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Brandenburg: Wolfsfake von links

In den letzten Wochen haben Wolfsfakes (JAWINA berichtete, siehe hier und hier) für Aufregung nicht nur in den Reihen der Jägerschaft gesorgt. Auf etwas subtilere Weise als in den vorgenannten Fällen trägt auch der Kreisverband der Linken in Teltow-Fläming (TF) zur Verbreitung von Falschinformationen zum Thema Wolf bei: Der Kreistagsabgeordnete Felix Thier ist Vorsitzender des Linken-Kreisverbands Teltow-Fläming, Mitglied des Landesvorstands der Linken und Mitglied des Kreistags-Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt in TF. Im Newsletter des Kreisverbands hat er sich mit dem Beitrag „Der Wolf gehört in unsere Region“ zu Wort gemeldet, in dem es vor angeblich wissenschaftlich belegten Falschbehauptungen, Tatsachenverdrehungen und Fehlannahmen nur so wimmelt. Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel hat auf den Beitrag des Linken-Politikers mit einem – lesenswerten und wissenschaftlich fundierten – Brief geantwortet, den wir im folgenden im Wortlaut wiedergeben:

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Kabinett beschließt neue Regeln zum Schutz der Artenvielfalt vor invasiven Arten

Waschbär in Deutschland „nicht heimisch“

Die Bundesregierung hat neue Regeln zum Schutz der Artenvielfalt vor invasiven Arten auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss ein entsprechendes Durchführungsgesetz zur EU-Verordnung über invasive gebietsfremde Arten (EU-Verordnung 1143/2014).

Die absichtliche Einfuhr und das unbeabsichtigte Einschleppen von Arten in Regionen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes gehören zu den größten Gefahren für die biologische Vielfalt weltweit, erklärt das Bundesumweltministerium in einer aktuellen Pressemitteilung. Einige Neuankömmlinge können „invasiv“ werden und Ökosysteme, Biotope oder Arten schädigen, wenn sie sich etwa massenhaft vermehren und natürlich vorkommende Arten verdrängen. Auch in Deutschland können einige invasive Arten ernsthafte nachteilige Folgen für Natur, Mensch und Wirtschaft haben. Daher verbietet die EU per Verordnung Einfuhr, Haltung, Zucht, Transport, Erwerb, Verwendung, Tausch und Freisetzung von 37 invasiven gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten. In Deutschland treten mindestens 24 dieser Arten wild lebend auf. Einige sind bereits weit verbreitet, wie etwa die Chinesische Wollhandkrabbe oder der Waschbär. Andere Arten wie das Großblütige Heusenkraut, die Asiatische Hornisse oder der Chinesische Muntjak wurden bisher in Deutschland nur selten in freier Natur nachgewiesen.

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Räuber und Beute — Eberswalder Wissenschaftler untersuchen Interaktionsverhalten von Wolf und Rotwild

Wölfe und Rotwild besendert

Erstmalig gelang es Wildbiologen in Deutschland Rotwild und Wolf im selben Gebiet mit GPS- Halsbandsendern auszustatten. Die Wissenschaftler vom Fachgebiet für Wildbiologie, Wildtiermanagement & Jagdbetriebskunde (FWWJ) der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) können somit das unmittelbare Interaktionsverhalten des Raubtieres und seiner potentiellen Beutetiere untersuchen. Die Wildtiere leben auf der rund 2.600 Hektar großen Naturerbefläche „Glücksburger Heide“ im Landkreis Wittenberg. Die „Glücksburger Heide“ ist ein historisches Rotwildgebiet, in dem seit 2011 auch wieder Wölfe vorkommen. Derzeit lebt hier ein Rudel mit mindestens neun Tieren.

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FCI Laufhunde Championat 2014

Hessen: Jagdhund erschossen – Verfahren eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen einen Schützen, der auf einer Drückjagd bei Blessenbach (Landkreis Limburg-Weilburg) einen Jagdhund erschossen hatte, ist von der Staatsanwaltschaft Limburg eingestellt worden. Das berichtet mittelhessen.de. Der Hund blieb nach der Jagd verschwunden, zu seinem Verbleib konnte bzw. wollte keiner der Jagdteilnehmer etwas sagen. Am nächsten Tag fand der Hundebesitzer den Leichnam des Hundes: Mit Ästen verblendet, die GPS-Halsung abgenommen, ausgeschaltet und fortgeworfen. Vier Tage nach der Jagd meldete sich der Unglücksschütze – es war der Jagdkönig, er hatte die meisten Sauen auf der Jagd geschossen. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber mittelhessen.de erklärte, sei das Ermittlungsverfahren eingestellt worden, weil die Schussabgabe fahrlässig, nicht vorsätzlich erfolgt sei. Zudem sei das Entfernen des GPS-Halsbands nicht als Diebstahl zu werten, weil der Täter es sich nicht angeeignet, sondern nur fortgeworfen habe. Ob sich aus dem Vorfall jagdrechtliche Konsequenzen ergeben steht noch nicht fest, es erscheint aber zweifelhaft. SE

Beitragsbild: Flinke Finger aufgepasst – hier bricht ein Jagdhund aus dem Mais, keine Sau. Foto: SE

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NRW: Erste Wolfs-Nachweis in NRW im Jahr 2017

In Nordrhein-Westfalen gibt es erneut den Nachweis eines Wolfes. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bestätigte, dass nördlich von Bad Oeynhausen im Ortsteil Bad Oexen am 20. Februar ein Wolf durch Fotoaufnahmen nachgewiesen wurde. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hatte die Fotos zusammen mit der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ geprüft und einen Wolf bestätigt. Am Beobachtungsort konnten vom zuständigen Wolfsberater keine weiteren Spuren gefunden werden. Es ist nach Angaben des LANUV wahrscheinlich, dass es sich um ein durchziehendes Einzeltier handelt. Eine dauerhafte Rückkehr des Wolfes nach NRW konnte bisher nicht bestätigt werden. PM

Beitragsbild: Einzelner Wolf, gesichtet in NRW am 20.1.2017 © Marco Brentführer

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Backhaus: Konsequente Raubwildbejagung zur Rettung des Niederwildes

Rettung für Rebhuhn, Fasan und Hase – Niederwildsymposium in Linstow (M-V)

„Der Verlust an geeigneten Lebensräumen sowie ein hoher Prädationsdruck müssen als die wohl wichtigsten Ursachen für den Rückgang unseres Niederwildes, wie zum Beispiel Rebhuhn, Fasan oder Hase, genannt werden.“ Mit diesen Worten machte der Landwirtschafts- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus heute in Linstow im Rahmen des Symposiums zur Förderung des Niederwildes in M-V auf die angespannte Situation dieser Spezies in unserer Kulturlandschaft aufmerksam. Mit der Veranstaltung unter dem Motto „Unser Niederwild – Was ist zu tun?“ sollen Wege aufgezeigt werden, wie dieser Entwicklung Einhalt geboten werden kann. „Dabei setze ich auf eine enge Kooperation von Jägerinnen und Jägern mit den Grundeigentümern und Bewirtschaftern“, so Dr. Backhaus.

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Zappenduster: Schwan kollidiert mit Stromleitung

Beim Dorf Radewege am Beetzsee (Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark) ist ein Schwan in eine Mittelspannungsleitung geflogen, wie die MAZ berichtet. Einem Augenzeugen zufolge gab es einen lauten Knall und einen Feuerball von vier Meter Durchmesser. Dann versank das Dorf für 20 Minuten in Dunkelheit: Der Schwan hatte einen Kurzschluss ausgelöst, der die Stromversorgung in Radewege lahmlegte. Schon zwanzig Minuten später hatten Techniker des örtlichen Versorgungsunternehmens den Schaden repariert. Den toten Schwan nahmen sie dem MAZ-Bericht zufolge mit: „Ein klarer Fall von Jagdwilderei“, merkt JAWINA-Leser LS an, der uns (Dankeschön!) auf diese kuriose Geschichte aufmerksam gemacht hat. SE

Beitragsbild: Schwanenplatte – ob sich das Radeweger Exemplar noch verwerten ließ, ist fraglich. Foto: MM

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Der nächste Wolfs-Fake

Update 22.02.: Walsroder Förster genervt, weil ihm Wolfsvideo zugeschrieben wird

Das unten beschriebene Wolfs-Fake ist mittlerweile in einer präzisierten Version unterwegs: Demnach soll das Video von einem Förster aus der Gegend von Walsrode stammen. JAWINA hat den Mann angerufen: Er ist schwer genervt, weil seit gestern sein Telefon „hundert Mal“, geklingelt habe, sein E-Mail-Posteingang überquillt und das Fax-Gerät heißläuft. „Ja, guten Tag, ich bin auch Jäger, mein Beileid, nun erzählen Sie doch mal – so geht das schon den ganzen Tag!“, stöhnt der Förster. Dabei sähe doch jeder auf den ersten Blick, dass das Video nie und nimmer in der Lüneburger Heide aufgenommen worden sein könne… Er habe das Video wie so viele andere über Whatsapp erhalten und an ein paar befreundete Jäger weitergeleitet – was man sich aber offenbar auch schon gut überlegen müsse… Wohl wahr. SE

Am Wochenende kursierte eine weitere Falschmeldung über Wölfe in Deutschland, nachdem sich die Aufregung über in den Sozialmedien verbreitete Berichte, derzufolge Wölfe einen Jäger in Polen getötet haben sollten (JAWINA berichtete), gerade gelegt hatte. Der neuen Fake-Meldung war ein Video beigefügt, dass von Videokamera (einer sogenannten Action-Cam) aufgenommen wurde, die an der Halsung eines Stöberhunds befestigt war. Das offensichtlich bearbeitete Video (Zeitlupensequenz) zeigte einen Wolfsangriff auf mindestens einen weiteren Hund. Dem Begleittext zufolge soll das Video auf einer Drückjagd im Postleitzahlbereich 29664 aufgenommen worden, es habe sich um eine „Treibjagd“ mit fünf Hunden gehandelt, von denen vier infolge von Angriffen durch Wölfe getötet worden sein sollten. Massive Zweifel waren von Anfang an angebracht: 29664 steht für die niedersächsische Stadt Walsrode in der Lüneburger Heide. Weder die auf dem Video zu sehende Mittelgebirgslage, noch die Wetterbedingungen passten zur angeblichen geografischen Lage, von dem Vorfall hätte man bestimmt auch auf andere Weise gehört, überdies erschien es fraglich, ob Mitte Februar in der Lüneburger Heide noch „Treibjagden“ stattfanden. Ausrüstung der Hunde, Vegetation und Wetter scheinen weit eher nach Skandinavien zu passen.

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Albanien: EU-Parlament fordert Nationalpark für Vjosa und Stopp von Wasserkraftprojekten

Im aktuellen Erweiterungsbericht des EU-Parlaments kritisiert das EU-Parlament die albanische Regierung ausdrücklich wegen ihrer derzeitigen Wasserkraftpolitik. Darauf weisen die Naturschutzorganisationen EuroNatur und Riverwatch in einer gemeinsamen Presseinformation hin. Im Mittelpunkt der EU-Kritik stehen dabei die Wasserkraftprojekte an der Vjosa, dem letzten großen Wildfluss Europas. Die EU-Abgeordneten fordern explizit, diese Wasserkraftprojekte nicht zu bauen und stattdessen einen Nationalpark zu errichten – und zwar auf der gesamten Länge des Flusses (siehe unten No. 32). Ein derartiger „Wildfluss Nationalpark“ wäre einmalig in Europa und würde nicht nur die Lebensader Vjosa erhalten, sondern auch der lokalen Bevölkerung eine ökonomische Perspektive geben, so die Naturschützer. Die Bürgermeister der Region hatten sich zuvor schon für die Errichtung eines Nationalparks und gegen den Bau von Staudämmen ausgesprochen.

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Wegen Drückjagd: Jäger zeigen Münchner Forstverwaltung an

Wegen einer Drückjagd, die die Münchner Forstverwaltung am 12. Januar in einem Wald bei Jesenwang (Landkreis Fürstenfeldbruck) veranstaltete, haben zwei benachbarte Jagdpächter Anzeige wegen angeblicher Verstöße gegen das Jagdrecht erstattet. Das berichtet die Lokalzeitung Merkur. Die Reviernachbarn hatten berobachtet, wie Hunde ein Kitz von der Ricke trennten, niederzogen und schwer verletzten. Sie gaben an, dass sie das Stück hätten erlösen müssen, nachdem sie die Hunde verscheucht hätten. Der Pressesprecher der Münchner Statdtverwaltung, Bernd Plank, erklärte gegenüber dem Merkur, dass das Stück bereits durch einen Schuss verletzt worden sei, was auch bei sorgfältigster Schussabgabe passieren könne. Die Hunde hätten das Stück verfolgt, um es zu erlösen und eigentlich „einen guten Job“ gemacht. Die Pächter halten dem entgegen, dass das fragliche Waldstück mit 160 Hektar viel zu klein sei, um Drückjagden durchzuführen. Es ließe sich praktisch nicht vermeiden, dass Hunde überjagen.

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Sachsen-Anhalt: Wildschwein beißt Frau

Am Samstag hat ein Wildschwein die Innenstadt von Merseburg unsicher gemacht und eine 75 Jahre alte Frau in den Arm gebissen. Das berichtet der MDR. Die Frau musste nach der Attacke zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Das Wildschwein war von einigen anderen Passanten gesehen worden, die drei Streifenwagen und der Jagdpächter, die sich an der zweistündigen Suchaktion beteiligten, bekamen es jedoch nicht zu Gesicht. SE

Beitragsbild: Wildschwein. Foto: SE

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Schweiz: Wolf im Wallis gewildert

10.000 Franken Belohnung für Hinweis auf Täter

Im Schweizer Kanton Wallis ist ein Wolf gewildert worden. Spaziergänger entdeckten den Kadaver des erwachsenen, weiblichen Tiers am 17. Februar gegen 17:00 Uhr in einem Wald bei dem Ort Pomi in Mayoux/Anniviers. Die Wölfin weist einen Einschuss hinter der Schulter auf. Für eine Autopsie wird der Tierkadaver ins Institut für Pathologie der Universität Bern transportiert, wie die Kantonspolizei mitteilt. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Kantonspolizei hat einen  Zeugenaufruf im Internet veröffentlich: lle Personen, die sachdienliche Hinweise machen können, sind gebeten sich bei der Kantonspolizei, Tel. +43 (0)27 326 56 56, zu melden. Die „Gruppe Wolf“ hat eine Belohnung in Höhe von 10.000 Franken ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. SE/PM

Beitragsbild: Gewilderte Wölfin. Quelle: Kantonspolizei Wallis

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Niedersachsen: Wolfsriss am Spielplatz

Nachdem ein Wolf am Dienstag bei Ebstorf (Landkreis Uelzen) auf einer Weide in unmittelbarer Nähe eines Spielplatzes ein Schaf gerissen und ein weiteres schwer verletzt hat (sowie einem weiteren Wolfsriss im Ort Allenbostel), fordert der CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer eine schriftliche Stellungnahme von der Landesregierung. Der „Tatort“ liege nur 80 Meter von den Häusern entfernt, ihn schockiere die Nähe zum Kinderspielplatz, sagte Hillmer auf az-online.de. Der Politiker möchte von der Landesregierung wissen, wie solche Vorfälle künftig verhindert werden könnten und welchen Schutz das Land spielenden Kindern in Ortslagen und auf öffentlichen Kinderspielplätzen gewähre. Ferner solle die niedersächsische Landesregierung dazu Stellung nehmen, ob sie zu einer Schließung des betreffenden Spielplatzes oder zu einer wolfssicheren Einzäunung rate. Der Gemeindedirektor sagte gegenüber az-online, dass man zwar mit dem Betreiber eines Waldkindergartens auf Gemeindegebiet Kontakt aufgenommen habe, die Situation aber „relaxt“ sehe. SE

Beitragsbild: Kinder-Schießtraining im Laserschießkino. Foto: SE

 

 

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Gigantischer Waffenfund in Pinneberg

114 Schusswaffen, etwa 71.000 Schuss scharfe Munition mit einem Gesamtgewicht von über einer Tonne sowie weitere 1,5 Tonnen Hülsen und Geschosse stellte die Polizei Donnerstag früh in Pinneberg sicher. Im Zuge einer gerichtlich angeordneten Durchsuchung passten Zivilkräfte der Polizeidirektion Bad Segeberg den 62-jährigen Besitzer dieses beachtlichen Arsenals ab, nachdem dieser das zu durchsuchende Objekt verlassen hatte, wie es in einer Pressemitteilung der Polizei heißt.  Es folgte die Aushändigung einer Verfügung der Ordnungsbehörde des Kreises Pinneberg, nach der der Mann alle in seinem Gewahrsam befindlichen Waffenteile und Munition herauszugeben hatte, da er die erforderliche Zuverlässigkeit nach dem Waffengesetz nicht mehr besitzt. Dieser Umstand sei gerichtlich und unanfechtbar bestätigt.

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Wandertage

Wegen Wolf: Kita setzt Wandertage aus

Zwei Kitas im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven haben nach Abstimmung mit den Gemeinden die Wandertage für die Kinder vorerst ausgesetzt. Nach den jüngsten Wolfssichtungen seien Ausflüge mit zwei Erzieherinnen für eine Kindergruppe „nicht mehr zu verantworten“, berichtet das Internetportal nord24. In dem Wissen, „dass man auf einen Wolf treffen könnte, der sich nicht typisch verhält“, werde derzeit auf Wanderungen und Ausflüge generell verzichtet, erklärte der für die Kitas zuständige Gemeindemitarbeiter gegenüber nord24. Bei einem Elternabend solle geklärt werden, wie sie Situation eingeschätzt werde. Nur mit Unterstützung der Eltern, die als Begleiter für die Wandertage gewonnen werden sollen, könnten die Freiluftaktivitäten wieder aufgenommen werden. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten und zitierten Beitrags auf nord24. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

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Linke fordert: 70 % des Wildbrets für Bedürftige

Der Kreisverband Rotenburg-Wümme der Partei „Die Linke“ ist offenbar bestrebt, Die Partei des Satirikers Martin Sonneborn mit lustigen, aber eher unrealistischen Forderungen noch zu übertreffen. Der Wegfall der umstrittenen Jagdsteuer im Kreis stelle einen „geldwerten Vorteil“ für die Jäger dar, argumentieren die Linken, ebenso sei es ein geldwerter Vorteil, dass sie sich das herrenlose Wild „mit einem Blattschuss kostenlos aneignen“ dürften. „70 % einer Jagd“ sollten daher „als Frischfleisch an die neun Lebensmittelausgabestellen der Tafeln im Landkreis Rotenburg abgegeben werden, um die große Nachfrage zu stillen“, fordern die Politiker. Die „Unterstützung bedürftiger Familien mit Frischfleisch sei „eine soziale Aufgabe die uns alle angeht und mit geringem Aufwand verwirklicht werden kann.“ Wem gehört das Wild?, fragt der Kreisverband der Partei auf seiner Internetseite – über diese Frage sollten die traditionell zu unscharfen Eigentumsbegriffen neigenden Genossen noch mal ganz scharf nachdenken. SE

Die Red, dankt den JAWINA-Lesern MB und AHa für die Hinweise!

Beitragsbild: Internetseite des Linken-Kreisverbands Rotenburg-Wümme mit der neuesten humoristischen Forderung der Partei. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Sommerhit für Landy-Fahrer

Dieser einen Serie-Land-Rover fahrende Musiker hat seinem Fahrzeug ein musikalisches Denkmal gesetzt und die Eigenheiten der Fahrzeuggattung in treffenden Versen festgehalten, besonders schön:

I could have a lot of cars / but I’m not like some other guys / I could find one that’s watertight / maybe even one with bright headlights

Über den Interpreten ist bei Google nicht viel zu erfahren, der Song ist eine Adaption des Country-Klassikers „Six Days on the Road„, geschrieben von Earl Green und Carl Montgomery, bekannt geworden durch die Version von Dave Dudley und zahlreichen anderen Interpreten aus dem Genre. Viel Spaß!

Video: YouTube

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Limburger Glockenspiel: Alles nur ein Scherz?

Angeblich Morddrohungen gegen Veganerin – abstruse Vorwürfe gegen Jagdverbände

Die Veganerin, die den Limburger Bürgermeister dazu gebracht hat, das blutrünstige Kinderlied „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“ vorübergehend aus dem Repertoire des Rathaus-Glockenspiels streichen zu lassen, soll diese Bitte nur scherzhaft vorgetragen haben. Das berichtet die Internetseite mimikama.at. Demnach sei die Frau von der Melodie, die sie jeden Tag in der Mittagspause hören musste, „genervt“ gewesen und habe den Bürgermeister daher „scherzhaft“ gefragt, ob die Melodie entfernt werden könne. Die Anfrage sei „nicht so ernst gemeint gewesen.“ Bürgermeister Hahn habe daraufhin gefragt, ob der Fuchs nun auch vegan werden solle, worauf die Veganerin sagte, er solle nur nicht erschossen werden, das sei es auch schon gewesen, so mimikama.at.

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Frankonia übernimmt Taurus-Import und -Service

Der ehemalige Importeur der Taurus-Waffen, die Helmut Hofmann GmbH, teilt mit, dass sie ihre kompletten Ersatzteilbestände für Taurus-Waffen an den neuen Taurusimporteur für Deutschland übergeben hat.

Ab sofort ist die

Frankonia Handels GmbH & Co.KG
Schießhausstraße 10
97228 Rottendorf
Telefon: 0180 / 6 40 50 40-5*
Telefax: 0180 / 6 40 50 40-6*
E-Mail: mail@frankonia.de

für Reparatur- und Servicearbeiten zuständig. Die Helmut Hofmann GmbH bittet, sich im Reparatur-/Schadensfall vertrauensvoll an die oben genannte Adresse zu wenden. PM

Beitragsbild: Taurus Revolver. Quelle: Hersteller

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2017 ist das Jahr des Waschbären

Seit mehr als 80 Jahren sind Waschbären in deutschen Wäldern unterwegs. Ohne nennenswerte Fressfeinde breiten sich die Neubürger aus Nordamerika rasant aus. Jäger und andere Naturschützer beobachten seit Jahren einen Einfluss auf die heimische Artenvielfalt. Umso wichtiger, sich intensiv mit dem nachtaktiven Räuber auseinanderzusetzen.

Pelzig, putzig und manchmal auch ein Plagegeist: Der Waschbär (Procyon lotor). Erst kürzlich hat ihn die EU-Kommission in eine Liste mit 37 fremden, invasiven Arten aufgenommen, die europaweit zurückgedrängt werden sollen. Der Kleinbär verursacht Schäden in Siedlungs- und Gartenanlagen und beeinflusst die heimische Artenvielfalt negativ. In der Natur gibt es kaum nennenswerte Faktoren, die eine weitere Ausbreitung stoppen könnten. Der DJV hat 2017 deshalb als Jahr des Waschbären ausgerufen. „Die Fangjagd ist das effektivste Mittel, um den nachtaktiven Räuber zu bejagen. Diese ist absolut notwendig und muss unter Beachtung des Elterntierschutzes ganzjährig möglich sein, um seine weitere Ausbreitung zu verlangsamen“, sagt Professor Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen. Er hat sein Verbreitungsgebiet deutschlandweit in sieben Jahren nahezu verdoppelt und kommt jetzt fast in jedem zweiten Jagdrevier vor. Trotz allem gehört er zu den Raubsäugern Europas, die bisher am wenigsten untersucht wurden.

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Wölfe: Brandbrief aus Uelzen

Die Mitglieder des Uelzener Kreistags haben einen „Brandbrief zum Thema Wolf“ an die niedersächsische Landesregierung verfasst, wie az-online.de berichtet. Die Verfasser fordern, dass mehr zum Schutz der Weidetierhaltung und der Menschen in der Region getan werden müsse. Das Schreiben enthält az-online zufolge einen umfangreichen Forderungskatalog. So sollen u.a. sämtliche Schäden durch Wölfe ersetzt, die Beweislast zugunsten des Geschädigten umgekehrt und Vergrämungsspezialisten ausgebildet werden. Wölfe, die sich in bedrohlicher Weise menschlichen Siedlungen nähern sollen abgeschossen werden können, der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen werden. Die Grünen stimmten wegen der Forderung nach Aufnahme ins Jagdrecht gegen die Resolution. SE

Beitragsbild: Schaf – Uelzener Kreistag fordert mehr Schutz für Weidetierhalter. Foto: SE

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Tagespresse berichtet über Wolfsfake

Wellershoff bedauert Weitergabe der Falschnachricht

Die Tageszeitung Lausitzer Rundschau berichtet über die Falschnachricht über ein angebliches Wolfsopfer in Polen. (JAWINA berichtete). LJVB-Pressereferent Tino Erstlin räumt in dem Beitrag ein, dass LJVB-Präsident Wellershoff einer Fake-News aufgesessen sei und diese weiterverbreitetet habe. Der Landesjagdverband plane nun, eine Richtigstellung an seine Mitglieder zu versenden, heißt es in der Lausitzer Rundschau. Der LJV-Präsident bedaure die Weitergabe der Falschmeldung, die er aus einer Quelle erhielt, die er für vertrauenswürdig gehalten habe.

Auch die Internetseite Finanzen.net griff das Thema in einem Kommentar auf. Darin heißt es: Fakt und nicht Fake ist: Fake-News stinken. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten und zitierten Beitrags in der Lausitzer Rundschau. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

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Immer rauf auf die grüne Wiese: Nabu kritisiert geplante Änderungen im Baurecht

Erleichterung für Wohnbebauung an den Siedlungsrändern widerspricht dem 30-Hektar-Ziel

Der Nabu kritisiert die geplanten Gesetzesänderungen der Bundesregierung im Bau- und Planungsrecht. Für Wohnungsbau auf landwirtschaftlichen und unbebauten Flächen am Ortsrand sieht der Gesetzentwurf zur Novellierung des Baugesetzbuchs und der Baunutzungsverordnung erhebliche Ausnahmeregelungen und Erleichterungen vor. Durch die „Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren“ könnte künftig generell auf eine Prüfung der Umweltauswirkungen der geplanten Bebauung sowie auf Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft verzichtet werden. Der Gesetzentwurf ist Gegenstand der öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses im Bundestag am heutigen Mittwoch.

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Rekord auch bei den Grünen

Noch nie hatten die Grünen mehr Mitglieder: 2178 Menschen traten allein im vergangenen Jahr in die Partei ein, die Grünen haben damit „knapp 61.600 Mitglieder“, wie die FAZ berichtet. Ursache für den Mitgliederzuwachs ist nach Auffassung des Blattes die Urwahl der Spitzenkandidaten der Partei im Oktober, dies habe allein 850 Leute zum Parteieintritt motiviert. Der politische Geschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, führte den Zustrom neuer Mitglieder gegenüber der FAZ auch auf den „Trump-Effekt“ zurück, der eine „allgemeine Politisierung in Deutschland“ bewirkt habe, von der auch die Grünen profitierten. In der Wählergunst profitieren die Grünen bislang eher nicht: In aktuellen Umfragen dümpelt die Partei bei ca. sieben Prozent. SE

Beitragsbild: RAL 6037 Reingrün.

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JAWINA – von Rekord zu Rekord

Die Berichterstattung über die neueste Wolfsente hat der JAWINA-Seite einen neuen Besucherrekord beschert: Unser datenschutzkonformes Statistiktool Statify zählte am 14. Februar 27577 Besucher (unique visitors). Der vorherige, bei der Berichterstattung über das Halbautomaten-Urteil erzielte Besucherrekord wurde damit fast um das Doppelte überboten. Und da Statify Surfer nicht mitzählt, die einen Adblocker verwenden, kann man zu dieser stolzen Zahl noch schätzungsweise ein Drittel hinzuaddieren. Das wären ca. 40.000 Besucher. An einem Tag. Danke dafür! SE

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Ausgerechnet: Landwirt will Flächen befrieden lassen

Ausgerechnet ein Landwirt hat beantragt, seine 32 Hektar Land aus ethischen Gründen „befrieden“, d.h. nicht mehr bejagen zu lassen. Das berichten die Westfälischen Nachrichten. Seit Dezember 2013 besteht in Deutschland in Folge eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) die Möglichkeit, eigene Grundstücke aus Gewissensgründen von der im Allgemeininteresse liegenden flächendeckenden Bejagung ausnehmen zu lassen. Dafür sind strenge Kriterien zu erfüllen: Wer dies beantragt muss beispielsweise nachweisen, dass er tierische Kost verschmäht, schon lange Zeit Vegetarier oder Veganer ist. Bei dem jetzt vor dem Verwaltungsgericht Münster auf Befriedung klagenden Landwirt sind da Zweifel angebracht: Den Westfälischen Nachrichten zufolge hat der Kläger einen Milchviehbetrieb. Ihm müsse klar sein, dass die überzählige männliche Kälber verkauft, gemästet und geschlachtet würden, hieß es vor Gericht. Der Landwirt führte dagegen an, dass er selbst nie ein Tier getötet habe. Vielleicht sollte der betreffende Landwirt in einschlägigen Werken wie „Milch – besser nicht“ mal nachlesen, was Milchwirtschaft in der Regel für die Kühe bedeutet. Der von der Entscheidung betroffene Jagdpächter bringt weitere Gegenargumente vor:

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„War wohl eine Ente“ – Wellershoff rudert zurück

Eine bislang unbekannte investigative Spezies (oder wie das heißt) breitet sich immer weiter in deutschen Landen aus: Die Wolfsente. Der Präsident des LJV Brandenburg, Dr. Dirk-Henner Wellershoff, hat eine gestern von ihm über Whatsapp verbreitete Falschmeldung dementiert: Die Meldung, derzufolge ein Wolf einen polnischen Jäger angefallen und getötet haben sollte (JAWINA berichtete), sei „wohl eine Ente“, räumte Wellershoff über Whatsapp ein. Der DJV habe das „gründlich recherchiert“ – na dann… SE

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Brandenburg: Erlegungsprämie für Schwarzwild

Landkreis Oder-Spree unterzeichnet als erster Landkreis Vereinbarung für Modellprojekt: Prämie für die Erlegung von zusätzlichen Wildschweinen

Der Oder-Spree-Landrat Rolf Lindemann hat am Freitag (10. Februar) mit Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Vereinbarung über die Gewährung einer Erlegungsprämie für zusätzlich erlegtes Schwarzwild unterschrieben. Berechnungsgrundlage für die „Übererfüllung“ der Jagdstrecke ist die Streckenmeldung je Jagdbezirk für das Jagdjahr 2015/2016. Jagdjahre beginnen beziehungsweise enden jeweils am 31. März/ 1. April. Streckenmeldungen erfassen auch tot aufgefundene beziehungsweise durch Unfälle getötete Tiere. Für jedes Stück Schwarzwild, das über die Meldung des Referenzjahres 2015/2016 hinaus im jeweiligen Jagdbezirk erlegt wird, können die Jagdpächter eine Erlegungsprämie in Höhe von 20 Euro beantragen.

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Fake News? Gegenüber Meldungen über angebliches Wolfs-Opfer ist Misstrauen angebracht

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Verbreitung von (Falsch-)Nachrichten in den sozialen Medien funktioniert: Aus drei völlig unterschiedlichen Ecken – mithin unabhängig voneinander – erreichte die JAWINA-Redaktion die Nachricht, dass in Polen angeblich ein erstes Todesopfer durch einen Wolfsangriff zu beklagen sei. Demnach soll ein 51 Jahre alter Jäger „in den frühen Morgenstunden“ durch ein Rudel Wölfe attackiert und noch „am Tatort“ seinen schweren Verletzungen erlegen sein. In den sozialen Netzwerken schlagen die Wellen entsprechend hoch, wozu auch beitrug, dass der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff, die offenbar noch unbestätigte Meldung über die Junge-Jäger-Whatsapp-Gruppe des LJVB, also über einen zumindest halboffiziellen Kanal, weiterverbreitet hat. Doch gegenüber der Meldung ist massives Misstrauen angebracht:

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Niedersachsen: Rothirsch durchschlägt Windschutzscheibe

Fahrer schwer verletzt

Heute gegen 07.15 Uhr, kam es auf der K 27, zwischen Undeloh und Wesel (Landkreis Harburg) zu einem folgenschweren Wildunfall. Ein 42-jähriger Mann war mit seinem Pkw in Richtung Wesel unterwegs, als plötzlich ein Rothirsch auf die Fahrbahn lief. Der Mann erfasste das Tier als es im Sprung war, sodass der Hirsch in die Windschutzscheibe prallte und den 42-Jährigen unter sich begrub. Das rund 250 kg schwere Tier starb beim Aufprall. Der Fahrer blieb zunächst unter dem Tier eingeklemmt, konnte aber mit Hilfe von Ersthelfern aus dem Fahrzeug geholt werden. Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Der Hirsch wurde von der Feuerwehr aus dem Fahrzeugwrack geborgen. Die K 27 blieb für rund eine Stunde voll gesperrt. PM

Beitragsbild: Autofahrer bei Kollision mit Rothirsch schwer verletzt. Foto: Polizei

Die Red. dankt JAWINA-Lesern AHe und JG für den Hinweis!

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DJV: Ernüchternde Bilanz für alternative Energiepflanzen

Der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Raps bleibt in Deutschland stabil – darauf hat die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vor wenigen Tagen hingewiesen. Alles andere als stabil ist jedoch die Artenvielfalt in den agrarisch geprägten Lebensräumen, in denen nachwachsende Rohstoffe wachsen. Um den Klimaschutz enger mit den Zielen des Natur- und Artenschutzes zu verzahnen, könnten zukünftig ertragreiche Wildpflanzenmischungen als alternative Energiepflanzen angebaut werden. „2016 betrug die Anbaufläche ertragreicher Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion deutschlandweit über 1.000 Hektar“, sagt Stefan Zeller vom Saatgutproduzenten Saaten Zeller. „Die an der verkauften Saatgutmenge gemessene Anbaufläche liegt damit vor der der durchwachsenen Silphie, die als blühende Alternative zum Mais auf 800 Hektar angebaut wird“, so Zeller weiter. Allerdings: Zusammen kommen die beiden ökologischen Alternativen auf nicht einmal 0,2 % der Anbaufläche des Mais.

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Auctronia: „Der digitale Marktplatz für Jäger und Schützen“

Das hätte manch einer dem fränkischen Traditonsunternehmen wohl nicht zugetraut: Mit der Auktionsplattform Auctronia – einer Wortschöpfung aus Auktion und Frankonia – hat das Unternehmen ein überzeugendes Konzept für den Online-Waffenhandel umgesetzt. JAWINA stellt die Seite vor und hat mit dem Projektverantwortlichen gesprochen.

Auctronia punktet mit einem modernen, frischen und zeitgemäßen Erscheinungsbild, das alle wesentlichen Informationen zum Kaufgegenstand und zum Verkäufer übersichtlich und ansprechend präsentiert. Das durchdachte und weitgehend selbsterklärende Bedienkonzept vermag zu überzeugen.

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Übersichtlich: Die Artikelseiten auf Auctronia verschaffen einen schnellen Überblick…

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Brandenburg: Bauern halten Wolfswache

Toter Jungwolf im Spreewald gefunden

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr haben Bauern gestern (Freitag) im Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald eine Wolfswache zum Schutz der Kälber einer Mutterkuhherde abgehalten. Bei Bratwurst und Glühwein diskutierten die Teilnehmer über die Wolfsproblematik. Die Veranstaltung sei als Aufforderung an die Politik zu verstehen, endlich ein effizientes Wolfsmanagement zu ermöglichen.

Ganz in der Nähe, bei Pretschen in der Gemeinde Märkische Heide im Spreewald ist ein Jungwolf tot aufgefunden worden. Das Tier wies Bissverletzungen auf, Hinweise auf einen Verkehrsunfall oder einen Abschuss gab es nicht. Der Kadaver wird im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin (IZW) untersucht. Es wird vermutet, dass der Jungwolf in das Territorium eines fremden Rudels eingedrungen und von diesem getötet wurde. SE

Beitragsbild: Wolfswache im Spreewald.

Die Redaktion dankt JAWINA-Leserin MF für die Bilder!

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Tierfreunde fordern: Nie mehr „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“

Bürgermeister: Wollte nur „nett“ sein

Die militanten Tierrechtler von Peta unterstützen die Forderung einer Veganerin, das Kinderlied „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“ nicht mehr vom Glockenspiel des Limburger Rathauses spielen zu lassen (JAWINA berichtete). Dass der Bürgermeister Limburgs, Dr. Marius Hahn, dieser Bitte entsprochen hatte und das Lied „vorübergehend“ aus dem Repertoire des Glockenspiels entfernte, hat bundesweit für Aufsehen und Empörung gesorgt. Die Tierfreunde fordern nun einem Bericht der FAZ zufolge, dass das Lied dauerhaft gestrichen werden solle: Altertümliche Lieder wie dieses oder auch Märchen wie „Rotkäppchen und der böse Wolf“ seien „leider noch immer weit verbreitet und senden vor allem an Kinder ein falsches Zeichen, indem sie ein schlechtes Licht auf bestimmte Tiere werfen“, zitierte die FAZ die umstrittene Organisation. Ins gleiche Horn der Intoleranz und Indoktrination stieß der Vegetarierbund Deutschland: Es sei gut, Traditionen kritisch zu hinterfragen. Wenn sie nicht mehr zeitgemäß seien, sollte man sich von ihnen verabschieden, so ein Sprecher des Vegetarierbundes gegenüber der FAZ: Unsere Tradition sei so vielfältig, dass sie nicht gleich zusammenbreche, wenn man sich von einem Lied trenne.

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Mecklenburg: Staupe im Kreis Vorpommern-Greifswald

„Hundebesitzer sollten Impfschutz ihrer Hunde im Auge behalten“

Bei fünf Füchsen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, die zur Beprobung im Labor eingeschickt worden waren, ist der Erreger der Staupe, ein soenannter Morbillivirus, festgestellt worden. Die Fundorte der verendeten Füchse sind Lassan, Sauzin, Lütow, Zemitz und Lieper Winkel auf Usedom. Die Tiere zeigten deutliche Krankheitszeichen vor dem Tod. So sind Beeinträchtigungen in den Bewegungsabläufen in Form deutlicher Koordinationsstörungen typisch für den Befall mit Staupe. Aufgrund entsprechender Beobachtungen wurden die Tierkörper zur Untersuchung in das Landesamt in Rostock gesandt.

Amtstierarzt empfiehlt dringend Impfung von Hunden

Amtstierarzt Dr. Holger Vogel empfiehlt insbesondere Haltern von Jagdhunden und von Hunden, mit denen Spaziergänge in freier Natur unternommen werden, dringend eine Immunisierung durch Impfung.

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