei Arith im französischen Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes vier Esel geschossen. Die Tiere gehörten zu einem kleinen Hof, der insgesamt fünf Esel hielt. Wie 20min.ch berichtet, mussten die Tiere eingeschläfert werden, weil sie von Kugeln im Bereich der Beine verletzt worden waren. Der Mann hatte mit seinem Bruder bei der örtlichen Jagdgenossenschaft eine Lizenz zur Jagd auf Rehe, Hirsche und Wildschweine gelöst. Der Bruder des Schießers entschuldigte sich bei der Besitzerin der Esel, ohne Gründe für das Verhalten anzugeben. Die Besitzerin der getöteten Esel erhebt laut 20min.ch schwere Vorwürfe gegen den Schützen: Er habe gesehen, dass es keine wilde Tiere sind, hätte aber keinen Tierarzt gerufen: „Man versteckt sich und lässt die Tiere leiden, man haut ab und lässt die anderen das regeln.“ Der Direktor des Jagdverbandes Savoyen sagte dem Radiosender France Bleu Pays de Savoie, dass es sich bei dieser Tat nicht um einen Jagdunfall handle. Das Verhalten sei unverständlich und schade dem Ansehen der Jagd. SE

Cideo: France Bleu Pays de Savoie / YouTube

M-V: Mann bei Erntejagd verletzt

Bei einem Jagdunfall auf einem Feld bei Mustin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist am Dienstagnachmittag ein 62-jähriger Mann verletzt worden. Der Jäger kam mit einer Verletzung am Unterarm ins Krankenhaus. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 62-Jährige mit einem anderen Jäger ein Wildschwein auf einem fast abgeernteten Maisfeld bejagt. Beide Männer sollen abwechselnd auf das Schwein geschossen haben. Dabei soll es zu diesem Vorfall gekommen sein. Ob der 62-Jährige direkt von einem Projektil oder von einem Querschläger getroffen wurde, ist noch unklar. Die Polizei stellte die Waffen von beiden Jägern sicher. Nun muss die Kriminalpolizei die genauen Umstände des Vorfalls klären. PM

Beitragsbild: Erntejagd. Foto: SE

Deutscher Defender?

+++ Botswana: Elefantenherde durch Stromschlag getötet +++

Nach nur 68 Jahren und etwa eben so vielen Ankündigungen hat der mittlerweile zum indischen Tata-Konzern gehörende Automobilhersteller Jaguar Land Rover die Produktion des Geländewagens Defender nun tatsächlich eingestellt. Ein nicht hinnehmbarer Zustand, finden viele Fans des knorrigen Wagens. Ein britischer Unternehmer will nun einen würdigen Nachfolger fertigen lassen – in Deutschland. Natürlich dürfte der deutsche Defender nicht Defender heißen, weil der Tata-Konzern die Namensrechte hält und unter der Bezeichnung selbst einen Nachfolger produzieren möchte. Zumindest behauptet der das. Doch auch von der Namensfrage abgesehen, wirft das Projekt Fragen auf: So wie ein Bordeaux nur aus Frankreich kommen kann, scheint der Defender so eigentümlich britisch zu sein, dass eine Transplantation von Entwicklung und Fertigung auf schwere Bedenken stößt. Es steht zu befürchten, dass einem von deutschen Ingenieuren entwickelten und in hiesigen Werken gebauten Defender-Nachfolger wesentliche Charakteristiken und von den Liebhabern der Marke geschätzte Kerntugenden abhanden kommen. Man muss es ganz klar – und mit einem warnenden Unterton – sagen: Ein Defender, in den es nicht hineinregnet, der auf der Garageneinfahrt nicht das charakteristische Ölspuren-Tropfbild hinterlässt und im Dauerregen nicht die Scheibenwischerarme abwirft – das ist kein Defender mehr! SE

Beitragsbild: Defender in artgerechter Haltung. Foto: SE

M-V: Management-Vorschläge für invasive gebietsfremde Arten vorgelegt

Stellungnahmen bis  20. November möglich

Bis zum 18. Oktober 2017 liegen im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie (LUNG) sowie in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin, Neubrandenburg, Rostock und Stralsund zu den Geschäftszeiten die bundesweit abgestimmten Unterlagen für das Management gebietsfremder invasiver Arten aus.

Dabei handelt es sich um Vorschläge, die Jedermann einsehen kann und zu denen Interessierte bis zum 20. November 2017 schriftlich Stellung nehmen können. Hinweise können entweder an das LUNG (Stichwort „Anhörung Managementpläne invasive Arten) gerichtet oder direkt online eingegeben werden. Die Unterlagen sind unter www.anhoerungsportal.de verfügbar.

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LJVB: Prädatorenjagd begünstigt Vogelschutz

+++ Zwei deutsche Angler in Frankreich ertrunken +++ NRW: Landwirt zahlt Geldbuße für „falsches Mähen“ +++

Brandenburg: In seiner Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen zur Entwicklung der Vogelwelt in Brandenburg bekräftigt Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger die große Bedeutung der Bejagung von Waschbär, Marderhund und Co. für den Schutz der heimischen Arten. Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) fordert, nun endlich die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft räumte in seiner Antwort für den Zeitraum von 1995 – 2016 einen Bestandsrückgang des Brutvogelvorkommens insbesondere in der Agrarlandschaft ein. 30 von 39 Arten seien in ihrem Bestand zurückgegangen. Als Ursachen benennt er insbesondere die hohe Intensität der Flächennutzung und den hohen Prädationsdruck. Der hohe Anteil von Mais als Ackerfrucht sowie die Größe der Schläge wirkten sich ebenfalls negativ auf die Entwicklung der Vogelwelt Brandenburgs aus. Ursächlich seien vor allem die damit verbundene Insekten- und Beikrautarmut. Sie führen zu einer Verarmung der Artenvielfalt.

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Brandenburg: Kritik an Wisentabschuss

+++ 1a Öffentlichkeitsarbeit: „Revierservice“ berechnet 75 Euro für Entsorgung zweier toter Waschbären +++ Mecklenburg-Vorpommern: Elch an der A20 +++ Baden-Württemberg: Audi RS6 überfährt Schwarzwild-Rotte – sieben tote Sauen, 60.000 Euro Totalschaden +++ Schweiz: Wolf tötet acht Schafe im Kanton Bern +++ Brandenburg: Polterabend im Dorf hält Wolf nicht von Schafsrissen ab +++ Niederösterreich: Jäger fordern Regulierung der Wölfe +++

Nach dem Abschuss eines vermutlich aus Polen eingewanderten Wisents bei Lebus (Landkreis Märkisch-Oderland) hagelt es Kritik an dem Leiter des Ordnungsamts, der den Abschuss angeordnet hatte. Der WWF hat Strafanzeige gestellt, das Landesumweltministerium ließ durch einen Sprecher verlauten, dass man „entsetzt und empört“ sei.  Weder das Ministerium noch das Landesumweltamt seien in das Vorgehen des Amtsdirektors von Lebus eingebunden gewesen. Minister Vogelsänger habe sich nach Bekanntwerden des Berichts an den zuständigen Landrat gewandt mit der Bitte um eine Sachstandsdarstellung.

Der Ordnungsamtsleiter hat sein Vorgehen gegenüber den Medien verteidigt: Es habe eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung bestanden. Er habe „da kein Abwägungsermessen, sondern Leib und Leben geht vor“, sagte der Beamte der Lausitzer Rundschau zufolge. Das Umweltministerium erklärte dazu, das Ordnungsrecht greife nur, wenn unmittelbar Gefahr im Verzug ist und auch dann sei nur das mildeste Mittel zulässig. „Wisente zählen in Deutschland und Polen zu den streng geschützten Tierarten. Von polnischer Seite wird uns vermittelt, dass es sich um einen Bullen handelt, der dort im Gebiet des Nationalparks Warthemündung seit längerem frei herumläuft. Von Gefahr im Verzug ist dort nichts bekannt.

Auch ein „parlamentarisches Nachspiel“ soll der Vorfall haben: Manfred Kürzer, Fraktionschef der größten Stadtverordnetenfaktion „Bürger für Lebus“ hat einen Antrag auf eine Sondersitzung des Parlaments eingereicht, wie die Märkische Online-Zeitung schreibt. Außerdem hat Kürzer die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den Ordnungsamtsleiter beantragt.

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Verbotspartei: Grüne fordern Strafsteuer für Geländewagen

Beim Grünen-Parteitag 2014 hatte Cem Özdemir noch verkündet, dass die Grünen keine Verbotspartei mehr sein wollten (JAWINA berichtete, siehe auch hier), jetzt, da das Scheitern an der 5-Prozent-Hürde in greifbare Nähe rückt, scheint sich der Grünen-Chef auf die Kernkompetenzen der Partei – das Verbieten und Verteuern – zu besinnen: Wer einen Geländewagen oder ein SUV fährt, soll nach dem Wunsch und Willen Özdemirs zur Kasse gebeten werden. Wer SUV fahren will, solle die die Kosten tragen, die der Geländewagen ökologisch verursacht, sagte Özdemir im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dafür sollen Elektroautos steuerlich gefördert werden.

Man kann sich nur wundern über diese seltsame grüne Verbohrtheit, mit der an einmal getroffenen ideologischen Richtungsentscheidungen festgehalten wird. So wie die gravierenden negativen Auswirkungen nachwachsender Rohstoffe oder der Energiewende hartnäckig geleugnet, ignoriert, totgeschwiegen werden, so unbeirrt preisen sie die angeblichen Vorzüge des Elektroautos. Dabei ist die Wahrheit nur eine Google-Suche und ein paar Mausklicks entfernt: Gerade hat die schwedische Energieagentur dem Elektroauto seine verheerende CO2-Bilanz bestätigt: Bei der Akku-Produktion werden tonnenweise Treibhausgase freigesetzt, acht Jahre kann man einen Benziner fahren, bevor er „die Umwelt so stark belastet habe wie die Akku-Produktion für ein Tesla Model S – den Stromverbrauch beim Fahren noch gar nicht berücksichtigt. Aber über dieses Thema sprechen Freunde des Elektroautos nicht so gerne, wie die taz süffisant feststellt.

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Sachsen-Anhalt: Wanderer filmt sechs Wölfe in der Oranienbaumer Heide

Ein Wanderer hat sechs Wölfe in der Oranienbaumer Heide (Landkreis Wittenberg) gefilmt. Erst vor wenigen Wochen war die Existenz eines dreiköpfigen Rudels dort offiziell bestätigt worden. Die Wölfe sind zuvor durch mehrfache Risse von Fohlen aufgefallen. Das Video ist am vergangenen Donnerstag entstanden. Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet, hatte sich der Wanderer wegen des einsetzenden Regens untergestellt, als die Wölfe 20 Meter vor ihm auftauchten. Sie verschwanden dann zunächst im Wald, wechselten bald darauf aber über die Heidefläche.

Video: MZ / YouTube / Florian König

Österreich: Burgenländischer Jagdverband wählt neuen Vorstand

+++ Salzburg: Konflikte zwischen Jägern und rücksichtslosen Mountainbikern +++ Oberösterreich: Weil der Landesjagdverband Oberösterreich nicht mehr für Wolfsrisse zahlen möchte (JAWINA berichtete), wirft der WWF dem LJV einen Bruch der „Pakttreue“ vor. Unser Lösungsvorschlag: Der WWF übernimmt die Ausgleichszahlungen +++ Steiermark: Wilderer beschießen Reh mit Schrot und lassen es schwer verletzt liegen +++

Im Rahmen des Landesjagdtages des Burgenländischen Landesjagdverbandes (BLJV) am 17.9.2017 wurde Ing. Roman Leitner von den aus dem ganzen Burgenland anwesenden Delegierten in der Position des Landesjägermeisters bestätigt. Die Neuwahl war erforderlich geworden, weil der vorherige Landesjägermeister und sein Stellvertreter wegen des Streits um das Landesjagdgesetz zurückgetreten waren (JAWINA berichtete). 79 der anwesenden 80 Delegierten gaben den Team Leitner-Klement ihre Stimme. Ebenfalls bestätigt wurde die Stellvertretende Landesjägermeisterin Dr. Charlotte Klement. Zum neuen und dritten Vorstandsmitglied kürten die Delegierten den neuen Bezirksjägermeister des Bezirkes Oberpullendorf Mag. Herbert Pfeiffer. Wesentliches Anliegen der neuen Verbandsführung um Landesjägermeister Leitner ist es laut einer Pressemitteilung des BLJV, die Jägerschaft des Burgenlandes zu einen und die Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Jagd und der Jägerinnen und Jäger zu forcieren. Das neue Burgenländische Jagdgesetz soll in Kooperation mit den zuständigen Stellen und maßgeblichen politischen Vertretern analysiert werden und wo notwendig und sinnvoll möchten Leitner und Klement Nachjustierungen erreichen.

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Studie: Wölfe sollen Kausalzusammenhänge besser als Hunde verstehen

Mit einer Reihe seltsamer Experimente wollen Forscherinnen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Radboud Universität im holländischen Nimwegen sowie des Wolf Science Centers (WSC) in Ernstbrunn herausgefunden haben, dass Wölfe Kausalzusammenhänge besser begreifen als Hunde. Zu diesem Zweck wurde eine Art Kasperletheater an der Einzäunung des Wolfgeheges aufgebaut, in dem die Wissenschaftlerinnen den Tieren verschiedene Darbietungen präsentierten. Dabei ging es darum, dass die Tiere zwischen zwei Objekten wählen mussten: In dem einen befand sich Futter, in dem anderen nicht. Den Tieren wurden aber Hinweise gegeben, in welchem der Objekte sich das Futter befinden könnte. Die Experimentatorin stellte zum Beispiel Augenkontakt zu einem Tier hin und wies dann mit Nicken oder Gesten auf die vielversprechendere Dose hin. Solche kommunikativen Hinweise verstanden Hunde und Wölfe – im WSC werden übrigens Timberwölfe gehalten – etwa gleich gut. Erfolgte der Hinweis nur durch Gesten, versagten Hunde und Wölfe gleichermaßen.

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Bayern: Jäger nach SEK-Einsatz wieder frei

Der 44 Jahre alte Jäger, der am Freitag bei einem spektakulären SEK-Einsatz im oberfränkischen Plankenfels (Landkreis Bayreuth) verhaftet wurde (JAWINA berichtete), ist wieder freigelassen worden. Es bestünden keine Verdachtsmomente, die einen Haftbefehl rechtfertigen würden, teilte ein Polizeisprecher mit. Für den Einsatz war der Dorfkern abgeriegelt worden, Anwohner durften ihre Häuser nicht verlassen und wurden aufgefordert, sich nicht an den Fenstern zu zeigen, der Gasthof wurde evakuiert. Neben zahlreichen Polizisten wurden auch das Nürnberger SEK und ein psychologisch geschultes Verhandlungsteam hinzugezogen. Der Einsatz erfolgte wegen eines aufgrund von Sprachproblemen – der Anrufer sprach kein Deutsch – unverständlichen Notrufs, aus dem jedoch hervorgegangen sei, dass der Jäger möglicherweise Mitbewohner bedroht oder eine Geisel genommen hätte. Wie die Frankenpost berichtet, verließ der 44-jährige nach einiger Zeit das Haus in Begleitung einer Slowakin.

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Hund im Auto – Jagdhelfer sicher unterwegs

Ein Beitrag von Frank Martini

Da haben wir ihn nun, den jungen Hund. Und die besten Absichten. Wollen ihn gut ausbilden und gekonnt zur Jagd führen. Nur: Wie kommen wir dort hin?

Bei allem, was die Anschaffung eines Jagdhundes und das nötige Zubehör umfasst, kommt eine Überlegung oft erst am Schluss: Der Hundetransport. Den Hund aber einfach irgendwie ins Auto zu packen, ist keine Lösung, schon weil Improvisation hier schnell ins Geld gehen kann. Denn aus gesetzgeberischer Sicht sind Hunde im Auto eine Ladung, an deren Sicherung verbindliche Erwartungen geknüpft sind. Auch wenn die Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich unsere Hunde ins Visier nehmen, lassen gleich zwei (fast gleichlautende) davon keinen Zweifel an unseren Pflichten: Das Kraftfahrgesetz und die Straßenverkehrsordnung. Beide legen fest, dass jede Ladung in oder auf Fahrzeugen so zu sichern ist, dass niemand gefährdet, behindert oder belästigt wird und die Ladung den im Fahrbetrieb auftretenden Kräften jederzeit standhalten kann (StVO §61, KraftFG §101). Dabei lassen diese Vorschriften keinerlei Zweifel über die Verantwortlichkeit – sie trifft immer den Fahrer und bedroht ihn bei Verstößen mit drakonischen Bußen.

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Bayern: SEK nimmt Jäger fest

Bei einem Einsatz des Sondereinsatzkommandos in Plankenfels (Landkreis Bayreuth) ist ein 44 Jahre alter Jäger festgenommen worden. Für den Einsatz wurde der Dorfkern abgeriegelt, Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Auf dem Internetportal nordbayern.de gibt es eine Bilderstrecke des Einsatzes zu sehen. Unklar bleibt, worum es bei dem Einsatz überhaupt ging. Medienberichten zufolge war bei der Polizei ein Notruf eingegangen. Der Anrufer vermittelte demnach den Eindruck, dass jemand bedroht werde. Auch eine mögliche Geiselnahme stand im Raum. Da der Anrufer sowie die übrigen Betroffenen kein Deutsch sprächen, bliebe der Sachverhalt wegen Verständigungsproblemen unklar. Es konnte auch nicht geklärt werden, ob überhaupt eine Waffe im Spiel war, berichtet die Welt. Nur dass sich ein „Vorfall im häuslichen Umfeld“ ereignet habe, stünde fest. Da der Beschuldigte, ein Deutscher, als Jäger jedoch Zugriff auf Waffen habe, sei das SEK angerückt: Man habe sämtliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, sagte ein Polizeisprecher der Welt zufolge. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf nordbayern.de (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

USA: Jagdunfall – Frau erschiesst Jäger durch Wärmebild-ZF

+++ Elche in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gesichtet +++

In Anderson County im US-Bundesstaat South Carolina ist ein Mann bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handelt es sich um den 40 Jahre alten Kenneth Jason Young aus der Ortschaft Starr. Ersten Ermittlungen zufolge befand sich Young am Donnerstag gegen 20.30 Uhr auf einer Wildschweinjagd auf einem Acker, als der tödliche Schuss fiel. In der Nähe jagten ein weiterer Mann und eine Frau, die Young weder kannten, noch mit ihm zusammen jagten, noch wussten, dass er dort jagte. So berichtet es das Nachrichtenportal WSPA. Nach Angaben des Gerichtsmediziners benutzte die Frau ein Wärmebild-Zielfernrohr, als sie einen Schuss auf ein Objekt in dem Feld abgab. Ihr sei nicht klar gewesen, dass sie auf eine menschliche Person schösse. Young soll gekniet haben, als er von dem Projektil getroffen wurde. SE

Beitragsbild: Verwechslungen möglich – Blick durch Wärmebildkamera. Foto: privat

 

Mecklenburg-Vorpommern: Vorderpfoten auf dem Pflug – Wölfe belagern Traktor

„Ein bisschen Schiss hatte ich schon“, bekennt der 26 Jahre alte Landwirt gegenüber dem Nordkurier – und der eine oder andere Leser wird dafür Verständnis aufbringen: Martin H. hatte Nachtschicht, wollte gegen 23 Uhr auf einem Feld bei Altentreptow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gerade aussteigen, um die Landtechnik zu überprüfen. Da entdeckte er den ersten Wolf, nur acht Meter von ihm entfernt. Schaut ihn an, macht keine Anstalten wegzulaufen. H. schaut sich um, entdeckt einen zweiten Wolf: Dieser habe bereits die Vorderpfoten auf den Pflug gelegt.

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Steel Action HS: Alexander Ostanins grosser Wurf

Geradezugrepetierer Steel Action HS im Praxistest

Es reicht nicht, ein begnadeter Konstrukteur zu sein – man muss auch in der Lage sein, zu erkennen, wonach der Markt verlangt und Kundenwünsche konstruktiv überzeugend umzusetzen. Die große Aufmerksamkeit, die die Steel Action HS seit ihrer Vorstellung auf der IWA 2017 hervorruft (siehe auch hier), verdankt sich definitiv auch der Konsequenz, mit der Konstrukteur Alexander Ostanin die in den üblichen Foren an der Geradezugkonkurrenz geäußerte Kritik in seinem Repetierer umgesetzt hat: Ein Geradezugrepetierer, aber mit bombensicherer, über eine Steuerkurve zwangsgesteuerten Drehkopfverriegelung (von der DEVA in Überdruckversuchen mit Gasdrücken bis 10.000 malträtiert), ohne Kunststoff (das einzige Kunststoffteil, das wir an der Waffe entdeckt haben, ist der Magazineinsatz), dafür aber mit einem richtigen Magazin, eine ins System eingefräste Picatinny-Schiene, die eine Vielzahl preiswerter und stabiler Montagen ermöglicht. Eine Waffe, überdies, die „bis zur letzten Schraube (und vom Schaftholz abgesehen) made in Germany“ ist, wie Steel Action auf Nachfrage von JAWINA nochmals bekräftigte. Und das alles für knapp unter 2.000 Euro inklusive zwei Magazinen und Mündungsgewinde. Wir haben die vielversprechende Waffe auf dem Schießstand und in der Jagdpraxis getestet.

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Saarland: OVG entscheidet über Genehmigungspflicht für Wildkameras

+++ Brandenburg: Wolfsriss Belzig – Schäferfamilie denkt über Aufgabe der Schafhaltung nach +++ „Alltägliches Ritual“: Wolfsriss in Thüringen +++Österreich: Jäger erschießt Ehefrau und sich selbst +++ Österreich: Wilderer köpft Hirsch und Reh +++ Update: Gericht entscheidet – Wildkameras sind genehmigungspflichtig +++

Das Oberverwaltungsgericht Saarlouis entscheidet heute über die Frage, ob der Betrieb von Wildkameras durch die Datenschutzbehörden genehmigt werden muss. Drei Jäger haben gegen eine entsprechende Anordnung der saarländischen Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit geklagt. Das Verwaltungsgericht hatte in der Vorinstanz die Klage der Jäger bereits abgelehnt. Es ist einem Bericht der Saarbrücker Zeitung zufolge das erste Mal, dass diese Frage obergerichtlich entschieden werde. Es gehe dabei nicht darum, ob der Einsatz von Wildkameras grundsätzlich erlaubt sei, sondern nur darum, ob er meldepflichtig sei, so die Zeitung.

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Am ersten Tag im Amt: Amerikanischer Innenminister kassiert Verbot von Blei-Munition

Auf der Internetseite der National Rifle Association (NRA), der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation, die für das Recht auf Legalwaffenbesitz eintritt, ist eine geradezu hymnische Lobpreisung des Innenministers Ryan Zinke zu lesen: Dieser führe ein „Revival“, eine Wiederbelebung, an: Dank Zinke fühlten sich amerikanische Sportschützen, Jäger und Naturfreunde befreit von den Fesseln einer anmaßenden und übergriffigen Bundesregierung. Dank Zinke würden sie aufs Neue die Freiheit erleben, ihre Jagdgewehre und ihre Ausrüstung zu nehmen, um in Amerikas wilder Natur zu jagen und zu fischen, wie es ihre Väter und Großväter vor ihnen getan hätten. Grund für das überschwängliche Lob: Zinke hat gleich am ersten Tag im Amt als Innenminister den von der Obama-Administration verfügten Bleimunitions-Bann außer Kraft gesetzt. Dieser Bann sei die letzte Ohrfeige in das Gesicht von Jägern und Fischern in ganz Amerika gewesen, so die NRA.

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Brandenburg: Schwedische Experten empfehlen Schutzjagden auf Wölfe

Von Schweden lernen, heißt schießen lernen: Bei der gestrigen Anhörung zum Wolfsmanagement im Agrar- und Umweltausschuss des Potsdamer Landtags haben sich die eingeladenen Experten aus Schweden für Schutzjagden auf Wölfe ausgesprochen. In Schweden könne jedes geschützte Tier – dazu gehören außer Wölfen etwa auch Luchse, Braunbären und Steinadler – geschossen werden, wenn es Nutztiere oder Menschen gefährdet. Dies gelte auch dann, wenn noch kein Angriff stattgefunden hat, fasst die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) Berichte der schwedischen Experten zusammen. Neben der Schutzjagd auf Problemtiere gibt es in Schweden die reguläre Lizenzjagd auf Wölfe, die dazu dient, den Wolfsbestand in Schweden auf ca. 350 Wölfe zu begrenzen. Die entsprechenden Quoten würden von den regionalen Verwaltungen bestimmt, überzählige Tiere werden erlegt. Michael Schneider, in der schwedischen Provinz Västerbotten für Raubtierfragen zuständig, sprach laut MAZ von einer „sehr aufgebauschten“ Diskussion um den Wolf. SE

Beitragsbild: Der zitierte und verlinkte Artikel in der MAZ. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

 

 

 

 

Brandenburg: Elch auf der A12 totgefahren

Bereits gestern früh ist ein junger Elchbulle tot auf dem Standstreifen der A12 in der Nähe der Anschlussstelle Fürstenwalde-West (Landkreis Oder-Spree) gefunden worden. Das Tier ist vermutlich angefahren worden. In den vergangenen Wochen sind mehrfach Elche in Brandenburg gesichtet worden (JAWINA berichtete). Der Kadaver des Elchs wurde ins Naturkundemuseum Potsdam transportiert. Auf der Internetseite des Museums heißt es dazu: „Das gesamte Museumsteam trug den Elch in die Präparationswerkstatt des Museums. Der Präparator Christian Blumenstein vermaß das Tier und zog das Fell ab. Anschließend wurde der Elch und gewogen und untersucht. Das Fell wird später gegerbt und kommt mit dem Schädel in die wissenschaftliche Sammlung des Museums.“ SE

Beitragsbild: Elchbergung an der A12. Quelle: Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

Japan: Gemeinden werben um Jäger

Gemeinden in der Präfektur Yamagata im Norden Japans bieten Workshops an, auf denen das Interesse für die Jagd geweckt werden soll. In Japan geht das Interesse an der Jagd seit langem zurück, der Altersdurchschnitt in den Jagdgesellschaften steigt. Waren im Jahr noch 500.000 Jäger in Japan lizensiert, so fiel die Zahl bis zum Jahr 2009 auf nur noch ca. 190.000. Keine gute Entwicklung, denn die Folgekosten sind enorm: Allein in der Präfektur Yamagata summierten sich die Wildschäden auf etwa 580 Millionen Yen (ca. 4,4 Millionen Euro). Ein großer Teil des Wildschadens entstand an für die Präfektur typischen Agrarerzeugnissen wie Kirschen, wie japantoday.com berichtet. Gemeinsam mit dem örtlichen Jagdverband organsiert die Gemeindeverwaltung nun Workshops, um das Interesse an der Jagd (wieder )zu erwecken.

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Brandenburg: Jäger rettet Seeadler

Ein Brandenburger Jäger hat einen verletzten Seeadler gerettet. Er fand das Tier bei einem Gang durch sein Revier bei Brüssow in der Uckermark. Der Seeadler hat sich vermutlich bei einer Kollision mit den Flügeln eines Windrads Elle und Speiche des linken Flügels gebrochen. Als der Jäger den Seeadler entdeckte, stand er im Gras einer Böschung und versuchte, sich wegzuducken. Ihm sei sofort klar gewesen, dass mit dem Tier etwas nicht stimme, berichtete der Jäger dem Nordkurier. Der Seeadler wurde dem Greifvogelexperten einer Naturschutzstation übergeben, der es in eine Tierklinik verbrachte. Bleibt zu hoffen, dass der gebrochene Flügel erfolgreich operiert werden kann. SE

Beitragsbild: Toter Bussard vor Windrad – Kollisionen mit Windkraftanlagen sind eine der häufigsten Todesursachen für Greifvögel. Foto: SE

Niedersachsen: Erlösen verboten – durch Wolfsriss verletztes Schaf muss sich stundenlang quälen

Wenn es stimmt, was der NDR hier berichtet, ist es eine Riesensauerei: In Vechta sollen Wölfe im Lauf der letzten vier Wochen nicht nur zwanzig Rinder und Schafe getötet haben, in einem Fall muss ein Wolf einen zwei Meter hohen (!) Zaun überwunden haben, um eine Schafherde zu attackieren. Ein Lamm wurde gerissen, ein Mutterschaf schwer verletzt. Der Züchter berichtet gegenüber dem NDR, dass das Tier stundenlang „mit heraushängenden Gedärmen“ auf der Weide liegen bleiben musste. Er habe das Tier nicht von seinen Leiden erlösen dürfen, erst der Wolfsberater habe das Tier dann eingeschläfert.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf – Tierschutz gilt auch für Nutztiere (Archivbild). Foto: SE

Schleswig-Holstein: Drei weitere Wölfe nachgewiesen

In Schleswig-Holstein sind drei weitere Wolfsnachweise erzielt worden, teilt das Umweltministerium des Landes mit. Die Nachweise aus den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Segeberg und Plön gingen Anfang dieser Wochen beim Landwirtschaftsministerium ein.

Zwei der Nachweise konnten durch Fotofallen erbracht werden. So wurde ein Wolf am 1. Juli 2017 in der Gemeinde Mustin im Kreis Herzogtum Lauenburg von einer Wildkamera fotografiert und ein weiterer am 31. August in der Gemeinde Tasdorf im Kreis Plön nahe Neumünster. Die Kameras wurden von den jeweils Jagdausübungsberechtigten im Rahmen ihrer Revierbetreuung aufgestellt, um bestimmte Wildarten zu dokumentieren. Die Kameras werden nach unterschiedlichen langen Zeiträumen zur Kontrolle  ausgelesen. Nun wurden die Bilder freundlicherweise dem Wolfsmanagement zur Überprüfung zur Verfügung gestellt.

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Forum Natur Brandenburg fordert „Schutzjagden“ auf Wölfe

Unter dem Moto „Von Schweden lernen heißt „Wolf- und Weidetierzukunft“ gestalten!“ fordern die im Forum Natur Brandenburg (FNB) zusammengeschlossenen Verbände Schutzjagden auf den Wolf nach schwedischem Vorbild. Diese seien „vollumfänglich mit der EU Gesetzgebung vereinbar“ und für den Herdenschutz unerlässlich.

In einer Pressemitteilung des FNB heißt es dazu: „Die Mitgliedsverbände des Forums Natur begrüßen es außerordentlich, dass sich der Agrarausschuss des brandenburgischen Landtages in seiner heutigen Anhörung mit den Fragen eines „aktiven Wolfsmanagements“ beschäftigt. Der dabei durch zwei hochrangige Mitarbeiter der schwedischen Naturschutzverwaltung zu erwartende Einblick in ein seit vielen Jahrzehnten etabliertes Wolfsmanagement, ist ein wichtiger Beitrag für die Debatte in Brandenburg. Der Vorsitzende des Forums Natur, Gernot Schmidt, macht mit Blick auf die bereits jetzt vorliegenden schriftlichen Stellungnahmen der Anzuhörenden deutlich, dass die Positionen der brandenburgischen Landnutzer bezüglich der bereits heute bestehenden rechtlichen Möglichkeiten eines „aktiven Wolfsmanagements“ in Schweden offenbar vollumfänglich umgesetzt sind und von der Europäischen Kommission ausdrücklich gebilligt werden. „Während wir kleinkarierte und in ihrer Emotionalität oftmals nicht zu übertreffende Debatten führen, machen uns die skandinavischen Länder vor, wie ein aktives Wolfsmanagement im rechtlichen Rahmen der für uns alle gültigen FFH-Richtlinie der EU funktioniert“, stellt Schmidt mit Blick auf die Anhörungsunterlagen klar.

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Südtirol: Jäger erschossen

Schlamperei mit tödlichem Ausgang: Im Trentino ist ein 71 Jahre alter Jäger an den Folgen einer Schussverletzung gestorben. Zu dem Unglück kam es laut stol.it, als eine Gruppe von Jägern in einer Jagdhütte in Vigo Rendena bei einem gemütlichen Abendessen beisammen saß. Dem Bericht zufolge zeigten sich die Jäger gegenseitig ihre Gewehre und begutachteten diese, als sich aus einer Waffe ein Schuss löste. Die Carabinieri ermitteln, man gehe jedoch „von einer Verkettung tragischer Umstände“ aus. SE

Beitragsbild: Waffe entladen? Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen, weil elementarste Sicherheitsvorschriften nicht beachtet werden. Foto: SE

LJVB: „Der Wolf darf nicht das „goldene Kalb“ sein“

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) geht mit klaren Forderungen in die Fachgespräche zum Wolfsmanagement.

Der Landtagsausschuss für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft hat für den morgigen Mittwoch zu einem Fachgespräch „Wolfsmanagement“ eingeladen. Auch der LJVB ist als ein Anzuhörender dazu geladen. Der Geschäftsführer des LJVB, Matthias Schannwell, wird den Standpunkt der Jägerinnen und Jäger Brandenburgs vertreten. „Brandenburg ist flächendeckend Wolfsland. Der Süden ist komplett von Wölfen besiedelt und über die Kyritz-Ruppiner Heide breitet sich Canis lupus weiter unbegrenzt Richtung Norden und Nordwesten aus. Schätzungen besagen, dass sich die Wolfspopulation alle drei Jahre verdoppelt.“, so Schannwell. Die damit verbundenen Probleme drohen unbeherrschbar zu werden. Der Wolfsbestand muss reguliert werden. Dies kann aus Sicht des LJVB nur über die ordnungsgemäße Jagd erfolgen. Das heißt: Senkung des Schutzstatus, Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht und Festlegung einer Jagdzeit. Ziel muss es sein, dass die Wölfe wieder eine natürliche Scheu gegenüber dem Menschen und seinen Einrichtungen entwickeln, die dann an die nächste Generation weitergegeben wird. Eine relativ schnell umsetzbare Alternative wären Schutzjagden nach dem skandinavischen Beispiel. Das würde die Tierhalter kurzfristig entlasten.

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Niedersachsen: CDU will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen

„Natürliche Scheu“: Wolf in Mecklenburg-Vorpommern am hellichten Tag fünf Meter vor der Haustür fotografiert

Die designierte niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (nicht zu verwechseln mit der Künast…) plädiert dafür, Wölfe ins Jagdrecht aufzunehmen. Im Umgang mit problematischen Wölfen solle „eine neue Linie“ eingeschlagen werden, erkärte Otte-Kinast gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Die Rückkehr des Wolfes sei ein Erfolg des Artenschutzes, könne aber in ländlichen Bereichen zu Problemen führen. Deshalb sei ein Kurswechsel erforderlich. Der Wolf sei ein großartiges, aber auch ein gefährliches Tier, so die CDU-Politikerin in der HAZ. Sie sei keine Wolfshasserin, doch wer den Wolf erhalten wolle, müsse entschlossen sein, Problemwölfe zu entnehmen.

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Irma und die Bobbycar-Sau

Schon bei ihrem Antrittsbesuch hat Foxterrier-Hündin Irma alle um den Finger gewickelt – sogar die mittlerweile hochbetagte Redaktions-Kurzhaar-Dame Hannah. Entnervte Leser riefen an und fragten: Weißt du eigentlich, was du da anrichtest? Meine Frau will jetzt auch so einen…“

Foto: privat

Wir können nicht garantieren, dass sich dieses Problem nicht noch verschärft, denn Irma ist wirklich ein Herzensbrecher…

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Oberösterreich: Landesjagdverband zahlt nicht mehr für Wolfsschäden

Nach einem weiteren Wolfsriss in Oberösterreich, bei dem in Kaltenberg ein Schaf und zwei Lämmer getötet wurden, will der Landesjagdverband Oberösterreich (LJV) nicht mehr für Wolfsschäden aufkommen. Bisher waren die Jäger im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung für die Schäden durch Nutztierrisse von Wölfen aufgekommen. Doch damit soll jetzt Schluss sein: Es sei nicht länger hinnehmbar, dass sich die öffentliche Hand an den Kosten nicht beteilige, erklärte der Geschäftsführer des LJV, Christopher Böck, gegenüber krone.at. Einerseits wolle man, dass sich Wölfe ansiedeln und stellt sie streng unter Schutz, andererseits komme man aber für die Schäden nicht auf, kritisierte der Wildbiologe. Alles bleibe an den Jägern hängen, gleichzeitig würden diese „aber immer kritisiert“ werden.

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Jagdliches Schießen: Philipp Sehnert Gesamtsieger der DJV-Bundesmeisterschaft

Die DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen ist zu Ende. Mit dem Titel „Meister aller Klassen“ zeichnete der DJV heute den besten Schützen auf dem Schießstand in Garlstorf aus.

Philipp Sehnert aus Rheinland-Pfalz ist mit 345 von 350 möglichen Punkten der Gesamtsieger der diesjährigen DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen. In den Disziplinien Büchse und Flinte setzte sich der 32-jährige  gegen seine  Konkurrenten durch. Der  Deutsche Jagdverband  ehrte   den „Meister aller Klassen“  am 9. September 2017 auf einer feierlichen Siegerehrung und gratuliert herzlich. Alle Ergebnisse sind ab sofort auf der Website jagdverband.de/BMJS17 verfügbar. Die DJV-Bundesmeisterschaft fand vom 5. – 9. September 2017 im niedersächsischen Garlstorf statt. PM

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