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DJV: Jagdfeature des SWR greift Einzelfälle auf

Mit „Durchgeknallt – Was bei der Jagd falsch läuft“ hat der SWR gestern ein Feature präsentiert, das wesentliche Aspekte der Jagd aufgreift. Es kommen auch Verfehlungen Einzelner zur Sprache, von denen sich der Deutsche Jagdverband (DJV) distanziert. Im SWR-Feature wird darauf verwiesen, dass viele Jäger zu unerfahren oder untrainiert seien, um das Wild schonend mit einem Blattschuss zu erlegen. Dem widerspricht DJV-Präsident Hartwig Fischer: „Der saubere Schuss gehört zum Ethos des Jägers. Deshalb trainieren neun von zehn Jägern in Deutschland regelmäßig auf dem Schießstand, wie eine Umfrage eines unabhängigen Instituts unter unseren Mitgliedern ergeben hat (http://www.jagdverband.de/content/jäger-halten-sich-fit-für-die-jagd)“.

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Wolfsbestand im westlichen Polen wächst weiter

Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt. Die Wissenschaftler schätzten aufgrund ihrer Forschungen den Wolfsbestand zum Ende des Monitoring-Jahres 2015/16 westlich der Weichsel auf insgesamt 43 sich reproduzierende Rudel und zehn Wolfspaare oder Gruppen, deren Reproduktionsstatus unbekannt ist. Insgesamt konnte bei 81 Prozent der beobachteten Wolfsrudel Nachwuchs bestätigt werden.

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Jäger schießt auf Reh – tot!

Es wurde nur ein Jahr alt

Ein eigentlich friedlicher Nachmittag in einer kleinen Gemeinde in Brandenburg. Plötzlich zerreißt ein Schuss die trügerische Stille: Zeugen beschuldigen Jäger F., sich auf einem mit Zweigen verblendeten Gestell auf die Lauer gelegt zu haben und das junge männliche Reh mit einer vermutlich legal besessenen Waffe erschossen zu haben. Es war sofort tot. Jede Hilfe kam zu spät, auch die zufällig anwesende Tierärztin konnte nur noch den Tod des Rehbocks feststellen. Es wurde gerade einmal ein Jahr alt. Entrüstet äußert sich Anwohnerin Sieglinde A. über das blutige Geschehen am Dorfrand: „Es ist ein Skandal, ich bin immer noch ganz erschüttert, wie kann man nur so verroht sein!“ Unter Tränen fügt die nach eigenen Aussagen engagierte Tierschützerin hinzu: „Da waren Kinder in der Nähe. Die sind gleich hingerannt und wollten total neugierig dem Jäger beim Ausweiden des armen Tiers zusehen! Wir mussten sie beinahe mit Gewalt wegzerren und ihnen erstmal erklären, wie schrecklich das ist, was sie da sehen. Diese traumatische Erfahrung wird ihnen noch lange zu schaffen machen!“ Unbelehrbar zeigte sich indessen der dringend Tatverdächtige F., der sich mit dem blutigen Vorfall noch brüstete: „Sauber Schuss! Ich bereue nichts!“

Beitragsbild: Tot: Das Opfer. Foto: SE

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DJV: Jäger halten sich fit für die Jagd

Eine repräsentative DJV-Befragung zeigt: Neun von zehn Jägern gehen regelmäßig auf den Schießstand oder ins Schießkino, davon über die Hälfte jährlich dreimal und mehr. Auch sonst bilden sich Waidfrauen und -männer aktiv fort. Knapp 27.000 Verbandsmitglieder haben im vergangenen Jahr allein an Fachveranstaltungen und Schulungen der Landesjagdverbände und des DJV teilgenommen. Darunter zahlreiche Multiplikatoren.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute weitere Daten aus der aktuellen Jäger-Umfrage veröffentlicht. Demnach trainiert jeder Jäger durchschnittlich etwa siebenmal jährlich mit seiner Waffe. Neun von zehn Jägerinnen und Jägern gehen dafür regelmäßig auf den Schießstand oder ins Schießkino, davon über die Hälfte dreimal und mehr. Dort werden beispielsweise anhand von Videosequenzen Situationen für die herbstlichen Bewegungsjagden geübt sowie Schüsse im Stehen oder Sitzen auf Scheiben mit den Umrissen jagdbarer Tierarten. Die Wertung der Schüsse orientiert sich an den inneren Organen: Höchste Punktzahl gibt es, wenn die Region um Herz oder Lunge getroffen wird. „Für den Tierschutz ist das regelmäßige Schießtraining entscheidend. Optimale Treffer müssen immer unser Anspruch als Jäger sein“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Jörg Friedmann.

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Stuttgart: Gericht weist Klage gegen Gebühr für Kontrolle der Waffenaufbewahrung ab

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat die Klage eines Jägers gegen die überhöhten Gebühren für die Kontrolle der Waffenaufbewahrung (wir berichteten) zurückgewiesen. Das berichtet die Südwest-Presse. In der mündlichen Verhandlung wurde festgestellt, dass die Höhe der Gebühren „rechtlich nicht zu beanstanden“ sei. Weder der Stundensatz der Mitarbeiter, noch der Zeitaufwand seien zu hoch angesetzt. Gegen die Entscheidung ist ie Berufung beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg möglich. SE

Beitragsbild: Informationsseite des VG Stuttgart zur Verhandlung (im Text verlinkt).

Saiga

Nach katastrophalem Massensterben: Saiga-Bestände in Zentralasien erholen sich

Nach dem dramatischen Massensterben der stark bedrohten Saiga-Antilopen im vergangen Jahr, atmen Artenschützer wieder auf: Die Populationen in Kasachstan entwickeln sich positiv, so das Ergebnis der diesjährigen Saiga-Zählung aus der Luft, das das Ministerium für Landwirtschaft der Republik Kasachstan nun veröffentlicht hat. „Das Massensterben war ein riesiger Verlust und eine große Bedrohung für die Art. Dass die Saiga-Bestände wieder wachsen und es in diesem Frühjahr kein erneutes Sterben gab, sind gute Nachrichten“, sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt.

Insgesamt beträgt die Anzahl der Saiga in Kasachstan 108.300 Tiere, davon 70.200 Tiere in der kasachisch-russischen Ural-Population, 1.900 in der Ustjurt-Population an der Grenze zu Usbekistan und 36.200 Tiere in der Bekpakdala-Region in Zentralkasachstan. Dort grasten im Frühling 2015 noch 242.500 Saigas. Kurz danach starben davon mehr als 200.000 Tiere während der Kalbungszeit innerhalb weniger Wochen. Damit schrumpfte die größte Population Kasachstans mit einem Schlag um 90 Prozent. Für die globalen Bestände bedeutete dieser Verlust einen Rückgang um 60 Prozent. Der Zustand der von Wilderei ohnehin stark bedrohten Saiga-Antilopen hatte sich damit weiter verschärft.

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Kalb

Niedersachsen: Grünen-Politiker gegen Wolfsansiedlung

Der Rat der niedersächsischen Stadt Uslar (Landkreis Northeim) hat sich in einer Resolution gegen die Ansiedlung von Wölfen ausgesprochen, wie der NDR berichtet. Die „Rudelbildung von Wölfen und ein sich daraus ergebendes Wolfsterritorium im Solling/Weserbergland“ solle vermieden werden. Begründet wird dies mit der angeblichen Gefahr, die Wölfe für „die Landwirtschaft, den Tourismus und die Anwohner“ bedeuteten. In dem Gebiet gibt es noch keine Wölfe, es gehe um Prävention erklärte der Uslarer Bürgermeister Torsten Bauer (CDU). Die Resolution war von dem Grünen-Politiker und Ratsherr Volker Ruwisch eingebracht worden, der dies dem NDR zufolge nicht als einen Widerspruch betrachtet: Er habe selbst neun Rinder und fürchte um die Sicherheit seiner Tiere, heißt es – da kann man mal sehen, wieviel es ausmacht, wenn Politiker von ihren Entscheidungen selbst betroffen sind. Bei Parteikollegen Ruwischs stieß sein Vorstoß auf die zu erwartende Kritik. SE

Beitragsbild: Rinderkalb – fressen Wölfe auch ganz gern. Foto: SE

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Novellierung des Bundesjagdgesetzes gekippt

DJV: Seehofer torpediert große Novelle des Bundesjagdgesetzes

Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kippt in letzter Sekunde nach Gutsherrenart den Kompromiss von CDU, CSU und SPD zur großen Novelle des Bundesjagdgesetzes. Vor zwei Wochen hat Parteikollege und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf dem Bundesjägertag den Durchbruch bei den Verhandlungen verkündet. Aus parlamentarischen Kreisen wird verlautbart, dass jedoch eine kleine Novelle noch vor der Sommerpause Rechtssicherheit für Besitzer von Selbstladebüchsen bringen soll.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat überraschend sein Veto gegen die geplante große Novelle des Bundesjagdgesetzes eingelegt und tritt damit die Grundsätze der parlamentarischen Arbeit mit Füßen. In einem mehrjährigen wissensbasierten Prozess wurden die Grundlagen dieser Novelle erarbeitet, die von den Koalitionspartnern CDU, CSU und SPD noch vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht werden sollte. Nach dem nachträglichen Seehofer-Veto soll nun lediglich eine kleine Novelle kurzfristig Rechtssicherheit für Besitzer von halbautomatischen Jagdgewehren bringen, wie aus parlamentarischen Kreisen zu hören ist. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt zwar diese Teilreform, fordert Ministerpräsident Seehofer aber gleichzeitig auf, endlich seine kurzsichtige Blockadehaltung aufzugeben. Die geplante, umfassende Reform muss umgehend nach der Sommerpause eingebracht werden, damit sie noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden kann. „Die große Novelle muss kommen“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Sie bedeute Rechtssicherheit in vielen Fragen. Andernfalls müssten Jäger künftig  für jedes Bundesland unterschiedlichste Schießnachweise und Prüfungen ablegen und verschiedenste Arten von Jagdmunition verwenden. Auch der Tierschutz bleibe auf der Strecke.

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Waffenschraenke

Stuttgart: Jäger klagt gegen Waffenkontroll-Gebühren

Ein Stuttgarter Jäger hat beim Verwaltungsgericht Klage gegen die grotesk überhöhten städtischen Gebühren für die verdachtsunabhängigen Kontrollen der Waffenaufbewahrung eingereicht, wie die Stuttgarter Nachrichten schreiben. Der Mann besitzt vier Jagdwaffen, die er in den vorgeschriebenen Waffentresoren aufbewahrt. Für die Überprüfung, die „keine fünf Minuten“ gedauert und bei der es keine Beanstandung gegeben habe, stellte ihm die Stadt üppige 154,89 Euro in Rechnung. Die Stuttgarter Verwaltung musste die Gebühren bereits 2013 reduzieren, nachdem sie vor dem Verwaltungsgericht einen darum geführten Prozess verloren hatte. Seinerzeit wurden Waffenbesitzern für die Überprüfung noch unverschämte 210 bis 420 Euro abgepresst. Seitdem gilt ein Grundbetrag von 126,90 pro Kontrolle, eine Waffe ist inklusive. Jede weitere Waffe schlägt mit 9,30 Euro zu Buche. SE

Beitragsbild: Ordnungsgemäß aufbewahrte Jagdwaffen. Foto: SE

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Wolfstag in Dohna

Seit über 15 Jahren ist der Wolf in Sachsen wieder heimisch. Auch in der Sächsischen Schweiz ist er zurück. Im Bereich um den Hohwald gibt es seit 2012 ein Wolfsterritorium, aktuell ist dort eine sesshafte Wölfin nachgewiesen.
Zum ersten Mal organisiert das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ den Wolfstag zusammen mit dem Sächsisch-Böhmischen Bauernmarkt in Dohna.
Die Besucher des Wolfstages erwartet ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt mit Film- und Theater-vorführungen, sowie Fachvorträgen und Informationsständen.

Am Wolfstag erhalten Sie unter anderem Antworten auf diese spannenden Fragen:
Wie funktioniert das Zusammenleben mit dem Wolf in der Kulturlandschaft?
Wie lebt er, wie lernt er? Wovon ernährt er sich?

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Entschädigung für Jäger nach „missglücktem“ SEK-Einsatz

Ein 22 Jahre alter Jäger aus Friesoythe (Niedersachsen, Landkreis Cloppenburg) war Anfang März bei einem SEK-Einsatz festgenommen und in die Psychiatrie eingewiesen worden. Angeblich sollte der Mann in sozialen Netzwerken einen „erweiterten Suizid“ angekündigt und gedroht haben, seinen jüngeren Bruder und seine Frau zu töten. Bei dem Einsatz wurde eine Blendgranate gezündet, ein SEK-Beamter gab einen Schuss ab. Auch der Jäger schoss drei Mal in der Annahme, bei dem Zugriff um 3.20 Uhr nachts handele es sich um einen Einbruch. Es sei „reine Glückssache“ gewesen, dass bei dem Einsatz niemand verletzt wurde, schreibt die NWZonline.

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„Jagd darf durchaus ein bisschen sexy sein“

Lodenkotze und Trachtenjanker – das muss nicht sein, wie die die stilvolle Neudefinition des Jägerinnenlooks zeigt, den Jungjägerin Katja bei der Freisprechung ihres Jägerlehrgangs trug.

Viele Gemeinschaften, Gruppierungen und Gangs haben und pflegen Aufnahmerituale, entwickeln Codes und Chiffren, Riten der Zugehörigkeit, an denen die Eingeweihten sich erkennen: Seeleute bescheren den Anfängern unter ihnen durch das Beinahe-Ersäuft-werden bei der Äquatortaufe ein unvergessliches Nahtoderlebnis, Spezialeinheiten der Kölner Polizei zwingen Neuankömmlinge, Zaziki-Eis von fremden Körpern zu essen, Rekruten bei der Bundeswehr werden in Metallspinde gesperrt und durch die Gegend gekollert – wobei die Spind-Insassen fröhliche Lieder singen müssen – oder kriegen den Hintern mit einer Bohnermaschine massiert.

Es ist, wie man sieht, ein zentrales Kriterium bei diesen Aufnahmeritualen, dass es dabei gern entwürdigend, schmerzhaft und unbedingt auch ein bisschen eklig zugehen darf. So auch bei uns Jägern. Wer dazugehören will, muss nicht nur seine bloßen Hände in den möglichst noch dampfenden Eingeweiden eines toten Tiers versenken, mit Gleichmut komisches Getröte anhören und zumindest vorgeben, die Erzeugung der misstönenden Kakophonie unbedingt selbst erlernen zu wollen oder bibbernd bei Dreckswetter auf wackligen Gestellen im Wald ausharren.

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Angeln

Angelverbot an hunderten von Flusskilometern, drastische Einschränkungen der Freizeitfischerei

Nachdem bislang vornehmlich Jäger und andere Legalwaffenbesitzer von der grassierenden Verbieteritis in der Politik betroffen waren, kriegen jetzt die Angler ihr Fett weg: In der vom NLWKN und Landkreistag erstellten Musterverordnung für Naturschutzgebiete sieht der niedersächsische CDU-Abgeordnete und umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer, ein „Misstrauensvotum gegen Niedersachsens Angler.“ In einer Pressemeldung der Fraktion heißt es: „Bei der Erstellung einer weitreichenden Verordnung werden ausgerechnet die Experten für Gewässerschutz und Erhalt der Artenvielfalt – die Fischer und Angler – außen vor gelassen. Ihnen wird stattdessen eine Musterverordnung vorgesetzt, die ohne weiteres ein Angelverbot an hunderten von Flusskilometern bedeuten kann. Damit droht den Mitgliedern von Niedersachsens größtem Naturschutzverband von heute auf morgen der Ausschluss von ihren gepachteten Gewässern. Diejenigen, die mit großem finanziellen und personellen Aufwand zum Erhalt und zur Pflege unserer Natur beitragen, würden aus Gründen des Naturschutzes vom Gewässer verbannt – wie grotesk.“ Weiterlesen

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Bayern: Landkreis Eichstätt hebt Schonzeit für Muffelwild auf

Wegen Schäldschäden: Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Schonzeit bei männlichem Muffelwild erlassen

Nachdem eine ca. 25 Stück starke Mufflonherde angeblich untragbare Schälschäden in Wäldern im oberbayerischen Landkreis Eichstätt verursacht hat, wurde jetzt per Allgemeinverfügung die Jagdzeit für männliche Mufflons vorverlegt. In einer Erklärung des Landkreises heißt es dazu: „Im Zusammenhang mit der beantragten Hege und Bejagung des Muffelwildes in der Hochwildhegegemeinschaft (HHG) Kösching sowie in Teilen der Hochwildhegegemeinschaft (HHG) Mendorf wurde das Landratsamt Eichstätt durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angewiesen, ab Beginn der Jagdzeit auf diese Wildart grundsätzlich Abschusspläne aufzustellen. Diese sollen jedoch keinen Totalabschuss vorsehen, sondern sicherstellen, dass bis zu einer endgültigen Entscheidung in dieser Angelegenheit durch die Oberste Jagdbehörde die Population nicht weiter zunimmt und die Jagd, gerade im Hinblick auf die Vermeidung von Wildschäden, weiter möglich sein soll.

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Mecklenburg-Vorpommern: Kormoranbericht 2015 vorgelegt

Backhaus: „Fischerwirtschaftliche Belastungsgrenze erreicht“

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern hat heute den 7. Kormoranbericht veröffentlicht. Er enthält aktuelle Informationen zur Entwicklung des Kormoranbestandes in Mecklenburg-Vorpommern, zu allgemeinen Trends in Deutschland und im Ostseeraum, zu Aktivitäten zur Abwehr von Kormoranschäden sowie zu wissenschaftlichen Untersuchungen.

In 2015 wurden in Mecklenburg-Vorpommern über 14.000 Kormoranbrutpaare in insgesamt 17 Brutkolonien gezählt. Der Brutbestand ist damit gegenüber dem Vorjahr um etwa 15 % gewachsen und erreichte in etwa das hohe Niveau aus 2008. Die Veränderungen betrafen vor allem die Küstenkolonien; der Brutbestand im Binnenland unterliegt seit Mitte der 90ziger Jahre hingegen geringen Schwankungen. Die Winterhärte ist ein wesentlicher Regulationsfaktor für den Kormoran. Strenge Winter wie in den Jahren 2009/10 und 2010/11 führen zu Bestandseinbrüchen, während nach milden Wintern – wie 2015 – hohe Brutbestände zu erwarten sind.

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Steiermark: Schalldämpfer nur für Berufsjäger

Im österreichischen Bundesland Steiermark haben sich SPÖ und ÖVP darauf geeinigt, Schalldämpfer auf Jagdgewehren künftig zu erlauben – allerdings nur für Berufsjäger. Dies berichtet die Kleine Zeitung. Die Schalldämpfer Freigabe sei eine „zukunftsorientierte Neuregelung im Jagdgesetz“, die dem „Zweck des ArbeitnehmerInnenschutzes“ diene, lobten sich die verantwortlichen Politiker selbst. Kontroversen hatte es in der Unterausschuss-Sitzung im Landtag um die Auswilderung von Rebhühnern und Fasanen gegeben. Die Grünen hatten ein „Verbot der Jagd auf ausgesetzte Zuchttiere“ gefordert. SPÖ und ÖVP teilten die Kritik der Grünen nicht: Das Auswildern sei eine Hegemaßnahme. SE

Beitragsbild: Schalldämpfer. Foto: SE

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Essen: Morddrohungen wegen Gänsejagd

Mitarbeiter des Essener Grünflächenamtes „Grün und Gruga“ haben Morddrohungen von radikalen Tierschützern erhalten, nachdem der städtische Eigenbetrieb entschieden hatte, einige Kanadagänse im Grugapark abschießen zu lassen. Das berichtet die WAZ. Die Gänse haben sich dort stark vermehrt, durch den Gänsekot sind Seen und Rasenflächen massiv mit Keimen belastet. Versuche, die Gänse mit verschiedenen Methoden zu vergrämen, waren fehlgeschlagen. Der Vorsitzende des für „Grün und Gruga“ zuständigen Ratsausschusses erklärte gegenüber der WAZ, dass man sich strafrechtliche Schritte vorbehalte. Anfeindungen bis hin zu Morddrohungen gegen städtische Beschäftigte seien nicht hinnehmbar. Bereits im Vorjahr hatte es wegen der Gänsejagd eine Morddrohung gegen einen Mitarbeiter des Grünflächenamts gegeben. SE

Beitragsbild: Kanadagans. Autor: Chuck Szmurlo, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

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Bayern: Landkreis zahlt Abschussprämie für Schwarzwild

Wie eine Sprecherin auf Nachfrage von JAWINA bestätigte, hat der bayerische Landkreis Dachau auf einen Antrag von Kreisjagd- und Bauernverband hin beschlossen, Jägern eine Abschussprämie für erlegtes Schwarzwild zu bezahlen. Das berichtet der Merkur. Der amtliche Zuschuss soll zehn Euro pro Wildschwein betragen. Voraussetzung ist, dass das Stück in einem Jagdrevier im Landkreis zur Strecke gekommen und verwertbar ist, sowie, dass eine Trichinenuntersuchung durchgeführt wurde. Die Prämie soll den Zweck haben, Jäger von den Kosten für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung zu entlasten. Antragsberechtigt ist nur der Jagdpächter.

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NRW: Jagdfunktionär wegen illegaler Falle verurteilt

Ein Präsidiumsmitiglied des LJV NRW ist wegen eines illegalen Habichtfangkorbs vom Amtsgericht Ahlen zu einer Geldstrafe verurteilt worden. „Tierschützer“ gaben vor, die illegale Falle in der Nähe des Wohnhauses des Jagdfunktionärs in unmittelbarer Nähe zu Hühnerställen und einer Fasanerie entdeckt zu haben. Der Verurteilte bestritt, die Falle dort aufgestellt zu haben und äußerte die Vermutung, diese sei ihm „untergejubelt“ worden. Das Gericht glaubte dies nicht und verurteilte den 61jährigen wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz zu einer Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen zu 70 Euro (3500 Euro). Damit blieb es bewusst unter der Grenze von 60 Tagessätzen, ab der die waffenrechtliche Zuverlässigkeit in der Regel als verwirkt gilt. Dies sei bei einem Ersttäter nicht angemessen, begründete das Gericht, da der Verurteilte mit Waffen und Munition handele und der Verlust der Zuverlässigkeit somit ein Berufsverbot bedeutet hätte. Der Verteidiger des Jagdfunktionärs kündigte noch im Gerichtssaal an, das Urteil nicht hinnehmen und in Berufung gehen zu wollen.

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Waffenschraenke

Waffenbesitz: Grüne fordern noch mehr Verbote

Psychotests für Legalwaffenbesitzer, Befristung waffenrechtlicher Erlaubnisse, Überwachung durch Verfassungsschutz

Nach dem schlechten Abschneiden bei der letzten Bundestagswahl wollten die Grünen keine Verbotspartei mehr sein, hieß es. Doch jetzt hat sich die Partei auf ihre Kernkompetenzen besonnen: Verbieten, Bevormunden, Verteuern. So forderte die grüne Bundestagsfraktion ein Verbot von billigem Fleisch, wie u.a. die FAZ berichtet. Richtig so: Der überdurchschnittlich gut verdienenden Wählerschaft der Grünen kann es schließlich egal sein. Wir finden: Ein konsequenter Schritt in Richtung Planwirtschaft.

Und auch was die Drangsalierung von Legalwaffenbesitzern wie Jägern und Sportschützen angeht, ist die Verbotspartei endlich wieder auf Kurs: Mit einem bunten Strauß, ach was, einem Feuerwerk an Verbotswünschen haben sich die grünen Bundestags-Abgeordneten der Abgeordneten Irene Mihalic, Dr. Konstantin von Notz, Luise Amtsberg, Volker Beck (Köln), Renate Künast, Monika Lazar, Dr. Tobias Lindner, Özcan Mutlu, Omid Nouripour, Claudia Roth (Augsburg), Corinna Rüffer, Hans-Christian Ströbele und die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hervorgetan: Die stichpunktartige Auflistung aller nach Auffassung der Grünen anzustrebenden Verbote und Einschränkungen im Hinblick auf Legalwaffenbesitz nehmen zwei Seiten im Antrag „Mehr öffentliche Sicherheit – Für eine bessere Begrenzung und Kontrolle von Schusswaffen“ vom 08.06.2016 ein.

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DJV veröffentlicht Verbandsbericht 2016

Etwa 60 Akteure – so viele wie nie zuvor – haben den Deutschen Jagdverband (DJV) an seinem neuen Standort auf der Internationalen Grünen Woche im Januar unterstützt und so für einen eindrucksvollen Messeauftritt gesorgt. Klar, dass dieser im Fokus des aktuellen Verbandsberichtes steht, der im Rahmen des Bundesjägertages 2016 in Wolfsburg vorgestellt wurde (S. 40 ff.).

Der 86-seitige Bericht informiert zudem über die „Gefahr durch invasive Arten“ (S. 30 ff.) und die im vergangenen Jahr in Kraft getretene EU-Verordnung, die Mitgliedsstaaten zu verstärkten Bemühungen gegen eine weitere Ausbreitung verpflichtet. Weitere wichtige Themen des Jagdjahres 2015/16 sind unter anderem: Verbandsposition zum Wolf, „Fitness-Check“ der EU-Naturschutzrichtlinien, Wildschadensbewertung im Wald, Bundesjagdgesetz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Wettkämpfe im jagdlichen Schießen und im Jagdhornblasen und viele mehr. Wichtige Ereignisse, Entscheidungen und Termine des DJV sind unter „Stationen im Jagdjahr“ im ersten Teil zusammengefasst.

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Polizeigewerkschaft: EU-Waffenrechts-Verschärfung geht zu weit

DPolG: Bevölkerung wird kriminalisiert

Selbst die Polizei hält die geplanten Verschärfungen des EU-Waffenrechts für überzogen: Ein Sprecher der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) sagte RP-online zufolge, „es werde zwangsläufig zu einem Anstieg der Fallzahlen bei Waffendelikten kommen, weil viele Bürger die neuen Regelungen nicht verstünden oder nicht auf die bereits in ihrem Besitz befindlichen Waffen beziehen würden.“ Die Bevölkerung würde kriminalisiert. Der Entwurf der EU-Innenminister sieht unter anderem eine Registrierungspflicht für Gas- und Schreckschusswaffen vor, die bislang ab 18 Jahren frei verkäuflich sind, Einschränkungen des Online-Handels mit Waffen bis zu einem Verbot sowie regelmäßige medizinische Untersuchungen für Legalwaffenbesitzer. Auch ist vorgesehen, dass Jäger und Sportschützen ihre waffenrechtlichen Erlaubnisse alle fünf Jahre erneuern lassen müssten.

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Koalition einigt sich auf neues Bundesjagdgesetz

Durchbruch bei Verhandlungen der Regierungsfraktionen – Rechtssicherheit für halbautomatische Jagdgewehre

Beim Bundesjägertag in Wolfsburg hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) heute den Durchbruch bei den Verhandlungen in der Regierungskoalition um die Novellierung des Bundesjagdgesetzes verkündet. Den rund 400 Delegierten und Gästen des Deutschen Jagdverbandes (DJV) sagte Schmidt: „Mein Ziel ist es, im Hinblick auf das Führen von Jagdwaffen wieder Rechtssicherheit und damit den bisherigen Zustand wieder herzustellen. Ich bin optimistisch, dass wir noch vor der Sommerpause zu einer Regelung kommen werden.“ Das Führen dieser Waffen solle künftig zulässig sein, wenn sie mit höchstens drei Patronen geladen sind. Weitere Schwerpunkte der Bundesjagdgesetz-Novelle seien die bereits abgestimmten Regelungen zu Jagdbüchsenmunition, Jungjägerausbildung und Schießübungsnachweis.

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Mit Bürokratie gegen Terrorismus

EU-Ministerrat positioniert sich zur Änderung der Feuerwaffenrichtlinie

Die Innen- und Justizminister der EU haben gestern ihre Position zur Änderung der EU-Feuerwaffenrichtlinie beschlossen. Gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag, den die EU-Kommission im November 2015 vorgelegt hatte, wurden einige kritische Punkte entschärft, andere zusätzlich eingefügt.

Mit Blick auf das Ziel der Terrorismusbekämpfung bezeichnet DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke die Änderung als Augenwischerei: „Mit überbordenden bürokratischen Maßnahmen wird sich kein Terrorist von seinen Aktivitäten abhalten lassen. Im Gegenteil: Wenn die Behördenmitarbeiter durch die Verwaltung des legalen Waffenbesitzes gebunden sind, stehen sie nicht zur Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität zur Verfügung“.

Verbot größerer Magazine

Die Kommission hatte die Änderung der Feuerwaffenrichtlinie maßgeblich mit der Terrorismusbekämpfung begründet. Der Vorschlag sieht unter anderem vor, bestimmte halbautomatische Waffen allein auf Grund ihres militärischen Aussehens zu verbieten, regelmäßige medizinische Untersuchungen durchzuführen und Beschränkungen beim Verkauf von  Waffen unter Privatleuten einzuführen.

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DJV: „Die Generation „Selfie“ sehnt sich nach Natur“

Erste Ergebnisse einer Studie zu Naturbildung von Schülerinnen und Schülern

Die Natur steht bei jungen Leuten höher im Kurs als bisher angenommen. Wie eine erste Trend-Analyse der Studie „Fokus Naturbildung“ ergibt, verbinden Jungen und Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren mit der Natur vor allem „Freiheit“ und „Abenteuer“. Die gerade abgeschlossene und nun in der Auswertung befindliche bundesweite Befragung von tausend Kindern und Jugendlichen stellt zudem fest, dass die Natur den jungen Menschen einen wichtigen „Ausgleich“ zu ihrem Alltag bietet. Damit räumen diese ersten Ergebnisse mit dem Vorurteil auf, Jugendliche würden sich nur für virtuelle Medien und digitale soziale Netze interessieren.

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Bayern: Wegen Schäden in Erdbeerfeldern – Augsburg hebt Schonzeit für Dachse auf

Wegen gravierender Schäden auf insbesondere Erdbeerfeldern und anderen landwirtschaftlichen Kulturen hat das Landratsamt Augsburg die Jagdzeit für Dachse vorverlegt. Dazu wurde eine Allgemeinverfügung im Amtsblatt veröffentlicht, in der es heißt:

Vollzug der Jagdgesetze

Schonzeitverkürzung für Dachse im Landkreis Augsburg

Das Landratsamt Augsburg erlässt folgende Allgemeinverfügung:

1. Die Jagdzeit für Jungdachse wird vom 1. August auf den 1. Juni eines jeden Jagdjahres vorverlegt.
2. Die Jagdzeit für erwachsene Dachse wird vom 1. August auf den 1. Juli eines jeden Jagdjahres vorverlegt.
3. Diese Allgemeinverfügung gilt ab Bekanntgabe bis zum Ablauf des 31.März 2019 für den Landkreis Augsburg.

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Jäger überfallen: Kripo fahndet bei „Aktenzeichen XY“ nach Tätern

In der Nacht zu Montag, dem 24. August 2015, gegen 00.30 Uhr, drangen zwei bislang noch unbekannte Täter in ein freistehendes Einfamilienhaus im Raum Hilchenbach ein. Die maskierten Täter bedrohten den anwesenden Wohnungsinhaber, einen 65-jährigen passionierten Jäger, mit einem Messer und raubten unter anderem Bargeld, Uhren, ein Handy sowie zwei unbrauchbar gemachte Langwaffen. Die beiden Männer werden wie folgt beschrieben: circa 1.85 Meter groß, schwarz gekleidet, mit Strümpfen maskiert, trugen Handschuhe, einer der Täter sprach akzentfreies Deutsch. Beide führten Taschenlampen mit sich.

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DJV: Aufregung um Löwenjagd nicht gerechtfertigt

Nachhaltige Jagd dient dem Schutz der Löwen

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt eine Erklärung der afrikanischen Staaten mit Löwenvorkommen zum Schutz dieser Großkatzen. “Es ist wichtig, dass die Afrikaner selbst Stellung beziehen und das Feld nicht den sogenannten Tierrechtlern überlassen“, sagte DJV-Präsident Fischer. „Selbsternannte Experten haben im letzten Jahr mit einer Vielzahl von Unterstellungen und Unwahrheiten Stimmung gegen die Jagd gemacht und bemühen sich weiterhin, die Jagd in Afrika verbieten zu lassen.“

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eels

Schleimige Schocker

Electric eels, I might add, do it
Though it shocks ’em I know

Cole Porter

 Wer eine Phobie vor schleimigen, schlangenartigen Kreaturen hat, die aus dem Wasser schießen und ihren Körper wie einen Elektroschocker gebrauchen können, nun, für den ist die folgende Geschichte und das dazugehörige Video eher nichts, warnt die New York Times (NYT). In der Story geht es um den Forscher Dr. Kenneth Catania, der sich der Erforschung von Zitteraalen widmet. Catania hat eine 200 Jahre alte Erzählung des Weltreisenden, Wissenschaftlers und Entdeckers Alexander von Humboldts überprüft: Dieser hatte berichtet, dass er Fischer in Südmerika gebeten hatte, für ihn einige Exemplare der Gattung electrophorus electricus zu fangen. Zu diesem Zweck trieben die Fischer Pferde und Maultiere in ein flaches Gewässer, die daraufhin von den Zitteraalen attackiert worden seien, indem sich die Fische an die Vierbeiner pressten und sie mit elektrischen Schocks malträtierten. Über 800 Volt bei knapp einem Ampere und somit gut 700 Watt werden bei so einem Angriff freigesetzt.

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Graugans (anser anser) fliegend, Paar, zwei, Greylag Goose

Niedersachsen: LJN lehnt Gesetz zur Intervallbejagung ab

Novellierung des § 26 des NJagdG wird trotz erheblicher Bedenken vieler Verbände umgesetzt – CDU: Jagdgesetz-Änderung schadet Landwirten

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) lehnt das heute vom Niedersächsischen Landtag verabschiedete Gesetz zur Änderung des Paragraphen 26 des Niedersächsischen Jagdgesetzes entschieden ab. Bei der Gesetzesänderung geht es im Kern um die bereits im Jahr 2014 angekündigte Einführung einer Intervallbejagung in Vogelschutzgebieten. Damals hatte der Gesetzgebungs- und Beratungsdienst des Landtags das Vorhaben gestoppt, weil das jetzige Nds. Jagdgesetz eine Intervalljagd nicht zulässt.

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Sachsen: Wolf klaut Sauschwarte

In Lodenau, einem Ortsteil der Kleinstadt Rothenburg in der Oberlausitz (Landkreis Görtlitz) hat ein Wolf eine frisch abgezogene Sauschwarte vom Grundstück eines Jägers geklaut. Das berichtet die Sächsische Zeitung (SZ). Demnach hatte Jäger Gerd Eberle gerade ein Wildschwein abgeschwartet und zerwirkt. Nach getaner Arbeit ging er kurz ins Haus, die Schwarte ließ er auf dem Boden vor der Kühlkammer liegen. Als er wieder ins Freie trat, bemerkte er einen Wolf, der bis auf vier Meter an ihn herankam und dann durch eine Lücke im Zaun verschwand. Die Schwarte war weg. Eberle folgte der Spur des Wolfs und fand die Stelle, wo der Wolf die verwertbaren Teile der Schwarte verspeist hatte. Nur ein paar Borsten waren übrig.

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Alaska: Elchkuh setzt Kalb auf Parkplatz

Eine Elchkuh hat ihr Kalb auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters in Anchorage, Alaska, gesetzt – CNN hat das Video. Ein Mitarbeiter des Fish and Wildlife Service, der Jagd-, WIldtier- und Fischereibehörde Alaskas, sagte gegenüber CNN, im Mai und Anfang Juni kalben die Elchkühe in dem Gebiet. Normalerweise geschehe das in der Wildnis, aber aufgrund der Nähe der Stadt Anchorage zu Wäldern und Bergen könne es vorkommen, dass Elch und Mensch sich in die Quere kommen. SE

Beitragsbild: Der verlinkte Beitrag auf der Internetseite von CNN (Bildschirmfoto).

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NRW: Richter halten Landesjagdgesetz für verfassungswidrig

Verwaltungsgericht hat Bedenken gegen Schießnachweis-Regelung – Schlappe für Landesregierung

Das umstrittene nordrhein-westfälische Landesjagdgesetz gerät unter wachsenden juristischen Druck. Das Verwaltungsgericht Arnsberg hält das im Frühjahr 2015 verabschiedete Gesetz in einem wesentlichen Punkt für verfassungswidrig und legt es nach seinem am Freitag (3. Juni) mitgeteilten Beschluss dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vor (Az. 8 K 3614/15). Dort sind mit Unterstützung des Landesjagdverbandes zuvor bereits zwei Verfassungsbeschwerden gegen das Gesetz eingelegt worden. „Durch den Vorlagebeschluss des Verwaltungsgerichts wird die Rechtsposition des Landesjagdverbandes durch unabhängige Richter eindrucksvoll bestätigt“, sagte LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg. „Die nordrhein-westfälische Landesregierung und ihre Landtagsmehrheit sind dabei, die Kette ihrer Verfassungsverstöße um das Jagdrecht zu verlängern.“

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Auf Druck von Naturschutzorganisationen: Fünf Jahre totales Jagdverbot in Albanien

Was Nabu & Co. wirklich wollen – in Albanien ist es Wirklichkeit geworden

Das albanische Parlament hat eine Verlängerung des bereits seit zwei Jahren geltenden landesweiten Jagdbanns um fünf Jahre beschlossen. „Entgegen aller Proteste der Jägerschaft“ stimmte es dem Gesetzesentwurf des Umweltministeriums mit einer knappen Mehrheit zu. In Kraft treten wird der Jagdbann mit der Veröffentlichung des Gesetzes, voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen. Die Verlängerung sei „eine Folge des beharrlichen Drucks von nationalen und internationalen Naturschutzverbänden“, schreibt eine davon, und zwar die Naturschutzstiftung EuroNatur in einer Pressemitteilung. EuroNatur wurde 1987 auf Initiative von BUND, Nabu und Deutscher Umwelthilfe gegründet. Im März 2014 hatte die albanische Regierung erstmals ein zweijähriges Jagdmoratorium über das gesamte Land verhängt. Ausschlaggebend war der angebliche massive Rückgang von Wildtieren in Albanien.

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