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Schweiz will Wölfe „präventiv dezimieren“

„Der Wolf ist in die Schweiz zurückgekehrt,“, schreibt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ), „und zwar derart erfolgreich, dass sich nun wie bei andern Wildtieren die Regulierung der Bestände aufdrängt.“ In dem Beitrag der NZZ geht es um die Neufassung des Schweizer Bundesjagdrechts. Bis 2004 sah das Schweizer Wolfsmanagement neben anderen Maßnahmen wie Förderung des Herdenschutzes und Ausgleichszahlungen für gerissene Nutztiere vor, dass einzelne Wölfe abgeschossen werden durften, wenn sie massive Schäden angerichtet hatten. Vor dem Hintergrund einer anwachsenden Wolfspopulation und zu erwartender steigender Zuwanderung von Wölfen zum Beispiel aus Italien, hat sich der Bund nun entschlossen, eine Regulierung geschützter Tierarten zu genehmigen. „Erlaubt ist mit dieser Änderung des Jagdgesetzes explizit die Dezimierung von Wolfsrudeln und nicht mehr nur der gezielte Abschuss einzelner problematischer Tiere“, so die NZZ. Auch müssten die Kantone nicht mehr den konkreten Schaden durch ein einzelnes Tier nachweisen. Über Wolfsabschüsse soll künftig nicht mehr das Bundesamt für Umwelt entscheiden, sondern die Kantone. Mit der Neuregelung werde grundsätzlich der präventive Abschuss von Wölfen ermöglicht.

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Soest: Polizei greift Wildschwein vor Schnellrestaurant auf

Kurz nach Mitternacht meldete ein Zeuge am Mittwochmorgen ein junges Wildschwein auf dem Grünstreifen vor einem Schnellrestaurant am Overweg, heißt es in einer Polizeimeldung  aus Soest. Die Polizeibeamten trafen dort dann tatsächlich auf ein etwa sechs Monate altes und handzahmes Wildschwein, das sie kurzerhand auf den Namen Ilse tauften. Woher das junge Wildschwein stammte, und ob es unter Umständen aus der Küche des Schnellrestaurants geflüchtet war, konnte noch nicht ermittelt werden. Das Tier genoss sichtlich die Streicheleinheiten der Polizeibeamten und folgte diesen anschließend auf Schritt und Tritt. Allerdings weigerte es sich beharrlich in den Streifenwagen einzusteigen.

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Chronische Auszehrkrankheit in Skandinavien: Was Jäger wissen sollten

In Norwegen ist bei einem Rentier und zwei Elchen die aus Nordamerika stammende chronische Auszehrkrankheit (CWD) nachgewiesen worden. Behörden zufolge könnte der Erreger durch Hirsch-Urin aus den USA importiert worden sein. Wie gefährlich die Wildtierkrankheit ist und was deutsche Jäger wissen müssen, fasst der DJV zusammen.

In Norwegen sind bereits drei Fälle der aus Nordamerika stammenden chronischen Auszehrkrankheit nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um ein Rentier und zwei Elche. Den Norwegischen Behörden zufolge wird aus den USA importierter Hirsch-Urin als mögliche Primärquelle vermutet. Daher wiesen die Europäische Kommission und das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) auf das Importverbot von Hirsch-Urin in die EU hin.

Hirsch-Urin wird meist von Bogenjägern als Lockmittel eingesetzt, um möglichst nah an das Tier heranzukommen. Diese Art zu jagen ist in Deutschland verboten. Dennoch weist der DJV auf das generelle Importverbot tierischer Nebenprodukte in die EU hin.

Der Erreger der Krankheit, ein Prion – fehlgefaltete Proteine (Eiweiße) – ist extrem resistent in der Umwelt. Er wird hauptsächlich über Speichel, Kot und Urin der infizierten Tiere übertragen. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Institutes ist es unwahrscheinlich, dass die Krankheit durch Natururlauber oder Jäger ohne direkten Wildkontakt – etwa an der Schuhsohle – nach Deutschland importiert werden kann, da der Erregergehalt zu gering ist. Dennoch wird Jägern grundsätzlich empfohlen, ihre Kleidung und Ausrüstung nach Auslandsaufenthalten gründlich zu reinigen. (Mehr im FLI-Interview).

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Solothurn

„Griffige Instrumente“ – neues Jagdgesetz für den Kanton Solothurn

Der Schweizer Kanton Solothurn überarbeitet sein Jagdgesetz: Das Revierjagdsystem wird beibehalten. Aufhorchen lässt die Neuregelung des Wildschadens : Die Jäger zahlen weniger, dafür erhält der Kanton weitgehende Eingriffsrechte, wenn die Wildschäden aus dem Ruder laufen – ein Gesetz mit Modellcharakter?

Die  kantonsrätliche  Umwelt-,  Bau-  und Wirtschaftskommission (UMBAWIKO)   hat   dem   totalrevidierten Jagdgesetz  des  Kantons  Solothurn  mit  grossem  Mehr  zugestimmt, heißt es in einer Pressemitteilung des Kantons. Darin heißt es weiter: Das  neue  Gesetz  trägt  den  veränderten  rechtlichen, jagdlichen  und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung.  Das  bisherige  Jagdgesetz  ist  mittlerweile seit  28  Jahren  in  Kraft.  Das  Gesetz wurde  über  die  Jahre  zwar  vereinzelt  angepasst,  aufgrund  von  veränderten rechtlichen,  jagdlichen  und  gesellschaftlichen  Rahmenbedingungen  drängte sich ein neues Gesetz jedoch auf. Gleichzeitig müssen die neuen Vorgaben des Bundes  in  den  Bereichen  Jagd,  Tierschutz  und  Waffenrecht  ins  neue kantonale   Jagdgesetz   übernommen   werden.   Unbestritten   und   daher beibehalten werden soll die Revierjagd als Jagdsystem des Kantons Solothurn.

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Europa-Parlamentarier: Keine Einschränkungen für Jäger und Sportschützen

MdEP Schwab und Pieper: Bestehende Regelungen für legale Waffenbesitzer in Deutschland bleiben erhalten

Die von der Kommission initiierte Verschärfung des EU-Waffenrechts wird in Deutschland nur geringe Auswirkungen haben, urteilen zwei Abgeordnete des Europa-Parlaments in einem Gastbeitrag für den Deutschen Jagdverband (DJV): Der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments hat am 13. Juli 2016 für eine entsprechende Entschärfung des EU-Kommissionsvorschlags gestimmt.
„Uns war von Anfang an wichtig, dass es für Jäger und Sportschützen in Deutschland bei den bestehenden Regelungen bleibt. Wir haben uns deshalb sehr dafür eingesetzt, zusätzliche Belastungen für deutsche Jäger und Sportschützen zu verhindern“, so der Europaabgeordnete Dr. Andreas Schwab, der Binnenmarktpolitischer Sprecher im Europäischen Parlament ist und der Europaabgeordnete Markus Pieper, der Mitglied der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe Biodiversität, Jagd und ländliche Aktivitäten ist.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf A24 überfahren

In der Nacht auf Montag gegen 5.30 Uhr ist auf der A24 in der Nähe der Anschlussstelle Heiligengrabe ein Wolf von einem Tanklastzug überfahren worden. Das Tier war sofort tot und in einem Zustand, der die Feststellung des Geschlechts erst im Rahmen der Untersuchung durch das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) ermöglichte. Demnach handelt es sich um einen jungen Wolfsrüden. Es ist bereits der dritte Wolf, der auf diesem Austobahnabschnitt in den letzten zwei Jahren überfahren wurde. SE

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

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Frankonia startet neue Auktionsplattform

Frankonia hat eine neue Auktionsplattform namens Auctronia für Jäger, Sammler, Sportschützen und Outdoorfreunde an den Start gebracht, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung verkündet. Auctronia ist ein digitaler Marktplatz, auf dem Händler und Privatleute hauptsächlich gebrauchte Waffen, Munition, Jagd- und Schießzubehör anbieten und versteigern können. Dabei verspricht Auctronia höchste digitale Sicherheitsstandards und einen maximalen Schutz der persönlichen Daten, so die Eigenwerbung des Unternehmens.
Die Benutzeroberfläche lässt sich auf allen Endgeräten darstellen und ist intuitiv bedienbar. Händler und Privatpersonen können ihre Produkte kostenfrei und bis zum 30.09.16 provisionsfrei anbieten. Auctronia bietet Hilfe und Support durch qualifizierte Mitarbeiter an. PM

Beitragsbild: Die neue Auktionsplattform Auctronia. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

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Baden-Württemberg: Angeschossener Keiler verletzt Nachsuchenführer schwer

In der Nacht von Sonntag auf Montag zwischen ein und zwei Uhr früh hat ein Jäger in einem Waldgebiet bei Jungingen (Zollernalbkreis) einen Keiler angeschossen. Der Schütze, der aus dem anspielungsreich benamsten Killertal stammt, hatte zuvor bereits eine weitere Wildsau auf den Getreide- und Maisfeldern, in den Wildschweine massiv zu Schaden gehen, erlegt. Im Gespräch mit JAWINA schilderte einer der an der Nachsuche beteiligten Hundeführer, dass zunächst ein Terrier auf den Keiler gehetzt wurde, ihn hochmachte und die Fluchtstrecke erhöhte.

Bei einer ersten Nachsuche am nächsten Morgen (Montag) wurde der Hundeführer nach drei Fehlschüssen im dichten Unterholz des Junginger Waldes von dem Keiler angenommen und schwer geschlagen. Der Mann erlitt mehrere tiefe Fleischwunden und Prellungen und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Polizeibericht hieß es zwar, der Jäger sei nicht lebensgefährlich verletzt, doch Augenzeugen zufolge könnte es sich dabei um eine Fehleinschätzung gehandelt haben: Demnach ist der Schütze an dem attackierenden Keiler „hängen geblieben“. Die Blutgefäße in den Oberschenkeln seien stark in Mitleidenschaft gezogen worden, weshalb der Verletzte beinahe verblutet sei. Glücklicherweise gab es in dem Gebiet Mobilfunkempfang. Als der Verletzte den Schützen, der in einigem Abstand gewartet hatte, telefonisch mitteilte, dass es ihm sehr schlecht gehe, rief dieser den Rettungsdienst.

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Endlich! New York erlaubt Jagd in Pink!

Pink ist das neue Orange, verkündet die New York Times: Als dritter US-Bundesstaat erlaubt New York bei der Jagd Warnkleidung in Pink. Der Stoff darf sowohl flächig als auch gemustert pink sein. Tarnfleck- oder Realtree-Pink steht jetzt nichts mehr im Wege. Die Begründung für die innovative Gesetzesnovelle dürfte den Gender-Bewegten und Gleichstellungsbeauftragten hierzulande allerdings die Zornesröte ins Gesicht treiben: Die Regelung soll die Jagd attraktiver für junge Frauen und Mädchen machen… In Wisconsin, wo eine ähnliche Regelung bereits Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, wurde diese dann auch erwartungsgemäß als sexistisch kritisiert. Eine Sprecherin einer Jägerinnen-Vereinigung bezeichnete die Gesetzesänderung als „erniedrigend für Frauen.“

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Niedersachsen: Land fördert Wolfsschutz für Rinderhalter

+++ Wolf reißt Schafe trotz Herdenschutzhunden +++ Wölfe sollen Hütehund gerissen haben +++

Wurden bislang nur für Schaf- und Ziegenhalter Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsangriffe aus Steuermitteln finanziert, so sollen nun auch Schutzzäune und Herdenschutzhunde für Rinderhalter gefördert werden. Das verkündet der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einer Pressemitteilung: „In einem Umkreis von 30 Kilometern rund um Wietzendorf fördert das Land Niedersachsen künftig auch für Rinderhalter im Haupt- und Nebenerwerb die Anschaffung von wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen gemäß der „Richtlinie Wolf“ des Landes. Bezuschusst werden unter anderem der Erwerb von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden. „Grund hierfür ist, dass in diesem Gebiet seit September 2015 drei Kälberrisse in einem Zeitraum von zwölf Monaten nachweislich von Wölfen verursacht wurden“, erklärte Jana Sprenger vom Wolfsbüro des NLWKN. In diesen Fällen sieht die „Richtlinie Wolf“ des Landes vor, dass neben den Haltern von Schafen, Ziegen und Gatterwild auch Rinderhalter bei der Durchführung von Präventionsmaßnahmen unterstützt werden.

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Muelltonne

Slowakei: 1,5 Mio Euro für bärensichere Mülltonne

Der slowakische Umweltminister László Solymos hat einem Bericht der FAZ zufolge 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln für die Entwicklung von braunbärensicheren Müllcontainerns ausgelobt. Dies soll die Tiere davon abhalten, in menschlichen Ansiedlungen auf Nahrungssuche zu gehen. In der Slowakei leben zwischen 600 und 900 Braunbären. Es sei „keine einfache Situation, wenn man morgens aus dem Haus geht und zehn Meter vom Eingang entfernt steht ein Bär“, zitiert das Blatt einen Polizisten. In der Slowakei kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Mensch und Bär, hin und wieder werden sogenannte Problembären geschossen. 2010 warnte das Umweltministerium Wanderer vor Bären, im gleichen Jahr wurde ein Holzfäller von einem Bären schwer verletzt, im April 2016 wurde in einem Dorf in der Hohen Tatra der Ausnahmezustand ausgerufen, weil nach dem Winterschlaf hungrige Bären am hellen Tag durch die Ortschaft marodierten. SE

Beitragsbild: Mülltonne. Foto: SE

Halbautomat

Niedersachsen: Rechtssicherheit für Halbautomaten bei der Erntejagd?

Die Landesregierung Niedersachsen musste sich nochmals mit dem Thema Halbautomaten bei der bevorstehenden Erntejagd befassen: Die Landtags-Abgeordneten Hermann Grupe, Hillgriet Eilers und Dr. Stefan Birkner (FDP) gefragt:

Hat die Landesregierung zur Erntejagd Rechtssicherheit für Jäger geschaffen?

Der Antwort von Landwirtschaftsminister Christian Meyer namens der Landesregierung ist folgende erläuternde Vorbemerkung der Abgeordneten vorangestellt:

„Seit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem März 2016, das die Verwendung halbautomatischer Langwaffen bei der Jagd infrage gestellt hatte, herrscht Unsicherheit bei den Jägerinnen und Jägern. Es ist nicht klar, ob die betroffenen Waffen weiterhin bei der Jagd verwendet werden dürfen. Aus diesem Grund hat der Bundestag im Juli 2016 eine Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen, nach der halbautomatische Waffen mit Wechselmagazin weiterhin bei der Jagd eingesetzt werden dürfen, wenn nicht mehr als drei Patronen geladen sind. Die Jagdgesetzänderung verlangt jedoch die Zustimmung des Bundesrates, der sich frühestens am 23. September mit der Thematik befassen kann.

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Dank Deutsch-Drahthaar: Einbrecher büßt zwei Fingerkuppen ein

Das dürfte er sich anders vorgestellt haben: Ein Einbrecher hat am Dienstag ein Fenster einer Jagdhütte am Diemelsee (Hessen, Landkreis Waldeck-Frankenberg) aufgehebelt und die Scheibe eingeschlagen, wie die HNA berichtet. Der 54 Jahre alte Besitzer der Jagdhütte hatte sein Domizil gegen 21 Uhr verlassen, um bei Mond auf Sauen anzusitzen. Gegen Viertel nach zehn hörte er „lautes Geschrei“ aus Richtung der etwa 200 Meter weit entfernten Jagdhütte. Dort hatte er seinen Deutsch Drahthaar-Rüden zurückgelassen…

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LJVB: Wolf sorgt für steigende Wildschäden

Die Züllsdorfer Jäger (Landkreis Elbe-Elster) sind besorgt über die Zunahme von Wildschäden vor dem Hintergrund einer wachsenden Wolfspopulation. Jagdvorsteher Dorsten Höhne schrieb daraufhin einen Brief an Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger. Die Antwort von Andreas Piela, Leiter des Referats für Arten- und Biotopschutz, hilft nicht weiter, klagt der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) in einer Pressemitteilung: Ausgangspunkt der Besorgnis war die Höhe der Wildschäden in der Züllsdorfer Feldflur. „Trotz erhöhter Aktivität schaffen es unsere Jäger kaum noch, die Schäden in erträglicher Höhe zu halten.“, schrieb Jagdvorsteher Höhne dem Minister. Zur Erklärung fügte er hinzu, dass sich mit der Etablierung eines Wolfsrudels in der Annaburger Heide insbesondere das Rotwild anders verhält. Die weiblichen Tiere – Kahlwild genannt – bilden Großrudel von 70 bis 120 Stück und sind bereits tagsüber auf den Feldern aktiv. Außerdem wechselt das Wild die aufgesuchten Flächen ständig und unvorhersehbar. Sobald die Jäger feststellen, dass das Großrudel da war, sei es in den meisten Fällen schon zu spät. Und niemand könne erwarten, dass die Jäger täglich rund um die Uhr an allen gefährdeten Flächen anwesend sind.

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Schweiz: Abschussverfügung für Wolf abgelaufen

Zunehmend kritische Töne in der Berichterstattung über den Wolf

Die im Schweizer Kanton Wallis verhängte Abschussverfügung für den Wolf M59, der innerhalb weniger Monate mehr als 50 Schafe gerissen hat, ist erfolglos verstrichen. Der Wolfsrüde konnte in der Frist von 60 Tagen nicht erlegt werden. Es ist die dritte erfolglose Abschussverfügung für einen Wolf im Kanton Wallis innerhalb eines Jahres. Sieben Wölfe sind im Wallis in den 21 Jahren seit der Rückkehr des Wolfs legal geschossen worden, wie 1815.ch berichtet, zwei weitere wurden gewildert.

Derweil mehren sich auch in Deutschland die kritischen Stimmen zur ungebremsten Ausbreitung des Wolfs: Ein kritischer Kommentar in der Boulevardzeitung B.Z. fragt: „Warum haben wir mit dem Wolf mehr Mitleid als mit dem Schaf?„, die Welt schreibt über „Die riskante Rückkehr des Wolfs nach Deutschland“ und die Freie Presse berichtet über ein wolfskritisches Maislabyrinth. SE

Beitragsbild: Wolfsfutter. Foto: SE

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UN-Report: Wälder und Holzprodukte schützen das Klima

Nicht die Waldflächenstilllegung, sondern Forstwirtschaft gilt als Schlüssel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft

Ein aktuell von den Vereinten Nationen vorgelegter Bericht betont die Bedeutung von Wäldern und nachhaltig erzeugten Holzprodukten für den Klimaschutz. Darsuf weist ThüringenForst in einer Pressemitteilung hin. So sind Wälder einerseits langfristiger Kohlenstoffspeicher und jährliche Senke von CO2-Emissionen, andererseits bewirkt die vielseitige Verwendung von Holzprodukten eine zusätzliche temporäre Kohlenstoffbindung und damit Klimaentlastung. Weiterer positiver Effekt: Holzprodukte verdrängen energieintensive und damit treibhausgasbelastete Produkte wie etwa Stahl, Aluminium, Kunststoff oder auch Beton. Holz kann außerdem gut recycelt werden und ersetzt klimaschädliche Energieträger wie Kohle, Gas und Öl. Der nachhaltigen Forstwirtschaft wird daher im Bericht eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu einer CO2-armen Wirtschaft zugeordnet, zu der sich die Weltgemeinschaft anlässlich der Pariser Klimakonferenz bekannt hat.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolfsnachwuchs in der Lübtheener Heide

Das Wolfsrudel in der Lübtheener Heide (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat Nachwuchs bekommen. Im Rahmen des Wolfsmonitorings des Bundesforstbetriebes Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Kooperation mit der TU Dresden konnten auf ersten Fotofallenbildern mindestens vier Welpen nachgewiesen werden. Die genaue Anzahl ist noch unklar. Auch im Ueckermünder Rudel werden Welpen vermutet. Zumindest liegen bereits Fotofallenbilder von einer Wölfin mit Gesäuge vor.

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Post für Karl Ernst Thomas

Die „German Rifle Association“ (GRA), eine Lobbygruppe, die sich für den legalen Waffenbesitz einsetzt, hat zu einer Protestaktion gegen die angekündigte weitere Verschärfung des Waffenrechts (JAWINA berichtete) aufgerufen. Jäger, Sportschützen und Waffensammler sollen Bundesinnenminister Karl Ernst Thomas de Maizière schreiben, was sie von neuen Gesetzesverschärfungen halten und ihrem Protest dagegen Ausdruck verleihen. Die E-Mail- und Post-Adressen des Ministers finden sich auf der verlinkten Seite der GRA. SE

Beitragsbild: Internetseite der GRA mit Protestaufruf (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Comic erklärt Jagd – jetzt auch auf englisch

Bereits im Februar hat der Deutsche Jagdverband (DJV) einen Zeichentrickfilm auf YouTube veröffentlicht, der das Kleine Einmaleins der Jagd leicht fasslich – und vor allem: mit Bildern! – erklärt. Überzeugt von dieser ohne Zweifel notwendigen Annäherung an einen zeitgemäßen Aufmerksamkeits- und Verständnishorizont, hat der CIC dieses Video nun ins Englische übertragen.

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Saarland: Mehr Jäger, mehr Jägerinnen

Immer mehr Frauen machen im Saarland einen Jagdschein. In den vergangenen zehn Jahren sei der Anteil der Jägerinnen von fünf auf zehn Prozent gestiegen, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, Johannes Schorr, der dpa in Saarwellingen (Kreis Saarlouis). Ende 2015 gab es im Saarland 4271 Jagdscheininhaber, darunter rund 400 Frauen. Die Zahl der Jäger steige auch insgesamt: Ende 2005 waren an der Saar laut Schorr noch 3677 Jahresjagdscheine „gelöst“ worden.

Gesicherte Aussagen darüber, warum immer mehr Frauen auf die Pirsch gehen, gebe es nicht. Viele Frauen kämen über ihren Jagdhund zur Jagd, sagte Schorr. Zudem spiele die Liebe zur Natur eine Rolle sowie der Wunsch, „vernünftiges Fleisch selbst gewinnen zu wollen“. Altersmäßig seien die Jägerinnen „bunt gemischt mit Tendenz zu jung“. Insgesamt liege der Altersdurchschnitt der saarländischen Jäger bei 55 Jahren, bei Neueinsteigern bei 35 Jahren.

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Hochsitz

Österreich: 75-jährige stirbt bei Sturz vom Hochsitz

Im Bezirk Murtal in der Steiermark ist eine 75-jährige Steierin zu Tode gestürzt. Sie hatte zusammen mit ihrem Mann von einem Hochstand auf der Weingruber Alm Gamswild beobachtet, wie diePresse.com berichtet. Beim Absteigen von der zirka sieben Meter hohen Kanzel rutschte die Frau auf einer der oberen Stufen aus. Sie stürzte sechs Meter in die Tiefe. Bei dem Sturz brach sie sich das Genick und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Der Leichnam musste mit einem Hubschrauber abtransportiert werden. SE

Beitragsbild: Hochsitz (Symbolbild). Foto: SE

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Sachsen: Rekord-Streckenergebniss beim Schalenwild

In der vergangenen Jagdsaison haben die Jägerinnen und Jäger im Freistaat Sachsen insgesamt rund 121 000 Stück Wild zur Strecke gebracht. Den größten Anteil daran hat das Schalenwild mit mehr als 75 000 erlegten Stücken. „Das ist bemerkenswert“, stellt Staatsminister Thomas Schmidt fest. „Denn es handelt sich dabei um das bisher höchste Streckenergebnis seit 1991″. Die statistische Auswertung der Streckendaten aus dem Sächsischen Wildmonitoring listet für den Zeitraum vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 unter anderem 4 137 Stück Rotwild (Vorjahr: 3 737), 36 528 Stück Rehwild (Vorjahr: 33 280) und 32 878 Wildschweine (Vorjahr: 27 962) auf.

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Neues Wolfsmanagement für Schleswig-Holstein

Gemeinsam mit Schafhaltern, Jägern und Naturschützern hat das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium das Wolfsmanagement auf neue Füße gestellt, wie das Kieler Umweltministerium stolz verkündet. Neben einer behördlichen Basis gehören mehr Wolfsbetreuer, neue Regeln bei der Entschädigung und Lösungen beim Umgang mit verletzten Wölfen zu den Kernpunkten. Erarbeitet wurden sie gemeinsam beim Runden Tisch. „Mit dem neuen Management schaffen wir eine breit akzeptierte Basis für den weiteren Umgang mit dem Wolf. Die ist angesichts der schwierigen Debatten und der unterschiedlichen Interessen besonders wertvoll. Und es ist der Bereitschaft aller zu konstruktiven Lösungen zu verdanken““, sagte Minister Habeck gestern in Kiel, wo er gemeinsam mit dem Landesverband der Schleswig-Holsteinischen Schafzüchter, dem NABU und dem Koordinator der Wolfsbetreuer, Jens Matzen, die Ergebnisse des Runden Tisches vorstellte.

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Waffenschraenke

Vor der eigenen Tür kehren…

Schon lange gibt es den wohlbegründeten Verdacht, dass nicht private Waffenbesitzer, sondern nicht-private – sprich: staatliche Waffenbesitzer – das möglicherweise größere Problem in Hinblick auf Schlamperei mit Schusswaffen darstellen. Wer genauere Auskünfte darüber bei den einschlägigen Statistikämtern begehrt, wird jedoch darüber „informiert“, dass es zu diesem Thema – wie viele Waffen, wie viel Munition bei Polizei, Bundesgrenzschutz und Bundeswehr abhanden kommen – leider keine statistischen Erhebungen oder sonstige aussagekräftigen Daten gibt. Genau so wenig, wie in der offiziellen Kriminalitätsstatistik bei Straftaten danach differenziert wird, ob sie mit legalen ober illegalen Waffen begangen wurden. So muss es bei Vermutungen bleiben.

Da ist es immerhin ein reizvolles Zusammentreffen, dass an dem Tag, da wir neue Waffenrechtsverschärfungen für private Legalwaffenbesitzer vermelden durften, gleich zwei peinliche Missgeschicke staatlicher Waffenbesitzer mediale Aufmerksamkeit erfahren: So ist einem Polizist bei einem Einsatz in einem Leipziger Plattenbauviertel eine Maschinenpistole abhanden gekommen, berichtet die Welt. Kann ja mal passieren. Die Polizei verspricht, jeden Stein umzudrehen, um die Waffe wiederzufinden. Na dann. Damit würde ein Jäger, der seinen Drilling auf dem Autodach vergessen hat, zwar vermutlich nicht davonkommen, aber das ist halt ganz was anderes.

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Sicherheit

Terrorbekämpfung: Immer auf die Waffenbesitzer

Waffengesetze sollen wieder einmal verschärft werden

Das Bundesinnenministerium hat unter dem Titel „Geplante Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in Deutschland“ ein „Handout“ veröffentlicht, in dem umfassende Verschärfungen der Sicherheitsgesetze zum Zweck der Terrorabwehr angekündigt werden. Neben vermutlichen sinnvollen Maßnahmen wie einer gründlicheren – oder überhaupt erst einmal stattfindenden – Überprüfung von Flüchtlingen oder schnellerer Abschiebung straffällig gewordener Migranten, sieht Innenminister de Maizieres Anti-Terror-Katalog etliche Verschärfungen vor, deren Beitrag zur Terrorbekämpfung zumindest fragwürdig bis vernachlässigbar erscheint, die aber eine massive Einschränkung von Bürgerrechten bedeuten.

So sollen die „technischen Fähigkeiten der Cyberaufklärung in einer „Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich“ (mit 400 neu einzustellenden Mitarbeitern), abgekürzt ZITiS, organisatorisch gebündelt werden, zusätzlich zu dieser Mini-NSA sollen „spezialisierte verdeckte Ermittler („Cyber-Ermittler“)“ verstärkt zum Einsatz kommen und verstärkt auch in sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten schnüffeln.

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Mülheim an der Ruhr: Jäger mit Pfefferspray verletzt

Polizei sucht Pärchen mit Hunden

Ein Jäger ist am Mittwoch (10. August) im Bereich Auberg mit Pfefferspray verletzt worden. Die Polizei sucht ein Pärchen mit Hunden. Gegen 18:20 Uhr war der Jäger im Naturschutzgebiet Auberg unterwegs. Dort forderte er in der Nähe der Hundewiese am Eschenbruch einen Mann und eine Frau auf, ihre beiden freilaufenden Hunde anzuleinen. Die Frau zückte Pfefferspray und sprühte es dem Mann ins Gesicht. Danach flüchtete das Duo mit den Tieren in einen Wald. Ein Rettungswagen brachte den verletzten 60-Jährigen in ein Krankenhaus. Dort entließ man ihn wieder nach einer ambulanten Behandlung.

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Thüringen: Wolf reißt 100-Kilo-Hirsch

Bei Oberhof im Thüringer Wald (Landkreis Schmalkalden-Meinigen) ist ein von einem oder mehreren Wölfen gerissener zirka dreijähriger Hirsch gerissen worden, wie der MDR berichtet. Das Lebendgewicht des Hirschs soll etwa 100 Kilogramm betragen haben. Der Kadaver wies zwei der für Wölfe typischen Kehlbisse auf. Die Überreste des Hirschs wurden nach der Untersuchung wieder an den Ort des Risses gebracht und mit einer Fotofalle überwacht. Der Wolf kehrte jedoch nicht zurück. Unstimmigkeiten bestehen dem MDR-Bericht zufolge im Hinblick auf eine DNA-Untersuchung zur Feststellung des oder der Verursacher: Dem Pressesprecher von ThüringenForst, Dr. Horst Sproßmann zufolge, habe die für das Wolfs-Monitoring verantwortliche Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) eine Beprobung abgelehnt – mit Hinweis auf die Kosten und weil kein Nutztier betroffen sei. Dem widersprach der zuständige TLUG-Mitarbeiter gegenüber MDR THÜRINGEN: Demnach habe das TLUG ThüringenForst aufgefordert, „Fotos der Bissspuren zuzusenden, um das weitere Vorgehen abzustimmen.“ Dies sei aber nicht geschehen. Der Mitarbeiter des TLUG bezweifelte überdies, „dass ein einzelner Wolf einen erwachsenen Rothirschen töten könne.“

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Leichen pflastern (s)einen Wald

Werner Schmitz – JAWINA-Lesern als Co-Autor des preisgekrönten Afrika-Buchs „Auf Safari“ bekannt – hat seinen sechsten Krimi geschrieben. Der Autor ist also ein Routinier, und das merkt man auch, denn „Im Wald der toten Jäger“ hat alles, was ein guter Krimi braucht: Eine erkleckliche Anzahl gewaltsam und vorzeitig ins Jenseits beförderter Opfer, ein ganzes Bündel potenzieller Täter mit plausiblem Motiv, eine Prise Sex in Gestalt einiger, in ihrer Unterschiedlichkeit durchaus attraktiver Frauengestalten, die im Leser die Frage provozieren, ob, und wenn ja welche der allein lebende Protagonist am Ende wohl abbekommen wird. Verraten wir natürlich nicht. Man ahnt bis kurz vor Schluss nicht, wer (oder welche) der Verdächtigen es denn jetzt war(en), während im Rückblick alles total plausibel, ja zwingend erscheint, weil man dieser Art von Leuten ja schon immer alles Schlechte zugetraut hat und zutrauen muss. Mental eher schwerfällige Polizisten ermitteln und können heilfroh sein, dass deutlich gewieftere Journalisten ihnen ermittlungstechnisch unter die Arme greifen. Alles so, wie es in einem ordentlichen Krimi sein soll.

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Toter Wolf bei Klietz – Staatsanwalt: „Ein Meisterschuss!“

+++ Weiterer toter Wolf gefunden +++ Landwirte und Politiker streiten über Wolf +++ Wolf-Kompetenzzentrum in Sachsen-Anhalt geplant +++ Prof. Stubbe: Zehn Wolfsrudel reichen +++

Im Fall des bei Klietz (Sachsen-Anhalt) tot aufgefundenen Wolfs (JAWINA berichtete) scheint sich der Verdacht zu erhärten, dass das Tier erschossen wurde. Ein Sprecher der ermittelnden Stendaler Staatsanwaltschaft sagte gegenüber der Volksstimme: Der tödliche Schuss auf den Wolf sei „ein Meisterschuss“ gewesen, „die Tötung sei von jemandem erfolgt, der mit einem Gewehr umgehen könne“. Eine Auffassung, die man so nicht unwidersprochen stehen lassen kann, schließlich benötigte der Schütze zwei Schüsse, um den Wolf zur Strecke zur bringen: Mit einem verletzte er das Tier nur, der zweite war dem Bericht zufolge „ein glatter Durchschuss“. Die Tierrechtsorganisation Peta hat derweil eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für die Ergreifung des Täters ausgesetzt – ein vergleichsweise mickriger Betrag, nachdem der WWF in einem ähnlichen Fall mit satten 25.000 Euro vorgelegt hatte.

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Vitalina

Olympischer Erfolg – dank Jagdausflügen mit Opa

Die russische Silbermedaillengewinnerin im Luftpistolenschießen auf zehn Meter, Vitalina Batsarashkina (19) aus Omsk in Sibirien, hat sich für ihren Erfolg bei Olympia bei ihrem Großvater bedankt – weil der sie schon im zarten Alter auf seine Jagdausflüge mitgenommen und so für das Schießen begeistert habe: „Als ich sechs war, saß ich mit meinem Großvater im Boot und hielt mir die Ohren zu, wenn er Enten schoss“, berichtet die Athletin in der Siberian Times (die jede Menge netter Bilder der Sportlerin im Kreise ihrer Familie zeigt), „Mit zehn lernte ich selber schießen und bekam von Großvater mein erstes Luftgewehr, mit elf erlegte ich mein erstes Stück Wild, eine Krickente.“ Auch ihr anderer Großvater sei Jäger gewesen, erzählt Vitalina Batsarashkina, und ihr Vater Polizist – es sei unmöglich gewesen, in dieser Familie nicht zum Schießsport zu kommen. Ihr jagender Großvater Nummer eins brachte die talentierte Jungjägerin zum Sportschießen, was ihr anfänglich nicht so gut gefiel, dann aber ihre Begeisterung weckte. Und das hat er (der Großvater) jetzt davon:

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Wieder einer: Wolf bei Stendal erschossen

Am 5. August fanden Angler auf einem Buhnenkopf am östlichen Elbufer zwischen Klietz und Scharlibbe (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt) einen toten Wolf. Der sofort verständigte Amtstierarzt des Landkreises Stendal, Dr. Thoralf Schaffer, stellte fest, dass der Tod sehr wahrscheinlich durch zwei Schüsse aus einer Jagdwaffe verursacht wäre. Die Auffindesituation ließe den Schluss zu, dass der Wolf nicht durch die Elbe angeschwemmt wurde sondern vor Ort erlegt worden sei. Der Amtstierarzt hat den Kadaver in Augenschein genommen und geborgen. Nach einer Verständigung mit der Referenzstelle Wolfsschutz bei der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe und dem Landesamt für Verbraucherschutz brachte er das tote Tier umgehen in das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin. Dieses Institut untersucht deutschlandweit alle verendeten Wölfe.

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„Generelles Verbot halbautomatischer Waffen verhindert keine Straftaten“

Der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff hat einen offenen Brief an Axel Vogel, Vorsitzender der Fraktion von Bündnis90/ Grüne im Brandenburgischen Landtag geschrieben. Wellershoff setzt sich darin mit der Forderung nach einem generellen Verbot von halbautomatischen Jagdwaffen auseinander. Im Folgenden der offene Brief im Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Vogel,

in Ihrer Pressemeldung vom 25. Juli fordern Sie im Namen Ihrer Fraktion das generelle Verbot halbautomatischer Waffen. Als Begründung verweisen Sie auf die tragischen

Ereignisse in Paris, Orlando und München. Auch mich als Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg, der rund 9.600 Jägerinnen und Jäger und somit legale Waffenbesitzer vertritt, treibt die Sorge um die Sicherheit und den Schutz vor Straftaten mit terroristischem Hintergrund um. Die von Ihnen geforderten Maßnahmen gehen jedoch klar am Ziel vorbei. Ein generelles Verbot halbautomatischer Waffen oder die zentrale Lagerung von Waffen sorgt nicht für zusätzliche Sicherheit. Das eigentliche Ziel, die Terrorismusbekämpfung, wird damit nicht erreicht. Lassen Sie mich dies im Einzelnen näher ausführen.

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Schleswig-Holstein: Wolf im Kreis Pinneberg nachgewiesen

Bereits am 23. Juli 2016 gelang einem Jäger von seinem Hochsitz aus in der Feldmark der Gemeinde Bokholt im Kreis Pinneberg die Beobachtung eines Wolfes. Das Tier konnte aus einem Maisfeld kommend einige Zeit auf einer Grünlandfläche beobachtet und fotografiert werden. Die Nachweisfotos wurden mit einem Handy durch das Okular eines Fernglases aufgenommen.

Am vergangenen Wochenende erhielten Mitarbeiter des schleswig-holsteinischen Wolfsmanagements Kenntnis von dieser Beobachtung und protokollierten die Sichtung im Rahmen des Wolfsmonitorings. Das auf den Fotos dokumentierte Tier wurde zwischenzeitlich durch den für das Land tätigen Wolfsexperten Dr. N. Stier von der TU Dresden begutachtet und zweifelsfrei als Wolf eingestuft. Es handelt sich damit um die mittlerweile 29. Beobachtung eines Wolfes in Schleswig-Holstein, wie das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) in einer Pressemitteilung bestätigt.

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Er sah es noch wegfahren…

Am Dienstag stellte ein 79 Jahre alter Jäger seinen VW Polo gegen 20 Uhr auf einem Feldweg bei Haldensleben (Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde) ab und begab sich auf eine Kanzel zum Abendansitz. Etwa eine Stunde später sah er ein Auto „ohne eingeschaltete Beleuchtungseinrichtung“, wie es in der Polizeimeldung so unnachahmlich heißt, auf einem Feldweg in Richtung Groß-Sandersleben davonfahren. Das Auto kam ihm bekannt vor. Es ähnelte seinem Polo. Die Ähnlichkeit war geradezu frappierend. Der besorgte Weidmann baumte ab und ging zu dem Ort, an dem er seinen Jagdwagen abgestellt hatte. Weg war er. Aber er hat ihn bestimmt bald wieder, denn: „Die Polizei suchte vor Ort nach Spuren, suchte im Umfeld nach dem Pkw und leitete Fahndungsmaßnahmen ein.“ Wir drücken die Daumen… SE/PM

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LJV NRW: „Die nächste juristische Pleite für das Landesjagdgesetz“

OVG Münster: Gemeinden müssen Fundkatzen annehmen – Erneute Schlappe für Landesregierung

Die nordrhein-westfälische Landesregierung tappt mit ihrem umstrittenen Landesjagdgesetz von einer juristischen Falle in die nächste, jubelt der LJV NRW in einer Pressemitteilung. Darin heißt es weiter: „Nun stellt sich heraus, dass die Städte und Gemeinden eine Folge ausbaden müssen, mit der sie nie gerechnet haben und für die sie nicht gerüstet sind. Denn das Oberverwaltungsgericht Münster hat soeben entschieden, dass die kommunalen Fundbüros Katzen annehmen müssen, die ihnen von Jägern als Beifang in Lebendfangfallen gebracht werden (Aktenzeichen 5 B 1265/15 – 1 L 1290/15 Münster).

„Die nächste Pleite der Landesregierung mit ihrem Jagdgesetz vor Gericht“, kommentierte Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes die Entscheidung. Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat das Paragraphenwerk aus dem Haus des Ministers Johannes Remmel bereits wegen einer anderen Regelung als verfassungswidrig beurteilt und dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt.

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