Fred Weg II/2: Gegen Verleitungen

Schweiß auch ohne Kanin – das reicht selbst dem kleinen Fred nun, sich ohne den Schleppwildduft nur am Schweiß weiter voran zu arbeiten. Um so größer seine Freude, dass er am Ende der Spur natürlich wieder das abgelegte Kaninchen findet, das er nun mit erkennbar größerem Stolz aufmerksamkeitsheischend aufnimmt und Anne entgegenstreckt: „Sieh‘ her, was ich für Dich gefunden habe!“ „Mit der Kombination aus Futter, Schweiß und Schleppenwild schaffst Du eine gleichzeitige Prägung des Hundes auf mehrere Düfte, durch Wegnehmen einzelner begreift er, dass schon ein einziger der Schlüssel zum Suchenglück ist“, erklärt Markus: „Da kannst Du beinahe beliebig kombinieren und variieren, auch immer längere Fährten legen, in die Du irgendwann auch Haken einbaust. Hauptsache Du achtest drauf, dass der Hund verstanden hat, Duft in Verbindung dem Kommando Such heißt Nase runter und voran, so lange sich auch nur einer der Düfte weiter durchzieht.“ Die Irritation, die entsteht, wenn einer der Düfte plötzlich fehlt, festige die Hunde nur darin, sich ein Element zur Not neu zu suchen und eben dies weiter zu verfolgen. Eine Unterscheidungsfähigkeit, die für die spätere sichere Nachsuchenarbeit ohne Verleitung bereits einen ersten Grundstein legt.

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EU-Parlament fordert „drastische Reduzierung der Kormoranbestände mit allen Mitteln“

Das EU-Parlament hat in einem Beschluss vom 12. Juni die EU-Kommission aufgefordert, „gemeinsam mit den Mitgliedstaaten Maßnahmen zu ergreifen, die die Kormoranbestände mit allen Mitteln drastisch auf ein derartiges Maß reduzieren, dass einerseits die Bestandserhaltung der Kormorane gewährleistet wird und andererseits keine Bedrohung für andere Artenentsteht und Schäden in den betroffenen Aquakulturen abgewendet werden.“ Das EU-Parlament wies auf die schwierigen Lage von europäischen Fischern und Teichwirten hin, die „aufgrund von Räubern, wie Ottern, Fischreihern und Kormoranen, mit erheblichen Verlusten, die ihren gesamten Bestand betreffen, zu kämpfen haben; [das EU-Parlament] betont, dass diese Räuber auch den Laich von Zander und Karpfen töten und folglich die Zucht und die Reproduktion von Süßwasserfischen erheblich einschränken; fordert die Mitgliedstaaten deshalb auf, für Fischreiher und Kormorane von den geltenden Ausnahmeregelungen Gebrauch zu machen, und fordert die Kommission auf, den Erhaltungsstatus des Otters zu überprüfen und gegebenenfalls den Abbau und die Kontrolle der Bestände dieser Räuber zuzulassen.“

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London: Fuchs frisst Frau (versucht es zumindest)

Im Londoner Stadtteil Clapham ist eine Frau nachts im Schlaf von einem Fuchs gebissen worden. Die 22 Jahre alte Jodie Nailard schrak gegen 5.30 Uhr früh aus dem Schlaf, weil sie einen stechenden Schmerz in ihrem linken Bizeps wahrnahm, berichtet die DailyMail. Noch halb im Schlaf berührte sie ihren Arm und bemerkte das Blut. Dann bewegte sie ihre Füße, weil der Fuchs auf dem Fußende des Bettes saß. Sie schrie und weinte und trat um sich, woraufhin der Fuchs hinter den Vorhang flüchtete. Das Schlafzimmer von Jodie Nailard liegt im Erdgeschoss und hat keine Fenster, deshalb stand die Terrassentür einen ca. 12 Zentimeter breiten Spalt offen. Inzwischen war Nailards Freund aufgewacht. Gemeinsam schrien sie den Fuchs an und bewarfen ihn mit Kissen, was ihn aber zunächst nicht veranlasste, seine Stellung hinter dem Vorhang aufzugeben. Irgendwann entschwand er dann doch durch die Terrassentür. Nailard erlitt bei dem Vorfall sechs stichartige Verletzungen und einen Bluterguss.

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Bodensee: Kormorane entnehmen fünfmal mehr Fische als die Angler

Bodensee-Obersee: 2017 zweitniedrigstes Fangergebnis seit 1936

Am 20. Juni tagte die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF)  unter dem Vorsitz Österreichs in Viktorsberg, Vorarlberg. Schwerpunktthemen waren die geringen Fangerträge aufgrund des niedrigen Nährstoffgehaltes im See, des hohen Fraßdruckes der Kormorane und des Einflusses der Stichlinge sowie die Umsetzung der Patentreduktion und die Anpassung einiger Befischungsregeln. Der Gesamtertrag der verbliebenen 100 Berufsfischer am Bodensee-Obersee erreichte im Jahr 2017 rund 298 Tonnen (6,3 kg/ha). Dieser Wert liegt 47 Prozent unter dem Mittelwert der letzten zehn Jahre (562,8 t) und ist das zweitniedrigste Ergebnis seit 1936. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

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Bayern: Herdenschutzzonen gegen Wölfe?

+++ Brandenburg: Zwei Wölfe in Strausberg gesichtet +++ Niedersachsen: Kein Schutz, kein Geld +++ DJV: Bereits über 1000 Wölfe in Deutschland +++

Das bayerische Landwirtschaftsministerium plant die Einrichtung großflächiger „Herdenschutzzonen gegen den Wolf“. Zu diesem Zweck soll „mit Fachleuten aus Umwelt- und Landwirtschaftsbehörden paritätisch besetzte Herdenschutzkommission eingerichtet werden, die entsprechende Gebiete in Absprache mit Weidetierhaltern und Naturschutzbehörden festlegt. Das ließ die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in einem Interview mit dem Monatsmagazin Südplus verlauten. In Gebieten, in denen Weidetiere nicht vor Wolfsangriffen geschützt werden können, sollen Kaniber zufolge „einzelne Tiere oder ganze Rudel“ entnommen werden können. Die Entscheidung über den Abschuss solle das bayerische Umweltministerium treffen, da dieses für das Artenschutzrecht zuständig sei. Für Weidetierhalter außerhalb der Herdenschutzzone sollen Beratungs- und Förderprogramme aufgelegt werden.

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Brandenburg: Polizei verschlampt erlaubnispflichtige Waffen

Bei der Brandenburger Polizei sollen hunderte von Waffen abhanden gekommen. Das berichtet die Berliner Lokalzeitung Tagesspiegel. Demnach erhielt im Jahr 2013 der Zentraldienst der Polizei (ZDPol) von der Staatsanwaltschaft Neuruppin den Auftrag, den Verbleib von beschlagnahmten Waffen bei der Potsdamer Polizei zu überprüfen. Laut Tagesspiegel erfolgte dies, weil intern von „Bezügen zum NSU-Terrortrio“ und einem mit Waffen handelnden Polizisten die Rede war. Der ZDPol kam zu dem Ergebnis, dass für 1550 Waffen, darunter 219 erlaubnispflichtige, „der Verbleib nicht vermerkt“ sei. Beschlagnahmte oder im Rahmen der Amnestieregelung abgegebene WBK-pflichtige Waffen müssen vor der Zerstörung mit Fabrikat, Kaliber und Seriennummer erfasst werden. Doch diese Angaben seien „teils schon unvollständig gewesen, als die Polizei die Waffen an den Zentraldienst übergab.“ Scharfe, geladene (!) Waffen seien als Spielzeug deklariert gewesen und umgekehrt. Die Untersuchung habe „zerrissene Waffenprotokolle, falsche Datensätze,  „massive Probleme“ und „erhebliche Defizite“ in der Dokumentation“ zutage gefördert. Es sei versucht worden, die Nachweise nachträglich zu erbringen.

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BJV-Naturschutzpreis: Artenschutz aus Jägerhand

Bayerischer Jagdverband (BJV) ehrt außergewöhnliches Engagement für Natur- und Artenschutz

Für das außergewöhnliche Engagement im Natur- und Artenschutz verleiht der Bayerische Jagdverband (BJV) seit über 20 Jahren seinen Naturschutzpreis. Unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Dr. Marcel Huber wurde die begehrte Auszeichnung gestern im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum gleich an zwei Preisträger vergeben: An den Arbeitskreis „Steinwild an der Benediktenwand“, Oberbayern, und an die Jägerschaft Wegscheider Land, Niederbayern.

Unterwegs für Steinbock und Haselhuhn

Für den Arbeitskreis Steinwild nahmen Anton Krinner von der Hochwild-Hegegemeinschaft Isarwinkel und Franz Steger, der Leiter der unteren Jagd- und Naturschutzbehörde am Landratsamt Bad Tölz, den Preis entgegen. Seit über 25 Jahren führen die Isarwinkler Jäger zusammen mit Franz Steger das Monitoring der Steinbockpopulation durch. Mit großem persönlichem Engagement setzt sich die Jägerschaft dort für das Management zum Erhalt der isolierten Steinwild-Population an der Benediktenwand ein.

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Bayern: Jäger schiesst Waffe ein – Frau erleidet Knalltrauma

Am Montag gegen 18 Uhr hat ein Jäger auf einem Wiesengrundstück bei Heimhof (Landkreis Tirschenreuth) seine Waffe eingeschossen. Zwei Frauen gingen mit ihrem Hund zur selben Zeit dort spazieren. Bei der Schussabgabe hätten sich „sowohl die beiden Frauen, als auch der Hund“ erschrocken, wie die Polizei allen Ernstes mitteilt. Eine Frau will bei dem Vorfall nicht nur ein Knalltrauma, sondern gar einen Schock erlitten haben, weshalb sie sich in ärztliche Behandlung begab. Den Jäger erwarte nun eine Anzeige wegen Körperverletzung, so die Polizei. red.

Beitragsbild: Spart Ärger – Waffen auf dem Schießstand einschießen. Foto: privat

Südtirol: Land will alle Rechtsmittel gegen Murmeltier-Urteil einsetzen

Die Landesregierung von Südtirol hat ihre Rechtsabteilung beauftragt zu prüfen, welche Rechtsmittel im Zusammenhang mit der Verurteilung zielführend einzusetzen sind. Als unverständlich und nicht nachvollziehbar und als Angriff auf Südtirols Autonomie hat die Landesregierung den jüngsten Schiedsspruch der Zentralsektion des italienischen Rechnungshofes in Rom bezeichnet, der seit gestern vorliegt. Das fünfköpfige Gericht hat Altlandeshauptmann Luis Durnwalder und den ehemalige Direktor im Landesamt für Jagd und Fischerei, Heinrich Erhard, im Verfahren um Verfügungen zum Abschuss von Murmeltieren, Kormoranen und anderen Tieren zu hohen Geldstrafen verurteilt (JAWINA berichtete).

„Wir sind uns einig darüber, dass diese Verurteilung unangemessen ist und deutlich macht, dass Südtirol die primäre Zuständigkeit für den Bereich Natur- und Umweltschutz dringend braucht“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher im Anschluss an die Regierungssitzung. Der Rechtsabteilung sei heute beauftragt worden, alle Rechtsmittel zu prüfen, mit denen Südtirols Autonomie zielführend verteidigt werden kann. „Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher.

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Südtirol: Millionenstrafe für Abschussverfügungen von Murmeltier und Kormoran

FACE: „Scharfer Angriff auch auf andere nachhaltige Jagdsysteme in Europa“

Am Montag sind vom Rechnungshof in Rom der ehemalige Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder und der ehemalige Amtsdirektor des Amtes Jagd und Fischerei, Heinrich Erhard, zu insgesamt 1,14 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt worden, weil sie Abschussverfügungen für Kormorane, Murmeltiere und andere Tiere angeordnet hatten. Durch den Abschuss der geschützten Tierarten sei Italien Schaden entstanden, hatte der Rechnungshof argumentiert. Daher sollen Durnwalder und Erhard je 568.125 Euro Schadensersatz leisten. Das Urteil sei „total überzogen, unverständlich und absolut weltfremd“, erklärte der Südtiroler Bauernbund gegenüber stol.it: „Durch den Abschuss ist kein Schaden entstanden, es wurden Schäden verhindert,“ sagte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler auf stol.it: „Immer wieder gibt es in der Berg- und Almwirtschaft Probleme, besonders mit den Murmeltieren. Wenn sie sich unkontrolliert vermehren und ausbreiten, ist an eine Bewirtschaftung der Bergwiesen nicht mehr zu denken.“

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USA: „Rätselhafter Canide“ ist ein Wolf

Der Ende Mai von einem Farmer bei Denton, Montana, geschossene „rätselhafte Canide“ (JAWINA berichtete) ist ein Wolf. Das haben DNA-Untersuchungen des Kadavers ergeben. Für Verwirrung hatten Fotos gesorgt, auf denen das Tier auffallend kurze Beine und große Ohren zu haben schien. Untersuchungen durch Experten der Wildtierbehörde von Montana (Montana Fish, Wildlife and Parks, MFWP) in einem Labor in Bozeman ergaben, dass es sich um einen „relativ normal aussehenden, dunkelbraunen Wolf“ handle, wie MFWP in einer Pressemitteilung feststellt. Physische Variationen seien nicht unüblich bei Wildtieren, erklärte MFWP-Genetikerin Mary Curtis in der Veröffentlichung. Innerhalb einer Art gebe es Variabilität, das sei alles andere als überraschend, so die Wissenschaftlerin. Bei dem Wolf handle es sich um ein zwei bis drei Jahre altes, nicht laktierendes Weibchen. Dies bedeute, dass durch den legalen Abschuss keine verwaisten Welpen zurückbleiben. Die Wölfin wog 84,5 US-Pfund, das entspricht 38,3 Kilogramm.

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Bündnis für Wald und Wild: Petition fordert „Trennung von Forst und Jagd“

Das Bündnis für Wald und Wild (BWW) hat gestern (19.06.) eine deutschlandweite Petition „zum Schutz der heimischen Wildtiere“ gestartet. Das BWW ist seinem Selbstbild zufolge ein „Verein zum Schutz des Wildes, der traditionellen Jagd und des Waldes“ und sieht sich „als Anwalt für Wald und Wild.“ Im Petitionstext wird die durch die Föderalismusreform 2006 geschaffene Abweichungsgesetzgebung kritisiert, die es den Ländern ermöglicht, Bestimmungen des Bundesjagdgesetzes durch Landesjagdgesetze auszuhebeln: „Die Länder machten und machen von ihrer neuen Befugnis regen Gebrauch“, so die Petenten. Oberflächlich werde das Ansinnen verbreitet, dass durch die Neufassung der Landesjagdgesetze das Jagdwesen in ein zeitgemäßes Jagd- und Wildmanagement überführt werde. Setze man sich mit der Realität jedoch etwas näher auseinander, so werde „überaus deutlich, dass die Forstbehörden als treibende Kraft im Hintergrund kräftig die Fäden ziehen und sich einen Freibrief für ihre Machenschaften zur Abschlachtung und Vernichtung des Wildes und zur Maximierung des Ertrages aus der Waldwirtschaft ausstellen wollen“, behauptet das BWW.

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Mecklenburg-Vorpommern: Streckenstatistik für 2017/18 veröffentlicht

„ASP-Jagdmaßnahmen greifen: 85.949 Schwarzkittel erlegt“

Das für das Jagdjahr 2017/2018 angepeilte Streckenergebnis von 80.000 Stück Schwarzwild wurde mit 85.949 erlegten Wildschweinen deutlich erreicht. „Das ist ein Erfolg, der auf der großartigen Teamarbeit von Jägern, Landwirten, Veterinären und Landesforstanstalt basiert“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus heute auf der Landespressekonferenz in Schwerin.

Ende 2017 hatte der Landtag Mecklenburg-Vorpommern ein mit 2 Millionen Euro ausgestattetes Schwarzwildmaßnahmenpaket beschlossen, um den seit etwa zehn Jahren stetig anwachsenden Wildschweinbestand im Land angesichts des Einschleppungsrisikos der Afrikanischen Schweinepest  (ASP) deutlich zu reduzieren.

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Schwedische Umweltbehörde: 340 bis 360 Wölfe für Schweden und Norwegen

Problemwolf geschossen – trotz fortgeschrittener Räude noch über 45 kg schwer

Die schwedische Umweltbehörde Naturvårdsverket strebt eine Wolfspopulation von 340 bis 360 Individuen für Schweden und Norwegen zusammen an. Das geht aus einem Bericht des schwedischen Jagdportals SvenskJakt hervor. In dem Bericht geht es um die Forderung des schwedischen Jagdverbands Jägareförbundet nach einem gemeinsamen Wolfsmanagement von Schweden und Norwegen. Weil es kein gemeinsames Wolfsmanagement gebe, würden die Wölfe im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet nicht bejagt. Dies sei aber „absolut notwendig“, erklärte ein Sprecher Jagdverbands. In einer in dem Bericht zitierten Pressemitteilung der Umweltbehörde heißt es, dass es zwar keine expliziten Ziele für eine gesamtskandinavische Wolfspopulation gebe, rechne man die Ziele für die schwedische und norwegische Population jedoch zusammen, so ergebe sich eine Zielgröße von 340 bis 360 Wölfen – für beide Länder.

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Wissenschaftler: ASP in vier Jahren in Deutschland

Der polnische Epidemiologe Andrzej Jarynowski von der Universität Wrocław (Breslau) hat ein Rechenmodell entwickelt, mit dem sich Ausbreitungsgeschwindigkeit und Ausbreitungsrichtung von Tierseuchen, insbesondere der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorhersagen lassen. Dafür wurden von einem Team von Wissenschaftlern 3.230 ASP-Ausbrüche ausgewertet. Das Modell soll durch Vorhersagen künftiger Ausbrüche eine zielgerichtete Seuchenprophylaxe ermöglichen. Die Ergebnisse stellte Jarynowski am 13. Juni auf einem tiermedizinischen Kongress in China (25th International Pig Veterinary Society Congress (IPVS 2018), Chongqing) vor. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der ASP beträgt demnach 200 Kilometer im Jahr in westlicher Richtung. Auch wenn sich die Situation in den bereits betroffenen Gebieten stabilisiere, werde die Ausbreitung von ASP voranschreiten, sagte Jarynowski gegenüber der Fachpublikation Pig Progress. Selbst wenn man die Rolle von Menschen bei der Verbreitung von ASP ausschlösse, wird die ASP nach seinen Berechnungen in ca. vier Jahren die deutsche Wildschweinpopulation erreichen. Menschen sind für die beschleunigte Ausbreitung des Virus in erster Linie verantwortlich.

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Sachsen: Ministerpräsident stellt Schafzüchtern Hilfe gegen Wölfe in Aussicht

„Wölfe, die Weidetiere reißen, müssen erschossen werden dürfen“ – „Kein Artenschutz für Hybriden“

Der sächsische Ministerpräsdient Michael Kretschmer (CDU) hat sich bei Cunnewitz (Landkreis Bautzen) mit Schafzüchtern getroffen und Hilfe für Weidetierhalter in Aussicht gestellt. Mehr als 220 Schafe und Ziegen wurden von den Wölfen des Rosenthaler Rudels bereits gerissen, ein Schäfer hat alleine bereits fast 80 Schafe an die Wölfe verloren, berichtet die Sächsische Zeitung (SZ). Ministerpräsident Kretschmer erklärte der SZ zufolge, dass es zulässig sein müsse, Wölfe, die Weidetiere reißen, zu schießen. Dies sei auch die Meinung der Landesregierung, die daher eine Überprüfung des Schutzstatus von Wölfen und bundeseinheitlich geltende Regeln für den Abschuss von Problemwölfen fordere. Für Wolfshybriden, also Kreuzungen von Wölfen und Hunden, dürfe es keinen Artenschutz geben. Die Schäfer im Streifgebiet des Rosenthaler Rudels haben in einer Petition an den Landtag die Entnahme des Rudels gefordert. Die immer aufwändigeren Herdenschutzmaßnahmen erwiesen sich zunehmend als unpraktikabel, kritisierten die Schäfer, die Entschädigungen, wenn sie denn gezahlt werden, würden nicht den tatsächlichen Wert der gerissenen Tiere ersetzen. Kretschmer versprach, dass die „Art und Weise“ und die Höhe der Entschädigungen überprüft werde. red.

Beitragsbild: Schafe (Symbolbild). Foto: SE

Welpen-Gucken auf dem Theelshof

„Du kommst eh nicht allein zurück“, hatten viele prophezeit – und fast hätten sie Recht behalten, wenn nicht schon alle Welpen vergeben gewesen wären. Insbesondere die fast einfarbig braune Hündin mit ein bisschen Weiß an Brust und Vorderbeinen hatte es mir angetan. Bildschön, aktiv, keck, kernig und dabei dem Menschen so zugewandt – ein kleiner, faltiger Herzensbrecher der übelsten Sorte. Für den nächsten Wurf auf dem Theelshof, wo einst auch unsere langjährige Wegbegleiterin und Jagdgefährtin Hannah gewölft wurde, wurden gewisse Verabredungen getroffen…

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DJV veröffentlicht Jahresbericht

Informieren und Verantwortung zeigen – Felle aus nachhaltiger Nutzung, Afrikanische Schweinepest und der Wolf: Wie vielschichtig die Verbandsarbeit ist, zeigt der aktuelle Jahresbericht des Deutschen Jagdverbandes.

Anlässlich des Bundesjägertages 2018 hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute in Bremen seinen neuen Verbandsbericht vorgestellt. 82 Seiten dokumentieren die Schwerpunktthemen des Jagdjahres 2017/18 und die Arbeit des Dachverbandes der Jäger. Im Fokus steht etwa die hochansteckende Virusinfektion „Afrikanische Schweinepest“ mit Hinweisen dazu, wie Landwirte Jäger unterstützen können und wie das Tierfund-Kataster im Seuchenfall helfen kann.

Gewinnung und Verwertung von Fellen aus nachhaltiger Nutzung sind ein weiterer Schwerpunkt im Heft. Denn der Bedarf an qualitativ hochwertiger Ware aus nachhaltiger Jagd steigt: Die Fellwechsel GmbH bietet mit Bälgen von Wild aus heimischen Revieren eine Alternative. Der Bericht nennt Hintergründe zum Sammeln und zum Qualitätsmanagement. Klare Regelungen braucht es auch für den Umgang mit dem Wolf. Der DJV fordert die Politik zum Handeln auf und den Wolf ins Bundesjagdrecht – für ein besseres Qualitätsmanagement.

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Österreich: Gatterjagd ab 2029 in Niederösterreich verboten

+++ Thüringen: Jäger schießt Nandu +++ Brandenburg: Nabu protestiert scharf gegen wolfsfreie Zonen (JAWINA berichtete) +++

Treibjagd mit Hunden im umfriedeten Gebieten schon ab 2023 untersagt

Der bereits im Vorjahr vorgelegte Entwurf für die Novellierung des niederösterreichischen Landesjagdgesetzes (NÖ LJG) ist in einigen Punkten verschärft worden: So ist vorgesehen, Gatterjagden in Niederösterreich bereits ab 2029 endgültig zu verbieten. Schon ab 2023 soll die Treibjagd mit Hunden in Gattern verboten werden. Für Zuwiderhandlungen sind hohe Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro vorgesehen. Die Bejagung zur Regulierung des Wildbestands bleibt statthaft. Das NÖ LJG soll am 28. Juni beschlossen werden, da sich ÖVP, SPÖ und FPÖ für das Gesetz ausgesprochen haben, gilt die Annahme als sicher. Von ursprünglich 71 in Niederösterreich registrierten Gatterjagden seien zwei mittlerweile aufgelassen worden, berichtet nön.at. Mit dem absehbaren Ende der Gatterjagd hätten die Gatter ihre Attraktivität verloren. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen die Jagdgatter offenbar in Tiergärten umgewandelt werden, „um der Bevölkerung zu ermöglichen, das Wild zu erleben“, so nön.at. Entsprechende Nachnutzungsformen sind gesetzlich festgeschrieben, die Umwandlung wurde nun nicht erst ab 2029, sondern bereits ab 2023 ermöglicht. red.

Beitragsbild: Sauen im (Schwarzwild-Übungs-)Gatter. Foto: SE

Neues DJV-Video klärt über die extremen Positionen militanter Tierrechtler auf

Menschenrechte für Tiere? Zum Bundesjägertag veröffentlicht der DJV ein Video, das Konsequenzen von gefährlichen Allmachtsphantasien zeigt. Gegen radikale Tierrechtler im Internet geht der Dachverband der Jäger derzeit vor.

Menschenrechte für Tiere und vegane Ernährung für alle: Weil kein empfindungsfähiges Wesen mehr leiden solle, entwickelt die Tierrechtslobby gefährliche antidemokratische Allmachtsphantasien. Die Jagd soll ebenso verboten werden wie Haus- und Nutztiere oder Nahrungsmittel wie Eier, Käse und Honig. Der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht anlässlich des Bundesjägertages ein Comic und zeigt, welche Konsequenzen die Forderung hätte, dass jedes Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und Glück habe. „Fressen und gefressen werden ist ein Gesetz, das auf der Erde gilt, seit es Lebewesen gibt. Bereits hier versagt die Glückstheorie der Tierrechtsszene jämmerlich: Ein Löwe, der eine Gazelle frisst, empfindet sicherlich etwas anderes als seine Beute“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Einige Philosophen wie David Pearce wollen dieses Dilemma jetzt lösen und forschen an Möglichkeiten, Fleischfresser genetisch auf vegane Ernährung umzuprogrammieren. „Tierrechtsanhänger haben offensichtlich Schwierigkeiten, die Natur so zu akzeptieren, wie sie ist. Wir Jäger leben von und mit der Natur, Jagd ist eine ursprüngliche schonende Nutzung“, so Fischer. Es gehe nicht darum, Ernährungsformen zu verdammen, sondern vielmehr darum, nachhaltig mit der Natur umzugehen. Toleranz und Realitätssinn seien gefragt.

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Menschliche Störungen machen Tiere nachtaktiv

Die amerikanische Wildbiologin Kaitlyn Gaynor hat im Rahmen ihrer Dissertation an der University of California, Berkeley untersucht, wie sich Störungen durch menschliche Anwesenheit auf die Nachtaktivität verschiedener Tierarten auswirken. In der Studie „The influence of human disturbance on wildlife nocturnality“ wurden die Auswirkungen auf 62 Säugetierarten rund um den Globus untersucht: Vom Hirsch bis zum Kojoten, von Tigern bis zu Wildschweinen. Dass Bevölkerungswachstum, die zunehmende Besiedlung großer Gebiete und die damit einhergehende Zunahme menschlicher Aktivitäten gravierende Auswirkungen auf die räumliche Verteilung von Wildtieren hätten, sei gut erforscht, heißt es im Abstract der Metastudie, in der 76 wissenschaftliche Arbeiten ausgewertet wurden. Wie sich menschliche Störungen jedoch auf die zeitlichen Aktivitätsmuster von Wildtieren auswirke, sei bisher nicht quantifiziert worden. Die globale Studie zeigt, dass menschliche Anwesenheit den Tagesablauf von Wildtieren stark beeinflusst.

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Brandenburg: Gemeinden wollen „wolfsfreie Zone“ werden

Drei Gemeinden – Stechlin, Sonnenberg und Großwoltersdorf – im Amt Gransee (Landkreis Oberhavel) wollen wolfsfreie Zone werden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Demnach soll in den Gemeindevertretungen in den kommenden Tagen über entsprechende Beschlussvorlagen abgestimmt werden. Der Bürgermeister von Sonnenberg, Ralf Wöller, auf dessen Initiative der Plan, wolfsfreie Zonen zu errichten, zurückgeht, beklagt die „massiven Wolfsangriffe, die Landwirte in der Region zu verzeichnen hätten. Die Beschlussvorlage sieht vor, dass die genannten Dörfer im Brandenburger Wolfsmanagementplan als „nicht für eine Besiedlung durch den Wolf geeignete Zone“ ausgewiesen werden, so die MAZ. Einer Ansiedlung von Wölfen stünden „überwiegend öffentliche Interessen entgegen, insbesondere der Schutz der Bevölkerung, die unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus sowie die ausgeprägte natur- und artgerechte Weidetierhaltung“, heißt es in der Beschlussvorlage.

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Internetseite des LJV Brandenburg wegen DSGVO offline

Die Internetseite des Landesjagdverbands Brandenburg ist offline. Grund ist nach Auskunft des Verbands die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Wie der LJVB auf Anfrage von JAWINA mitteilte, wird die Internetseite des LJV zur Zeit in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten überarbeitet und an die neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst. Die Seite soll ab nächste Woche wieder online geschaltet werden. red.

Beitragsbild: Momentan nicht erreichbar: Internetseite des LJVB (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser BW für den Hinweis!

Österreich: Bundeskanzler Sebastian Kurz trifft Jagdfunktionäre

Der niederösterreichische Landesjagdverband (NÖ LJV) und der Dachverband „Jagd Österreich“ werben bei Gespräch mit Bundeskanzler Kurz um Unterstützung.  NÖ LJV: „Wenig Verständnis für EU-Diktat bei regionalen Herausforderungen wie Wolf und Waldschnepfe“

Auf Initiative des Niederösterreichischen Landesjagdverbands (NÖ LJV) fand ein Gespräch von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vertretern der heimischen Jägerschaft statt. Die Jägerschaft wurde vertreten vom NÖ LJV-Präsidium unter der Führung von Landesjägermeister Josef Pröll sowie vom Dachverband Jagd Österreich mit dem Landesjägermeister Norbert Walter und Generalsekretär Klaus Schachenhofer. Im Zentrum des Gesprächs standen die Biodiversität, das Verfahren der Europäischen Kommission zum Vogelschutz, die Ausbreitung des Wolfs in Österreich sowie die Novelle des Waffengesetzes. „Wir hatten ein gutes und konstruktives Gespräch über die zeitgemäße und moderne Jagd sowie über aktuelle Herausforderungen im Bereich der Hege und Pflege. Im Namen der Jägerschaft danken wir Bundeskanzler Kurz sehr herzlich für seine Unterstützung“, so Josef Pröll.

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DJV: Umweltbildung mit Jägern immer beliebter

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Zahl der pädagogisch tätigen Jäger ist in sechs Jahren um 80 Prozent gestiegen – mehr als 7.000 waren es 2017. Für Bildungsarbeit investierten Jägerschaften 2017 knapp 410.000 Euro – plus 24 Prozent gegenüber 2011. Drei Viertel der Jägerschaften haben inzwischen ein ausgewiesenes Budget für Lernort Natur.

Lernort Natur, das naturpädagogische Angebot der Jäger, wird immer beliebter, zeigt eine Lernort-Natur-Umfrage: Die Zahl der ehrenamtlich tätigen, pädagogisch geschulten Jäger ist von 2011 bis 2017 um 80 Prozent gestiegen – und zwar auf mehr als 7.000. Insgesamt knapp 11.400 Stunden verbrachten diese monatlich mit Umweltpädagogik in den knapp 500 Kreisjägerschaften unter dem Dach des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und erreichten mehr als 800.000 Menschen. Teilgenommen hat an der bundesweiten Befragung (ohne Bayern) ein Viertel der Jägerschaften.

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ASP: Deutschland und Polen üben gemeinsam den Seuchenfall

Um den Ausbruch und die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinpest (ASP) zu verhindern, üben die Fachverwaltungen von Deutschland und Polen gemeinsam die Koordination von Informationen. Ziel der Übung ist es, die lokalen und zentralen Veterinärverwaltungen sowie die Nationalen Referenzlaboratorien Polens und Deutschlands zu vernetzen. Dabei wird der digital-technische Informationsaustausch koordiniert – gemeinsame Restriktionsgebiete werden in Simulationen sichtbar gemacht. Die Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden hat sich bereits im Rahmen der Vorbereitung der Übung sehr gut entwickelt.

ASP-Simulationsübung

Wenn im grenznahen Gebiet eine Tierseuche wie die Afrikanische Schweinepest ausbricht, müssen die betroffenen Mitgliedstaaten schnell und abgestimmt handeln, Restriktionsgebiete sollten ineinander greifen und gemeinsam dargestellt werden können. Deshalb findet noch bis heute eine deutsch-polnische ASP-Simulationsübung in der grenznahen Region der Woiwodschaft Westpommern und dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern statt.

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Wölfe in Sachsen: „Nachsuche mit Hund völlig unmöglich“

Es mehren sich Berichte, denen zufolge die Nachsuchenarbeit in den Wolfsgebieten Sachsens und Brandenburgs durch die flächendeckende Anwesenheit von Wölfen schwierig bis unmöglich wird. In der Sächsischen Zeitung (SZ) berichtet ein Nachsuchenführer, dass die Wölfe zunehmend „zu einer echten Konkurrenz“ werden. Demnach hätten die Wölfe gelernt, den Schuss mit dem Vorhandensein von Beute in Verbindung zu bringen – ein Phänomen, das unter dem Begriff „Schusshitzigkeit“ in ähnlicher Weise bei Jagdhunden bekannt ist. Man müsse sich beeilen, so der Jäger in der SZ, nach dem Schuss vom Hochsitz zu kommen und den Hund aus dem Auto zu holen, sonst habe der Wolf das Stück bereits in Besitz genommen. In Gebieten mit besonders hoher Wolfsdichte seien Nachsuchen mit dem Hund „völlig unmöglich“ geworden. Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ bestätigte gegenüber der Zeitung, dass entsprechende Berichte von Hundeführern vorliegen.

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„Jäger haben mit Veganern über den Sinn von Jagd diskutiert“

Aktuell läuft der Dokumentarfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ in den Kinos. Im Gespräch mit dem DJV erzählt Regisseurin Alice Agneskirchner über die vielen bundesweiten Filmvorführungen, die von Jägervereinigungen mit Aktionen begleitet wurden.

DJV: Frau Agneskirchner, „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ ist seit dem 10. Mai im Kino, mehr als 30.000 Besucher haben den Film bislang gesehen. Wie ist diese Zahl einzuschätzen?

Agneskirchner: Also erstmal muss und darf ich sagen, das ist ein absoluter Erfolg für diesen Film. Nach dem Tag der bundesweiten Previews am 9, Mai war „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ sogar auf Platz 2 der deutschen Kino-Charts. Nach Avengers, aber vor allen anderen Hollywood-Filmen, Disney-Produktionen, Jim Knopf und Fuck U Göthe. Der Film lief in den ersten zwei Wochen in über 120 Kinos. Für einen Dokumentarfilm eine Sensation.

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1 Euro pro Jäger

Update: Details zu Zahlungsmodalitäten werden demnächst veröffentlicht

CIC und FACE starten gemeinsame Spendensammelaktion

Unter dem Motto 1 Euro/hunter starten der europäische Dachverband der Jagdorganisationen FACE und der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) eine gemeinsame Spendensammelaktion. Der politische und soziale Druck auf Jagd oder Schießsport steige extrem an, heißt es dazu in einer von den Verbänden veröffentlichten Erklärung. Daraus ergebe sich ein erhöhter Finanzbedarf für effektive Interessenvertretung und Kommunikation, um die Anliegen der Jäger zu verteidigen. Die Präsidenten von CIC, George Aman und FACE, Dr. Michl Ebner seien daher übereingekommen, bei der CIC-Initiative „1 Euro/hunter“ zu kooperieren.

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Niedersachsen: Landesregierung novelliert das Jagdgesetz wegen ASP

Schalldämpfer und Schussabgabe aus Fahrzeugen bei der Erntejagd sollen legalisiert werden – überjagende Hunde müssen unter bestimmten Bedingungen geduldet werden

Um im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die für den Menschen ungefährlich ist, vorbereitet zu sein, hat die niedersächsische Landesregierung am (heuti­gen) Dienstag einen Änderungsentwurf zum Niedersächsischen Jagdgesetz (NJagdG) zur Verbandsbeteiligung freigegeben. Die vorgeschlagenen Änderungen folgen dem Auftrag aus dem Koalitionsvertrag, die Gefahr eines Ausbruchs von ASP einzudämmen. Damit sollen insbesondere bestehende Restriktionen für das Erlegen von Wildschweinen aufgehoben werden. Im Falle eines Seuchenausbruchs soll es zulässig sein, in betroffenen Gebieten alle Wildschweine zu töten, um die Ausbreitung des Erregers zu ver­hindern. Auch eine Schussabgabe vom Kraftfahrzeug aus soll in Verbindung mit Jagden auf Wildschweine während der Maisernte erlaubt werden. Des Weiteren werden Re­gelungen für ein allgemeines Fütterungsverbot sowie der Ausschluss des Wildschadenser­satzes bei Jagdverboten vorgeschlagen. Revierinhaber, die sich nicht an revierübergreifenden Drückjagden beteiligen, haben künftig unter bestimmten Bedingungen überjagende Hunde zu dulden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Managementplan für Boddenhecht in Auftrag gegeben

Der Landwirtschaftsminister vom Mecklenburg-Vorpommern,  Dr. Till Backhaus, hat heute (12.6.) in Schwerin an das Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) einen Förderbescheid für die Erarbeitung eines Management­planes zur nachhaltigen Entwicklung des Hechtbestandes in den Rügener Boddengewässern übergeben.
Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Robert Arlinghaus erhält für ihre Forschungen dazu bis 2022 insgesamt rund 1,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF), darunter 374.000 Euro Landesmittel.

Auslöser der Auftragsvergabe ist der Verdacht einer Überfischung auch dieser Fischart. In Anglerkreisen gelten die Bodden um und auf Rügen als hervorragende Hechtreviere. In den flachen Küstengewässern finden die Raubfische viel Nahrung und wachsen daher sehr schnell. Vor allem wegen der Großhechte kommen zahlreiche Angler auch aus dem Ausland. Insbesondere in der touristischen Nebensaison ist das Angeln auf Hecht wirtschaftlich bedeutsam geworden. Gleichzeitig stellt die Küstenfischerei offenbar vermehrt dem nicht quotierten Speisefisch nach oder hat ihn als Beifang in ihren Netzen. Laut IGB werfen Anglermedien den Küstenfischern vor, für die rückläufigen Hechtfänge verantwortlich zu sein.

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Mecklenburg-Vorpommern: Von Jäger überfahrener Motocrosser lebt

Der Ende April von einem Jäger überfahrene Motocrosser (JAWINA berichtete) ist NICHT verstorben. Das bestätigte der Pressesprecher der zuständigen Polizeiinspektion Ludwigslust auf Nachfrage von JAWINA. Entsprechende Gerüchte kursierten insbesondere in der Umgebung des Tatorts „seit Wochen“, wie Pressesprecher PHK Klaus Wiechmann erklärt. Es habe auch aufgrund dieser Gerüchte, die über die sozialen Medien weiterverbreitet und angeheizt werden, bereits mehrere Presseanfragen bei der Polizei zu dem angeblichen Todesfall gegeben. Auch in Bezugnahme auf den verlinkten JAWINA-Beitrag haben zwei Kommentatoren berichtet, dass der Motocrosser verstorben sei. Dies lieferte den Anlass für unsere Nachfrage, die folgendes Ergebnis erbrachte: Die Polizei hat auf die erste Presseanfrage vor ca. zwei Wochen hin in dem Krankenhaus in Hamburg angerufen, in dem der schwer verletzte Motorradfahrer behandelt wird und erhielt die Auskunft, dass der Zustand des Mannes „absolut stabil“ sei. Es stünden zwar aufgrund der Schwere der Verletzungen noch eine Reihe von Operationen an, es sei aber nicht abzusehen, dass sich der Zustand des Opfers dramatisch verschlechtere.

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ASP: DJV kritisiert Regierungspläne

Die Änderung des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes (JAWINA berichtete) muss nach Auffassung des Deutschen Jagdverbands (DJV) präzisiert werden: Weitreichende Befugnisse der Behörden dürfen nur örtlich begrenzt im Seuchenfall gelten. Die Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest ist nur durch eine kooperative Zusammenarbeit mit Jägern möglich.

Die Bundesregierung hat vergangene Woche einen Gesetzentwurf zur Änderung des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes beschlossen. Damit sollen Behörden schneller reagieren können, um die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Ernstfall zu bekämpfen. Der DJV kritisiert, dass die sehr weitreichenden Befugnisse bereits vor einem möglichen Seuchenfall ausgeschöpft werden könnten. Dies wäre nach Ansicht des DJV unverhältnismäßig und damit rechtswidrig. Die Folge wären aufwändige Gerichtsverfahren. Vor allem aber wäre das Vertrauensverhältnis zwischen Behörden und Jägern empfindlich gestört. Eine kooperative Zusammenarbeit, die insbesondere im Seuchenfall dringend notwendig ist, wäre unmöglich. Der DJV fordert deshalb, dass die Änderungen des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes präzisiert werden: Die sehr weitgehenden Behördenbefugnisse dürfen nur für den Seuchenfall und ein eng eingegrenztes Gebiet gelten – dort sind sie wichtig. In einer Stellungnahme hat der Dachverband der Jäger bereits Mitte Mai auf die Gefahr hingewiesen, dass einzelne Veterinärbehörden den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit missachten könnten.

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Österreich: Zwei Jäger an Tularämie erkrankt

Im österreichischen Bundesland Salzburg ist Anfang Mai die Hasenpest (Tularämie) festgestellt worden. Seit diesem Zeitpunkt sei die Seuche bei sieben tote Hasen nachgewiesen worden, berichtete Landesveterinärdirektor Josef Schöchl gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Dies seien so viele Fälle, wie in den vergangenen fünf Jahren in ganz Österreich auftraten. Der Hasenpest-.Ausbruch ist derzeit auf das Gebiet südlich der Stadt Salzburg, Anif, Grödig und den nördlichen Tennengau begrenzt. Tularämie ist eine Zoonose, d.h., die Krankheit kann von Tieren auch auf Menschen übertragen werden. Dies ist offenbar im Fall zweier Jäger geschehen, die einen Ende März im Halleiner Stadtteil Rif tot aufgefundenen Hasen untersucht hatten, wie die Tiroler Tageszeitung (TT) unter Berufung auf einen Radiobericht des ORF meldet. Beim Menschen kann eine Erkrankung mit Tularämie unterschiedliche Symptome hervorrufen, die erkrankten Jäger litten an Fieber und Gelenkschmerzen. Nach einer Behandlung mit Antibiotika klangen die Symptome ab, der Tularämie-Erreger wurde durch eine Blutuntersuchung im Labor nachgewiesen.

Beitragsbild: Junghase – verendete Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Foto: SE